Europas Klimaschutz nach außen absichern

EU-Überlegungen zu CO2-Grenzausgleich gewinnen durch Coronakrise an Bedeutung – neues MCC-Kurzdossier beleuchtet Optionen

CO2 - Bildmontage © SolarifyKlimaschädliche Produkte bei der Einfuhr nach Europa verteuern: Diese Überlegung der EU-Kommission, Teil ihres Ende 2019 vorgestellten Konzepts European Green Deal, gewinnt jetzt durch die Coronakrise an Aktualität. „Nachhaltigkeit sollte bei den nun absehbaren Konjunkturpaketen weltweit mitgedacht werden – doch wenn die Regierungen da unterschiedliche Akzente setzen, wächst der Druck zur Absicherung der EU-Klimapolitik“, sagt Michael Jakob, Experte für Welthandel am Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change). „Es ist zu klären, inwieweit man durch einen CO2-Grenzausgleich Trittbrettfahrern begegnen kann. Und wie man verhindert, dass sich in der EU vermiedene Emissionen bloß in andere Regionen verlagern.“ weiterlesen…

Wintershall Dea meldet „bedeutende Ölfunde vor der Küste Mexikos“

„Polok“ und „Chinwol“ in Lizenz „Block 29“ ergeben zwei signifikante Ölvorkommen

Wintershall Dea und seine Lizenzpartner sind bei Erkundungen vor der Küste Mexikos nach eigenen Angaben auf beachtliche Ölvorkommen gestoßen. Die Explorationsbohrung „Polok-1“ sei bis zu einer Tiefe von 2.620 Metern niedergebracht worden und habe zwei ölführende Reservoirhorizonte von zusammen mehr als 200 Metern gefunden. Die Explorationsbohrung Chinwol-1 bis zu einer Tiefe von 1.850 Metern fand drei ölführende Reservoirhorizonte im unteren Pliozän von zusammen 150 Metern. Die Ölfündigkeit Polok bestätige „erstmals große Erdölvorkommen im unteren Miozän im mexikanischen Salina-Becken“. weiterlesen…

Weltweit unterschätzt: CO2-Emissionen trockengefallener Gewässerbereiche

Studie schließt die Lücke zwischen regionalen und globalen Aussagen

Ausgetrocknetes Flussbett in Katalonien - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyBinnengewässer wie Flüsse, Seen oder Talsperren spielen im globalen Kohlenstoffkreislauf eine wichtige Rolle. In Hochrechnungen zum Kohlendioxidausstoß von Land- und Wasserflächen werden zeitweise trockenfallende Bereiche von Gewässern in der Regel nicht einbezogen. Die tatsächlichen Emissionen von Binnengewässern werden dadurch deutlich unterschätzt. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse eines internationalen Forschungsprojekts unter der Leitung von Wissenschaftlern des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) am Standort Magdeburg sowie des Katalanischen Instituts für Wasserforschung (ICRA). Die Studie ist im Fachmagazin Nature Communications erschienen. weiterlesen…

Erneuerbare mit CO2-Preis ohne EEG-Vergütung wirtschaftlich

Fossile rechnen sich nicht mehr

PV auf Dach des Berliner Futuriums vor Reichstagskuppel - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyDas Umweltbundesamt hat die Schadenskosten einer Tonne CO2 abgezinst auf 180 Euro geschätzt. Ein Gutachten (von Energy Brainpool und Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft im Auftrag der Windland Energieerzeugungs GmbH) zeigt, was dieser Preis bedeuten würde. Nicole Weinhold hat es für ERNEUERBARE ENERGIEN gelesen. weiterlesen…

Buchtipp: „Es gibt keinen PLANet B“

Handbuch für die großen Herausforderungen unserer Zeit

Plastikmüll am Strand von Havanna, Kuba - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyKlimawandel, Welternährung, Biodiversität, Plastikmüll, – die Liste der akuten Weltprobleme scheint endlos. Doch was ist am dringendsten, was bringt uns wirklichen Lösungen näher? Wie können wir den CO2-Ausstoß nachhaltig minimieren? Sollten wir alle Vegetarier werden? Wie können wir die Kontrolle über die rasante technogische Entwicklung behalten? Und was kann jeder einzelne von uns tun? weiterlesen…

Warum CO2 trotz weltweiter Schutdowns nicht stärker sinkt

Öl und Kohle auf anhaltend hohem Niveau, dazu kommt petrochemische Industrie

CO2-Ausstoß, Rauch und Wasserdampf im Nordwesten Berlins - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyEtwa vier Milliarden Menschen auf der ganzen Welt unterliegen einem Lockdown, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen. Angesichts dieser enormen Zahl erscheint der Rückgang der globalen Treibhausgase im Vergleich dazu fast lächerlich, so Benjamin Storrow in E&E News am 24.04.2020 (Solarify dokumentiert kurze Ausschnitte). weiterlesen…

Willkommen im Anthropozän

Das Zeitalter des Menschen – eine Einführung

Eisberge, Grönland vor dem Schmelzen - Foto © Gerhard Hofmann für Solarify„Wir befinden uns im Anthropozän!“, erzählt der Umweltwissenschaftler Erle C. Ellis, Autor des gleichnamigen Buches, habe Paul Crutzen, Meteorologe mit Forschungsschwerpunkt Atmosphärenchemie und und Nobelpreisträger, 2000 bei einer Konferenz ausgerufen. Er fragte sich nämlich, warum seine Kollegen unsere Zeit immer noch als Holozän bezeichneten? Habe die Menschheit seit dem Ende der letzten Eiszeit und dem Beginn des Holozäns die Erde doch so deutlich sichtbar umgestaltet! Von da an gewann der Vorschlag, die gegenwärtige geologische Zwischenzeit nach uns, dem Anthropos, umzubenennen – und die Kritik daran –, enorm an Schwung, sowohl innerhalb als auch außerhalb akademischer Kreisen. weiterlesen…

Mit Klima-Konjunkturprogramm Wirtschaft krisenfester machen

68 große deutsche Unternehmen appellieren an die Politik, Maßnahmen zur Bewältigung der Folgen der Corona-Krise mit ambitionierter Klimapolitik zu vereinen

2 Grad - Foto © SolarifyZum Auftakt des Petersberger Klimadialoges (am 27.04.2020) wandte sich eine breite Allianz von 68 Unternehmen mit dem Appell an die deutsche Bundesregierung, bei der Klimapolitik auf dem Erreichten aufzubauen und die Ausgestaltung und Umsetzung klimapolitischer Maßnahmen konsequent weiterzuführen. Die Unternehmen – darunter viele Großunternehmen der deutschen Wirtschaft – setzen sich für eine ambitionierte Klimapolitik als zentraler Bestandteil einer auf Krisenresilienz zielenden Wirtschafts- und Industriepolitik ein. Sie drängen auf die ambitionierte Ausgestaltung eines Green Deal sowie auf die Vorlage ambitionierter Klimaziele aller Staaten in Übereinstimmung mit dem Pariser Klimaschutzvertrag.Die beteiligten Firmen sind namhafte Vertreter aus allen Branchen, darunter Schwerindustrie, Chemieindustrie, Maschinen- und Fahrzeugbau, Finanzbranche und große Unternehmen aus den Bereichen Gebäude und Mobilität. Zusammen beschäftigen sie in Deutschland knapp eine Million und weltweit über 3 Millionen Menschen und stehen für einen globalen Umsatz von etwa einer Billion Euro. weiterlesen…

EUROSOLAR-Appell an politische Entscheidungsträger

Raus aus der Coronakrise mit Erneuerbaren Energien

Solarify dokumentiert: PV-Anlage - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyPeter Droege, Präsident von EUROSOLAR, Axel Berg, Vorsitzender der deutschen Sektion, und Claus P. Baumeister, EUROSOLAR-Kurator, erklärten am 29.04.2020 gemeinsam: „Die in der Coronakrise neu entdeckte Kapazität zu schnellen und umfassenden finanziellen, wirtschaftlichen und sozialen Maßnahmen darf nicht nur dazu führen, alte und umweltschädliche Industrien wieder hochzufahren. Sie muss auf den Kampf gegen die eskalierende Klimakatastrophe übertragen werden: Diese ist ungleich gefährlicher für unsere Gesundheit und die Wirtschaft und wütet bereits wesentlich länger. weiterlesen…

Shell will Nordsee mit 11.000 Tonnen Öl verschmutzen

25 Jahre nach „Brent Spar“: Shell will Meer immer noch als Müllkippe nutzen

Auch ein Vierteljahrhundert nach der „Brent Spar“-Kampagne, die am 30.04.1995 begann, bedroht Shell weiterhin das Meer: Wie die Greenpeace am 28.04.2020 mitteilte, will Shell nun – nach konzerneigenen Angaben – die Reste von drei alten Plattformen mit 11.000 Tonnen Öl in der Nordsee zurücklassen und deren toxischen Inhalt nicht umweltgerecht an Land entsorgen. Gegen diese Pläne protestierten Greenpeace-Aktivisten mit dem Schiff Rainbow Warrior im Oktober 2019 im Brent-Ölfeld von Shell. weiterlesen…