„Every day we hear the worn-out phrases…“

Irene Schöne: Klimakrise und ökonomische Theorie – 2. Vortrag vor „Scientists for Future“ am 22.02.2021

In ihrem zweiten Vortrag (nach: solarify.eu/klimakrise-und-oekonomische-theorie1) begründet Irene Schöne, „dass wir nachhaltig nicht werden wirtschaften können, ohne dass wir die bisherige Wirtschaftstheorie, mit der wir unser Handeln bisher begründen und legitimieren, modernisieren“. Denn die aktuellen Probleme der Menschheit gehen mit dem Verlust an Biodiversität und Umweltzerstörung weit über die Klimakrise hinaus. (Foto: Irene Schöne – © boell.de ) weiterlesen…

Klimakrise und ökonomische Theorie

(1.) Vortrag von Irene Schöne vor „Fridays for Future“ und „Scientists for Future“ im Mai 2020

Irene Schöne, „ökologische“ Ökonomin, geht davon aus, dass die Klima- und Umweltkrise menschengemacht und keine natürlichen Erscheinungen sind, sondern Folgen unserer heutigen Wirtschaftsweise. In der Folge sieht sie die 17 SDGs für Wirtschaft und Politik im Rahmen der bisherigen ökonomischen Denkweise bleiben, wodurch unsere Probleme erst verursacht würden: „Ich schlage Ihnen damit vor, andere Wege zu gehen, auch wenn diese heute noch so neuartig erscheinen mögen. Und die sind durchaus machbar.“ (Foto: Irene Schöne – © boell.de ) weiterlesen…

Carbon-Leakage per Verordnung verhindern

Abwanderungs-geneigte Firmen erhalten Kompensationen – aber herausfordernder Text

Die Bundesregierung will Anreize schaffen, dass Unternehmen ihre Produktion nicht deshalb ins Ausland verlagern, um der seit Anfang 2021 in Deutschland geltenden CO2-Bepreisung in den Sektoren Verkehr und Wärme zu entgehen. Zu diesem Zweck hat sie dem Bundestag eine Verordnung über Maßnahmen zur Vermeidung von Carbon-Leakage durch den nationalen Brennstoffemissionshandel (19/28163) übersandt. weiterlesen…

Claudia Kemfert: „Atomkraft als Brückentechnologie? Nein danke“

Lehren aus Fukushima – mit freundlicher Genehmigung

„So sehr wir die Energiewende wollen: Atomenergie darf keine Zwischenlösung sein“, schrieb die Wirtschaftswissenschaftlerin Claudia Kemfert, Abteilungsleiterin Energie, Verkehr und Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin, am auf der Internetseite des ZDF. „Denn eigentlich ist ja alles da.“ weiterlesen…

„Zwei CO2-Preise erstmal besser als einer“

Vorschlag für die EU-Klimapolitik

Ein neuer Politikmix mit CO2-Preis als Leitinstrument ist nötig, damit die Europäische Union das erklärte Ziel der Klimaneutralität bis 2050 auch tatsächlich erreicht. Drei Elemente, zwei CO2-Preise, ein Ziel – das schlagen Ökonomen und Ökonominnen vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und dem Brüsseler Think Tank Bruegel jetzt in einem neuen Policy-Papier vor. Weil es politisch schwierig ist, einen allumfassenden CO2-Preis für sämtliche Wirtschaftssektoren rasch einzuführen, sollen zunächst zwei verschiedene Preissysteme parallel laufen – und durch zusätzliche Instrumente unterstützt werden. weiterlesen…

Überleben im Anthropozän

von Jürgen Renn – MPI für Wissenschaftsgeschichte – mit freundlicher Genehmigung

Der Mensch hat sich die Erde untertan gemacht – und das in einem Ausmaß, das die menschlichen Lebensgrundlagen bedroht. Für den Weg ins Anthropozän, ins Erdzeitalter des Menschen, hat nach Ansicht des Autors die Entwicklung wissenschaftlich-technischen Wissens eine zentrale Rolle gespielt. Wir brauchen jedoch noch mehr Erkenntnisse über die enge Verflechtung zwischen Erde und Mensch, damit wir die Krisen, die wir mit unserem Handeln verursachen, tatsächlich verstehen und bewältigen können. weiterlesen…

Bundeskabinett beschloss Atomgesetz-Novelle

Finanzieller Ausgleich der Energieversorger und Beilegung aller Rechtsstreitigkeiten

Das Bundeskabinett hat am 24.03.2021 auf Vorschlag von Bundesumweltministerin Svenja Schulze einen Entwurf zur Änderung des Atomgesetzes (Achtzehntes Gesetz zur Änderung des Atomgesetzes – 18. AtGÄndG) beschlossen, der einen finanziellen Ausgleich für in konzerneigenen Atomkraftwerken unverwertbare Strommengen und entwertete Investitionen in die vom Deutschen Bundestag zurückgenommene Laufzeitverlängerung vorsieht. Darüber hinaus hat das Kabinett zugestimmt, dass ein begleitender öffentlich-rechtlicher Vertrag mit den Atomkraftwerke betreibenden Energieversorgern im Namen der Bundesrepublik Deutschland durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie durch das Bundesministerium der Finanzen unterzeichnet wird. weiterlesen…

BGR-Analyse: China setzt auf Kohle u n d Erneuerbare

Januar und Februar 2021: Zuwachs mehr als gesamte Jahresförderung deutscher Braunkohle

Während die wirtschaftliche Entwicklung in vielen Ländern noch immer durch die Pandemie belastet ist, hat sich Chinas Wirtschaft zu Beginn des Jahres 2021 weiter von der Corona-Krise erholt – auch dank eines starken Wachstums der Industrieproduktion. Eine Entwicklung, die sich auch in einem wachsenden Energiebedarf widerspiegelt. Nach Recherchen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) auf Basis vorliegender Daten ist die Kohleförderung in China im Januar und Februar um ein Viertel gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Aber auch beim Ausbau der erneuerbaren Energien legt China weiter massiv zu. weiterlesen…

EU startet öffentliche Konsultation für Gassektor

Green Deal braucht neue Regeln

Die Europäische Kommission hat am 26.03.2021 eine öffentliche Konsultation zur Überarbeitung der geltenden EU-Regeln für den Gasmarkt gestartet. Die Gasrichtlinie und die Gasverordnung sollen überarbeitet werden, um den Gassektor in der EU, wie im europäischen Green Deal avisiert, auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2050 zu dekarbonisieren. Beiträge zur Konsultation können bis zum 18.06.2021 eingereicht werden. weiterlesen…

Akteursvielfalt der Energiewende in Gefahr?

Deutliches Votum gegen RWE und E.ON

Mehr als 65.000 Unterschriften hat bereits eine Petition gegen einen Deal von E.ON und RWE erreicht, berichtet Manuel Först auf energiezukunft. Aber auch Experten zeigten sich besorgt über die wachsende Marktmacht der Konzerne, die Akteursvielfalt der Energiewende sei in Gefahr. Mehrere regionale Energieversorger (Stadtwerke Leipzig, Dresden, Chemnitz, Halle und Erfurt) klagen gemeinsam mit dem Ökostromanbieter NATURSTROM vor dem Europäischen Gericht(EuG) in Luxemburg gegen den Deal von RWE und E.ON. (Foto: Garzweiler – im Rheinland baggert RWE trotz Klimakrise weiter Kohle ab – © DoroT Schenk auf Pixabay) weiterlesen…