Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl

Einstellung der Parteien zu Erkenntnissen der Wissenschaft und zur Forschungsförderung

Vor der Bundestagswahl haben die großen mathematisch-naturwissenschaftlichen Fachgesellschaften – der Dachverband der Geowissenschaften (DVGeo), die Deutsche Mathematiker-Vereinigung (DMV), die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG), die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) sowie der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) – allen im Bundestag vertretenen Parteien sogenannte „Wahlprüfsteine“ vorgelegt, mit denen sie die Parteien nach ihren Plänen zu ausgewählten Themen aus Forschung, Bildung, Klimaschutz und Energiewende befragen. Auch die Einstellung der Parteien zu Erkenntnissen der Wissenschaft und zur Forschungsförderung in Deutschland sowie in der EU wurde abgefragt. Die gemeinsame Aktion soll dokumentieren, welche grundlegenden wissenschaftspolitischen Vorstellungen die jeweiligen Parteien haben. Solarify dokumentiert die Antworten. weiterlesen…

Klimaklage von Greenpeace und DUH gegen BMW, Daimler, VW und Wintershall Dea

Deutsche Konzerne auf Klimaschutz verklagt

Greenpeace und die Deutsche Umwelthilfe fordern deutsche Konzerne auf, ihre CO2-Emmissionen deutlich schneller zu verringern. Gemeinsamen Medienmitteilungen vom zufolge berufen sich die Organisationen auf das Klima-Urteil des Bundesverfassungsgerichts und auf einen ähnlich spektakulären Spruch in den Niederlanden(siehe: solarify.eu/gericht-verurteilt-holllaendische-regierung-zum-klimaschutz). Bis 2030 sollen drei deutsche Autohersteller unter anderem den Verkauf klimaschädlicher Diesel- und Benzin-Verbrenner stoppen; das Öl- und Erdgasunternehmen Wintershall Dea soll spätestens ab 2026 keine neuen Öl- und Gasfelder mehr erschließen. weiterlesen…

Grenzen einer CO2-Bepreisung

Greenpeace-Studie: Wer sich allein auf den CO2-Preis verlässt, wird Klimaziele verpassen

Eine Bepreisung von CO2 kann nur gemeinsam mit anderen Maßnahmen die deutschen Klimaziele erreichen – für sich allein wirkt der Preis zu schwach. Das zeigt eine am 02.09.2021 veröffentlichte Untersuchung von DIW Econ, einer Tochter des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin im Auftrag von Greenpeace. Mit dem Fokus auf Energiewirtschaft und Verkehr weisen die Autoren um Prof. Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt am DIW, eine Reihe von Hemmnissen nach, die einen CO2-Preis weitgehend wirkungslos machen und benennen flankierende Maßnahmen.(Titel: Greenpeace-Studie) weiterlesen…

RWE: zwei Zuschläge für PV-Speicher-Kraftwerke am Tagebau Garzweiler

31,5 MW PV und 10,1 MW Speicher

RWE goes Renewables: Insgesamt plant der Energiekonzern auf Betriebsflächen des Tagebaus 31,5 Megawatt Photovoltaik und 10,1 MW Batteriespeicher. Beide Projekte sollen laut einer Medienmitteilung vom 31.08.2021 Anfang 2023 ans Netz gehen. 16 Zuschläge für Photovoltaik-Speicher-Kombinationen mit insgesamt 156 Megawatt hatte die Bundesnetzagentur im August als Ergebnis ihrer Innovationsausschreibung erteilt. (Foto: Aussichtspunkt Skywalk am Tagebau Garzweiler – bald soll sich der Blick ändern – Foto © RWE Power) weiterlesen…

Berlin auf Platz 1 im Städteranking „Klimaschutz und Klimaanpassung“

Einwohnerzahl hat starken Einfluss auf Aktivität

Forschende des Leibniz-Instituts für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) in Erkner und der Universität Potsdam haben erstmals ein vergleichendes Ranking für die Aktivität von Städten in den Bereichen Klimaschutz und Klimaanpassung erarbeitet. Sie betrachteten 104 Groß- und Mittelstädte in Deutschland. Dabei zeigte sich, dass größere Städte klimapolitisch aktiver sind als kleinere. Städtisches Engagement für den Klimaschutz zieht außerdem tendenziell Engagement für die Anpassung der Stadt an die Klimawandelfolgen nach sich. weiterlesen…

Wertvolle Klimaschutz-Ressourcen

Untersuchung zeigt hohe Kohlenstoffspeicherung in afrikanischen Bergwäldern

Die tropischen Bergwälder Afrikas speichern in ihrer oberirdischen Biomasse mehr Kohlenstoff als alle anderen tropischen Wälder der Erde. Sie leisten mit dieser – bisher vom Weltklimarat IPCC erheblich geringer veranschlagten hohen Speicherkapazität einen großen Beitrag zum Klimaschutz. Zu diesem Ergebnis kommt eine am 25.08.2021 in Nature veröffentlichte Untersuchung eines internationalen Forschernetzwerks, das mit Nachdruck zum Erhalt dieser kohlenstoffreichen Ökosysteme aufruft. Andreas Hemp von der Universität Bayreuth und sein Team haben einer Medienmitteilung vom 26.08.2021 zufolge in diesem Rahmen die Kohlenstoff-Vorräte in den Bergwäldern am Kilimandscharo untersucht. (Foto: Nebelwald am Kilimandscharo – m. frdl. Erlaubnis © Andreas Hemp) weiterlesen…

Alte Kontroverse, neu aufgelegt: Kernenergie gegen Klimakrise?

Minimale CO2-Einsparung

Während sich die meisten Politiker heute einig sind, dass eine Begrenzung der CO2-Emissionen notwendig ist, um den Klimawandel aufzuhalten, besteht keine Einigkeit darüber, wie dieses Ziel erreicht werden kann. In vielen Ländern spielt die Kernenergie nach wie vor eine wichtige Rolle bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung. Sie ist jedoch zunehmend zu einem Diskussionsthema geworden, und viele Länder haben beschlossen, aus der Kernenergie auszusteigen, nicht zuletzt aufgrund vergangener nuklearer Notfälle wie Fukushima. Eine in Energy Policy open access publizierte wissenschaftliche Untersuchung von Nikolaus Müllner, Nikolaus Arnold, Klaus Gufler und anderen hat dazu beigetragen, das Treibhausgas-Vermeidungspotenzial der Kernkraft zu ermitteln: Nur verschwindende 2-3 % des CO2 kann die Kernenergie vermeiden helfen. weiterlesen…

Bessere Förderbedingungen in der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des BMU

Neuveröffentlichung des Förderaufrufes für investive Kommunale Klimaschutz-Modellprojekte mit Förderquote bis 80 Prozent – ebenso verbessert: KfW-Förderung

Im Zuge des Klimaschutz-Sofortprogramms 2022 der Bundesregierung schreibt das Bundesumweltministerium die verbesserten Förderbedingungen des Corona-Konjunkturpaketes für modellhafte und wegweisende Klimaschutzprojekte bis Ende nächsten Jahres fort und verlängert die Gültigkeit des Förderaufrufes bis 2024. Der neue Förderaufruf sieht für Anträge, die zwischen dem 1. September 2021 und dem 31. Dezember 2022 gestellt werden, eine Förderquote bis 80 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben vor. Nachweislich finanzschwache Kommunen können in diesem Zeitraum sogar eine Vollfinanzierung beantragen. weiterlesen…

Klimaschutz-Sofortprogramm für die ersten 100 Tage

22 Empfehlungen für neue Bundesregierung

Die im Juni dieses Jahres vom Bundestag verabschiedeten Klimaziele erfordern, dass Deutschland seine Klimaschutzanstrengungen verdreifacht. Dafür muss die nächste Bundesregierung in den ersten 100 Tagen das ehrgeizigste Klimaschutz-Sofortprogramm auf den Weg bringen, das es in Deutschland je gegeben hat. Am 30.08.2021 legten Agora Energiewende, Stiftung Klimaneutralität und Agora Verkehrswende hierfür 22 Handlungsempfehlungen mit schnell umsetzbaren Maßnahmen für die neue Legislaturperiode vor. weiterlesen…

Rechenschaftsbericht 2021 der Bundesregierung zur Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt vorgelegt

Notwendige Trendwende beim Verlust der biologischen Vielfalt noch nicht erreicht

Viele mit der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt verfolgten Ziele wurden sind nicht erreicht worden, berichtet der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Das geht aus dem Rechenschaftsbericht 2021 der Bundesregierung zur Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (19/31999) hervor, der dem Bundestag in Form einer Unterrichtung zugegangen ist. weiterlesen…