EU-Staaten einigen sich auf Plastiksteuer – u.a.

CO2-Grenzsteuer, überarbeiteter Abgashandel, Finanztransaktionssteuer, Emissionshandel, Steuer für Digitalunternehmen

Die Staats- und Regierungschefs der EU haben sich in Brüssel zwar zum Ziel der Klimaneutralität bis 2050 bekannt. Doch im Schatten der Milliardenbeschlüsse des Gipfels ist eine revolutionäre Entscheidung bislang kaum beachtet worden: Die EU-Plastikabgabe soll Abfallberge bekämpfen, soll schon nächstes Jahr kommen und in der Corona-Krise neue Einnahmen bringen. In Europa soll ab 2021 eine Plastiksteuer in Höhe von 80 ct/kg eingeführt werden. Die EU setze damit zwar um, was die Bundesregierung seit Jahren schon hätte tun müssen: Sie besteuere endlich umweltschädliche Plastikverpackungen, aber sie gehe dabei viel zu zaghaft vor, kritisiert die Deutsche Umwelthilfe DUH. weiterlesen…

61 Prozent unseres Trinkwassers…

…wird aus dem Grundwasser gewonnen

Jährlich werden in Deutschland rund 5,4 Milliarden Kubikmeter (Mrd. m3) Wasser für die öffentliche Wasserversorgung gefördert. Mit dieser Menge ließen sich mehr als zwei Millionen olympische Schwimmbecken füllen. Der Großteil des Wassers ist mit einem Anteil von 61 Prozent Grundwasser (3,3 Mrd. m3). Oberflächenwasser, also Wasser aus stehenden und fließenden Gewässern wie Seen, Talsperren und Flüssen, hat einen Anteil von 32 Prozent (1,7 Mrd. m3). Rund 7 Prozent des geförderten Wassers ist Quellwasser (0,4 Mrd. m3). Die hervorragende Qualität des Trinkwassers in Deutschland bestätigt das Umweltbundesamt regelmäßig durch die Bewertung mit der Note „sehr gut“. Soweit die Zahl der Woche des BDEW, die am 21.07.2020 bekanntgegeben wurde. weiterlesen…

Kohleausstiegsvertrag mit Kraftwerksbetreibern im Bundestag

4,35 Milliarden Euro Entschädigungen

Das Bundeswirtschaftsministerium hat den Bundestag um die zum Inkrafttreten nötige Zustimmung zum öffentlich-rechtlichen Vertrag mit den Kohlekraftwerksbetreibern gebeten, mit dem der Kohleausstieg geregelt werden soll – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Aus dem Antrag (19/21120) „Öffentlich-rechtlicher Vertrag zur Reduzierung und Beendigung der Braunkohleverstromung in Deutschland – Einholung eines zustimmenden Beschlusses des Deutschen Bundestages gemäß §49 des Kohleausstiegsgesetzes“ geht hervor, dass die Konzerne RWE und LEAG Entschädigungen in Höhe von 4,35 Milliarden Euro erhalten werden. (hib/PEZ) Solarify dokumentiert die Präambel. weiterlesen…

Neue Gaspipelines und Flüssiggas-Terminals in Europa überflüssig

Erdgas nicht klimafreundlicher als Kohle

„Der Anfang Juli 2020 vom Bundestag beschlossene Kohleausstieg könnte eine größere Rolle für Erdgas im deutschen Energiesystem bedeuten“, schrieben Claudia Kemfert und Franziska Holz, ihre Vertreterin in der Leitung der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin am 15.07.2020. „Doch tatsächlich ist Erdgas nicht klimafreundlicher als Kohle“. Vor allem aber drohe Europa zum Spielfeld des Konflikts zwischen Russland und den USA zu werden. weiterlesen…

Weg zur Energieversorgung der Zukunft?

Neue Raumtemperatur-Flüssigmetallbatterie

Die meisten Batterien bestehen entweder aus Festkörperelektroden, wie z.B. Lithium-Ionen-Batterien für tragbare Elektronikgeräte, oder aus Flüssigkeitselektroden, einschließlich Durchflussbatterien für intelligente Stromnetze. Forscher der Cockrell School of Engineering der University of Texas haben – so eine Medienmitteilung auf der Webseite – eine so genannte „Raumtemperatur-Ganzmetall-Batterie“ entwickelt, die das Beste aus beiden Welten von Flüssig- und Festkörperbatterien enthält. weiterlesen…

Regenerative Wasserstofferzeugung ohne Umwege

Direktvergärung von Biomasse macht‘s möglich

Das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF bietet im Projekt „HyPerFerment“ (siehe solarify.eu/kombinierte-produktion-von-gruenem-wasserstoff-und-biogas) eine bedarfsgerechte, dezentrale und modulare Lösung zur Produktion und Verteilung von grünem Wasserstoff (siehe Medienmitteilung vom 02.04.2020). Um gemeinsam mit der Streicher Anlagenbau GmbH & Co. KG und dem Biotechnologieunternehmen MicroPro GmbH in Gommern bei Magdeburg das Konzept der Wasserstofffabrik voranzutreiben, entwickelten die Forscher modular erweiterbare Teilkomponenten, die – miteinander vernetzt – in Gewerbe- und Industrieparks realisiert werden. Durch den Einsatz spezieller Bakterienkulturen und einer innovativen Prozessführung ist es dem MicroPro-Labor im Projekt HyPerFerMent gelungen, Wasserstoff direkt aus organischen Reststoffen zu produzieren. weiterlesen…

Baywa verkauft größten schwimmenden Solarpark außerhalb Chinas

Nur sieben Wochen Bauzeit

Baywa r.e. hat einer Medienmitteilung zufolge im niederländischen Bomhofsplas eine schwimmende PV-Anlage an ein niederländisches Konsortium aus zwei Energiefonds und einem privaten Investor verkauft. Finanziert wurde der 27.4 MWp-Solarpark von ASN Groenprojectenfonds. weiterlesen…

Offshore-Windenergiebranche optimistisch

Trotz Ausbaulücke positive Zukunftsaussichten in Deutschland

Im 1. Halbjahr 2020 wurden in Deutschland lediglich 219 MW Offshore-Windenergie zugebaut, meldet die Branche: Am 30.06.2020 betrug die Gesamtleistung 7.760 MW. In einer Medienmitteilung vom 17.07.2020 begrüße die Branche die nunmehr bestehende langfristige Planungssicherheit mit erhöhten Ausbauzielen bis 2040 und forderte ein „volkswirtschaftlich effizientes Vergütungsmodell“. Es müsse zudem ein Anreizsystem für den Markthochlauf von grünem Wasserstoff geschaffen werden. Die Offshore-Windenergie werde einen „signifikanten Beitrag zur ‚Green Recovery‘ leisten“. weiterlesen…

Fast 2 Mio. EE-Anlagen

… versorgen Deutschland mit grünem Strom

Photovoltaikanlagen auf dem Dach und in der Fläche, Windkraftanlagen auf See und auf Land, Wasserkraftwerke und Biomassekraftwerke: In mehr als 1,9 Millionen kleinen und großen Erneuerbare-Energien-Anlagen wird in Deutschland grüner Strom produziert – nach Angaben des BDEW gut eine Million mehr als 2010 und rund 250.000 mehr als noch vor vier Jahren. weiterlesen…

Carbon spart Zement

Spannender Beton


Beton ist zwar der meistgenutzte Baustoff weltweit, hat aber eine miserable CO2-Bilanz. Forschende der Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) haben jetzt eine Methode entwickelt, mit der man genauso viel bauen kann, aber weniger Beton braucht. Bei Konstruktionen, die sehr stabil sein müssen, spannt man bisher den Beton sozusagen in Stahl ein. Aber Stahl rostet. Deshalb muss der Beton sehr dick aufgetragen werden, der Verbrauch steigt. Deshalb wollte man den Beton lieber in Kunststoffstäbe einspannen. Das war lange instabil und hat deshalb nicht gut funktioniert. Das Empa-Team hat – so eine Mitteilung auf der Empa-Webseite vom 15.07.2020 – jetzt aber eine spezielle Rezeptur weiterlesen…