Powerfuels – Schlüssel für Klimaschutz beim Fliegen

Global Alliance Powerfuels wirbt mit Positionspapier für mehr alternative Kraftstoffe im Luftverkehr

Flugzeuge in TXL - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyDie Global Alliance Powerfuels – ein branchenübergreifender Zusammenschluss von Unternehmen und Verbänden – hat die Mitgliedstaaten der Zivilluftfahrtorganisation der Vereinten Nationen ICAO dazu aufgerufen, strombasierte, erneuerbare Kraftstoffe (Powerfuels) in den Fokus ihrer Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsstrategie zu rücken. Für den Einstieg sollte das Ziel sein, eine weltweite Quote zur Beimischung von Powerfuels in Höhe von mindestens 2 Prozent zu beschließen. Die Kosten dafür wären schon heute gut vertretbar. Der Preis für ein Flugticket würde sich entsprechend der Beimischungsquote erhöhen: bei einer Beimischung von 2 Prozent um 2 Prozent, bei 10 Prozent um 10 Prozent, bei 50 Prozent um 50 Prozent. Das zeigt eine Analyse, die die Global Alliance zur 40. Versammlung der ICAO im kanadischen Montreal veröffentlich hat, wie die Deutsche Energie-Agentur (dena) am 01.10.2019 mitteilte. weiterlesen…

Forscher halbieren Platinbedarf von Brennstoffzellen

Wenn Autos Wasser statt Abgase ausstoßen

Doppelauspuff - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyWasserstoff-Brennstoffzellen, Hoffnungsträger beim Fahrzeugantrieb der Zukunft, stoßen als einzigen „Abfallprodukte“ Wasser und Wärme aus. Doch einer der aktuell größten Nachteile sind die nicht zuletzt von dem sehr teuren Material Platin abhängenden Kosten für den Katalysator in der Brennstoffzelle. Senkt man den Platingehalt, sinkt die elektrische Leistung noch schneller. Prof. Peter Strasser von der TU Berlin und seinen Mitarbeitern am Fachgebiet Elektrokatalyse und Materialien ist es in Kooperation mit Wissenschaftlern von BMW einer Medienmitteilung vom 01.10.019 folgend gelungen, in einer autogerechten Wasserstoff-Brennstoffzelle das Katalysator-Trägermaterial chemisch so zu designen, dass trotz eines geringen Platineinsatzes hohe elektrische Leistung erzeugt wird. Ihre Ergebnisse wurden jetzt in Nature Materials*) veröffentlicht. weiterlesen…

„Nicht verstolpern“

CSU verschiebt Beratung von Klimaschutzprogramm

Verkehr in Berlin - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyEigentlich hatte die Bundesregierung geplant, am 02.10.2019 über das Klimaschutzprogramm zu beraten. Doch sowohl das Innen- als auch das Verkehrsministerium (beide CSU geführt) lehnten die im Kabinett vorgesehene Befassung kurzfristig ab, die CSU nahm das Thema von der Tagesordnung – wie zahlreiche Medien berichteten . Man habe es noch nicht lesen können. Außerdem sind umstrittene Teile enthalten. Allerdings wurde der Ergänzungshaushalt zur Finanzierung des Klimapakets – ohne neue Schulden – verabschiedet. weiterlesen…

Plan mit vielen Tücken

EEG-Umlage CDU-Spitze will Ökostrom-Förderung abschaffen

CO2-Rauch-Wasserdampf-Fahne Kraftwerk Reuter-West und Müllverbrennungsanlage, Berlin - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifySchlecht ist die Idee per se nicht: Die CDU-Spitze will in Zukunft keine Förderungen oder Verbote bestimmter Technologien im Energiebereich mehr. Stattdessen müsse die „Leitplanke für unser Energiesystem […] einzig und allein die Reduktion von Treibhausgas-Emissionen als Orientierungsgröße“ sein. So hat es der CDU-Bundesvorstand am 30.09.2019 beschlossen. „Ziel ist, die EEG-Umlage unter Wahrung von Bestandsschutz ganz abzuschaffen“, heißt es auf Seite 15 des Papiers zu einer „Sozialen Marktwirtschaft von Morgen“. Clemens Weiß hat das CDU-Papier für energiezukunft unter die Lupe genommen. weiterlesen…

Elektrochemische Redox-Kühlung

Zwei Vorteile vor Peltier-Kühler

Kühlschrank, klassisch - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyDie hohe Konformationsentropie-Änderung der Fe(CN)63-/4--Redoxreaktion kann als Grundlage für einen kompakten elektrochemischen Kühlschrank genutzt werden. Dieses Gerät ist vergleichbar mit der flüssigen Version eines Peltier-Kühlers*), mit zwei wesentlichen Vorteilen: Erstens ist die Entropieänderung pro Träger (1,5 mV/K) des elektrochemischen Kältemittels mehr als fünmal größer als die von modernen festen thermoelektrischen Materialien; und zweitens kann der flüssige Elektrolyt kontinuierlich von der Kühlverbindung entfernt zugeführt werden, so dass die Joule-Erwärmung im Schüttgut-Element die abgegebene Kühlwirkung nicht beeinträchtigt. (Nature Scientific Reports) weiterlesen…

KI lernt Sprache der Chemie

KI lernt Sprache der Chemie, um Medikamentenherstellung vorherzusagen

Forscher der Universität Cambridge haben einer Medienmitteilung folgend einen maschinellen Algorithmus entwickelt, der die Ergebnisse komplexer chemischer Reaktionen mit einer Genauigkeit von mehr als 90% vorhersagen kann und damit ausgebildete Chemiker übertrifft. Der Algorithmus zeigt Chemikern auch, wie man Zielverbindungen herstellt, indem er die chemische „Karte“ an das gewünschte Ziel liefert. Die Ergebnisse wurden in zwei Artikeln in den Zeitschriften Chemical Communications1und ACS Central Science2 veröffentlicht (Abstracts siehe unten). weiterlesen…

Kohlestrom-Schmutzfink will sauber werden

RWE will 2040 klimaneutral sein – BUND: „Grün anstreichen reicht nicht“

Kein Unternehmen in Europa stößt so viel CO2 aus wie Deutschlands größter Stromproduzent RWE mit seinen Kohlekraftwerken. Das soll sich ändern: Der Energie- und Kohlekonzern will in den kommenden zwei Jahrzehnten seinen Netto-Treibhausgasausstoß auf null drücken. Laut Tagesschau kündigte Vorstandsvorsitzender Rolf Martin Schmitz am 30.09.2019 im Rahmen einer Pressekonferenz am neuen Sitz im Essener Norden an: „Die neue RWE produziert den Strom, der ein nachhaltiges Leben ermöglicht. Bis 2040 wird unser Unternehmen klimaneutral sein.“ Das Ziel will das Unternehmen mit einem dreistufigen CO2-Minderungsplan erreichen. (Foto: Kernkraftwerk Niederaußem (RWE) – © Franziska Vogt für Solartify) weiterlesen…

Öl- und Gasheizungen durch Erdwärme ersetzen

„Abwrackprämie“ und steuerliche Sanierungsförderung nur für Erneuerbare Energien

Die aktuelle Debatte um den Austausch alter Ölheizungen müsse einen Wechsel zu umweltfreundlicher, erneuerbarer Wärme aus Geothermie und anderen erneuerbaren Energien bringen. Der durch die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer und den Unionsfraktionsvize Andreas Jung eingebrachte Vorschlag, Ölheizungen durch Erdgasheizungen zu ersetzen, verschiebe dagegen eine grundlegende Systemtransformation im Heizungsmarkt nur unnötig nach hinten, kritisierte der Bundersverband Geothermie in einer Pressemitteilung vom 37.09.2019 die Regierungsarbeit. weiterlesen…

Molekular produziertes Eiweiß als Alternative zum Schnitzel

Nahrungsmittelproduktion auf molekularer Basis wird Klimagasemissionen aus Land- und Viehwirtschaft drastisch reduzieren

Die intensive industrielle Landwirtschaft zusammen mit der tierquälenden Massentierhaltung sind erheblich an der Aufheizung des Planeten beteiligt. Eine Analyse der Energy Watch Group zeigte vor kurzem auf, dass etwa 18% der globalen Treibhausgasemissionen aus Landwirtschaft und Viehzucht stammen. Diese Zahlen decken sich in etwa mit dem kürzlich veröffentlichten Special Report des IPCC zur Landnutzung, wie Hans-Josef Fell, Päsident der EWG, am 30.09.2019 auf seinem Informationsportal schreibt. weiterlesen…

Mit Untersuchung atmosphärischer Gravitationswellen Wetter- und Klimamodelle verbessern

PNAS: Bis 1960 unklar

Am 03.09.2018 schrieb ein unmotorisiertes Experimental-Segelflugzeug Geschichte, als es in die Stratosphäre flog. Nachdem sie von El Calafate, einer Stadt in der Nähe des südpatagonischen Eisfeldes in Argentinien, aufgebrochen waren, surften die Segelflieger Jim Payne und Tim Gardner auf riesigen, von den Anden ausgehenden Luftwellen. Sie erreichten eine – von keinem anderen unmotorisierten Flugzeug jemals erreichte – Weltrekordhöhe von 23.203 Metern. Es war eine Leistung, die nicht nur durch menschlichen Einfallsreichtum, sondern auch durch die unglaubliche Stärke eines Phänomens ermöglicht wurde, das als atmosphärische Gravitationswellen bekannt ist. Ein Artikel von Adam Mann am 24.09.2019 in den Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS). weiterlesen…