Neue Idee zum Klimaschutz

DLR-Studie: Klimaschutz durch CO2-Bremse?

Die Energieforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat in einer Studie eine neue Idee zum Klimaschutz entwickelt. Zentrales Element ist ein Preisaufschlag auf CO2, der ganz zu Beginn des Kohlenstoffzyklus erhoben wird: Rohstoffproduzenten von Erdöl, Erdgas, Kohle und Kalk werden verpflichtet, diese Materialien vor dem Verkauf in der Nähe der Förderorte einzulagern. Dies kann entweder real oder virtuell über eine Kryptowährung erfolgen. Im Gegensatz zu Instrumenten wie CO2-Steuern oder Vereinbarungen zum Emissionsrechtehandel, die auf nationalen Gesetzen oder internationalen Regelungen beruhen, soll die vom Team des DLR-Instituts für Technische Thermodynamik vorgeschlagene CO2-Bremse als weltweiter Pakt zwischen Bürgern und Industrie organisiert sein. (Foto: Materielle CO2-Bremse durch reale Einlagerung – © DLR; Universität Stuttgart) weiterlesen…

Kohlestrom rentiert sich weltweit schon zur Hälfte nicht mehr

Neue Berichte – Boom und Bust 2020: Nachzeichnung der weltweiten Kohlekraftwerk-Entwicklung

In diesem Jahr können 46 Prozent der weltweit laufenden Kohlekraftwerke nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden, schätzt die laut einer Medienmitteilung von Matt Gray am 01.04.2020 veröffentlichte Analyse „Global Energy Monitor“ des Thinktanks Carbon Tracker („COVID and coal power: outlook and opportunities“ – COVID und Kohlestrom: Perspektiven und Möglichkeiten). Entsprechend ging die weltweite Kohleverstromung 2019 schon das vierte Jahr in Folge zurück, aber für das Pariser Klimaabkommen sind wesentlich stärkere Reduzierungen erforderlich – so eine Medienmitteilung von Christine Shearer am 25.03.2020 über den neuen Bericht von EndCoal („Boom and Bust 2020“). Weltweit schrumpften die Kohlekraftwerkskapazitäten zwar, aber Chinas Genehmigungsboom fresse den globalen Rückgang wieder auf: Im März habe Peking bereits mehr neue Kohlekraftwerksleistung genehmigt als im ganzen Jahr 2019. (Foto: Vor allem in Europa und China rechnet sich Kohle nicht mehr – Kohlekraftwerk Niederaußem, RWE – © Franziska Vogt für Solarify) weiterlesen…

„…Potenzial, digitale Energiewende zum Scheitern zu bringen“

Digitalisierung der Energiewende – „ungenügend bis mangelhaft“

Das am 08.04.2020 vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) veröffentlichte „Zweite Digitalisierungsbarometer für die Energiewende“ lobt marginale Fortschritte und zeigt zusätzliche große Baustellen kritisiert der Geschäftsführer des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft (bne), Robert Busch. Sein Kurzstatement vom 09.04.2020. weiterlesen…

Konzentrierte Solarthermie konzentriert sich

CSP-Weltmarktführer Arcon-Sunmark an Greenonetec und Solareast verkauft

„Arcon-Sunmark wird abgewickelt“ titelte mitleidlos der Branchendienst Solarserver. Der dänische Weltmarktführer für große Solarthermie-Anlagen für die Fernwärme, Arcon-Sunmark, ziehe sich aus dem Geschäft zurück. Näheres weiß solarthermie-jahrbuch.de: Die dänische Investmentgesellschaft VKR Holding habe Teile ihrer Solarthermie-Tochter an den österreichischen Kollektorhersteller Greenonetec verkauft. Das asiatische Geschäft führe der Joint-Venture-Partner Solareast weiter. Der größte Kollektorhersteller Europas übernimmt damit den weltweit führenden Anbieter großer Solarthermieanlagen vor allem für Fernwärmenetze. weiterlesen…

Privates Ladeinfrastrukturpotenzial in Deutschland

Bevölkerungsreiche Wohngegenden mit Mehrfamilienbebauung benötigen beschleunigten Ladeinfrastrukturausbau

Mit zunehmender Elektrifizierung des Verkehrs wächst auch der Bedarf an privat und öffentlich zugänglichen Ladepunkten. Nach den Ergebnissen einer neuen Studie der Deutschen Energie-Agentur (dena) und Prognos AG im Auftrag des Energieunternehmens EnBW verfügt Deutschland zwar über ein großes Potenzial von 8-12 Millionen privaten Ladepunkten in Gebäuden mit einer oder zwei Wohnungen, jedoch nur über ein Potenzial von 0,45-1,8 Millionen privaten Ladepunkten bei Gebäuden mit drei oder mehr Wohnungen. weiterlesen…

Klimaschonender Verkehr in europäischen Umwelthauptstädten

Fachartikel zu europäischem Benchmark der „European Green Capitals“ für mehr Nachhaltigkeit im Stadtverkehr

Nachhaltigkeitsorientierte, urbane Verkehrspolitik und -planung sind heute wichtiger denn je. Daher ist es sinnvoll zu analysieren, welchen Maßstab (Benchmark) europäische Vorreiterstädte für einen umwelt- und klimaschonenden Personenverkehr in Städten markieren. Das untersuchen die wissenschaftliche Mitarbeiterin Miriam Müller und der Co-Leiter Prof. Dr.-Ing. Oscar Reutter, beide aus dem Forschungsbereich Mobilität und Verkehrspolitik in der Abteilung Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik am Wuppertal Institut, in ihrem Artikel über die Verkehrskonzepte der europäischen Umwelthauptstädte. weiterlesen…

Klimaschutz zur Post-Corona-Wiederbelebung

Wirtschaftsweise Veronika Grimm setzt auf Wasserstoff

Die eben ernannte neue „Wirtschaftsweise“ Veronika Grimm glaubt, der Klimaschutz könne die Wirtschaft nach der Corona-Krise wiederbeleben. Grimm, seit April 2020 im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, erwartet tief greifende Änderungen von Lieferketten bis zur Energiewirtschaft: „Wir werden internationalen Lieferketten weniger vertrauen“, sagte sie dem Handelsblatt. Die Professorin für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftstheorie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg hält es „richtig, dass man für bestimmte Produkte auch heimische Produktion braucht“. Dies gelte etwa für das Gesundheitswesen und den Energiesektor. weiterlesen…

Kommentare zur Corona-Stellungnahme der Leopoldina

„Blaupause für Ausstieg aus dem Stillstand“

Auf geteiltes Echo stieß – wie nicht weiter verwunderlich – die am 13.04.202 publizierte Stellungnahme der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina zum Thema Corona-Pandemie. Darin werden die psychologischen, sozialen, rechtlichen, pädagogischen und wirtschaftlichen Aspekte der Pandemie erläutert und Strategien beschrieben, die, schrittweise, zur Rückkehr in die gesellschaftliche Normalität beitragen können.Besonders an den in der Schrift erwogenen Möglichkeiten für eine Exit-Strategie aus dem Corona-Lockdown entzündet sich laut Handelsblatt Kritik – und an den Vorschlägen zur digitalen Datenerhebung. Eine – zufällig ausgewählte – Presseschau von Solarify. weiterlesen…

Corona als Sündenbock für Fossile

„Anschlag auf die Energiewende“
von Christfried Lenz, Bürgerenergie Altmark

Eine „gigantische, revolutionäre Zerstörung der Energiewende und damit des Klimaschutzes“ resumiert Frank Farenski sein Gespräch mit Andreas Piepenbrink, Geschäftsführer von E3/DC, dem zu entnehmen ist, dass mit dem „Barometer-Gutachten“ des Bundeswirtschaftsministeriums beabsichtigt wird, einer dem dezentralen Wesen der Erneuerbaren Energien entsprechenden Struktur aus autonomen, in sich autarken, aber zusätzlich miteinander vernetzten Energiezellen den Riegel vorzuschieben. Die von Millionen klimaschutzengagierten Menschen über Jahrzehnte hin dezentral und demokratisch vorangetriebene Energiewende soll demnach zur Sackgasse erklärt werden – schreibt Christfried Lenz in einem Kommentar auf pv magazine. weiterlesen…

Tricksen und Täuschen

Corona als Vorwand, Klimaschutz und Energiewende erst einmal zu verschieben
von Klaus Oberzig

„Im Schatten von Corona wird auch beim Thema Energiewende getäuscht und getrickst. Die für viele Solarfreunde erst einmal schlüssig scheinende Auskunft, wegen des Virus habe man in den Ministerien keine Zeit, sich um Erneuerbare Energie und Klimaschutz zu kümmern, stellt sich als Schwindel heraus,“ schreibt Klaus Oberzig auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Solarenergie. weiterlesen…