Osterpaket beschlossen

EE zu Land und zu Wasser werden gefördert

Der Bundestag hat ein umfangreiches energie- und klimapolitisches „Osterpaket“ beschlossen, das insgesamt sieben Gesetze enthält und dafür sorgen soll, dass bis 2030 80 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien kommen (tagesschau.de). Die Ausbauziele für Solar- und Windenergie sowohl an Land als auch auf See werden nun entsprechend angehoben. Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) sagte, das Paket sei das größte im Energiebereich der letzten Jahrzehnte. Damit würden notwendige und dringend erforderliche Veränderungen umgesetzt. Die Gesetze passierten am 08.07.2022 den Bundesrat.
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SPD: „Energiepolitische Weichenstellungen“

Ampel-Koalition beschließt Ersatzkraftwerkebereithaltungsgesetz

Der Deutsche Bundestag hat ein weiteres Instrument (mit einem Wortungetüm als Namen) zur Sicherung der Energieversorgung auf den Weg gebracht – so die SPD-Sprecher. Nina Scheer, die Klimaschutz- und energiepolitische Sprecherin ihrer Partei, sieht dadurch die Versorgungssicherheit gestärkt. Berichterstatter Andreas Rimkus bekennt offen, mit dem Gasspeichergesetz, dem LNG-Beschleunigungsgesetz und dem Energiesicherungsgesetz beschließe man nun schon „das vierte Krisengesetz im Bereich der Energieversorgung, von dem wir wünschten, wir würden es nicht benötigen“. weiterlesen…

Wasserstoff-Pilotanlage erstes Projekt seiner Art in deutscher Stahlindustrie

Apex baut HyBit Bremen für ArcelorMittal

Die Apex-Group (Rostock) wird im Auftrag von EWE und swb im Bremer Stahlwerk von ArcelorMittal einen Elektrolyseur zur Wasserstoff-Produktion mittels Ökostrom errichten. Mit dem laut Apex bundesweit ersten Projekt soll das Stahlwerk als einer der größten CO2-Emittenten Bremens auf Wasserstoff umgestellt werden, teilte das Laager Unternehmen am 06.07.2022 mit. weiterlesen…

1. Halbjahr 2022: 50 % EE

ZSW und BDEW legen aktuelle Berechnungen vor: Rund die Hälfte des Stromverbrauchs gedeckt

Im ersten Halbjahr 2022 haben Erneuerbaren Energien rund 49 Prozent des Bruttoinlandstromverbrauchs gedeckt. Das zeigen vorläufige Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Der Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch lag damit sechs Prozentpunkte höher als im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres. weiterlesen…

Shell in Albanien angeblich vor „bahnbrechender Entdeckung“

Zeitung Politiko: Präsident blufft

Der niederländische Energieriese Shell stehe kurz vor der Entdeckung bedeutender Gas- und Ölvorkommen in Albanien, erklärte Premierminister Edi Rama am 04.07.2022 gegenüber niederländischen Journalist:innen – eine Entwicklung, die laut Rama die Zukunft der Energieversorgung in Europa verändern könnte. 2018 schloss der niederländische Ölkonzern mehrere millionenschwere Verträge zur Erkundung von Regionen Albaniens nach Gas und Öl ab. Im Laufe der Jahre wurden mehrere vielversprechende Funde gemacht, darunter ein großes Ölvorkommen und bedeutende Gasvorkommen, die im Süden des Landes vermutet werden – so EURACTIV am 06.07.2022. Die Zeitung Politiko widerspricht. weiterlesen…

EU-Parlament stimmt pro Atom und Gas ab

Taxonomie: Notwendige Mehrheit für Ablehnung des Kommissionsvorschlags nicht erreicht

Das Europäische Parlament hat einen Antrag abgelehnt, der sich gegen die Einbeziehung von Kernkraft und Gas als ökologisch nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten aussprach. Zu wenige Abgeordneten fanden sich zusammen um Einwände gegen den Delegierten Rechtsakt der Kommission zur Taxonomie zu erheben, der vorsieht, bestimmte Tätigkeiten im Bereich der Kern- und Gasenergie unter bestimmten Bedingungen in die Liste der umweltverträglichen Wirtschaftstätigkeiten aufzunehmen, die von der so genannten EU-Taxonomie abgedeckt werden. (Foto: Plenum des EU-Parlaments Straßburg – © David Iliff – Eig. Werk, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Wasserstoff aus Methanol treibt Schiffe an

Alternative Schiffsantriebe

Der Schiffsverkehr gehört zu den am schnellsten wachsenden Quellen für Treibhausgase. Schiffsbauer und Betreiber suchen daher nach alternativen, umweltfreundlichen Antrieben. Forschende des Fraunhofer-Instituts für Keramische Technologien und Systeme IKTS in Dresden und Hermsdorf haben gemeinsam mit Partnern das Antriebskonzept „HyMethShip“ entwickelt, bei dem Wasserstoff aus Methanol gewonnen wird. Die Technik benötigt keine großen Wasserstofftanks an Bord und ist daher deutlich sicherer. In Zukunft könnte sie auch für Kreuzfahrtschiffe interessant sein. weiterlesen…

Mythen der Circular Economy gehören der Vergangenheit an

Sammelband für Entscheider und Macher in Industrie, öffentlichem Sektor, Zivilgesellschaft und Wissenschaft

Am 01.07.2022 wurde der Sammelband Mythen der Circular Economy mit 20 Beiträgen von Autoren aus Wissenschaft und Praxis open access veröffentlicht. Herausgegeben wurde er unter anderem von Alexa Böckel (Research Associate von Samanthi Dijkstra-Silva, Carlowitz Juniorprofessur für Nachhaltigkeitsbewertung und -politik) und Ilka Weissbrod (Strategic Research Partner der Carlowitz Juniorprofessur) der Technischen Universität Dresden. (Buchtitel: Mythen der Circular Economy – © Alexa Böckel, Jan Quaing, Ilka Weissbrod, Julia Böhm (Hrsg.)) weiterlesen…

Meeresschutz alternativlos für Zukunft des Planeten

Ocean Care zieht Bilanz der zweiten UNO-Ozeankonferenz

In Lissabon ging am 01.07.2022 die zweite UNO-Konferenz zum Schutze der Ozeane (UNOC) zu Ende. Die internationale Meeresschutzorganisation OceanCare bilanziert in einer Medienmitteilung. Die Ergebnisse kursorisch: Unterwasserlärm – obligatorische Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung von Schiffen sind entscheidend, um Schifffahrtsunternehmen gleiche Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten; Plastikverschmutzung – die Gesetzgeber sind am Zug, um die Plastikproduktion deutlich zu reduzieren (SDG12) und den endlosen Fluss von Plastik in unsere Ozeane zu unterbinden (SDG14); Tiefseebergbau – Ermutigende Schritte in Richtung eines Moratoriums für den Tiefseebergbau. weiterlesen…

BUND: „Subventionierung der Wasserkraft schadet Flüssen“

Kein Beitrag zum Ausbau der Erneuerbaren

Anlässlich der Einigung der Regierungskoalition auf die Einstufung der Wasserkraft im „überragenden öffentlichen Interesse“ im Rahmen der EEG-Novelle übte Olaf Bandt, Vorsitzender der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) scharfe Kritik an dem Beschluss: „Wasserkraftwerke machen Flüsse zu Stehgewässern. Sie verändern das ganze Ökosystem. Die Einstufung der Wasserkraft im überragenden öffentlichen Interesse ist daher ein verheerendes Signal für den Schutz der aquatischen Biodiversität. Denn die Artenvielfalt in den Fließgewässern ist besonders von der Biodiversitätskrise betroffen.“ Auch ein Bioenergieverband protestiert gegen Vernachlässigung. weiterlesen…