Methan mit alarmierendem Aufwärtstrend

Atmosphärische Konzentrationen des zweitschädlichsten Treibhausgases erreichen Rekordniveau

Methan (CH4) ist nach Kohlendioxid (CO2) das wichtigste Treibhausgas, das zum anthropogenen Klimawandel beiträgt. Methan ist für 23% der durch CO2, CH4 und N2O verursachten globalen Erwärmung verantwortlich. Seine Konzentration in der Atmosphäre liegt 150% über dem vorindustriellen Niveau. Weil Methan rascher aus der Atmosphäre verschwindet (atmosphärische Lebensdauer 9 ± 2 Jahre), wirkt es auf 20 Jahre berechnet 86mal, auf 100 Jahre gerechnet 28mal stärker als CO2 auf die Atmosphäre. Methan trägt auch zur troposphärischen Produktion von Ozon bei, das Gesundheit, Lebensmittelproduktion und Ökosysteme schädigt. Wissenschaftler des Global Carbon Project haben die Zahlen in Earth System Science Data und Environmental Research Letters publiziert (s.u.). weiterlesen…

CDU-Wirtschaftsflügel hält umfassende EEG-Reform für dringend notwendig – Bayern will Umlage für Eigenverbrauch abschaffen

Laut Joachim Pfeiffer sollen die Erneuerbaren mehr Systemverantwortung übernehmen und sich dem Wettbewerb stellen – Söder denkt über PV-Pflicht nach

Mit dem Corona-Konjunkturpaket hat die Regierung beschlossen, die EEG-Umlage für das kommende Jahr auf 6,5 Cent pro Kilowattstunde abzusenken und dies kurzfristig über Mittel aus dem Bundeshaushalt zu finanzieren. Die dafür erforderliche Änderung der Erneuerbaren Energien Verordnung (EEV) verteidigte der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Joachim Pfeiffer. Bayern will die EEG-Umlage für Eigenverbrauch praktisch abschaffen und denkt über eine PV-Pflicht nach – so am 15. und 13.07.2020 im Portal pv magazine. weiterlesen…

Windenergie und Naturschutz: Warum beide Seiten einander kaum trauen

…und wie das zu ändern ist

Windenergie gehört zwar zu den meistversprechenden Formen Erneuerbarer Energien. Jedes Jahr sind jedoch Windgeneratoren für den Tod Hunderttausender fliegender Tiere wie etwa Fledermäuse verantwortlich, die mit den Rotorblättern kollidieren. Um einen konstruktiven Weg aus diesem grün-grünen Dilemma zu finden, müssten Windstrom-Unternehmen, Umweltexperten und Naturschützer miteinander kooperieren. Der Mangel an Vertrauen zwischen ihnen kann jedoch eine effektive und kreative Zusammenarbeit behindern. Mitglieder des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) zeigten nun, dass gemeinsame Werte allein nicht ausreichen, um Vertrauen zwischen diesen Gruppen zu bilden. Einen stärkeren Einfluss auf die Zusammenarbeit haben Überzeugungen und Emotionen.
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„Ladeinfrastruktur ist Chefsache“

Beim Ausbau der Infrastruktur für Elektroautos sind jetzt die Kommunen gefragt

Ein Diskussionspapier des Berliner Think Tanks Agora Verkehrswende zeigt, wie Städte und Gemeinden den Ausbau von Ladepunkten so steuern können, dass den Interessen der Autonutzer und der Öffentlichkeit gleichermaßen gedient ist. Nehmen die Kommunen die Gestaltungsaufgabe nicht wahr, drohen unnötig hohe Kosten und Einbußen städtischer Lebensqualität. (Diskussionspapier – Schneller denken, schneller laden – Welche Ladeinfrastruktur es für den Erfolg der Elektromobilität in den Städten braucht – Titel © Agora Verkehrswende)
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BEE kritisiert verspätete EEG-Novelle und fordert Einführung von CO2-Zöllen

BEE übt scharfe Kritik an Verspätung der EEG-Novelle

Der Entwurf der großen EEG-Novelle verspätet sich laut Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) bis nach der Sommerpause. „Es kann nicht sein, dass zentrale Entscheidungen zur Zukunft der Energieversorgung ständig vertagt werden“, kritisiert Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbandes Erneuerbare Energie e.V. (BEE) einer Medienmitteilung vom 13.07.2020 zufolge.Gleichzeitig fordert der Branchenverband Zölle auf CO2 verursachende Importe. weiterlesen…

Gemeinsamer Aufruf zu umwelt- und klimafreundlichem EU-Aufbau

EU-Umweltminister: Wiederaufbau-Programm soll sich an umwelt- und klimapolitischen Zielen ausrichten

Windräder in Deutschland - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDer mehrjährige EU-Finanzrahmen und der EU-Wiederaufbauplan sollen wesentlich zu den umwelt- und klimapolitischen Zielen der EU beitragen. Dafür sprachen sich die EU-Umweltminister und –ministerinnen am 13.07.2020 im Rahmen einer informellen Videokonferenz unter Leitung von Bundesumweltministerin Svenja Schulze in einer gemeinsamen Erklärung aus. Zudem vereinbarten sei darin, die Einigung auf die anstehenden umwelt- und klimapolitischen EU-Schlüsseldossiers 2020 als oberste Priorität zu behandeln – hier die BMU-Medienmitteilung. weiterlesen…

Anteil der Erneuerbaren stagniert auf niedrigem Niveau

Neues AEE-Hintergrundpapier zu Klimaschutz im Verkehr

Beim Einsatz Erneuerbarer Energien wurden im vergangenen Jahr keine Fortschritte erzielt. Deren Anteil stagnierte bei 5,6 Prozent. Das zeigt das neue Hintergrundpapier der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). „Der Verkehr ist und bleibt das Sorgenkind beim Klimaschutz. Der Trend zeigt seit Jahren in die falsche Richtung. Im Jahr 2019 stiegen die CO2-Emissionen in diesem Sektor um mehr als eine Million Tonnen“, sagt der Geschäftsführer der AEE, Robert Brandt. weiterlesen…

Warum es noch keine europäische Energiepolitik gibt

BR24: Frankreich kommt nicht los vom Atomstrom

Auch wenn das Skandal-AKW Fessenheim im Elsass jetzt endgültig zugemacht wird (der Rückbau wird Jahre dauern), erzeugt Frankreich seinen Strom nach wie vor überwiegend in Atomkraftwerken. Wind und Sonne kommen gerade mal auf zehn Prozent – obwohl die natürlichen Voraussetzungen dafür sehr günstig wären. Warum in Frankreich die Energiewende stockt? Ausschnitte aus einem Hintergrund von Manuela Roppert auf BR24. weiterlesen…

„Kohleausstieg ist zur Farce verkommen“

Fünf Wahrheiten über den deutschen Kohleausstieg

„Der deutsche Kohleausstieg ist zu einer Farce verkommen“, stellt Nicole Weinhold am 12.07.2020 in Erneuerbare Energien sarkastisch fest. Am Ende bleibe nur das Wissen darüber, „dass die Politik den Energiekonzernen treu ergeben ist“. Die Nähe der Politik zur Wirtschaft sei zwar nichts Neues, und der Lobbyismus beherrsche sowohl auf Bundes- wie auch auf Landesebene das Thema Kohleausstieg. Was vielen aber nicht klar sei: „Jeder deutsche Bürger muss dafür teuer bezahlen“. Weinhold zählt fünf Punkte auf, die uns zu denken geben sollten: weiterlesen…

„Das Klima ist ein gemeinsames Gut, von allen und für alle“

UNO/Vatikan: Gemeinsamer Plan gegen Klimawandel nötig

Der Klimawandel sei ein globales Problem, das eines gemeinsamen Plans bedürfe. Das sagte Erzbischof Ivan Jurkovic, Ständiger Beobachter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen in Genf, einer Medienmitteilung von Radio Vatikan zufolge im Rahmen der 44. Sitzung des Menschenrechtsrates. Der vatikanische Diplomat konzentrierte sich bei seinem neuen Redebeitrag insbesondere auf die Klimafrage. weiterlesen…