Zur Dialektik des Kohlekompromisses

Die Ergebnisse der Kohlekommission sind beides: klimapolitisch ungenügend und gesamtpolitisch verantwortungsvoll

Dass sich die Kohlekommission nach hartem Ringen auf einen fast einstimmig verabschiedeten Kompromiss verständigt hat, ist ein politischer Fortschritt im zähen Kampf des Kohlelandes Deutschland mit sich selbst. Der Kompromiss ist auch ein Signal zur Handlungsfähigkeit der liberalen Demokratie in den großen und schwierigen Fragen. Daran gab es im Vorfeld berechtigte Zweifel. Gleichzeitig hinterlassen die Ergebnisse einen bitteren Beigeschmack. Jedenfalls bei allen, die vor der Dynamik des Klimawandels und seinen Folgen nicht die Augen verschließen. Ein Kommentar von Gerd Rosenkranz, veröffentlicht von der Heinrich Böll Stiftung am 26.02.2019. – Mit freundlicher Genehmigung – weiterlesen…

CIGS-Dünnschicht-PV Schlüsseltechnologie für globale Energiewende

Neues White Paper von HZB und ZSW

Ein neues Whitepaper der Forschungsinstitute ZSW und HZB zeigt: CIGS-Dünnschicht-Solarzellen besitzen großes Potenzial für Klimaschutz und Wirtschaftswachstum. CIGS-Dünnschichtmodule bieten hohe Leistung zu geringen Kosten, und ihre Herstellung benötigt wenig Energie. Außerdem erlauben CIGS-Module auch ästhetisch anspruchsvolle Gestaltungen in Gebäuden und Fahrzeugen. Damit hat CIGS erhebliche Vorteile gegenüber anderen Technologien. Das neue Whitepaper beschreibt Stärken und Einsatzmöglichkeiten von CIGS und die daraus resultierenden großen Chancen auch für die Wirtschaft. weiterlesen…

Fridays for Future

Schüler protestieren am 15. März weltweit gegen aktuelle Klimapolitik

Auch an den Germanwatch-Standorten Bonn und Berlin setzen sich Schüler aktiv mit der Klimapolitik auseinander. Sie gehen als Teil der globalen Bewegung „Fridays for Future“ regelmäßig auf die Straße. Sie demonstrieren für konsequenten Klimaschutz, einen zügigen Kohleausstieg und eine klimagerechte Zukunft. Sie sind Teil einer schnell wachsenden globalen Jugendbewegung, inspiriert von der Schwedin Greta Thunberg. Am 15. März wollen erstmals Jugendliche in rund 60 Ländern weltweit koordiniert miteinander für ihre durch die Klimakrise bedrohten Grundrechte demonstrieren. Allein in Deutschland sind an dem Tag Demonstrationen in mindestens 150 Orten geplant. Die Germanwatch-Pressemitteilung vom 06.03.2019 im Wortlaut: weiterlesen…

Batterieleistung wird versicherbar

Innovative Leistungsdeckung von Munich Re unterstützt Energiewende

Peter Röder, Mitglied des Vorstands Munich Re: “Die Versicherung von Batterieleistung ist ein wichtiges Puzzlestück für eine CO2-freie Energieversorgung. Erstmals können Hersteller von Batterien das Risiko versichern, dass ihre Produkte nicht die versprochene Leistung liefern. Damit bestätigt Munich RE ihre Pionierrolle bei der Absicherung von klimafreundlichen Technologien.“ weiterlesen…

Das große Bild einer Europäischen Energiewende 2030

Agora Energiewende legt ein Big Picture vor, wie die EU-Klima- und Energieziele erreicht werden können

Bis 2030 werden die Länder der Europäischen Union deutliche Umstellungen im Energiebereich vornehmen müssen, um die EU-Klima- und Energieziele zu erreichen. Diese sehen EU-weit vor, die Treibhausgasemissionen um 40 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren, den Primärenergieverbrauch um mehr als ein Viertel gegenüber 2005 zu verringern, und den Anteil Erneuerbarer Energien am gesamten Endenergieverbrauch auf fast ein Drittel zu steigern. Gleichzeitig sollen die Wirtschaft innovativ, die Industrie wettbewerbsfähig und die Energieversorgung sicher sein sowie die Umstellung sozial gerecht verlaufen. So haben es die EU-Staaten und das Europäische Parlament kürzlich vereinbart. Was diese Ziele konkret bedeuten und wie sie sich sozial ausgewogen und kosteneffizient erreichen lassen, legt Agora Energiewende in der Studie „European Energy Transition 2030: The Big Picture“ dar. weiterlesen…

Autobauer schicken sich in CO2-Vorgaben

BMW will CO2-Ziele erreichen – Daimler auch – Fiat Chrysler kauft sich lieber frei

BMW-Chef Harald Krüger zeigte sich beim Genfer Autosalon laut telebasel.ch zuversichtlich, dass die weißblaue Marke die europäischen CO2-Vorgaben 2021 einhalten werde – Audi-Chef Bram Schot ebenfalls. Es geht dabei unter anderem darum, Strafzahlungen zu vermeiden. Skeptischer klang Zetsche (Daimler) im Handelsblatt. „Wir können das schaffen“, sagte Krüger am 05.03.2019. Aber der nochmals deutlich niedrigere Grenzwert ab 2030 sei „eine dramatische Herausforderung“. weiterlesen…

Greenpeace: Nicht Handeln wird teuer

Verpasst Bundesregierung EU-Klimaziele im Verkehr, werden hohe Ausgleichszahlungen fällig

Nur mit schnell wirksamen Schritten für mehr Klimaschutz im Verkehr kann Deutschland zusätzliche Kosten bis 36 Milliarden Euro vermeiden. Dies ist das Ergebnis einer Kurzexpertise des NewClimate Institute im Auftrag von Greenpeace. Agora Verkehrswende sprach im vergangenen September sogar von 60 Milliarden. weiterlesen…

Spanischer Solarmarkt optimistisch

PV-Zubau fast verdoppelt

In Spanien wurden 2018 nach den vorläufigen Zahlen des Solarstromverbandes UNEF 261,7 MW neue PV-Anlagen installiert – im Vergleich zu den 2017 zugebauten 135 MW eine Steigerung von 94%. Die Zeichen stehen laut einer Medienmitteilung der Intersolar Spain vom 06.03.2019 gut, dass die Schwierigkeiten der spanischen Branche der Erneuerbaren Energien aus den Vorjahren überwunden scheinen. Der spanischen Solarmarkt wird die aktuellen Entwicklungen und Perspektiven einschließlich Corporate Sourcing auf dem ersten Intersolar Summit Spain am 18.06.2019 in Barcelona diskutieren. weiterlesen…

Private Haushalte verschwenden Strom für 9 Mrd. Euro pro Jahr

Stromspiegel 2019: Verbrauch stagniert

Ein Haushalt könne im Schnitt rund 230 Euro Stromkosten pro Jahr sparen. Das zeigt der neue Stromspiegel für Deutschland. Laut Auswertung von rund 226.000 Daten von Privathaushalten stagniere der Stromverbrauch im Vergleich zu den Vorjahren. Hochgerechnet auf ganz Deutschland verschwendeten private Haushalte jährlich 9 Mrd. Euro und seien für unnötige Emissionen von fast 18 Mio. Tonnen CO2 verantwortlich. Damit seien die Ziele für Energiewende und Klimaschutz in Gefahr. Das berichtet co2online in einer Pressemitteilung. weiterlesen…

Kohle, Öl und Gas immer noch viel zu billig

Energiewende braucht Innovationen – und eine CO2-Steuer

Bis 2050 soll das Energiesystem in Deutschland weitgehend treibhausgasneutral sein. Das sieht der Klimaschutzplan der Bundesregierung vor. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen innovative Technologien und Geschäftsmodelle einen entscheidenden Beitrag leisten, empfiehlt die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI). Und das Rad muss auch nicht neu erfunden werden: „Viele wichtige Technologien und Geschäftsmodelle sind heute schon marktreif“, heißt es im aktuellen EFI Gutachten 2019. Ein Durchbruch bleibe aber aufgrund des zu niedrigen Preises für CO2 und regulatorischer Vorgaben aus. Joschua Katz hat den dringenden Handlungsbedarf aus Expertensicht für das Portal energiezukunft beleuchtet. weiterlesen…