BMUV gefährdet Klimaziele und Versorgungssicherheit

Offener Brief von DWV und VDMA

In einem gemeinsamen Offenen Brief an Umweltministerin Steffi Lemke appellierten die Branchenverbände Deutscher Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband (DWV) und Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am 29.07.2022 an das BMUV, schnellstmöglich mit dem unverzüglichen Erlass der 37. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung zur Anrechnung von strombasierten Kraftstoffen und mitverarbeiteten biogenen Ölen auf die Treibhausgasquote) – kurz „37. BImSchV“ den Weg für eine wirtschaftlich tragfähige Substitution von Erdgas durch erneuerbaren Wasserstoff frei zu machen und gleichzeitig die Emissionen im Verkehr zu senken. weiterlesen…

München wird „Zero Waste“-Stadt

Wuppertal-Konzept soll Müllaufkommen verringern und Ressourcen schonen

Ab dem 28.07.2022 hat die Menschheit alle Ressourcen der Erde für dieses Jahr verbraucht. Der Earth Overshoot Day, auch Erdüberlastungstag (siehe: solarify.eu/erdueberlastungstag-ressourcen-fuer-2022-verbraucht) genannt, rückt – sieht man von den beiden Corona-Jahren ab – jedes Jahr einige Kalenertage nach vorn. Um diesem negativen Trend entgegenzuwirken, hat der Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) in Zusammenarbeit mit dem Wuppertal Institut, Stakeholder Reporting, Prognos und rehab republic e. V. ein Zero-Waste-Konzept für die Landeshauptstadt München ausgearbeitet. Das ambitionierte Ziel: Das Münchener Müllaufkommen soll sich deutlich verringern und Ressourcen geschont werden. weiterlesen…

Heizbedarf mit recycelter Wärme decken

Studie zeigt, wie Hitze aus dem Boden zum Heizen recycelt werden könnte

Die angestaute Wärme im Erduntergrund hat großes Potenzial für die Wärmeversorgung. Die durch Verstädterung, Industrialisierung und Klimawandel erzeugte Hitze könnte mit flachen Geothermiesystemen erschlossen werden und über Jahrzehnte hinweg nahezu den kompletten Wärmebedarf in vielen Regionen der Welt decken. Das zeigt ein internationales Forschungsteam von Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), KIT Karlsruhe und Dalhousie University in Halifax, Kanada, in der Untersuchung ‚Wärmerückgewinnung aus dem oberflächennahen Bereich ist eine nachhaltige Alternative zur globalen Raumheizung‘, die soeben open access in Nature Communications veröffentlicht wurde. weiterlesen…

NRW 2030: Von der fossilen Vergangenheit zur zirkulären Zukunft

Studie zur wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit Nordrhein-Westfalens erschienen

Nordrhein-Westfalen verfügt wie kaum eine Industrieregion weltweit über die notwendigen Potenziale durch zirkuläre Wertschöpfung sowohl zum Klima- und Ressourcenschutz als auch zum Erhalt seiner wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit beizutragen. Zu diesem Schluss kommt die vom Wirtschaftsministerium NRW beauftragte Studie „NRW 2030: Von der fossilen Vergangenheit zur zirkulärem Zukunft“, die koordiniert vom Wuppertal Institut zusammen mit SYSTEMIQ und der Circular Valley Stiftung durchgeführt wurde. weiterlesen…

BDE weiter auf Kurs in Richtung Kreislaufwirtschaft

Trotz Earth Overshoot Day für Transformation

Anlässlich des diesjährigen Erdüberlastungstages am 28. Juli plädiert der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft BDE trotz der aktuellen Entwicklungen für einen klaren Kurs in Richtung Kreislaufwirtschaft. Nach Ansicht des Verbandes ist eine konsequente Transformation zur Circular Economy das richtige Mittel, weil sie konsequent auf CO2-Reduzierung setzt. weiterlesen…

Heute ist Erdüberlastungstag: Ressourcen für 2022 verbraucht

Drei Erden wären nötig

Es ist ein alter Hut, verschlimmert sich aber ständig: „Wir Menschen leben nicht nachhaltig,“ so das Umweltbundesamt (und viele NGO) in einer Medienmitteilung vom 26.07.2022. Der Earth Overshoot Day am 28.07.2022 markiert das Datum, an dem die Menschheit alle biologischen Ressourcen verbraucht hat, die die Erde im Laufe eines Jahres regeneriert, so Berechnungen des Global Footprint Network. Es muss mehr für Klima- und Ressourcenschutz getan werden. Hierzu können neben der Politik auch Verbrauchern beitragen. (Grafik: Earth Overshoot Days 2022 – Grafik © footprintnetwork) weiterlesen…

BaWü-Verkehrsministerium fördert Weiterentwicklung der CO2-Abscheidung

Negative Emissionen mit „Direct Air Capture Technologien aus Baden-Württemberg“

Der hohe CO2-Ausstoß ist eine der Hauptursachen für Klimawandel und Erderwärmung. Das Direct Air Capture-Verfahren (DAC) soll die Produktion klimaschonender Kraftstoffe ermöglichen. Auch für die heimische Industrie sieht die Landesregierung Chancen und fördert ein Forschungsprojekt zur Filterung von CO2 aus der Luft. Verkehrsminister Winfried Hermann: „Für die Produktion von strombasiertem Kerosin als klimaschonendem Treibstoff werden große Mengen CO2 benötigt. Daher müssen gängige Direct-Air-Capture-Technologien zur Gewinnung von CO2 aus der Luft weiterentwickelt und effizienter werden, sowohl im Hinblick auf die Filtermengen als auch auf den Energieeinsatz.“ (Bild: Synthetische Kraftstoffe: Zapfhähne für OME H2 und Solarstrom – © PPP Schlögl, MPI CEC) weiterlesen…

Eisenbahnwaggon sammelt CO2 ein

Billiger als DAC – auch effektiver?

Die direkte Abscheidung von Kohlendioxid aus der Umwelt wird zunehmend zu einer dringenden Notwendigkeit, um die Auswirkungen des Klimawandels abzumildern. Der hohe Energiebedarf erfordert jedoch kreative Umsetzungsstrategien, um die Abzweigung der bereits knappen konventionellen Ressourcen für diesen Zweck zu minimieren. Um diese Probleme zu lindern, müssen kreative Umsetzungsstrategien entwickelt werden, um die Hürde für die wirtschaftliche Anwendbarkeit von DAC-Systemen zu senken, damit sie auf breiter Basis eingesetzt werden können. Forscher aus Sheffield und Toronto glauben, die Antwort zu haben. (Bild: DAC-Waggon zur CO2-Abscheidung – © CO2Rail-Car Company) weiterlesen…

KFZ-Umweltbonus wird konsequent auf Klimaschutz ausgerichtet

Habeck: „Ab Januar 2023“- Kritik aus der Autoindustrie

Die Bundesregierung richtet laut einer Medienmitteilung vom 26.07.2022 die Förderung von Elektrofahrzeugen neu aus. Wie im Koalitionsvertrag vereinbart, soll sich die Förderungen für elektrische Fahrzeuge ab 01.01.2023 nur noch auf Kraftfahrzeuge konzentrieren, die nachweislich einen positiven Klimaschutzeffekt haben, also auf auf batterie- und brennstoffzellenbetriebene Fahrzeuge. Die Reduzierung der E-Auto-Förderung wird von der Autoindustrie scharf kritisiert. Aus der Politik und von Umweltverbänden kommen hingegen Forderungen nach weitergehenden Maßnahmen. weiterlesen…

DIW: Ampel-Monitor – Energiewende zu langsam

Energie-Ziele der Ampel-Koalition – wo wir heute stehen

Mit einem dynamischen Online-Monitor zeigt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW-Berlin) von nun an, wie es um den Ausbau Erneuerbarer Energien steht. Die Daten zeigen: Die Energiewende wird zu langsam umgesetzt, um die Ziele für 2030 zu erreichen. Die Bundesregierung hat sich eine Reihe konkreter Ziele gesetzt, aber viele davon beziehen sich auf das Jahr 2030, in manchen Bereichen sind sie auch längerfristig bis zum Jahr 2045 formuliert. (Grafik: Geschwindigkeit der Energiewende in den vergangenen 12 Monaten – © DIW-Wochenbericht 27/2022) weiterlesen…