AKW Philippsburg 2 vom Netz

BUND: Atomausstieg und Klimaschutz bleiben unabdingbare Ergänzung

Mit dem Atomkraftwerk (AKW) Philippsburg 2 geht am 31.12.2019 um 19 Uhr (gesetzlich vorgeschrieben ist die Abschaltung bis Mitternacht) eines der störanfälligsten Atomkraftwerke in Deutschland vom Netz. Über dreißig Jahre lief das Kraftwerk, obwohl es gegen geltende Sicherheitsanforderungen verstieß, so der BUND in einer Medienmitteilung am 29.12.2019. weiterlesen…

Lieber CO2 unter die Nordsee pumpen als das Klima schützen?

energiezukunft sieht eine neue Strategie der Bundesregierung

Die Bundesregierung setzt beim Klimaschutz auf neue Ideen: Warum die Treibhausgas-Emissionen radikal und teuer senken, wenn man CO2 einfach in leere Gasfelder unter die Nordsee pumpen kann? Entsprechende Angebote kämen bereits aus Schottland und Norwegen, schrieb Clemens Weiß am 20.12.2019 im Portal energiezukunft. Die Idee sei zwar nicht neu. Aber schon vor Jahren hätten die deutschen Kohlekonzerne ihre Idee der unterirdischen Speicherung von CO2 begraben – der Widerstand der Bürger sei zu groß gewesen. Doch mit der fortschreitenden Klimakrise und der Unfähigkeit der hiesigen Politiker, konsequente Klimaschutzpolitik zu betreiben, komme das Thema wieder auf die Agenda – angetrieben von der Industrie, hofiert und gefördert von der Politik. weiterlesen…

Enorme CO2-Emissionen „dank“ Streaming

Globaler Datenverkehr und Fliegen bei Treibhausgas-Emissionen gleichauf

Eigentlich schon ein alter Hut: Im Internet surfen, Webseiten aufrufen, E-Mails verschicken und Filme anschauen – unser Computeralltag ist zu einem mit-entscheidenden Anteil der Klimakrise geworden. Suchanfragen, Skypen oder Streamen belasten das Klima immer stärker. Die digitale Welt verursacht – so spektrum.de – „zwischen 1,7 und – je nach Studie“. Der Prozentsatz könnte bis 2030 auf 8 steigen – Wissenschaftler von Huawei-Schweden sagen gar 23 Prozent voraus (nach bento).
weiterlesen…

Intelligente Stromzähler – Meilenstein der Energiewende

Pflicht zum Smart-Meter-Einbau ab Anfang 2020

Nach einem jahrelangen Vorlauf wird es bald endgültig ernst mit den gesetzlichen Pflichten zum Einbau intelligenter Stromzähler. Eine der wichtigsten Voraussetzungen für deren Greifen ist, dass das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zunächst Smart-Meter-Gateways von drei unterschiedlichen Herstellern überprüft und für gut befunden hat. Diese Auflage sei seit 19.12.2019 erfüllt, nachdem die Behörde das dritte einschlägige Zertifikat an die Firma EMH Metering übergeben hat, wie Stefan Krempl für heise online berichtete. weiterlesen…

Bund nimmt Milliarden beim Emissionshandel ein

Durch Preise der Emissionszertifikate ist Kohleverstromung zurückgegangen

Der Bund nimmt immer mehr Geld aus dem Verkauf von Emissionsrechten für das Treibhausgas Kohlendioxid ein. Bei den Versteigerungen der Emissionszertifikate kamen 3,16 Milliarden Euro im Jahr 2019 zusammen. Das waren rund 600 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor, wie die Emissionshandelsstelle des Umweltbundesamtes auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Zu lesen in der Wirtschaftswoche am 26.12.2019. weiterlesen…

2019 forderten 15 Extremwetterereignisse Tausende Tote

Christian Aid-Bericht „Kosten zählen: 2019 – ein Klimakatastrophenjahr“

Der Klimawandel verschärfte auch 2019 wieder Stürme, Brände und Überschwemmungen: 15 Extremwetterereignisse haben Tausende Tote gefordert und Milliarden Euro gekostet. Das errechnete die Entwicklungsorganisation Christian Aid in ihrem Bericht „Counting the cost: 2019 – a year of climate breakdown“ vom 27.12.2019. Alle Extremwetterereignisse seien durch den Klimawandel verschärft oder wahrscheinlicher geworden. weiterlesen…

Bahnreisende fahren am sichersten

Todesrisiko im Pkw 47-mal so hoch

Mit der Wahl ihres Verkehrsmittels nehmen Reisende laut Sicherheitsvergleich der Allianz pro Schiene starken Einfluss auf ihr Todes- und Verletzungsrisiko bei den Fahrten. In Pkws starben im Zehnjahreszeitraum 2009 bis 2018 in Deutschland fast 47-mal so viele Menschen pro Passagierkilometer wie in Zügen. In Bussen verloren pro Kilometer gut viermal so viele Menschen ihr Leben wie in Eisenbahnen. Insgesamt schneidet der öffentliche Verkehr damit deutlich besser ab als der Individualverkehr. weiterlesen…

Klimaziele bis 2030: Wie sie noch erreichbar sind

„Solange andere Staaten keine ambitionierte Klimapolitik betreiben, muss die deutsche Politik pragmatisch vorgehen“

Das Preissignal im EU-Emissionshandel bremst nur die Hälfte des deutschen CO2-Ausstoßes. Beim Rest tut sich wenig – und europarechtlich bindende Verpflichtungen zwingen die Regierung zum Handeln. Ein Kurzdossier des Berliner Thinktanks Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change zeigt den Ausweg. weiterlesen…

Energiepolitik der Bundesregierung ruiniert nicht nur Arbeitsplätze

Windkraft-Stau an Land führt 2020 zu höherem Strompreis und mehr CO2-Ausstoß

Deutschland würde 2020 gut zehn Millionen Tonnen CO2 weniger ausstoßen, steckten hierzulande nicht Windkraftanlagen mit elf Gigawatt Gesamtleistung im Genehmigungsstau. Zudem wäre Strom im Großhandel knapp zwei Euro die Megawattstunde billiger*. Dies sind die Ergebnisse einer Kurzanalyse von Energy Brainpool im Auftrag von Greenpeace Energy. Wären die Windkraftanlagen gebaut worden, errechneten die Energieexperten, könnten sie jährlich rund 26 Terawattstunden (TWh) Windstrom produzieren. So könnten 2020 etwa 5,4 TWh Strom aus Braunkohle, knapp 4,3 TWh aus Steinkohle und 2,9 TWh aus Erdgas und Öl ersetzt werden – und die CO2-Emissionen aus der deutschen Stromerzeugung von 273 Millionen Tonnen um 3,7 Prozent sinken. Das entspreche dem Ausstoß zweier 600 MW-Kraftwerksblöcke von RWE in Weisweiler. Weitere 13 TWh Windstrom könnten in Nachbarländer exportiert werden und auch dort den CO2-Ausstoß verringern, zeigte die stundenscharfe Modellierung des europäischen Strommarktes im Jahr 2020 für Greenpeace Energy. weiterlesen…

Reduzierung von Lkw-Emissionen um 90 % möglich

CO2-Abscheidung und Rückverwandlung in Sprit

Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) haben ein Konzept entwickelt und patentieren lassen, mit dem sich der CO2-Ausstoß von Lastwagen abscheiden und um 90 Prozent reduzieren lässt. Laut einer EPFL-Mitteilung schlagen die Wissenschaftler vor, dafür mehrere an der EPFL entwickelte Technologien zu kombinieren. weiterlesen…