Bahnreisende fahren am sichersten

Todesrisiko im Pkw 47-mal so hoch

Mit der Wahl ihres Verkehrsmittels nehmen Reisende laut Sicherheitsvergleich der Allianz pro Schiene starken Einfluss auf ihr Todes- und Verletzungsrisiko bei den Fahrten. In Pkws starben im Zehnjahreszeitraum 2009 bis 2018 in Deutschland fast 47-mal so viele Menschen pro Passagierkilometer wie in Zügen. In Bussen verloren pro Kilometer gut viermal so viele Menschen ihr Leben wie in Eisenbahnen. Insgesamt schneidet der öffentliche Verkehr damit deutlich besser ab als der Individualverkehr. weiterlesen…

Klimaziele bis 2030: Wie sie noch erreichbar sind

„Solange andere Staaten keine ambitionierte Klimapolitik betreiben, muss die deutsche Politik pragmatisch vorgehen“

Das Preissignal im EU-Emissionshandel bremst nur die Hälfte des deutschen CO2-Ausstoßes. Beim Rest tut sich wenig – und europarechtlich bindende Verpflichtungen zwingen die Regierung zum Handeln. Ein Kurzdossier des Berliner Thinktanks Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change zeigt den Ausweg. weiterlesen…

Energiepolitik der Bundesregierung ruiniert nicht nur Arbeitsplätze

Windkraft-Stau an Land führt 2020 zu höherem Strompreis und mehr CO2-Ausstoß

Deutschland würde 2020 gut zehn Millionen Tonnen CO2 weniger ausstoßen, steckten hierzulande nicht Windkraftanlagen mit elf Gigawatt Gesamtleistung im Genehmigungsstau. Zudem wäre Strom im Großhandel knapp zwei Euro die Megawattstunde billiger*. Dies sind die Ergebnisse einer Kurzanalyse von Energy Brainpool im Auftrag von Greenpeace Energy. Wären die Windkraftanlagen gebaut worden, errechneten die Energieexperten, könnten sie jährlich rund 26 Terawattstunden (TWh) Windstrom produzieren. So könnten 2020 etwa 5,4 TWh Strom aus Braunkohle, knapp 4,3 TWh aus Steinkohle und 2,9 TWh aus Erdgas und Öl ersetzt werden – und die CO2-Emissionen aus der deutschen Stromerzeugung von 273 Millionen Tonnen um 3,7 Prozent sinken. Das entspreche dem Ausstoß zweier 600 MW-Kraftwerksblöcke von RWE in Weisweiler. Weitere 13 TWh Windstrom könnten in Nachbarländer exportiert werden und auch dort den CO2-Ausstoß verringern, zeigte die stundenscharfe Modellierung des europäischen Strommarktes im Jahr 2020 für Greenpeace Energy. weiterlesen…

Reduzierung von Lkw-Emissionen um 90 % möglich

CO2-Abscheidung und Rückverwandlung in Sprit

Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) haben ein Konzept entwickelt und patentieren lassen, mit dem sich der CO2-Ausstoß von Lastwagen abscheiden und um 90 Prozent reduzieren lässt. Laut einer EPFL-Mitteilung schlagen die Wissenschaftler vor, dafür mehrere an der EPFL entwickelte Technologien zu kombinieren. weiterlesen…

Jede zehnte Insekten- und Pflanzenart ausgestorben

Sorgen um seltene Tierarten in Schleswig-Holstein

Der Kiebitz, die Uferschnepfe oder der Austernfischer teilen das gleiche Schicksal: Sie sind in Schleswig-Holstein vom Aussterben bedroht. Das geht aus dem „Jahresbericht für biologische Vielfalt – Jagd und Artenschutz“ hervor, den Umweltminister Jan-Philipp Albrecht (Grüne) am 18.12.2019 vorgestellt hat. So ist insgesamt die Zahl der Insekten, Tier- und Pflanzenarten in den vergangenen 15 Jahren um rund ein Viertel zurückgegangen. Weitere gut 40 Prozent sind bedroht. „Der Kampf gegen den Verlust der Artenvielfalt hat denselben Stellenwert wie der Kampf gegen den Klimawandel“, sagte Albrecht. weiterlesen…

Bundesnetzagentur: KWK-Anlagen-Ausschreibung nicht ausgeschöpft – innovative KWK-Systeme überzeichnet

Gegensätzliche Ergebnisse der zwei Ausschreibungen

Die Bundesnetzagentur ermittelte bereits zum fünften Mal (konventionelle KWK) bzw. zum vierten Mal (innovative KWK) den Förderbedarf für KWK-Anlagen und gab am 17.12.2019 die Ergebnisse der KWK-Ausschreibungen mit Gebotstermin 02.12.2019 bekannt. In zwei getrennten Verfahren wurden die Zuschläge für KWK-Anlagen im Leistungsbereich zwischen 1 und 50 MW und für innovative KWK-Systeme (iKWK) ermittelt. Bei den KWK-Anlagen war eine Leistung von 80,092 MW ausgeschrieben. Zum ersten Mal wurden für innovative KWK-Projekte bei der Ausschreibung mehr Gebote abgegeben, als Leistung verfügbar war, so das Ergebnis der jüngsten Ausschreibungsrunde. weiterlesen…

Verkehrswende rauscht an Deutschland vorbei

Schweiz und Niederlande setzen auf Schiene und Rad

Während in Deutschland die CO2-Emissionen in den meisten Sektoren zurückgehen, steigen sie im Verkehrsbereich unaufhörlich an. Höchste Zeit also für eine schnelle und nachhaltige Mobilitätswende. Wie es besser geht, zeigen andere Länder in Europa, angefangen bei Norwegen. Manuel Först hat einen europäischen Vergleich angestellt, der am 04.12.2019 auf dem online-Portal energiezukunft und in dessen aktueller Print-Ausgabe veröffentlicht wurde. weiterlesen…

Klimagipfel in Madrid: Entscheidungen blockiert und verschoben

Analysebericht des Wuppertal Instituts zur COP25

Am 15.12.2019 endete die diesjährige UN-Klimakonferenz COP25 in Madrid. Die chilenische Präsidentschaft hat die Konferenz unter das Motto „Time for Action“ gestellt. Trotz zäher Verhandlungen gingen die Beschlüsse zur Ambitionssteigerung jedoch kaum über das hinaus, was bereits 2015 in Paris vereinbart worden war. Angehörige des Wuppertal Instituts waren in Madrid vor Ort und haben die zentralen Ergebnisse der Verhandlungen knapp zusammengefasst – so eine Medienmitteilung vom 19.12.2019. Sie schlussfolgern, Madrid habe wieder einmal gezeigt, dass den konsensbasierten UN-Klimaverhandlungen deutliche Grenzen gesetzt sind. Im Fokus standen die Erhöhung des klimapolitischen Ehrgeizes, die endgültige Fertigstellung der Durchführungsbestimmungen des Pariser Klimaabkommens und die Unterstützung der Entwicklungsländer im Umgang mit klimabedingten Verlusten und Schäden. (Titel: COP25-Kurzanalysel – © Wuppertal Institut) weiterlesen…

Chef der Wirtschaftsweisen verlangt, Pendlerpauschale abzuschaffen

Pendeln über große Distanzen wird belohnt – „der falsche Weg“

Christoph M. Schmidt, Präsident des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung sowie Vorsitzender des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, hat der Bundesregierung in der Rheinischen Post vom 24.12.2019 vorgeworfen, sie sende klimapolitisch „das falsche Signal“, denn die Erhöhung der Pendlerpauschale belohne das Pendeln über lange Distanzen. Pendler mit höherem Einkommen würden damit sogar belohnt. Schmidt forderte daher die Abschaffung der Pauschale. weiterlesen…

Trassenverlauf für bayerischen SuedOstLink umstritten

Bundesnetzagentur sorgt mit Strecke Hof-Schwandorf für Enttäuschung

Die Bundesnetzagentur hat am 18.12.2019 den Korridor für die geplante Gleichstromtrasse – den sogenannten Südostlink – von Hof nach Schwandorf verbindlich festgelegt. Viele Menschen sind enttäuscht: Denn nur auf zehn Kilometer wird die Trasse mit der Autobahn 93 gebündelt. Bei Marktredwitz weicht der 1.000 Meter lange Trassenkorridor jedoch ab, denn die Bundesnetzagentur sei sich nicht sicher, ob der von TenneT vorgeschlagene Korridor durch ein Wasserschutzgebiet verläuft, so eine Pressesprecherin gegenüber dem BR. Die Gleichstromverbindung wird in diesem Abschnitt ausschließlich als Erdkabel realisiert. weiterlesen…