ADAC: Bis zu 25 Prozent Ladeverluste bei E-Autos

Kosten für E-Autos oft ein Viertel höher

Die Entscheidung für ein Elektrofahrzeug orientiert sich vielfach am Energieverbrauch und damit an den Kosten fürs Aufladen – so der ADAC in einer Medienmitteilung vom 22.07.2020. Die Angaben im Bordcomputer seien jedoch nur die halbe Wahrheit: Sie zeigten lediglich den Verbrauch für den Antrieb an – Verluste beim Ladevorgang blieben unberücksichtigt, müssten aber mitbezahlt werden. Der ADAC hat 15 E-Autos auf ihren realen Verbrauch an der Ladesäule im Vergleich zur Angabe im Bordcomputer untersucht. Ergebnis: Je nach Fahrzeug weichen die Angaben 10 bis 25 Prozent voneinander ab. weiterlesen…

Regierung: Grüner Wasserstoff nur mit grünem Strom

Details zur Nationalen Wasserstoffstrategie

Die Wasserstoffproduktion im Inland wird den deutschen Gesamtenergieverbrauch bis 2030 nur geringfügig beeinflussen, meldet der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag in einem Bericht über die Antwort der Bundesregierung (19/20916) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/20351). Der Wasserstoffverbrauch werde bis 2030 von derzeit 50 bis 60 auf 90 bis 110 TWh pro Jahr steigen. Neben der Grund- und Petrochemie setze zukünftig auch der Stahl- und Verkehrssektor verstärkt auf grünen Wasserstoff. Der Elektrolyse-Strom müsse dabei nicht zwingend durch Windkraft erzeugt werden, entscheidend sei jedoch, dass es grüner Strom sei. weiterlesen…

Milliarden-Deal in US-Ölindustrie

Chevron-Kauf von Nobles Öl- und Gasfeldern kann neue Fusions-Welle in angeschlagener US-Ölbranche auslösen

Im ersten großen Geschäft seit dem Absturz der Ölpreise vor vier Monaten stimmte Chevron am 20.07.2020 zu, Noble Energy für umgerechnet rund 4,3 Milliarden Euro zu kaufen, was viele Experten als den Beginn einer durchgreifenden Konsolidierung in der US-amerikanischen Ölindustrie ansehen, schreibt Clifford Krauss am 20.07.2020 in der New York Times. weiterlesen…

Windzubau an Land kommt nicht in Gang

Armutszeugnis: Nur 186 neue Onshore-Anlagen von Januar bis Juni

Der Ausbau von Wind-Onshore kommt nicht vom Fleck – so zahlreiche Medien (hier: Handelsblatt): Im ersten Halbjahr 2020 wurden zwar mehr als doppelt so viele Windgeneratoren wie in den ersten sechs Monaten 2019 zugebaut, das war aber das zweitschwächste Ergebnis seit 15 Jahren. Nach einer Aufstellung der Fachagentur Windenergie an Land (FA Wind) gingen 186 Windenergieanlagen mit 587 MW Leistung in Betrieb. Abzüglich von 66 meist kleineren abgebauten Windturbinen bleiben 528 MW Nettozubau. Zwischen Januar und Juni 2019 waren nur 81 Windenergieanlagen mit 271 Megawatt fertig gestellt worden.
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Wasserstoff aus Salz- und Abwasser

Neues 2D-Material zersetzt Wasser unter Sonnenlicht

Wissenschaftler der Polytechnischen Universität Tomsk haben gemeinsam mit Teams der Universität für Chemie und Technologie in Prag und der Jan-Evangelista-Purkyne-Universität in Ústí nad Labem (früher Aussig) ein neues 2D-Material zur Herstellung von Wasserstoff entwickelt. Das Material erzeugt einer Medienmitteilung vom 21.07.2020 zufolge auf effiziente Weise Wasserstoffmoleküle aus Süß-, Salz- und verschmutztem Wasser, indem es dem Sonnenlicht ausgesetzt wird. Die Ergebnisse wurden in ACS Applied Materials & Interfaces veröffentlicht. weiterlesen…

EU-Staaten einigen sich auf Plastiksteuer – u.a.

CO2-Grenzsteuer, überarbeiteter Abgashandel, Finanztransaktionssteuer, Emissionshandel, Steuer für Digitalunternehmen

Die Staats- und Regierungschefs der EU haben sich in Brüssel zwar zum Ziel der Klimaneutralität bis 2050 bekannt. Doch im Schatten der Milliardenbeschlüsse des Gipfels ist eine revolutionäre Entscheidung bislang kaum beachtet worden: Die EU-Plastikabgabe soll Abfallberge bekämpfen, soll schon nächstes Jahr kommen und in der Corona-Krise neue Einnahmen bringen. In Europa soll ab 2021 eine Plastiksteuer in Höhe von 80 ct/kg eingeführt werden. Die EU setze damit zwar um, was die Bundesregierung seit Jahren schon hätte tun müssen: Sie besteuere endlich umweltschädliche Plastikverpackungen, aber sie gehe dabei viel zu zaghaft vor, kritisiert die Deutsche Umwelthilfe DUH. weiterlesen…

61 Prozent unseres Trinkwassers…

…wird aus dem Grundwasser gewonnen

Jährlich werden in Deutschland rund 5,4 Milliarden Kubikmeter (Mrd. m3) Wasser für die öffentliche Wasserversorgung gefördert. Mit dieser Menge ließen sich mehr als zwei Millionen olympische Schwimmbecken füllen. Der Großteil des Wassers ist mit einem Anteil von 61 Prozent Grundwasser (3,3 Mrd. m3). Oberflächenwasser, also Wasser aus stehenden und fließenden Gewässern wie Seen, Talsperren und Flüssen, hat einen Anteil von 32 Prozent (1,7 Mrd. m3). Rund 7 Prozent des geförderten Wassers ist Quellwasser (0,4 Mrd. m3). Die hervorragende Qualität des Trinkwassers in Deutschland bestätigt das Umweltbundesamt regelmäßig durch die Bewertung mit der Note „sehr gut“. Soweit die Zahl der Woche des BDEW, die am 21.07.2020 bekanntgegeben wurde. weiterlesen…

Kohleausstiegsvertrag mit Kraftwerksbetreibern im Bundestag

4,35 Milliarden Euro Entschädigungen

Das Bundeswirtschaftsministerium hat den Bundestag um die zum Inkrafttreten nötige Zustimmung zum öffentlich-rechtlichen Vertrag mit den Kohlekraftwerksbetreibern gebeten, mit dem der Kohleausstieg geregelt werden soll – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Aus dem Antrag (19/21120) „Öffentlich-rechtlicher Vertrag zur Reduzierung und Beendigung der Braunkohleverstromung in Deutschland – Einholung eines zustimmenden Beschlusses des Deutschen Bundestages gemäß §49 des Kohleausstiegsgesetzes“ geht hervor, dass die Konzerne RWE und LEAG Entschädigungen in Höhe von 4,35 Milliarden Euro erhalten werden. (hib/PEZ) Solarify dokumentiert die Präambel. weiterlesen…

Neue Gaspipelines und Flüssiggas-Terminals in Europa überflüssig

Erdgas nicht klimafreundlicher als Kohle

„Der Anfang Juli 2020 vom Bundestag beschlossene Kohleausstieg könnte eine größere Rolle für Erdgas im deutschen Energiesystem bedeuten“, schrieben Claudia Kemfert und Franziska Holz, ihre Vertreterin in der Leitung der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin am 15.07.2020. „Doch tatsächlich ist Erdgas nicht klimafreundlicher als Kohle“. Vor allem aber drohe Europa zum Spielfeld des Konflikts zwischen Russland und den USA zu werden. weiterlesen…

Weg zur Energieversorgung der Zukunft?

Neue Raumtemperatur-Flüssigmetallbatterie

Die meisten Batterien bestehen entweder aus Festkörperelektroden, wie z.B. Lithium-Ionen-Batterien für tragbare Elektronikgeräte, oder aus Flüssigkeitselektroden, einschließlich Durchflussbatterien für intelligente Stromnetze. Forscher der Cockrell School of Engineering der University of Texas haben – so eine Medienmitteilung auf der Webseite – eine so genannte „Raumtemperatur-Ganzmetall-Batterie“ entwickelt, die das Beste aus beiden Welten von Flüssig- und Festkörperbatterien enthält. weiterlesen…