Wertschätzen statt Wegwerfen

Wenn wir etwas nicht mehr brauchen, werfen wir es weg: 7 Mrd.t pro Jahr

Die Folge: Über sieben Milliarden Tonnen Abfall fallen laut Umweltprogramm der Vereinten Nationen weltweit jedes Jahr an, davon über zwei Milliarden Tonnen Siedlungsabfall. Für uns – egal ob Staat, Unternehmen oder Bürger – heißt das: Wir müssen neue Wege gehen. Viele eingefahrene Strukturen und liebgewonnene Verhaltensweisen müssen auf den Prüfstand gestellt werden – fordert das BMUV in einer Medienmitteilung vom 01.07.2022. Wie können Unternehmen nachhaltiger produzieren? Benötigen wir Einweg-Artikel wie Coffee-to-Go-Becher oder Plastikteller? Ziel ist die Kreislaufwirtschaft statt der Wegwerfgesellschaft. weiterlesen…

BEE: Erneuerbare müssen für französische Atomkraft einspringen

Aus Wassermangel nicht genügend kühlbar – Breton: „Deutsche AKW länger laufen lassen!“

Im ersten Halbjahr 2022 hat Deutschland massiv Strom nach Frankreich exportiert. Das ergab eine BEE-Analyse der Exportverläufe der letzten sechs Jahre. „Technisch bedingte Ausfälle und zuletzt auch die warmen Temperaturen haben der vermeintlich zuverlässigen Atomkraft stark zugesetzt“, so BEE-Präsidentin Simone Peter. „Jetzt müssen Erneuerbare-Energien-Anlagen aus Deutschland den angeschlagenen Atomkraftwerken verstärkt unter die Arme greifen und Strom nach Frankreich liefern.“ weiterlesen…

Hochhäuser als Batterien

Ilasa-Forscher des IIASA entwickelten neues Energiespeicherkonzept

Da die Kosten für die Erzeugung erneuerbarer Energien wie Wind- und Solarenergie rapide sinken, besteht ein wachsender Bedarf an Energiespeichertechnologien, um sicherzustellen, dass Stromangebot und -nachfrage im Gleichgewicht sind. Forscher des IIASA haben ein neues Energiespeicherkonzept entwickelt, mit dem hohe Gebäude in Batterien umgewandelt werden könnten, um die Stromqualität in städtischen Gebieten zu verbessern. weiterlesen…

AEE: Erneuerbar statt atomar!

Metaanalyse wertet Szenarien für erneuerbares Energiesystem nach Atomausstieg aus – Wiedereinstieg wäre Irrweg

2022 besiegelt planmäßig den deutschen Atomausstieg, doch vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges werden wieder Rufe nach einer Laufzeitverlängerung für die letzten drei AKW laut. Die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) zeigt in einer Metaanalyse vom 29.06.2022, dass Atomkraft im zukünftigen Energiesystem weder notwendig noch rentabel ist. weiterlesen…

Antwort eines Branchenverbandes auf die „Recyclinglüge“

Mission impossible oder Wegbereiter für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft?

Die politischen Entscheidungsträger auf EU-, Bundes- und Landesebene appellierten seit Jahren an Wirtschaft und Verbraucher, Plastikmüll am besten zu vermeiden und wenn dies nicht möglich sei, zu trennen und zu sammeln, damit der Plastikmüll entsprechend recycelt werden könne, heißt es in einer Pressemeldung vom 01.07.2022 der Arbeitsgemeinschaft Stoffspezifische Abfallbehandlung e.V. (ASA). weiterlesen…

Kieler Landtag sagt erneut Nein zur CO2-Speicherung

CO2-Senke Meer nicht weiter belasten

Der schleswig-holsteinische Landtag hat Carbon Capture and Storage (Abscheidung und Speicherung von Kohlenstoff – CCS) erneut eine Absage erteilt. Alle fünf Fraktionen (CDU, Grüne, SPD, FDP und SSW) einigten sich auf einen gemeinsamen Antrag und bekräftigten damit die Entscheidungen von 2014 und 2019. Eine zunächst geplante Aussprache gab es dazu am Donnerstag nicht; die Reden wurden zu Protokoll gegeben. Die Grünen-Abgeordnete Silke Backsen zeige sich sehr zufrieden mit dem Beschluss. (Nordsee – © Bild von Peter Ahrend auf Pixabay) weiterlesen…

Uniper bittet um staatliche Hilfe

Aktie des deutschen Energielieferanten bricht ein

Nach der Drosselung der russischen Gaslieferungen verhandelt Uniper laut einer Ad-hoc-Mitteilung über mögliche Stabilisierungsmaßnahmen mit der Bundesregierung. Die Liquidität der Gesellschaft soll trotz Gaslieferbeschränkungen und derzeit deutlich höheren Preisen sichergestellt werden. Die Aktie des Unternehmens verzeichnete laut tagesschau an der Frankfurter Börse starke Verluste. Experten warnen bereits: Rutsche der Konzern in die Insolvenz, hätte das verheerende Folgen für die Energiebranche. weiterlesen…

Grüner Wasserstoff aus Pflanzenresten

Fraunhofer treibt Energiewende voran

Bislang werden Grünabfälle und Klärschlamm meist kompostiert oder verbrannt. Sinnvoller wäre es, daraus den wertvollen Energieträger Wasserstoff zu gewinnen. Dieses Ziel verfolgt ein Forscherteam am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA. Das bei der Gewinnung von Wasserstoff aus Abfällen entstehende CO2 wird dabei abgeschieden und beispielsweise in der chemischen Industrie als Rohstoff verwendet. Auf diese Weise stellen die Forschenden aus dem Bioabfall mit unterschiedlichen Verfahren Wasserstoff mit einem negativen CO2-Fußabdruck her. Es wird also der Atmosphäre CO2 entzogen. weiterlesen…

Das Wasser verschwindet

Verdunstungsverlust von 1,42 Millionen globalen Seen erforscht

Eine neue Untersuchung zeigt, dass – zusätzlich zu Algenblüte und Sauerstoffmangel – die Süßgewässer der Erde mit größerer Geschwindigkeit als befüchtet verdunsten. Außerdem „spielt die Seeverdunstung eine größere Rolle im Wasserkreislauf als bisher angenommen“, so die Ökologin Gang Zhao, Ko-Autorin des Artikels „Evaporative water loss of 1.42 million global lakes“ (Verdunstungswasserverlust von 1,42 Millionen globalen Seen erforscht). Dieser Prozess hat – kein Wunder – erheblichen Einfluss auf unsere Klima- und Wettermodellierung. weiterlesen…

Wenn Licht auf Materie trifft

Kaiserslauterer Forscher visualisieren Effizienz der optischen Anregung in Festkörpern

Die Wechselwirkung von Licht und Materie sorgt etwa dafür, dass Pflanzen Photosynthese betreiben und Solarzellen Strom erzeugen können. Die Effizienz der Lichtabsorption in Materie wird auf der mikroskopischen Skala durch sogenannte Übergangsdipolmomente bestimmt. Die Arbeitsgruppe von Prof. Martin Aeschlimann und Benjamin Stadtmüller an der TU Kaiserslautern (TUK) hat am eine Methode veröffentlicht, um die Orientierung dieser Dipolmomente in Festkörpern sichtbar zu machen. Sie basiert auf der kohärenten Überlagerung von Elektronen, die ein Festkörper bei optischer Anregung photoemittiert. Die Fachzeitschrift „Nature Communications“ hat die Ergebnisse veröffentlicht. (Grafik: Optische Anregung im Festkörper mit anschließender Interferenz der photoemittierten Elektronen © Nature Communications) weiterlesen…