Neujahrsnacht: Extreme Feinstaubbelastung durch Feuerwerk

Starke Nebelbildung verursachte Unfälle mit Toten und Verletzten – 135 Millionen für Böller

In vielen Ballungsgebieten in Deutschland zeigten die Messstationen des Umweltbundesamtes (UBA) in der Silvesternacht sehr hohe Feinstaubwerte an. „Mehr als 1.000 Mikrogramm Feinstaub“ um zwei Uhr morgens meldete der Wetterbericht in den tagesthemen vom 01.01.2019 aus Gelsenkirchen – „normal“ seien 50 µg als Grenzwert. Die Feinstaubteilchen wirken auf kleinste Tröpfchen im Wasserdampf wie Kondensationskerne, das Wasser wird sichtbar in Form von Nebel, der wird wiederum undurchsichtig mit Sichtweiten von wenigen Metern. Entsprechend meldete das Portal Wetter-Online auch „Viele schwere Unfälle durch Nebel“. Zum Teil sei „der Nebel durch das Silvesterfeuerwerk ausgelöst oder noch verstärkt“ worden. Geschätzt haben die Deutschen zu Silvester 2019 voraussichtlich rund 135 Millionen Euro in Form von Böllern und Raketen in die Luft gejagt, etwa so viel wie im Jahr davor. weiterlesen…

Deutsche Stromexporte sinken stärker

Immer noch zuviel Kohlestrom

Die deutschen Stromexporte sind 2019 um mehr als 20 Prozent gesunken (bis Mitte Dezember rund 57 TWh), berichtet dpa (siehe Die Zeit) unter Berufung auf Zahlen der Bundesnetzagentur. Da gleichzeitig mehr Strom aus dem Ausland nach Deutschland geflossen sei, habe es den geringsten Exportüberschuss seit sechs Jahren gegeben. Dennoch bleibe Deutschland nach wie vor einer der großen Stromexporteure.
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„Klimawandel auf der Überholspur“

Wieder Temperaturrekorde

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) nennt 2019 „das drittwärmste Jahr seit dem Beginn von regelmäßigen Messungen 1881“. DWD-Sprecher Andreas Friedrich: „Das ist kein Zufall“. Dazu war es gleichzeitig sehr niederschlagsarm und sonnenscheinreich. Das meldete der DWD am 30.12.2019 nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2.000 Messstationen. weiterlesen…

2020 mit vielen Änderungen

BPA: „Verbindliches Klimaschutzziel, EEG-Zulage steigt, Philippsburg vom Netz“

Im Januar 2020 treten zahlreiche Neuregelungen in Kraft – darunter umfangreiche Maßnahmen für den Klimaschutz, Entlastungen für Beschäftigte, Familien und Arbeitgeber. Eine Mindestvergütung für Auszubildende wird eingeführt. Smart Meter werden Pflicht. Die EEG-Umlage steigt leicht, ebenso der Mindestlohn und die Regelbedarfssätze in der Grundsicherung. AKW Philippsburg geht vom Netz. Hier für Solarify relevante und interessante Ausschnitte aus einem Überblick des Bundespresseamtes. weiterlesen…

Erderhitzung „real, bedrohlich und von Menschen verursacht“

Merkel verspricht fortwährenden Kampf gegen Klimawandel

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der jüngeren Generation in ihrer vorab vom Bundespresseamt veröffentlichten Neujahrsansprache entschiedenen Kampf gegen die Erderhitzung zugesagt. Sie sagte in ihrer am 31.12.2019 über die Medien verbreiteten Ansprache, sie sei mit 65 Jahren „in einem Alter, in dem ich persönlich nicht mehr alle Folgen des Klimawandels erleben werde, die sich einstellen würden, wenn die Politik nicht handelte“. (Foto: Solarify) weiterlesen…

Eine alte Vision

„Wir waren damals schon so weit, wie die Politik heute, wenn nicht sogar weiter.“

„Wir waren damals schon so weit, wie die Politik es heute ist“, sagt der langjährige SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär Michael Müller am 30.12.2019 in der Süddeutschen Zeitung. „Wenn nicht sogar weiter.“ Steigende Emissionen, knappe Wasserressourcen, drohende Kriege und „Umweltflüchtlinge“: Schon vor 30 Jahren war klar, dass Energie künftig anders erzeugt werden muss. weiterlesen…

Greenpeace-Analyse: Mikroplastik in Meerestieren

Austern und Miesmuscheln bei Stichproben betroffen

Miesmuscheln, Heringe und Austern aus dem Hamburger Fischhandel enthalten Mikroplastik. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Süddänischen Universität im Auftrag von Greenpeace. Greenpeace-Mitarbeiter hatten im November Stichproben der Meeresfrüchte und Fische gekauft. Sie stammen laut Händlerangaben aus Nord-, Ostsee und Nordatlantik. Die insgesamt 72 Tiere wurden anschließend im Institut für Biologie der Universität Süddänemark in Odense untersucht. In sechs von zehn Austern, in acht von 20 Miesmuscheln und in zwei von drei Heringen wurde Mikroplastik nachgewiesen. weiterlesen…

AKW Philippsburg 2 vom Netz

BUND: Atomausstieg und Klimaschutz bleiben unabdingbare Ergänzung

Mit dem Atomkraftwerk (AKW) Philippsburg 2 geht am 31.12.2019 um 19 Uhr (gesetzlich vorgeschrieben ist die Abschaltung bis Mitternacht) eines der störanfälligsten Atomkraftwerke in Deutschland vom Netz. Über dreißig Jahre lief das Kraftwerk, obwohl es gegen geltende Sicherheitsanforderungen verstieß, so der BUND in einer Medienmitteilung am 29.12.2019. weiterlesen…

Lieber CO2 unter die Nordsee pumpen als das Klima schützen?

energiezukunft sieht eine neue Strategie der Bundesregierung

Die Bundesregierung setzt beim Klimaschutz auf neue Ideen: Warum die Treibhausgas-Emissionen radikal und teuer senken, wenn man CO2 einfach in leere Gasfelder unter die Nordsee pumpen kann? Entsprechende Angebote kämen bereits aus Schottland und Norwegen, schrieb Clemens Weiß am 20.12.2019 im Portal energiezukunft. Die Idee sei zwar nicht neu. Aber schon vor Jahren hätten die deutschen Kohlekonzerne ihre Idee der unterirdischen Speicherung von CO2 begraben – der Widerstand der Bürger sei zu groß gewesen. Doch mit der fortschreitenden Klimakrise und der Unfähigkeit der hiesigen Politiker, konsequente Klimaschutzpolitik zu betreiben, komme das Thema wieder auf die Agenda – angetrieben von der Industrie, hofiert und gefördert von der Politik. weiterlesen…

Enorme CO2-Emissionen „dank“ Streaming

Globaler Datenverkehr und Fliegen bei Treibhausgas-Emissionen gleichauf

Eigentlich schon ein alter Hut: Im Internet surfen, Webseiten aufrufen, E-Mails verschicken und Filme anschauen – unser Computeralltag ist zu einem mit-entscheidenden Anteil der Klimakrise geworden. Suchanfragen, Skypen oder Streamen belasten das Klima immer stärker. Die digitale Welt verursacht – so spektrum.de – „zwischen 1,7 und – je nach Studie“. Der Prozentsatz könnte bis 2030 auf 8 steigen – Wissenschaftler von Huawei-Schweden sagen gar 23 Prozent voraus (nach bento).
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