Nachhaltige Gesellschaft „offener, resilienter und gerechter“

Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Die Bundesregierung hat am 27.04.2021 den Bericht des BMBF zur „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) für die 19. Legislaturperiode vorgelegt. Er befasse sich mit dem Stand und der Entwicklung von BNE in Deutschland von 2017 bis 2021 und bilde die BNE-Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder und Länderkonferenzen sowie der Kommunen ab. Aufgeführt würden – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – außerdem die BNE-Aktivitäten weiterer gesellschaftlicher Akteure aus dem Bereich der nachhaltigen Entwicklung. Auch werde dargestellt, welchen Beitrag BNE zur Erreichung der 17 Nachhaltigkeitsziele aus der Agenda 2030 der Vereinten Nationen (VN) geleistet habe. weiterlesen…

Hoher CO2-Preis könnte Kohleverstromung schon 2030 beenden

Europas Stromsystem wird durch EU-Green-Deal erhebliche Veränderungen durchlaufen

Eine Verschärfung des EU-Emissionshandelssystems (EU ETS) im Einklang mit dem Green-Deal der EU könnte die Dekarbonisierung des europäischen Stromsektors dramatisch beschleunigen – und wahrscheinlich ein Ende der Kohleverstromung herbeiführen: In einer neuen, in Applied Energy open access publizierten Studie zeigt ein Potsdamer Forschungsteam die erheblichen Veränderungen auf, die Europas Stromsystem durchlaufen wird, sobald das neu beschlossene Klimaziel von minus 55% zu einer Verknappung der ETS-Mengen führt. Höhere CO2-Preise, so zeigen die Autoren, sind nicht nur ein unvermeidlicher Schritt, um die Emissionen zu senken – sie werden auch viel schneller zu einem kostengünstigen, von erneuerbaren Energien geprägtem Stromsystem führen – so eine Medienmitteilung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) vom 27.04.2021. weiterlesen…

Energieversorger nehmen zentrale Rolle am Wasserstoffmarkt ein

EWI-Policy Brief: Herausforderungen bei Koordinierung grüner Wasserstoffnachfrage

H2 grün - SymbolMit der zunehmenden Produktion von grünem Wasserstoff werden die Rollen im deutschen Wasserstoffmarkt neu geordnet, sowohl im Angebot als auch in der Infrastruktur und der Nachfrage. Durch die Integration des Energiesystems und der damit einhergehenden neuen Rolle von Wasserstoff – vom chemischen Rohstoff zum Energieträger – könnten Energieversorger langfristig bestehende Wasserstoffproduzenten ablösen, schätzt das Energiewissenschaftliche Institut (EWI) an der Universität zu Köln. Auch auf der Nachfrageseite werden neue Akteure, beispielsweise die Stahlindustrie und der Schwerlastverkehr, in den Markt drängen. weiterlesen…

„Zentrum für höchsteffiziente Solarzellen“

Fraunhofer ISE weiht neues Laborgebäude ein

Um das Niveau internationaler Spitzenforschung halten und ausbauen zu können, erhielt das Fraunhofer ISE ein neues Laborgebäude, das vom BMBFund dem Land Baden-Württemberg zu gleichen Teilen finanziert worden ist. Das Zentrum für höchsteffiziente Solarzellen wurde am 27.04.2021 virtuell eingeweiht. Ministerpräsident Winfried Kretschmann sagte in seinem Grußwort: „In Baden-Württemberg haben wir uns für die Klimapolitik viel vorgenommen. Die Solarenergie spielt dabei eine zentrale Rolle. Und mit dem Fraunhofer ISE haben wir schon seit 40 Jahren eines der wichtigsten Solarforschungszentren der Welt im Land. Ich freue mich daher sehr, dass wir mit dem Zentrum für höchsteffiziente Solarzellen, das ich heute einweihen darf, der Photovoltaik-Spitzenforschung nochmals einen kräftigen Schub geben, um Klima-Land Nummer 1 zu werden“ (Foto: Zentrum für höchsteffiziente Solarzellen, 2021 eröffnetes Laborgebäude des Fraunhofer ISE – © Fraunhofer ISE, Guido Kirsch). weiterlesen…

Brücken bauen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit

13. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz: Notwendigkeit intensiver wissenschaftlich-technischer Zusammenarbeit

Im Rahmen der 13. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz haben sich russische und deutsche Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik dafür ausgesprochen, stärker im Bereich des nachhaltigen Wirtschaftens und beim Klimaschutz zusammenzuarbeiten. Am zweiten Veranstaltungstag der dreitägigen virtuellen Konferenz richtete sich der Blick der mehr als 1.000 Gäste auf Themen wie den Auf- und Ausbau der Wasserstoffwirtschaft, die Transformation der Energiesysteme oder die Digitalisierung im Rohstoff- und Energiebereich. In diesen und weiteren Bereichen gäbe es großes Potenzial für vertiefende Kooperationen im Rahmen der wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit beider Länder. Es bestand ein breiter Konsens, dass ein „grüner Dialog“ zu Klima- und Nachhaltigkeitsfragen zwischen der EU und Russland das Potenzial hat, neue Brücken zwischen beiden Seiten zu schlagen (Foto: Klaus Töpfer, Schirmherr des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums und Michael Kretschmer, sächsischer Ministerpräsident – © Deutsch-Russisches Rohstoff-Forum/photothek). weiterlesen…

Umwelt- und Klimaschutz bleibt Top-Thema

Trotz Corona: Große Mehrheit für einen sozial-ökologischen Wandel

65 Prozent der Bevölkerung halten den Umwelt- und Klimaschutz für ein sehr wichtiges Thema – trotz Corona. Besonders der Klimaschutz bleibt während der Pandemie für 70 Prozent weiterhin genauso wichtig, für 16 Prozent ist er sogar wichtiger geworden. Handlungsbedarf sehen die Befragten vor allem bei Energie, Landwirtschaft und Verkehr. Das ergab eine am 29.04.2021 von Umweltministerin Schulze und UBA-Präsident Messner vorgestellten, repräsentativen Umfrage zum Umweltbewusstsein. weiterlesen…

DUH veröffentlicht brisante Dieselgate-Akten von KBA und BMVI

Bisher teil-geschwärzten Schriftverkehr herausgeklagt

Nach insgesamt zwölf Rechtsverfahren und mehr als fünf Jahren Widerstand von Bundesregierung und Autokonzernen publiziert die DUH laute einer Medienmitteilung vom 23.04.2021 nun die Dieselgate-Akten aus dem Herbst 2015 – weitgehend ungeschwärzt. Die Akten enthalten Hinweise auf die weitere behördliche Zulassung von Diesel-Pkw mit illegaler Abschalteinrichtung der VW Motorenfamilie EA 288 auch nach Herbst 2015. Dazu veröffentlicht die DUH weitere, ihr zugespielte KBA-Freigabebescheide mit konkreten Messergebnissen zu VW-, Skoda- und Audi-Modellen. weiterlesen…

Europäisches Parlament billigt „Horizont Europa“

95,5 Mrd. Euro für bahnbrechendes Forschungsprogramm

Einer Medienmitteilung aus dem Europäischen Parlament vom 27.04.2021 zufolge sind 2021 bis 27 insgesamt 95,5 Mrd. Euro für die Forschungsförderung vorgesehen, davon 5,4 Mrd. aus dem EU-Aufbauplan „NextGenerationEU“. Das Europäische Parlament hat der Vereinbarung mit dem Rat über das Programm nun seine endgültige Zustimmung gegeben: Das Forschungsprogramm „Horizont Europa“ soll die EU-Mitgliedstaaten für künftige Pandemien wappnen; weiter stehen Gesundheit, digitaler Wandel und innovative KMU im Mittelpunkt. Gefördert werden auch klimafreundliche Innovationen im Industriebereich. weiterlesen…

Mit aktivem maschinellem Lernen zu neuen Solarzellen

Maschine bestimmt selbst, welche Daten sie braucht

Wissenschaftler der Abteilung Theorie des Berliner Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft und der Technischen Universität München nutzen maschinelles Lernen bei der Suche nach geeigneten molekularen Materialien. Um mit der endlosen Vielfalt möglicher Materialien zurechtzukommen, bestimmt die Maschine selbst, welche Daten sie braucht. Eine Medienmitteilung aus beiden Institutionen (Grafik: Algorithmus für selbständiges Lernen – Darstellung des bereits gelernten chemischen Raums – © Christian Kunkel, FHI). weiterlesen…

Cellulosefasern gegen Klimawandel

Neues verfahrenstechnisches Konzept

Der Schutz des globalen Klimas ist ein Vorhaben, das Industrie und Gesellschaft vor eine große Aufgabe stellt. Allein durch Begrenzung der globalen Emissionen, durch CO2-Einsparung, werden die Klimaziele nicht zu erreichen sein. Denn auch weiterhin wird es unvermeidbare CO2-Emissionen geben, die dennoch kompensiert werden müssen. Wege aus dieser misslichen Situation können Maßnahmen wie Aufforstung, Kohlenstoffbindung im Boden oder gar das aktive Abscheiden von CO2 aus der Luft sein. In einem dieser Verfahren setzt man spezielle Filter ein, mit denen sich CO2 aus der Atmosphäre entfernen lässt. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) entwickeln textile Materialien zur CO2-Abtrennung aus der Luft – so eine Medienmitteilung aus dem größten Textilforschungszentrum Europas in Baden Württemberg. weiterlesen…