Auszeichnung für Glas-Glas-Module

Solarwatt erhält als erster deutscher Modulhersteller “Cradle to Cradle”-Zertifizierung

Nach eigenen Angaben ist der Dresdner Modulhersteller Solarwatt der erste deutsche PV-Produzent, der – so Sandra Enkhardt im pv magazine am 25.07.2022 – das Nachhaltigkeitszertifikat „Cradle-to-Cradle“ für seine Glas-Glas-Module aus Dresdner Herstellung bekam – in Silber, wobei der komplette Prozess von der Materialbeschaffung bis zum Recycling überprüft wird. Die Solarmodule des sächsischen Unternehmens gelten damit über den gesamten Kreislauf betrachtet als besonders nachhaltig – von der Materialbeschaffung bis hin zum Recycling. Solarwatt reagiert mit dieser Zertifizierung auf das wachsende Interesse an nachhaltigen Solarmodulen in Europa. weiterlesen…

PV-Kreislauf: Reduzieren, wiederverwenden

Solar-PV-Recyclingmarkt soll bis 2030 2,6 Milliarden Euro wert sein

Die Nachfrage nach recycelten PV-Komponenten wird in den kommenden Jahren sprunghaft ansteigen, da die Zahl der Installationen zunimmt und ein Versorgungsengpass droht. Eine Analyse von Rystad Energy, einem ein unabhängiges Energieforschungs- und Business Intelligence-Unternehmen mit Hauptsitz in Oslo, Norwegen. vom 06.07.2022 zeigt, dass recycelbare Materialien aus PV-Modulen am Ende ihrer Lebensdauer im Jahr 2030 einen Wert von mehr als 2,6 Milliarden Euro haben werden, während es in diesem Jahr nur 167 Millionen Euro sind. weiterlesen…

IEA: Welt-Wasserstoff-Kraftwerk Afrika?

Globale Energiekrise bietet Afrika Chancen zum Ausbau regenerativer Energien – zwei Texte dazu

Afrikas reichlich vorhandene Sonnen- und Windenergie könnte es zu einem globalen Zentrum für die Produktion von kohlenstoffarmem Wasserstoff machen, so die Internationale Energie-Organisation IEA in ihrem im Juni erschienen Africa Energy Outlook 2022. „Wasserstoff ist ein energiereiches Element, das die Atmosphäre nicht erwärmt, wenn es als Brennstoff verwendet wird“, heißt es in einer einschlägigen Medienmitteilung des Weltwirtschaftsforums (WEF) vom 21.07.2022. „Afrika könnte jährlich 5.000 Megatonnen Wasserstoff produzieren, so viel, wie die aktuelle Gesamtenergieversorgung der Welt“, so die IEA. Etwa 600 Millionen Menschen – 43 % der Bevölkerung Afrikas – haben derzeit keinen Zugang zu Elektrizität. weiterlesen…

Transportwiderstand begrenzt Leistung organischer Solarzellen

Bessere Energie-Ausbeute durch Verständnis des Leistungsverlusts

Eine gemeinsame Forschungsarbeit der TU Chemnitz und mehrerer Partneruniversitäten zeigt, wie langsame Elektronen den Wirkungsgrad neuartiger organischer Solarzellen verringern. Herkömmliche Solarzellen sind inzwischen hoch entwickelt und werden bereits in großem Umfang eingesetzt. Die Herstellung ist jedoch aufwändig, denn sie erfordert ein Hochvakuum mit hohen Temperaturen. So kann es bis zu fünf Jahre dauern, bis die für die Produktion eingesetzte Energie durch den Betrieb kompensiert ist. Dagegen können Solarzellen auf Basis organischer Halbleiter energie- und kostensparend gedruckt werden. Begrenzungen des Wirkungsgrades müssen allerdings näher beleuchtet werden. Ein Forschungsteam unter der Leitung der Professur Physik: Optik und Photonik kondensierter Materie der Technischen Universität Chemnitz (Leitung: Prof. Carsten Deibel) hat untersucht und am 01.07.2022 open access in Nature Communications publiziert, welche Hauptfaktoren für die Leistungsbegrenzung organischer Solarzellen entscheidend sind. (Foto: Optik und Photonik kondensierter Materie – © TU Chemnitz Professur Physik) weiterlesen…

Grünstrom deutlich billiger als fossiler

IRENA berichtet über Kosten für erneuerbare Stromerzeugung 2021

Die Wettbewerbsfähigkeit der Erneuerbaren Energien hat sich 2021 weiter verbessert – so der IRENA-Bericht „Stromerzeugungskosten aus Erneuerbaren Energien 2021„. Daten aus der IRENA-Datenbank zu den Kosten Erneuerbarer Energien und Analysen der jüngsten Trends im Energiesektor bestätigen ihre wesentliche Rolle auf dem Weg zu einer erschwinglichen und technisch machbaren Netto-Null-Zukunft: Die global gewichteten Durchschnittskosten für neu in Betrieb genommene PV-, Onshore- und Offshore-Windkraftprojekte sind 2021 gesunken. Dies geschah trotz steigender Preise für Rohstoffe und Anlagen für Erneuerbare Energien, da sich diese Kostensteigerungen erst mit erheblicher Verzögerung in den installierten Gesamtkosten der Projekte niederschlagen. weiterlesen…

400 GWh Batteriekapazität aus Deutschland

Europäische Batteriezellfertigung: Verzehnfachung der Produktionskapazitäten bis 2030

Das Fraunhofer ISI erstellt im Rahmen der BMBF-geförderten Begleitmaßnahme „BEMA 2020 II“ – Begleitmaßnahme zur Förderinitiative Batteriematerialien für zukünftige elektromobile, stationäre und weitere industrierelevante Anwendungen (Batterie 2020) – regelmäßige Forecasts zu den in Europa entstehenden Batteriezell-Produktionskapazitäten. Aktuelle Zahlen vom verdeutlichen, dass am Ende des Jahrzehnts in Europa die Produktionskapazitäten auf bis zu 1,5 TWh ansteigen könnte – wobei der mit knapp 400 GWh größte Anteil aus neuen Produktionsstätten in Deutschland stammen könnte. (Grafik: Bis 2030 in Europa geplante gesamte Batteriezellproduktionskapazitäten – © Fraunhofer ISI) weiterlesen…

Dank Asparagopsis klimafreundliche Wiederkäuer

Alge als Methanbremse

Rinder und Schafe tragen einen wesentlichen Teil zur Klimaerwärmung bei. In ihren Mägen entstehen beim Wiederkäuen durch Gärprozesse Methan und andere Klimagase. Dafür verantwortlich sind Mikroorganismen im Magen und Darm der Tiere. Laut der australischen Forschungsagentur CSIRO ist das Methan, das die Tiere ausstoßen, so beispielsweise für zehn Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen Australiens verantwortlich. Zudem haben die Emissionen aus der Nutztierhaltung eine deutlich stärkere Treibhauswirkung als Kohlendioxid – Methan ist 25-mal stärker, Lachgas sogar 298-mal – so ein Artikel im Berliner Tagesspiegel vom 20.07.2022. weiterlesen…

Climeworks wird Microsofts erster langfristiger Dienstleister

10-Jahresvertrag für technologiebasiertes Carbon Dioxide Removal

Climeworks, im vergangenen Jahr als Teil von Microsofts Carbon Removal Portfolio auserwählt, hat laut einer Medienmitteilung vom 13.07.2022 einen neuen Carbon Dioxide Removal (CDR)-Abnahmevertrag mit einer Laufzeit von 10 Jahren abgeschlossen. Solche langfristigen Vereinbarungen sind für die Skalierung von CDR von entscheidender Bedeutung, da sie beiden Vertragsseiten Planungssicherheit bieten und den breiteren Einsatz solcher Lösungen beschleunigt. Vor allem im Fall von Direct Air Capture (DAC) fördern Mehrjahresverträge die langfristige Finanzierung und unterstützen damit nicht nur die Verbreitung der Technologie, sondern des gesamten damit verbundenen Ökosystems. weiterlesen…

„Immer wieder die gleichen Fehler in Untersuchungen zu Wasserstoffpipelines“

Merkwürdige Verzerrung der Realität

Einer Reihe jüngster Untersuchungen und Beiträge hätten eine merkwürdige Verzerrung der Realität zum Ausdruck gebracht, die von Lobbyisten der Öl- und Gasindustrie stark unterstützt werde, so Michael Barnard am 11.07.2022 im Magazin CleanTechnica. Die Behauptung: Gaspipelines transportierten viel mehr und viel billiger Energie als die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ). Barnard meint, das sei unter bestimmten Umständen tatsächlich wahr. Nur: In einer dekarbonisierten Welt sei es völlig falsch. weiterlesen…

Europäisches Forschungsprojekt “Reincarnate” will Bauabfälle um 80 Prozent reduzieren

Bau- und Abbruchabfälle machen 25-30 Prozent des gesamten Abfalls in Europa aus

Die Bauindustrie zählt in Europa zu den größten Abfallproduzenten und ist für ca. zehn Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich. Ein internationales Konsortium will dies durch innovative Circular-Economy-Lösungen ändern. Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) bringt nach eigenen Angaben in „Reincarnate“ ihre Expertise zum Recycling von Baustoffen ein. weiterlesen…