Logistikweise wollen Kreislaufwirtschaft fördern

Politik soll marktwirtschaftlichen Rahmen setzen

Der Wirtschaftsbereich Logistik fordert von der Politik, seine Mitglieder stärker in ihre Entscheidungen einzubinden. Diesen Appell formulieren die Logistikweisen bei ihrem letten Treffen am 28.03.2023 im Ingelheimer Wasem-Kloster. So könnte spezielle Fachkompetenz beispielsweise in Form eines Beirats zur Verfügung gestellt werden. Dies sieht das Expertengremium als ein probates Mittel, um unter anderem den aus dem aktuellen Logistics Performance Index der Weltbank hervorgehenden Schwächen des Standorts Deutschland entgegenzuwirken. weiterlesen…

Deutschland erreicht am 4. Mai Overshoot Day

Größte Volkswirtschaft der EU verschwendet die meisten Ressourcen

Wenn alle so leben würden wie die Menschen in Deutschland, bräuchten wir drei Erden. Dies zeigt, dass die deutsche Wirtschaft auf die vorhersehbare Zukunft des Klimawandels und der Ressourcenknappheit trotz vieler verfügbarer Möglichkeiten bei weitem nicht vorbereitet ist. Die Trends zeigen, dass Deutschland nicht gewillt scheint, seinen eigenen Wohlstand abzusichern. Der deutsche Overshoot Day 2023 fällt nach Zahlen des Global Footprint Networks auf den 4. Mai. Genauer gesagt, hätte die Menschheit bis dahin so viel verbraucht, wie die Ökosysteme unseres Planeten in einem ganzen Jahr erneuern können, wenn alle Menschen so viel konsumieren würden wie die Einwohner Deutschlands. (Grafik: Country Overshoot Days 2023 – © overshootday.org) weiterlesen…

„Kipppunkte“, Rechenunschärfen und Messprobleme

Neuer interdisziplinärer Denkansatz für Politik in der Klimakrise

Eine vom Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) und vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) geführte Untersuchung erweitert die klassische Wohlfahrtsökonomie um das Konzept der planetaren Grenzen und liefert jetzt einen neuen, interdisziplinären Denkansatz. Gleichzeitig setzt sich die am 17.03.2023 open access in der Fachzeitschrift Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik veröffentlichte Studie mit der Frage auseinander, wie man mit Kippunkten und Unsicherheiten umgeht. (Grafik: Kippschalter im Erdsystem 2017 – © Köppen, Schellnhuber, Edenhofer, PIK-Potsdam, CC-BY-ND DE 3.0) weiterlesen…

Am Ende der Trockenzeit: CO2-Pulse über Australien

Heidelberger Umweltphysiker untersuchen trockene Regionen und Einfluss auf Variationen des globalen Kohlenstoffkreislaufs

Am Ende der Trockenzeit kommt es über dem australischen Kontinent zu jährlich wiederkehrenden CO2-Pulsen in der Atmosphäre. Das hat ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Umweltphysikers Prof. Dr. André Butz von der Universität Heidelberg herausgefunden. Um die Kohlenstoffflüsse über Australien zu untersuchen, analysierten die Forscherinnen und Forscher atmosphärische CO2-Messungen. Ihre Analysen zeigen, dass besonders viel CO2 freigesetzt wird, wenn starke Regenfälle auf ausgetrocknete Böden treffen und dort Mikroorganismen aktiviert werden. Die Erkenntnisse deuten darauf hin, dass trockene Regionen einen größeren Einfluss auf die Variationen des globalen Kohlenstoffkreislaufs haben als bisher angenommen. weiterlesen…

Keine Zukunft für CO2-Preis in Deutschland?

Nur gut ein Drittel dafür

Die Akzeptanz in der deutschen Bevölkerung für die 2021 eingeführte CO2-Bepreisung zum Klimaschutz ist gering. So ein am 02.03.2023 publiziertes Ergebnis des Forschungsprojektes „Analyse der kurz- und langfristigen Wirkungen unterschiedlicher CO2-Bepreisungsvarianten auf Gesellschaft und Volkswirtschaft“ der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, in dem Psychologinnen und Psychologen untersuchten, wie der CO2-Preis ausgestaltet werden sollte, damit er von der Bevölkerung akzeptiert wird. weiterlesen…

Wälder geben immer mehr CO2 ab

Nutzen von Aufforstungen sinkt

Ein internationales Forscherteam berichtet in Science, dass immer mehr boreale (= nördliche) Wälder CO2 freisetzen. Hauptgrund: Waldbrand. So seien 10% der globalen CO2-Emissionen im Jahr 2000 darauf zurückführen, aber dieser Beitrag seit 2021 auf fast 25% gestiegen. Die Wissenschaftler weisen auf die Gefahr hin, dass der Klimawandel zu mehr Waldbränden führen wird, unter anderem wegen Dürren. Somit sinkt die Chance, dass man durch Aufforstung CO2 langfristig binden kann. weiterlesen…

Negative Emissionen: CO2 einfangen und speichern

Fünf Technologien Richtung Netto-Null

Wenn die Schweiz das Ziel erreichen will, bis 2050 unterm Strich keine Treibhausgase mehr auszustoßen, ist sie laut Empa auf den Einsatz sogenannter Negativemissionstechnologien (NET) angewiesen – Verfahren, die CO2 aus der Atmosphäre entnehmen und langfristig speichern. Obwohl NET dazu beitragen können, die Klimaziele zu erreichen, ist derzeit noch vieles unklar, so das Öko-Institut; einige der technischen Verfahren sind in der Praxis unerprobt, technisch komplex, kostspielig und vorerst nicht in großem Maßstab einsetzbar. Hinzu kommt, dass viele Menschen erst wenig über die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen der NET wissen. weiterlesen…

Bioabfälle in der Kreislaufwirtschaft – BDE verlangt Pflicht-Biotonne für Deutschland

Parlamentarischer Abend in Berlin – Verband präsentiert Positionspapier

Angesichts der hohen Verluste von organischen Materialien bei der Abfallsammlung will der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft (BDE) mit neuen Ideen die Bioabfallsammlung in Deutschland grundlegend verbessern. So fordert der Verband die bundesweite Einführung einer Pflichttonne für Bioabfälle. Zudem setzt er sich für eine bundesweite Vollzugsoffensive auf allen Verwaltungsebenen zur Durchsetzung des geltenden Abfallrechts ein. Dabei sollen sich die Bundesländer zu klaren Zielen bei der Reduzierung von organischem Abfall im häuslichen Restmüll verpflichten und außerdem ihre kommunale Aufsicht gegenüber Städten und Kreisen stärker wahrnehmen. Das geht aus dem jüngsten Positionspapier des BDE zur Biomasse hervor, das der Verband am 27.04.2023 vorgestellt hat. weiterlesen…

Projektstart KlarTEXt

Kooperationsplattform für eine nachhaltige Textilwirtschaft startet

Kleidung, Schuhe, Möbel – der Konsum von Textilien steigt in der Europäischen Union kontinuierlich. Mit ihm gehen Auswirkungen auf das Klima, den Wasser- und Energieverbrauch sowie die Umwelt einher. Unter der Leitung der Hochschule Niederrhein (HSNR) starten ab Mai 2023 die Projektpartner HSNR, DWI – Leibniz-Institut für Interaktive Materialien und das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT eine Kooperationsplattform: Mit dem Projekt »KlarTEXt« wollen sie so die Hindernisse für eine nachhaltige und umweltfreundliche Textilwirtschaft überwinden. Das Projekt wird über vier Jahre mit rund zwei Millionen Euro vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (MKW NRW) gefördert. weiterlesen…

„Kreislaufwirtschaft in Perfektion“

Georgsmarienhütte GmbH und Volkswagen Osnabrück intensivieren ihre Aktivitäten zur vollständigen Wiederverwendung von Rohstoffen

Zwei große Industrieunternehmen aus dem Osnabrücker Land treiben laut einer Medienmitteilung vom „mit gemeinsamer Kraft den Klimaschutz deutlich voran“. Die bei Volkswagen Osnabrück anfallenden Metallreste werden im Stahlwerk der Georgsmarienhütte GmbH zu neuem Hightech-Stahl recycelt und fließen damit wieder in die Wertschöpfungskette bei Volkswagen ein. „Damit leisten beide Unternehmen einen entscheidenden Beitrag zur Dekarbonisierung, also zur Reduzierung von CO2-Emissionen“. weiterlesen…