Corona lässt Heizungsbedarf steigen

Ausgangsbeschränkungen: Deutsche Haushalte heizen 9% mehr

Laut einer Studie des Münchner Start-ups tado° vom 16.04.2020 haben deutsche Haushalte ihre Heizung im vergangenen Monat 9% mehr genutzt als im März 2019. Das Wetter spiele hier eine geringe Rolle, da sich die Außentemperatur nur um durchschnittlich 1°C vom Vorjahr unterscheidet. Der erhöhte Heizenergieverbrauch lasse sich größtenteils darauf zurückführen, dass die Bevölkerung während der Corona-Krise mehr Zeit zu Hause verbringe. (Foto: Heizungsregler – © tado.com) weiterlesen…

Konzentrierte Solarthermie konzentriert sich

CSP-Weltmarktführer Arcon-Sunmark an Greenonetec und Solareast verkauft

„Arcon-Sunmark wird abgewickelt“ titelte mitleidlos der Branchendienst Solarserver. Der dänische Weltmarktführer für große Solarthermie-Anlagen für die Fernwärme, Arcon-Sunmark, ziehe sich aus dem Geschäft zurück. Näheres weiß solarthermie-jahrbuch.de: Die dänische Investmentgesellschaft VKR Holding habe Teile ihrer Solarthermie-Tochter an den österreichischen Kollektorhersteller Greenonetec verkauft. Das asiatische Geschäft führe der Joint-Venture-Partner Solareast weiter. Der größte Kollektorhersteller Europas übernimmt damit den weltweit führenden Anbieter großer Solarthermieanlagen vor allem für Fernwärmenetze. weiterlesen…

Privates Ladeinfrastrukturpotenzial in Deutschland

Bevölkerungsreiche Wohngegenden mit Mehrfamilienbebauung benötigen beschleunigten Ladeinfrastrukturausbau

Mit zunehmender Elektrifizierung des Verkehrs wächst auch der Bedarf an privat und öffentlich zugänglichen Ladepunkten. Nach den Ergebnissen einer neuen Studie der Deutschen Energie-Agentur (dena) und Prognos AG im Auftrag des Energieunternehmens EnBW verfügt Deutschland zwar über ein großes Potenzial von 8-12 Millionen privaten Ladepunkten in Gebäuden mit einer oder zwei Wohnungen, jedoch nur über ein Potenzial von 0,45-1,8 Millionen privaten Ladepunkten bei Gebäuden mit drei oder mehr Wohnungen. weiterlesen…

Klimaschonender Verkehr in europäischen Umwelthauptstädten

Fachartikel zu europäischem Benchmark der „European Green Capitals“ für mehr Nachhaltigkeit im Stadtverkehr

Nachhaltigkeitsorientierte, urbane Verkehrspolitik und -planung sind heute wichtiger denn je. Daher ist es sinnvoll zu analysieren, welchen Maßstab (Benchmark) europäische Vorreiterstädte für einen umwelt- und klimaschonenden Personenverkehr in Städten markieren. Das untersuchen die wissenschaftliche Mitarbeiterin Miriam Müller und der Co-Leiter Prof. Dr.-Ing. Oscar Reutter, beide aus dem Forschungsbereich Mobilität und Verkehrspolitik in der Abteilung Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik am Wuppertal Institut, in ihrem Artikel über die Verkehrskonzepte der europäischen Umwelthauptstädte. weiterlesen…

Klimaschutz zur Post-Corona-Wiederbelebung

Wirtschaftsweise Veronika Grimm setzt auf Wasserstoff

Die eben ernannte neue „Wirtschaftsweise“ Veronika Grimm glaubt, der Klimaschutz könne die Wirtschaft nach der Corona-Krise wiederbeleben. Grimm, seit April 2020 im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, erwartet tief greifende Änderungen von Lieferketten bis zur Energiewirtschaft: „Wir werden internationalen Lieferketten weniger vertrauen“, sagte sie dem Handelsblatt. Die Professorin für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftstheorie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg hält es „richtig, dass man für bestimmte Produkte auch heimische Produktion braucht“. Dies gelte etwa für das Gesundheitswesen und den Energiesektor. weiterlesen…

Offshore-Windparkplanung im Zweifel

Gastbeitrag von Martin Dörenkämper (IWES) auf blogs.helmholtz.de/kuestenforschung

Im Forschungsprojekt X-Wakes werden die bisher existierenden Modellierungsansätze für Nachlaufeffekte erstmals im realen Maßstab für den Betrieb von Offshore-Windparkclustern validiert. Mit Blick auf die zu diesem Thema am 28.02.2020 unter dem Titel „Windenergie auf See braucht Platz, um sie optimal zu nutzen“ veröffentlichte Studie von Agora Energie- und Verkehrswende befürchtet das Forscherteam (vom Fraunhofer IWES, der Technischen Universität Braunschweig, dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Universität Oldenburg mit dem Zentrum für Windenergieforschung (ForWind), die Universität Tübingen, das Helmholtz-Zentrum Geesthacht und die UL International GmbH) nun voreilig abgeleitete, nicht ausreichend validierte Handlungsempfehlungen für die Offshore-Windparkplanung. weiterlesen…

Kommentare zur Corona-Stellungnahme der Leopoldina

„Blaupause für Ausstieg aus dem Stillstand“

Auf geteiltes Echo stieß – wie nicht weiter verwunderlich – die am 13.04.202 publizierte Stellungnahme der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina zum Thema Corona-Pandemie. Darin werden die psychologischen, sozialen, rechtlichen, pädagogischen und wirtschaftlichen Aspekte der Pandemie erläutert und Strategien beschrieben, die, schrittweise, zur Rückkehr in die gesellschaftliche Normalität beitragen können.Besonders an den in der Schrift erwogenen Möglichkeiten für eine Exit-Strategie aus dem Corona-Lockdown entzündet sich laut Handelsblatt Kritik – und an den Vorschlägen zur digitalen Datenerhebung. Eine – zufällig ausgewählte – Presseschau von Solarify. weiterlesen…

Corona als Sündenbock für Fossile

„Anschlag auf die Energiewende“
von Christfried Lenz, Bürgerenergie Altmark

Eine „gigantische, revolutionäre Zerstörung der Energiewende und damit des Klimaschutzes“ resumiert Frank Farenski sein Gespräch mit Andreas Piepenbrink, Geschäftsführer von E3/DC, dem zu entnehmen ist, dass mit dem „Barometer-Gutachten“ des Bundeswirtschaftsministeriums beabsichtigt wird, einer dem dezentralen Wesen der Erneuerbaren Energien entsprechenden Struktur aus autonomen, in sich autarken, aber zusätzlich miteinander vernetzten Energiezellen den Riegel vorzuschieben. Die von Millionen klimaschutzengagierten Menschen über Jahrzehnte hin dezentral und demokratisch vorangetriebene Energiewende soll demnach zur Sackgasse erklärt werden – schreibt Christfried Lenz in einem Kommentar auf pv magazine. weiterlesen…

Tricksen und Täuschen

Corona als Vorwand, Klimaschutz und Energiewende erst einmal zu verschieben
von Klaus Oberzig

„Im Schatten von Corona wird auch beim Thema Energiewende getäuscht und getrickst. Die für viele Solarfreunde erst einmal schlüssig scheinende Auskunft, wegen des Virus habe man in den Ministerien keine Zeit, sich um Erneuerbare Energie und Klimaschutz zu kümmern, stellt sich als Schwindel heraus,“ schreibt Klaus Oberzig auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Solarenergie. weiterlesen…

Grünen Wasserstoff für die Mobilität wirtschaftlicher erzeugen

Industrielle Power-to-Gas-Anlage im Megawattmaßstab am Hochrhein arbeitet zuverlässig

Erneuerbarer Wasserstoff kann die Mobilität grüner machen. Dafür müssen jedoch die Kosten sinken. Wie das geht, erproben Energiewirtschaft und Forschung derzeit in einer industriellen Power-to-Gas-Anlage im süddeutschen Grenzach-Wyhlen. Die Megawattanlage ist im April 2020 seit vier Monaten in Betrieb und funktioniert zuverlässig. Auch ein daran angeschlossener Forschungselektrolyseur läuft sehr erfolgreich. Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) koordiniert das Vorhaben. Betreiber der kommerziellen Anlage ist der Energieversorger Energiedienst AG. (Foto: Die industrielle Power-to-Gas-Anlage am Wasserkraftwerk in Grenzach-Wyhlen – © Energiedienst) weiterlesen…