Autogipfel ohne Beschluss – eine Chance

Politik sollte Mobilitätsprämie prüfen / Dieselprivileg nicht mehr zu halten

Autoverkehr in Berlin bei Regen - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyDas gemeinnützige Verkehrsbündnis Allianz pro Schiene hat das ergebnislose Ende des Autogipfels als „Chance für die Politik zum Nachdenken über Klimaschutz in Corona-Zeiten“ begrüßt. „Ein breites Bündnis von Umwelt-, Verbraucher- und Verkehrsverbänden hat mit der Mobilitätsprämie ein Modell für eine klimafreundliche Antwort auf die Wirtschaftskrise vorgelegt“, sagte Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, am 05.05.2020 in Berlin. „Die Mobilitätsprämie fördert den gesamten Verkehr, also neben dem Autokauf auch die Anschaffung von Tickets im öffentlichen Verkehr oder von E-Bikes. Sie ist die ökologische Alternative zur Abwrackprämie 2.0 mit der Förderung allein des Straßenverkehrs.“ weiterlesen…

Auswirkungen des Coronavirus auf die weltweite Energie

Stärkster Rückgang der Ölnachfrage der Geschichte – und der Umweltemissionen

Uniper-Kohlekraftwerk Schkopau bei Leuna - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyWir durchleben eine globale Gesundheits- und Wirtschaftskrise, die irgendwann ein Ende haben wird, aber in der Zwischenzeit sind die Auswirkungen auf die globale Energiewelt enorm. In den Schlagzeilen geht es um den stärksten Rückgang der Ölnachfrage in der Geschichte, die Absprache der OPEC plus-Länder zur Reduzierung der weltweiten Ölförderung um 10 Mio. Barrel pro Tag und negative Ölpreise. Die Auswirkungen sind jedoch weit über das Öl hinaus spürbar, sei es auf andere Rohstoffpreise, Strompreise und Erneuerbare Energien“ – soweit der EE-Finanz-Experte Gerard Reid in seinem neuen Blog am 04.05.2020. weiterlesen…

Union und SPD streiten wieder über Klimaziele

Kanzlerin will ehrgeizigeren Klimaschutz. Die SPD ist auf ihrer Seite, die Union opponiert.

Die Kanzlerin machte in ihrem Videostatement für den Petersberger Klimadialog in der vergangenen Woche deutlich, auf welcher Seite sie steht: Sie sprach sich für eine Anhebung des EU-Klimaschutzziels für das Jahr 2030 aus. Sie begrüße die Vorschläge der EU-Kommission, im Vergleich zu 1990 eine Minderung der Treibhausgase von 50 bis 55 Prozent anzustreben, sagte Angela Merkel. Derzeit gilt in der EU ein Ziel von 40 Prozent. Die EU-Kommission will das Ziel im Zusammenhang mit dem geplanten „Green Deal“ erhöhen. Klaus Stratmann am 04.05.2020 im Handelsblatt über das klima- und energiepolitische Gerangel in der Berliner Regierungskoalition. … weiterlesen…

In 50 Jahren droht einem Drittel der Menschheit lebensfeindliche Hitze

Wenn Treibhausgasemissionen nicht sinken

Sonnenuntergang am Wannsee, Berlin - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyVon einem Drittel der Menschen bewohnte Gebiete des Planeten werden innerhalb von 50 Jahren so heiß wie die heißesten Teile der Sahara werden, wenn die Treibhausgasemissionen nicht sinken, ist das Ergebnis einer Untersuchung von Wissenschaftlern aus China, den USA und Europa, die am 04.05.2020 in der Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlicht wurde. Die rasche Erwärmung würde bedeuten, dass 3,5 Milliarden Menschen dann außerhalb der Klima-„Nische“ leben würden, in der die Menschheit seit 6.000 Jahren existiert. weiterlesen…

Kaufanreize für Pkw? Nicht ohne ökologische Entlastung!

Konjunkturhilfen müssen zum Klimaschutz beitragen

E-Mobilität im Berliner Westend Renault Twizy - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyBeim „Autogipfel“ am 05.05.2020 diskutieren Bundesregierung und Autohersteller über Konjunkturmaßnahmen für die Automobilindustrie. Im Gespräch sind verschiedene Anreizprogramme für den Kauf von Fahrzeugen, darunter die Abwrackprämie. Das Öko-Institut hat in einem Diskussionspapier Chancen und Risiken von Kaufanreizen und der Abwrackprämie betrachtet sowie Leitplanken für ihre ökologische Ausrichtung formuliert. Das Papier entstand im Rahmen eines von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Projektes zur Analyse möglicher Elemente eines Konjunkturpaketes. weiterlesen…

Europas Klimaschutz nach außen absichern

EU-Überlegungen zu CO2-Grenzausgleich gewinnen durch Coronakrise an Bedeutung – neues MCC-Kurzdossier beleuchtet Optionen

CO2 - Bildmontage © SolarifyKlimaschädliche Produkte bei der Einfuhr nach Europa verteuern: Diese Überlegung der EU-Kommission, Teil ihres Ende 2019 vorgestellten Konzepts European Green Deal, gewinnt jetzt durch die Coronakrise an Aktualität. „Nachhaltigkeit sollte bei den nun absehbaren Konjunkturpaketen weltweit mitgedacht werden – doch wenn die Regierungen da unterschiedliche Akzente setzen, wächst der Druck zur Absicherung der EU-Klimapolitik“, sagt Michael Jakob, Experte für Welthandel am Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change). „Es ist zu klären, inwieweit man durch einen CO2-Grenzausgleich Trittbrettfahrern begegnen kann. Und wie man verhindert, dass sich in der EU vermiedene Emissionen bloß in andere Regionen verlagern.“ weiterlesen…

Wintershall Dea meldet „bedeutende Ölfunde vor der Küste Mexikos“

„Polok“ und „Chinwol“ in Lizenz „Block 29“ ergeben zwei signifikante Ölvorkommen

Wintershall Dea und seine Lizenzpartner sind bei Erkundungen vor der Küste Mexikos nach eigenen Angaben auf beachtliche Ölvorkommen gestoßen. Die Explorationsbohrung „Polok-1“ sei bis zu einer Tiefe von 2.620 Metern niedergebracht worden und habe zwei ölführende Reservoirhorizonte von zusammen mehr als 200 Metern gefunden. Die Explorationsbohrung Chinwol-1 bis zu einer Tiefe von 1.850 Metern fand drei ölführende Reservoirhorizonte im unteren Pliozän von zusammen 150 Metern. Die Ölfündigkeit Polok bestätige „erstmals große Erdölvorkommen im unteren Miozän im mexikanischen Salina-Becken“. weiterlesen…

Weltweit unterschätzt: CO2-Emissionen trockengefallener Gewässerbereiche

Studie schließt die Lücke zwischen regionalen und globalen Aussagen

Ausgetrocknetes Flussbett in Katalonien - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyBinnengewässer wie Flüsse, Seen oder Talsperren spielen im globalen Kohlenstoffkreislauf eine wichtige Rolle. In Hochrechnungen zum Kohlendioxidausstoß von Land- und Wasserflächen werden zeitweise trockenfallende Bereiche von Gewässern in der Regel nicht einbezogen. Die tatsächlichen Emissionen von Binnengewässern werden dadurch deutlich unterschätzt. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse eines internationalen Forschungsprojekts unter der Leitung von Wissenschaftlern des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) am Standort Magdeburg sowie des Katalanischen Instituts für Wasserforschung (ICRA). Die Studie ist im Fachmagazin Nature Communications erschienen. weiterlesen…

Erneuerbare mit CO2-Preis ohne EEG-Vergütung wirtschaftlich

Fossile rechnen sich nicht mehr

PV auf Dach des Berliner Futuriums vor Reichstagskuppel - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyDas Umweltbundesamt hat die Schadenskosten einer Tonne CO2 abgezinst auf 180 Euro geschätzt. Ein Gutachten (von Energy Brainpool und Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft im Auftrag der Windland Energieerzeugungs GmbH) zeigt, was dieser Preis bedeuten würde. Nicole Weinhold hat es für ERNEUERBARE ENERGIEN gelesen. weiterlesen…

Buchtipp: „Es gibt keinen PLANet B“

Handbuch für die großen Herausforderungen unserer Zeit

Plastikmüll am Strand von Havanna, Kuba - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyKlimawandel, Welternährung, Biodiversität, Plastikmüll, – die Liste der akuten Weltprobleme scheint endlos. Doch was ist am dringendsten, was bringt uns wirklichen Lösungen näher? Wie können wir den CO2-Ausstoß nachhaltig minimieren? Sollten wir alle Vegetarier werden? Wie können wir die Kontrolle über die rasante technogische Entwicklung behalten? Und was kann jeder einzelne von uns tun? weiterlesen…