Jede zehnte Insekten- und Pflanzenart ausgestorben

Sorgen um seltene Tierarten in Schleswig-Holstein

Der Kiebitz, die Uferschnepfe oder der Austernfischer teilen das gleiche Schicksal: Sie sind in Schleswig-Holstein vom Aussterben bedroht. Das geht aus dem „Jahresbericht für biologische Vielfalt – Jagd und Artenschutz“ hervor, den Umweltminister Jan-Philipp Albrecht (Grüne) am 18.12.2019 vorgestellt hat. So ist insgesamt die Zahl der Insekten, Tier- und Pflanzenarten in den vergangenen 15 Jahren um rund ein Viertel zurückgegangen. Weitere gut 40 Prozent sind bedroht. „Der Kampf gegen den Verlust der Artenvielfalt hat denselben Stellenwert wie der Kampf gegen den Klimawandel“, sagte Albrecht. weiterlesen…

Bundesnetzagentur: KWK-Anlagen-Ausschreibung nicht ausgeschöpft – innovative KWK-Systeme überzeichnet

Gegensätzliche Ergebnisse der zwei Ausschreibungen

Die Bundesnetzagentur ermittelte bereits zum fünften Mal (konventionelle KWK) bzw. zum vierten Mal (innovative KWK) den Förderbedarf für KWK-Anlagen und gab am 17.12.2019 die Ergebnisse der KWK-Ausschreibungen mit Gebotstermin 02.12.2019 bekannt. In zwei getrennten Verfahren wurden die Zuschläge für KWK-Anlagen im Leistungsbereich zwischen 1 und 50 MW und für innovative KWK-Systeme (iKWK) ermittelt. Bei den KWK-Anlagen war eine Leistung von 80,092 MW ausgeschrieben. Zum ersten Mal wurden für innovative KWK-Projekte bei der Ausschreibung mehr Gebote abgegeben, als Leistung verfügbar war, so das Ergebnis der jüngsten Ausschreibungsrunde. weiterlesen…

Verkehrswende rauscht an Deutschland vorbei

Schweiz und Niederlande setzen auf Schiene und Rad

Während in Deutschland die CO2-Emissionen in den meisten Sektoren zurückgehen, steigen sie im Verkehrsbereich unaufhörlich an. Höchste Zeit also für eine schnelle und nachhaltige Mobilitätswende. Wie es besser geht, zeigen andere Länder in Europa, angefangen bei Norwegen. Manuel Först hat einen europäischen Vergleich angestellt, der am 04.12.2019 auf dem online-Portal energiezukunft und in dessen aktueller Print-Ausgabe veröffentlicht wurde. weiterlesen…

Klimagipfel in Madrid: Entscheidungen blockiert und verschoben

Analysebericht des Wuppertal Instituts zur COP25

Am 15.12.2019 endete die diesjährige UN-Klimakonferenz COP25 in Madrid. Die chilenische Präsidentschaft hat die Konferenz unter das Motto „Time for Action“ gestellt. Trotz zäher Verhandlungen gingen die Beschlüsse zur Ambitionssteigerung jedoch kaum über das hinaus, was bereits 2015 in Paris vereinbart worden war. Angehörige des Wuppertal Instituts waren in Madrid vor Ort und haben die zentralen Ergebnisse der Verhandlungen knapp zusammengefasst – so eine Medienmitteilung vom 19.12.2019. Sie schlussfolgern, Madrid habe wieder einmal gezeigt, dass den konsensbasierten UN-Klimaverhandlungen deutliche Grenzen gesetzt sind. Im Fokus standen die Erhöhung des klimapolitischen Ehrgeizes, die endgültige Fertigstellung der Durchführungsbestimmungen des Pariser Klimaabkommens und die Unterstützung der Entwicklungsländer im Umgang mit klimabedingten Verlusten und Schäden. (Titel: COP25-Kurzanalysel – © Wuppertal Institut) weiterlesen…

Chef der Wirtschaftsweisen verlangt, Pendlerpauschale abzuschaffen

Pendeln über große Distanzen wird belohnt – „der falsche Weg“

Christoph M. Schmidt, Präsident des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung sowie Vorsitzender des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, hat der Bundesregierung in der Rheinischen Post vom 24.12.2019 vorgeworfen, sie sende klimapolitisch „das falsche Signal“, denn die Erhöhung der Pendlerpauschale belohne das Pendeln über lange Distanzen. Pendler mit höherem Einkommen würden damit sogar belohnt. Schmidt forderte daher die Abschaffung der Pauschale. weiterlesen…

Trassenverlauf für bayerischen SuedOstLink umstritten

Bundesnetzagentur sorgt mit Strecke Hof-Schwandorf für Enttäuschung

Die Bundesnetzagentur hat am 18.12.2019 den Korridor für die geplante Gleichstromtrasse – den sogenannten Südostlink – von Hof nach Schwandorf verbindlich festgelegt. Viele Menschen sind enttäuscht: Denn nur auf zehn Kilometer wird die Trasse mit der Autobahn 93 gebündelt. Bei Marktredwitz weicht der 1.000 Meter lange Trassenkorridor jedoch ab, denn die Bundesnetzagentur sei sich nicht sicher, ob der von TenneT vorgeschlagene Korridor durch ein Wasserschutzgebiet verläuft, so eine Pressesprecherin gegenüber dem BR. Die Gleichstromverbindung wird in diesem Abschnitt ausschließlich als Erdkabel realisiert. weiterlesen…

Klimawandel reduziert Strom aus Wasserkraft deutlich

Heiße, trockene Sommer: Weniger Wasser

Wasserkraft leidet unter dem Klimawandel. Fließt wenig Wasser, produzieren Kraftwerke wenig Strom. Deutlich wurde das im vergangenen Jahr. „Das Jahr 2018 stand ganz im Zeichen des Klimawandels“, sagte Andreas Friedrich, Sprecher beim Deutschen Wetterdienst, gegenüber ERNEUERBARE ENERGIEN. Wärmer und trockener als je zuvor aufgezeichnet, so wenige Niederschläge wie seit 1881 nicht mehr. Damit bekommt ausgerechnet eine erneuerbare Energie Probleme, die eigentlich helfen soll, den Klimawandel zu bekämpfen. Denn langfristig müssen Betreiber von Wasserkraftwerken mit reduzierter Produktion rechnen. Das kann sich auch auf die erwartete Rendite auswirken. weiterlesen…

Amazonas-Wendepunkt: Letzte Chance zum Handeln

Von Thomas E. Lovejoy und Carlos Nobre in Science Advances

Zwei renommierte Wissenschaftler warnen vor einem „Kipppunkt“ des Klimas im Amazonas-Becken und in weiten Teilen Südamerikas. Brandrodungen und andere rasch voranschreitende Entwicklungen könnten Teile des Regenwalds in eine Savanne verwandeln, die Tierwelt zugrunde richten und Milliarden Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre emittieren, schreiben Thomas Lovejoy (li.) von der George Mason University im US-Bundesstaat Virginia und Carlos Nobre von der Universität Sao Paulo in Brasilien in „Science Advances“. weiterlesen…

Wald leidet unter Klimawandel – Kiefern besonders betroffen

Langfristige Waldschäden werden über viele Jahre hohe Kosten verursachen

„Die aktuelle Schadenssituation in den Wäldern ist kein rein baden-württembergisches Thema. Bundesweit und in ganz Mitteleuropa kämpfen Waldbesitzer und Forstleute mit den Folgen von Trockenheit und Dürre“, sagte der baden-württembergische Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) im Gespräch mit Rüdiger Soldt in der Frankfurter Allgemeinen am 23.12.2019. weiterlesen…

Europäische Investitionsbank kritisiert Unternehmen

EIB-Präsident tadelt Automobil-Wirtschaft für zaghafte Reaktionen auf Klimawandel

Er verstehe die Furcht vor dem Verlust von Arbeitsplätzen. Aber mancher Verantwortliche in der Wirtschaft müsse sich fragen lassen, ob er nicht die Entwicklung verschlafen habe, sagte Werner Hoyer den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Dass die Umstellung auf Elektromobilität mit Batterien, Brennstoffzellen oder Wasserstoffantrieb große Auswirkungen vor allem auf die Zulieferer haben werde, sei doch seit 15 oder 20 Jahren glasklar, sagte Hoyer. Aber statt darauf einzugehen, hätten viele erst einmal abgewartet, wurde Hoyer am 22.12.2019 im Deutschlandfunk zitiert. weiterlesen…