Frischer Wind für vertikale Windräder

Problem des dynamischen Strömungsabrisses gelöst

Um den Bau von mehr Windkraftanlagen in der Schweiz zu ermöglichen, optimieren Forschende Modelle mit senkrechten Rotoren. Sie sind kompakter und leiser als klassische Windräder – so eine Medienmitteilung des Schweizerischen Nationalfonds vom 03.04.2024. Die niedrigere Stromproduktion von Solaranlagen und Stauseen im Winter ist eine der großen Herausforderungen für die Energiewende. Windkraftanlagen, deren Wirkungsgrad sich in der kalten Jahreszeit verdoppelt, könnten deswegen beim Umstieg auf erneuerbare Energien eine entscheidende Rolle spielen. Da sie allerdings viel Platz benötigen und laut sind, ist es schwierig, neue Standorte für sie zu finden. Ein Team um Karen Mulleners arbeitet an einer alternativen Lösung, um die Windenergie auszubauen. (Foto: Sébastien Le Fouest mit seiner motorisierten und mit Sensoren ausgestatteten Miniaturwindkraftanlage mit vertikaler Rotationsachse – © Alain Herzog / EPFL – Schweizerischer Nationalfonds) weiterlesen…

Wirtschaftsforscher für mehr Energie-Zusammenarbeit in Europa

Krise als Weckruf betrachten

WirtschaftsforscherInnen aus verschiedenen Ländern haben die EU dazu aufgefordert, die Energiekrise nach dem russischen Angriff auf die Ukraine als Weckruf zu betrachten und eine bessere Zusammenarbeit in Europa anzustreben. „Die Umstellung auf nicht-fossile Energiequellen kann nicht nur die strategische Abhängigkeit verringern, sondern richtig gemacht auch die Strompreise senken und der EU und ihren Mitgliedstaaten helfen, ihre Klimaziele zu erreichen. Eine weitere Integration der europäischen Strommärkte und Gasnetze ist unerlässlich, um regionale Knappheiten besser auszugleichen“, schreiben sie laut einer IFO-Medienmitteilung vom in einem Papier für das Forschungsnetz EconPol Europe. weiterlesen…

Fraunhofer Cluster of Excellence Circular Plastics Economy

Es ist Zeit für eine zirkuläre Kunststoffwirtschaft

Kunststoffe sind vielseitig: Ihr geringes Gewicht macht sie unersetzlich für ressourceneffiziente Produkte. Die Rohstoffbasis öffnet sich langsam für biogene Quellen. Die Kunststoffproduktion wächst stetig. Fast 350 Millionen Tonnen Kunststoffe werden weltweit produziert. Doch in der Bevölkerung ist Kunststoff kaum geschätzt, gilt als „Wegwerfartikel“. Zu viele Kunststoffe landen am Ende ihres Lebensweges in der Verbrennung oder in Böden und Ozeanen. Rund um den Globus leiten Regierungen und Behörden staatliche Maßnahmen gegen Kunststoffe in der Umwelt ein. weiterlesen…

Wind-Gigant: Enercon plant 7-MW-Turbine auf 175-Meter-Turm

Wissenschaftlicher Rückenwind

Der Windturbinenbauer Enercon hat angekündigt, seine Windturbine E-175 künftig mit deutlich mehr Nennleistung zu bauen. Der Prototyp zur 6,0-Megawatt-Basisversion entsteht bereits. Wie Tilman Weber am 20.03.2024 in Erneuerbare Energien schrieb, hat der ostfriesische Hersteller von Windenergieanlagen am 19.03.2024 angekündigt, dass er seine vor eineinhalb Jahren vorgestellte neue Flaggschiff-Anlage E-175 auf 7,0 Megawatt (MW) Nennleistung auslegen will. Wie auf Bestellung haben Hereon-Forscher herausgefunden („Je höher das Windrad, desto besser“): Große Windräder der neuen Generation haben weniger Einfluss sowohl auf die Meeresoberfläche als auch auf benachbarte Windparks. weiterlesen…

Alternative Reaktorkonzepte lösen Endlagerproblem nicht

Untersuchung im Auftrag des Bundesamts für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung

Eine am 21.03.2024 veröffentlichte wissenschaftliche Untersuchung im Auftrag des Bundesamts für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) zeigt: Die Markteinführung von alternativen Reaktorkonzepten (auch als „Generation IV“ bezeichnet) ist aktuell nicht absehbar. „Trotz teils intensiver Werbung von Herstellern sehen wir derzeit keine Entwicklung, die den Bau von alternativen Reaktortypen in den kommenden Jahren in großem Maßstab wahrscheinlich macht. Im Gegenteil: Wir müssen erwarten, dass aus sicherheitstechnischer Sicht die möglichen Vorteile dieser Reaktorkonzepte von Nachteilen und den nach wie vor ungeklärten Fragen überwogen werden“, sagt BASE-Präsident Christian Kühn und betont: „Die Konzepte lösen weder die Notwendigkeit, ein Endlager für die radioaktiven Abfälle zu finden, noch die drängenden Fragen des Klimaschutzes.“ weiterlesen…

Bundesnetzagentur vereinfacht Registrierung von Balkonkraftwerken

„Entbürokratisierung bei der Registrierung“

Zum 01.04.2024 vereinfacht die Bundesnetzagentur die Registrierung von Balkonkraftwerken im Marktstammdatenregister (MaStR). Auch die Nutzerführung im System wird modernisiert. „Menschen sollen so leicht wie möglich bei der Energiewende mitmachen können. Balkonkraftwerke können laut einer Medienmitteilung vom 28.03.2024 schnell und unbürokratisch registriert werden. Künftig müssen Betreiber neben den Angaben zu ihrer Person nur noch fünf Angaben zu ihrem Balkonkraftwerk eintragen. Vorher waren es rund 20 Angaben. Diese Vereinfachungen sind eine erhebliche Entbürokratisierung bei der Registrierung“, sagte Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur. weiterlesen…

Neues Mehrweg-Glossar bringt Klarheit in Begriffs-Dschungel der Circular Economy

Erläuterungen zu Begrifflichkeiten der Kreislaufführung von Verpackungen

Wie unterscheiden sich Wiederverwendung und Recycling? Wie ist der deutsche Begriff Mehrweg zu verwenden, wie grenzt er sich von Einweg ab? Für welche Bewertung sind Wiedereinsatzquoten sinnvoller als Recyclingquoten? Antworten auf diese nicht zuletzt durch die PPWR (Packaging & Packaging Waste Regulation der EU) aufgeworfenen Fragen und kurze Erläuterungen zu Begrifflichkeiten der Kreislaufführung von Verpackungen liefert das neue auf Deutsch und Englisch erschienene „Mehrweg-Glossar/Glossary on Reuse“. Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT sowie das für Materialfluss und Logistik IML erstellten dies im Auftrag der Stiftung Initiative Mehrweg, um Klarheit in die oft nicht trennscharfen Begrifflichkeiten rund um Wiederverwendung und die Circular Economy zu bringen. (Titel: Fh-Mehrweg-Glossar- © Fraunhofer-UMSICHT) weiterlesen…

Smartphones – sogar kaputte – steuern Gebäude

Zweiter Frühling für ausgediente Handys

Die Automation von Gebäudesystemen bietet ein großes Einsparungspotenzial beim Energiever-brauch von Immobilien. Laut Christoph Stapfer am 22.03.2024 im Portal der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa zeigen Untersuchungen solcher Systeme, dass durch optimierte Lösungen der Energiebedarf für Gebäude im Schnitt um rund 30 Prozent gesenkt werden kann. Damit dafür nicht wiederum CO2-intensive Computerchips produziert werden müssen, untersucht Empa-Forscher Hanmin Cai aktuell, inwiefern liquidierte und beschädigte Smartphones diese Aufgaben steuern könnten. weiterlesen…

Eine Milliarde Tonnen Biomasse pro Jahr

DOE veröffentlicht Bericht

Die USA entwickeln eine neue Technologie auf dem Gebiet des Autoantriebs und der Kraftstoffarten. Am 15.03.2024 wurde eine Untersuchung des US-Energieministeriums veröffentlicht, die zu dem Schluss kommt, dass die USA schätzungsweise 60 Milliarden Gallonen (180 Millionen Tonnen) CO2-emittierende und flüssige Biokraftstoffe produzieren und gleichzeitig den prognostizierten Bedarf an Lebensmitteln, Futtermitteln, konventionellen Forstprodukten und Exporten ohne Einschränkungen decken können. weiterlesen…

CO2-negatives Bauen durch neuartigen Verbundwerkstoff

Alternative zu Stahlbeton

Ein neuer Verbundwerkstoff hält Einzug in die Bauindustrie: Hergestellt aus Naturstein, Carbonfasern und Biokohle ist er eine Alternative zu Stahlbeton. Eine besonders gute CO2-Bilanz zeichnet ihn aus, so die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung am 20.03.2024 auf ihrer Webseite. Die DITF leiten das Verbundprojekt „DACCUS-Pre“ (Methods for removing atmospheric carbon dioxide – Carbon Dioxide Removal- by Direct Air Carbon Capture, Utilization and Sustainable Storage after Use). Der neue Baustoff soll langfristig Kohlenstoff speichern und der Atmosphäre sogar mehr CO2 entnehmen, als bei seiner Herstellung freigesetzt wird. (Foto: Ein CO2-negativer Baustoff © DITF) weiterlesen…