PV-Anlagen ab 01.01.2023 MWSt-frei

Bundestag hat Jahressteuergesetz beschlossen – Kleinanlagenbetreiber werden von Einkommensteuer befreit

Das am 02.12.2022 beschlossene Jahressteuergesetz 2022 enthält erstmals drei wesentliche Änderungen für die Photovoltaik: Bei der Umsatzsteuer wird ein neuer Steuersatz mit null Prozent eingeführt, der vielen Käufern künftig praktisch eine Anschaffung ohne Mehrwertsteuer ermöglicht. Die Betreiber kleiner PV-Anlagen werden von der Einkommensteuer befreit; das gilt sowohl für neue wie bestehende Anlagen. Das Steuerberatungsgesetz wird so geändert, dass Lohnsteuerhilfevereine künftig die Einkommensteuererklärung auch für die Betreiber von PV-Anlagen erstellen dürfen, wenn sie von der Einkommensteuerbefreiung betroffen sind. Thomas Seltmann fasste auf pv magazine zusammen. weiterlesen…

Infraserv Höchst setzt Heizöl ein

„Stärkung für die Dampfversorgung“ des Industrieparks

Infraserv Höchst hat nach eigenen Angaben die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass auch im Fall einer Erdgasmangellage genügend Prozessdampf für die Versorgung der Produktionsanlagen im Industriepark Höchst hergestellt werden kann. „Wir werden in unserem Kraftwerk ab Anfang Dezember neben Erdgas auch Heizöl einsetzen, damit die rund 120 Produktionsanlagen am Standort zuverlässig versorgt und kontinuierlich betrieben werden können“, sagt Dr. Joachim Kreysing, Geschäftsführer von Infraserv Höchst. Die Betreibergesellschaft des Standortes, an dem mehr als 90 Unternehmen ansässig sind und rund 22.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten, ist unter anderem auch für die Energieversorgung der Industriepark-Firmen verantwortlich. weiterlesen…

Energieeffizienz: möglicher Wendepunkt nach Jahren langsamer Verbesserung

IEA: Weltweiter Fortschritt bei Energieeffizienz beschleunigt sich

Die Internationale Energieagentur (IEA) veröffentlichte am 02.12.2022 ihren neuen Marktbericht zum Stand der Energieeffizienz. Derzeit erlebten Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz demnach einen deutlichen Aufwärtstrend in diesem Jahr global. Nach Jahren, in denen die effizientere Nutzung von Energie langsamer vorankam, setzen 2022 Regierungen, Unternehmen und Haushalte deutlich stärker auf Energieeffizienzmaßnahmen, um auf Rekordenergiepreise und Unsicherheiten beim Energieangebot zu reagieren. Ein Fazit des Berichts: “Energieeffizienz ist die allerbeste Politik, um Energierechnungen zu senken.” (Titel: „Energy Efficiency 2022“ – © iea.org, CC BY 4.0) weiterlesen…

EU-Kommission schiebt Kreislaufwirtschaft an: Reduzieren, Wiederverwenden, Wiederverwerten

Europäischer Grüner Deal: Verpackungsmüll reduzieren und CO2-Entnahmen zertifizieren – „Green Claims“-Vorschlag verschoben

Die EU-Kommission bringt Europa auf dem Weg in eine Zukunft ohne Umweltverschmutzung weiter voran – so eine Medienmitteilung vom 30.11.2022 der dutschen U-Vertretung in Berlin. Mit Vorschlägen für einen ersten EU-weiten freiwilligen Rahmen zur zuverlässigen Zertifizierung hochwertiger CO2-Entnahmen und zur Reduzierung von Verpackungsmüll durch Wiederverwendung und Recycling fördert sie die Umsetzung der Grundsätze der Kreislaufwirtschaft: Reduzieren, Wiederverwenden, Wiederverwerten. weiterlesen…

Mit Digitalisierung zu mehr Ressourceneffizienz

Hilfestellung für Unternehmen von IW, BDI-Circular Economy und BMWK

Die Digitalisierung macht unser Leben nicht nur schneller und effizienter, sondern auch umweltfreundlicher: Unternehmen können wertvolle Ressourcen sparen, wenn sie digitaler unterwegs sind. Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz hat das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft (IW) mit Partnern am 29.11.2022 ein neues Konzept für Unternehmen vorgestellt. Es soll Unternehmen mithilfe der Digitalisierung ein ressourcenschonenderes Arbeiten ermöglichen. weiterlesen…

Militärische Aktivitäten weltweit für mehr Emissionen verantwortlich als Russland

IPPNW hält Militär für 5,5 % aller THG-Emissionen verantwortlich

Eine am 11.11.2022 veröffentlichte innovative neue Methode zur Schätzung der globalen und regionalen militärischen Treibhausgasemissionen (THG) deutet darauf hin, dass die Streitkräfte der Welt für 5,5 % der globalen Emissionen verantwortlich sind. Wäre das globale Militär ein Land, hätte es den viertgrößten CO2-Fußabdruck der Welt – größer als der von Russland. Aufgrund mangelnder Berichterstattung und erheblicher Datenlücken ist es naturgemäß schwierig, den Gesamtausstoß von Treibhausgasen (THG) durch die Streitkräfte der Welt zu schätzen. Dennoch deuten die verfügbaren Daten darauf hin, dass dieser Beitrag sehr groß sein könnte. (Bild: Estimating the Military’s greenhouse gas emissions – Titel © SGR_CEOBS) weiterlesen…

Chemikalien könnten globalen Plastikvertrag untergraben

Plastikverschmutzung: Wissenschaftler schlagen Alarm

Vom 28.11. bis 02.12.2022 trifft sich das „Intergovernmental Negotiating Committee“ (INC) der UNEP in Uruguay, um ein internationales rechtsverbindliches Instrument gegen die Plastikverschmutzung zu entwickeln. Wissenschaftler befürchten, dass bei den Verhandlungen die Vielfalt und Komplexität der in Kunststoffen enthaltenen Chemikalien übersehen wird. Dies würde die Wirksamkeit des Abkommens stark beeinträchtigen, so eine neue Studie, die in der jüngsten Ausgabe der „Environmental Science & Technology Letters“ veröffentlicht wurde. weiterlesen…

Lieferengpässe kosteten deutsche Industrie bis Mitte 2022 knapp 64 Mrd. Euro an Wertschöpfung

Neue Studie des IMK fordert mehr Resilienz bei Lieferketten

Porsche Cayenne - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyRelativ kleine Ursache, großer Schaden in der Lieferkette: Weil Vorprodukte aus dem Ausland fehlten, konnte die deutsche Industrie von Anfang 2021 bis Mitte 2022 Güter im Wert von knapp 64 Milliarden Euro nicht herstellen, ergibt eine Untersuchung des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung.*) Besonders stark betroffen ist die Automobilindustrie, deren Wertschöpfung in Deutschland wegen des Mangels an Vorprodukten um knapp 31 Milliarden Euro geringer ausfiel, obwohl zahlreiche Bestellungen vorliegen. weiterlesen…

Textilwirtschaft muss im Kreislauf funktionieren

Impulse für passende Lösungen

Ob für den Heim- oder Bekleidungsbereich, im Bausektor oder beim Fahrzeugbau: Die globale Textilwirtschaft funktioniert überwiegend linear und verursacht mehr Treibhausgasemissionen als alle internationalen Flüge und der maritime Schiffsverkehr zusammen. Welche Innovationen können helfen, aus der linearen Wirtschaft eine Circular Economy zu machen? Wie kann eine Textilindustrie aussehen, die auf Langlebigkeit und Wiederverwendbarkeit setzt? Welche Produkte und Geschäftsideen können Verbraucherinnen und Verbraucher zur nachhaltigeren Nutzung von Mode motivieren? Auf der Suche nach Antworten begleitet und unterstützt die DBU die Textilbranche bereits seit Beginn ihrer Fördertätigkeit und bearbeitet das Thema aktuell innerhalb des Förderschwerpunktes #DBUcirconomy. Die drei nachfolgenden beispielhaften DBU-Projekte wurden im Oktober 2022 im Rahmen des KONGRESS BW, dem Ressourceneffizienz- und Kreislaufwirtschaftskongress des Landes Baden-Württemberg, vorgestellt. weiterlesen…

Bundestags-Ausschuss diskutiert Rohstoffsicherung

Der Abhängigkeit von Lieferanten entgegenwirken

Wie Deutschland sicher mit Rohstoffen versorgt werden kann, war – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – Thema einer öffentlichen Anhörung im Wirtschaftsausschuss des Deutschen Bundestags am Mittwoch, 30.11.2022. Die Sachverständigen nahmen Stellung zu Anträgen der CDU/CSU-Fraktion (20/4042) und der AfD-Fraktion (20/4065). Beide unter dem Eindruck der aktuellen Energiekrise eingebrachten Anträge fordern Maßnahmen, um der Abhängigkeit von Lieferanten insbesondere metallischer und mineralischer Rohstoffe entgegenzuwirken. Die Uionsfraktion fordert Rohstoffpartnerschaften mit Lieferländern und verstärkte heimische Rohstoffgewinnung (Kreislaufwirtschaft). weiterlesen…