Kontroverse um Verbrenner

Rechenfehler bei CO2-Vergleich?

Wieder eine pseudowissenschaftliche Geisterdebatte: Mit einem offenen Brief an die EU-Kommission, wonach die realen CO2-Emissionen von Elektroautos doppelt so hoch seien wie bisher dargestellt, wirbeln Wissenschaftler um KIT-Professor Thomas Koch derzeit Staub auf. Verbrennungsmotorexperte Koch und weitere 170 Automobilexperten wollen in einer 44seitigen Schrift darlegen, dass durch die Zunahme von E-Autos ständig mehr konventioneller Strom nötig sei – folglich wachse der CO2-Ausstoß. weiterlesen…

Internationales Konsortium will Solartechnik grundlegend erneuern

3,18 Mio. Für ein klimaneutrales Europa

Mit dem Projekt LIGHT-CAP fördert die Europäische Union in den kommenden vier Jahren die Entwicklung von Technologien, um Solarenergie besser umwandeln und speichern zu können. Die Forschenden, darunter ein Team des Zentrums für Materialforschung der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), werden einer JLU-Medienmitteilung folgend modernste Nanotechnologie anwenden, um Systeme zu bauen, die Sonnenlicht absorbieren, umwandeln und gleichzeitig die damit verbundene Energie auf nachhaltige Weise und zu niedrigen Produktionskosten speichern sollen. weiterlesen…

Wege zur Klimaneutralität

Langfristszenarien für Transformation des deutschen Energiesystems

Die energie- und klimapolitischen Ziele Deutschlands erfordern einen grundlegenden Umbau des Energiesystems. Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) hat zusammen mit Consentec, der TU Berlin und dem Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (IFEU) im Auftrag des BMWi untersucht, ob und wie Deutschland durch klimaneutralen Strom, grünen Wasserstoff oder synthetische Kohlenwasserstoffe Treibhausgasneutralität erreichen kann. Die Projektergebnisse wurden am in einem Webinar vorgestellt. weiterlesen…

CINES: Sieben Empfehlungen zum Gelingen der Energiewende

Fraunhofer mit konkreten Vorschlägen

Die verschärften europäischen Klimaschutzziele und das neue deutsche Klimaschutzgesetz sind sehr ambitioniert und erfordern drastische Sofortmaßnahmen. Dazu hat das Fraunhofer Cluster of Excellence Integrated Energy Systems (CINES) sieben Empfehlungen für ein Gelingen der Energiewende erarbeitet. Diese wurden am 23.06.2021 im Rahmen einer Web-Session vorgestellt. weiterlesen…

Auswirkungen des Klimawandels auf Gesundheit nehmen zu

Übersterblichkeit droht

Die Auswirkungen der Klimawandel auf die menschliche Gesundheit gewinnen auf europäischer Ebene an Bedeutung. Das hat dem parlamentseigenen Pressedienst heute im bundestag zufolge ein Vertreter des Bundesumweltministeriums im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit erklärt. Der Ausschuss befasste sich in seiner Sitzung am 23.06.2021 mit den Ergebnissen des EU-Ministerrats (Umwelt) vom 10.06.2021. (Foto: Hochwasser des Rheins bei Wiesbaden am 05.02.2021 – © Franziska Vogt für Solarify) weiterlesen…

Neue Erneuerbare billiger als alle fossilen Energieträger

EE brächten Schwellenländern Kosteneinsparungen von 156 Mrd. USD

Der Anteil der erneuerbaren Energien, deren Kosten unter der wettbewerbsfähigsten fossilen Brennstoffoption liegen, verdoppelte sich im Jahr 2020, wie ein Bericht der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) zeigt. 162 GW bzw. 62 % der gesamten Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, die im letzten Jahr zugebaut wurden, wiesen niedrigere Kosten als die billigste neue fossile Brennstoffoption auf. (Titel: Kosten der regenerativen Stromerzeugung im Jahr 2020 – © IRENA.org) weiterlesen…

Deutliche Überlegenheit von EE gegenüber Fossilen

Fraunhofer ISE untersuchte zum fünften Mal Stromgestehungskosten

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE haben einer Medienmitteilung vom 22.06.2021 zufolge die bereits fünfte Auflage ihrer Studie zu den Gestehungskosten für Strom aus erneuerbaren Energien vorgelegt. Darin analysieren sie die aktuellen Kosten und prognostizieren die weitere Entwicklung auf Basis von technologiespezifischen Lernraten und Marktszenarien bis zum Jahr 2040. (Grafik: Stromgestehungskosten für erneuerbare Energien und konventionelle Kraftwerke in Deutschland – © Fraunhofer ISE) weiterlesen…

Klasse statt Masse

Beim Thema Wasserstoff drohen falsche Weichenstellungen

Wasserstoff kann eine wichtige Rolle für den Klimaschutz spielen, wird aber ein knapper und kostbarer Energieträger bleiben. Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) empfiehlt in seiner am 23.06.2021 veröffentlichten Stellungnahme, alle Anstrengungen auf den Markthochlauf von grünem Wasserstoff aus Wind und Sonne zu konzentrieren. Auch übergangsweise sollte die Politik nicht auf fossil erzeugten Wasserstoff setzen. (Foto: Gas-Pipeline Forchheim-Finsing – Bauarbeiten bei Zolling in Bayern – Foto © Vuxi, Wikimedia Commons, (CC BY-SA 4.0) weiterlesen…

Sonne im Boden speichern

Empa und RAG Austria: „Underground Sun Conversion 2030“

Im Winterhalbjahr fällt zu wenig erneuerbare Energie an, um die kalte Jahreszeit zu überbrücken. Die Forschung an saisonalen Speicher- und Umwandlungstechnologien läuft deshalb auf Hochtouren. Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) ist an einem internationalen Forschungsprojekt von RAG Austria beteiligt, das eine unkonventionelle Lösung ins Auge fasst: Erneuerbarer Wasserstoff und Kohlendioxid werden zusammen in den Boden gepumpt, wo natürlich vorkommende Mikroorganismen die beiden Stoffe in Methan, dem Hauptbestandteil von Erdgas, umwandeln. (Foto: „Underground Sun Conversion“: Anlage der RAG Austria pumpt Wasserstoff in die Erde – Foto © Karin Lohberger, RAG Austria, ) weiterlesen…

„Ein Larifari-Gesetz“

Klimaforscher Latif kritisiert Klimaschutz-Novelle

Der Bundestag hat am Abend des 24.06.2021 das geänderte Klimaschutzgesetz beschlossen. Damit verpflichtet sich Deutschland, bis 2045 treibhausgasneutral zu werden. Das hatte die Regierung zwar ursprünglich erst bis 2050 vorgesehen. Aber Ende April hatte das Bundesverfassungsgericht das bislang geltende Klimagesetz für teilweise verfassungswidrig erklärt und gefordert, die Freiheit künftiger Generationen dürfe nicht über Gebühr eingeschränkt werden. Klimaforscher Mojib Latif nannte die Novelle im Deutschlandfunk „ein Larifari-Gesetz“. weiterlesen…