Photovoltaik-Ausbau geht in allen Bundesländern voran

Berlin und Saarland sind gemessen an der Fläche Spitzenreiter

Die im AEE-Portal Föderal Erneuerbar neu veröffentlichten Daten zur Verteilung des Photovoltaik-Ausbaus in den Bundesländern zeigen, dass Solarstrom längst kein Thema mehr nur für den Süden Deutschlands ist, sondern dass mittlerweile alle Bundesländer relevante Ausbauzahlen beisteuern. Dennoch bleibt die neu installierte Gesamtleistung weiterhin hinter den Zielen der Bundesregierung zurück, wie die Agentur für Erneuerbare Energien am 14.03.2018 mitteilte. In absoluten Zahlen sind Bayern und Baden-Württemberg weiter Spitzenreiter beim Zubau, ihr Anteil ist jedoch deutlich geringer als in früheren Jahren. Gemessen an der Landesfläche wurde 2017 die meiste Solarleistung in Berlin und im Saarland installiert. weiterlesen…

Deutsche Energiewende weit abgeschlagen

Neuer Energiewende-Index von World Economic Forum und McKinsey: Im europäischen Vergleich hinkt Deutschland hinterher

Beim Thema Energiewende hat Deutschland im internationalen Vergleich seine Vorreiterrolle verloren. Trotz stabiler politischer Rahmenbedingungen und hoher Wirtschaftskraft wird das zentrale Klimaziel – die Reduktion des CO2-Austoßes bis 2020 im Vergleich zu 1990 um 40% –klar verfehlt. Gleichzeitig liegen die Strompreise für Haushalte und Industrie in Deutschland um rund 50% über dem Durchschnitt von 114 untersuchten Ländern. Zu diesem Ergebnis kommt der neue globale Energiewende-Index (Energy Transition Index, ETI), der am 14.03.2018 beim Weltwirtschaftsforum (WEF on Latin America) in São Paulo (Brasilien) vorgestellt wurde. Die Unternehmensberatung McKinsey & Company hat dafür in Zusammenarbeit mit dem World Economic Forum (WEF) den Status der Energiewende in 114 Ländern anhand von 40 Indikatoren ermittelt. weiterlesen…

„Klimaklage“: RWE scheitert erneut

RWE-Anwälte haben zum zweiten Mal erfolglos versucht, den Beweisbeschluss des OLG Hamm anzufechten

Die Germanwatch übt deutliche Kritik am Verhalten der RWE AG und ihrer Anwälte in dem Verfahren Lliuya gegen RWE vor dem Oberlandesgericht Hamm. In dem als „Klimaklage“ bekannt gewordenen Fall versucht das beklagte Unternehmen offenbar, die bereits im November angeordnete Beweisaufnahme so lange wie möglich zu verzögern. Das Gericht hat nach der deutlich und in vollem Umfang zurückgewiesenen ersten „Gegenvorstellung“ nun auch eine zweite „Gegenvorstellung“ klar zurückgewiesen. Gutachter für die Beweisaufnahme wurden seitens RWE jedoch nach Informationen von Germanwatch noch immer nicht vorgeschlagen. weiterlesen…

Auch dezentrale Energiewende braucht Netzausbau

Geplanter Netzausbau bleibt trotz vermehrter Speicher und Flexibilitätsoptionen notwendig

Auch eine dezentrale Stromerzeugung kommt nicht ohne die bis 2030 geplanten rund 4.000 Kilometer neuen Stromtrassen aus. Das ist die wichtigste Erkenntnis der am 13.03.2018 vorgestellten Studie „Dezentralität, Regionalisierung und Stromnetze – Studie über Annahmen, Narrative und Erkenntnisse“, die das Öko-Institut e.V. im Auftrag der Renewables Grid Initiative (RGI) erstellt hat. Die Studie greift damit ein heiß diskutiertes Thema auf: Insbesondere von neuen Leitungen betroffene Anwohner fragen sich, ob der Netzausbau mit einem dezentraleren Stromsystem, mehr Windkraft in Süddeutschland sowie Speichern nicht deutlich geringer ausfallen könnte. weiterlesen…

Städte stoßen drei Viertel des Kohlendioxids aus

Studie: Erst Konsum anschauen – dann Schuld für Erderwärmung zuweisen!

Die Emissionen der Produkte, die von Stadtbewohnern in anderen Ländern gekauft werden, sollen Experten zufolge deren Emissionen zugerechnet werden. Nach den Ergebnisse der im Rahmern einer UN-Konferenz in Edmonton präsentierten Studie machen Städte schätzungsweise 75 Prozent der CO2-Emissionen aus, wobei Herstellerländer wie China und Indien zu den führenden Emittenten von Treibhausgasen zählen. weiterlesen…

Batterien funktionieren bei -70°

Mit organischen Elektroden und Elektrolyt auf Ethylacetat-Basis

Es ist ein weit verbreitetes Phänomen, dass Lithium-Ionen-Batterien (LIBs) auf Basis von Verbundelektroden schlechte Leistungen zeigen, wenn die Temperatur unter 0 °C sinkt – dafür gelten die unzureichende Ionenleitfähigkeit und das Einfrieren des Elektrolyten allgemein als Hauptgründe. Dazu entwickelten fünf Forscher der Fudan-Universität in Shanghai einen Elektrolyten auf Ethylacetatbasis, der bei der extrem niedrigen Temperatur von -70°C ausreichende Ionenleitfähigkeit aufweist. Ihre Arbeit haben sie in der Wissenschaftszeitung Joule veröffentlicht. weiterlesen…

Auf dünnem Eis in der warmen Arktis

Warmer Arktiswinter bricht alle Rekorde

Noch eine Hiobsbotschaft aus der Arktis (nach solarify.eu/neuer-minus-rekord-aus-der-arktis): Nie maßen Forscher in einem Februar eine kleinere Eisdecke auf dem Nordpolarmeer als jetzt. So warm wie in diesem Winter war es in der Arktis seit dem Beginn der Messungen noch nie und das Meereis in der Arktis schwindet weiter: Seit Satelliten in den 1970er Jahren die weiße Kappe über dem Nordpolarmeer im Blick haben, war die Fläche in keinem einzigen Februar so klein wie dieses Jahr. Grund dafür sind Warmlufteinbrüche, die nicht nur häufiger kommen, sondern auch stärker werden und weiter nach Norden dringen, wie die Wissenschaftler des Alfred-Wegener Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven am 08.03 2018 mitteilten. Durch ungewöhnlich hohe Temperaturen im Februar mit Werten über dem Gefrierpunkt schrumpfte die Eisdecke auf dem Nordpolarmeer zu einem weiteren Rekordtief. weiterlesen…

Deal der Elefanten

eo.n kauft (und zerschlägt?) innogy

Offenbar sei der erzwungene Abgang von Innogy-Vorstandschef Peter Terium Ende 2017 „nur das Vorbeben zur Nachricht vom Wochenende“ gewesen, schreibt der Tagesspiegel-Background: e.on und RWE wollen jetzt nichts Geringeres als die deutsche Stromwirtschaft neu planen – wenn die deutschen und EU-Kartellbehörden zustimmen. Die höchstgerichtlich verordnete Rückzahlung der Brennelementesteuer hat ein wenig Liquidität in die Kassen, der eigentlich hoch verschuldeten Energieriesen gespült – die gibt vor allem RWE sofort aus. Weil sie sich in ihrer gegenwärtigen Verfasstheit im europäischen Maßstab nicht stark genug finden, wollen sie sich spezialisieren – „e.on auf das stabile Netzgeschäft, RWE auf das riskantere und wettbewerbsintensivere Business mit den Erneuerbaren. Was aus der Innogy wird, ist offen“ (T-Background). weiterlesen…

Die Klimaschutzlüge

Koalitionsverhandlungen offenbarten fehlendes Interesse an Umsetzung des Pariser Abkommens
Fachaufsatz von Volker Quaschning in erneuerbareenergien

Auch Monate nach der Bundestagswahl wissen wir nicht, wohin eine künftige Regierung in den Themen Energiewende und Klimaschutz steuert. Immerhin: Mit Ausnahme der AfD, die sogar einfache physikalische Hintergründe des Klimawandels nicht verstanden hat, stehen offiziell alle relevanten Parteien zum Klimaschutz. Selbst bei der FDP findet sich im Wahlprogramm der Satz: „Grundlage unseres Handelns ist … das Pariser Klimaschutzabkommen.“ Wirksame Maßnahmen dazu? Bislang Fehlanzeige. weiterlesen…

Abgas-Betrug kostet 1,2 Mrd KFZ-Steuer

Gesamt-EU: Von 2010 bis 2016 46 Mrd. Euro

Die Abgastricksereien der Autohersteller haben den EU-Ländern Steuermindereinnahmen in Milliardenhöhe beschert. Allein der deutsche Fiskus hat einer im Internet verfügbaren Studie im Auftrag der Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament zufolge 1,2 Milliarden Euro weniger KFZ-Steuer eingenommen, weil Abgaswerte häufig zu niedrig angegeben wurden. weiterlesen…