Selbst die Besten machen zu wenig Klimaschutz

Nur 24 von 197 Staaten erreichen Marke, aber nicht mehr

Weltweit könnte man nur 24 Länder als Vorreiter bezeichnen – das mindestens Nötige, ein jährlicher Rückgang der Emissionen um 4 Prozent, wurde bislang fast nirgendwo erreicht. Von den 197 Staaten, die sich im Klimaabkommen von Paris auf die Begrenzung der Erderhitzung verständigt haben, bekamen bisher nur 24 Länder eine „dauerhafte“ Senkung ihrer Treibhausgas-Emissionen hin, darunter 22 in Europa – so eine Medienmitteilung aus dem Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) vom 29.11.2021. weiterlesen…

Lebensqualität steigt, wenn wir energieeffizient wohnen, essen und reisen

Aufwendiges Forschungsprojekt: Weltumspannendes Expertenteam ergründet Zusammenhang von „nachfrageseitigen Klima-Lösungen“ und „menschlichem Wohlergehen“

Das Angebot an erneuerbarer Energie und energieeffizienter Produktion ist nur die eine Seite beim Klimaschutz. Um die Erderhitzung wie im Paris-Abkommen vereinbart zu begrenzen, braucht es laut den wissenschaftlichen Szenarien auch „nachfrageseitige Klima-Lösungen“, die vor allem den Verbrauch von Energie in den privaten Haushalten drosseln. Ihr Potenzial ist groß: Sie können in den Sektoren Gebäude, Verkehr, Ernährung und Konsumprodukte 40 bis 80 Prozent der Treibhausgas-Emissionen einsparen. Und sie bedeuten nicht qualvollen Verzicht, sondern ganz überwiegend sogar ein Mehr an Lebensqualität. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forschungsteam aus 17 Ländern, angeführt vom Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change). Die Studie wurde am 25.11.2021 in Nature Climate Change veröffentlicht. weiterlesen…

Parakristalliner Diamant

Kohlenstoffmaterial mit einzigartiger Struktur

Forscher der Universität Bayreuth haben einer Medienmitteilung vom 25.11.2021 und einer Publikation in Nature zufolge gemeinsam mit Partnern in China und den USA erstmals ein Kohlenstoffmaterial hergestellt, das nicht die streng geordnete Struktur eines Kristalls aufweist, aber auch nicht amorph ist. Es handelt sich um parakristallinen Diamant mit einzigartigen optischen, mechanischen und the chtkristalliner Materialien sowie für die gezielte Synthese weiterer neuer Kohlenstoffmaterialien. In Nature stellt das internationale Team seine Entdeckung vor. (Bild: Diamant © Dimitris Christou auf Pixabay) weiterlesen…

WinGD legt Entwicklungszeitplan für Methanol- und Ammoniakmotoren fest

Schweizer Motorenentwickler will 2024/25 fossile Antriebe ersetzt haben

Die Multi-Fuel-Lösungen von WinGD (Winterthur Gas & Diesel Ltd.) werden auf den bewährten dieselgetriebenen X-Motoren und den Dual-Fuel-Motoren X-DF basieren – so eine Medienmitteilung am 23.11.2021. Die Möglichkeit, kohlenstofffreie oder kohlenstoffneutrale Kraftstoffe wie Ammoniak und Methanol in den beiden Hauptmotortypen zu verwenden, wird Schiffsbetreibern eine noch nie dagewesene Flexibilität bei der Reduzierung von Emissionen bieten. weiterlesen…

Aurora Research: Ampel-Pläne senken Strompreise bis 2030

Gleichzeitig Kannibalisierungseffekte bei Marktwerten für Photovoltaik und Windkraft

Aurora Energy Research (AER) hat die Pläne der neuen Ampel-Koalition auf die Strompreise bis 2030 untersucht. Definiertes Ziel von SPD, Grünen und FDP ist es, den Anteil der Erneuerbaren bis zum Ende des Jahrzehnts auf 80 Prozent zu erhöhen. Dies ist ein deutlich ambitioniertes Ziel als der bisherigen Regierung und erfordert einen schnelleren Ausbau von Photovoltaik und Windkraft. Die Analyse zeigt, dass die Strompreise 2030 um 13 Prozent niedriger liegen werden als in einem Weiter-so-Szenario. Allerdings sind steigende CO2-Preise notwendig, um die Marktwerte für Erneuerbaren-Anlagen zu stabilisieren – schreibt Sandra Enkhardt am 26.11.2021 auf pv magazine. weiterlesen…

Kohleausstieg: Gerechtigkeit im Lausitzer Strukturwandel

Postsozialismus und Energiewende

Der Strukturwandel in der Lausitz soll gerecht ablaufen. Aber was bedeutet das genau? Im öffentlichen Diskurs stehen oft finanzielle Fragen im Vordergrund. Andererseits geht mit schrumpfenden Industrien der Verlust von Anerkennung einher. Wie Aspekte der Umverteilung und Anerkennung sich in den Diskursen über einen gerechten Übergang vermischen, untersuchen Konrad Gürtler vom Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) und Jeremias Herberg, Radboud Universität Nijmwegen in einem am 26.11.2021 im Journal of Environmental Policy & Planning (open access) publizierten Artikel. weiterlesen…

Deutsche Großstädte mit verschiedenen Umwelt- und Klimaaktivitäten

Kreislaufwirtschaft für Berlin – klimaneutrale Wärmeversorgung in München 2035

Der Münchner Stadtrat hat die Verwaltung damit beauftragt, ein Maßnahmenpaket mit dem Ziel zu entwickeln, München bereits bis 2035 zur klimaneutralen Stadt umzugestalten – besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Wärmeversorgung, unterstützt von der Forschungsstelle für Energiewirtschaft e. V. und Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft bmH. In Berlin sollen Abfälle als Rohstoffe begriffen und damit Ressourcen geschont werden – kurz: Kreislaufwirtschaft. Damit wollen das IZT – Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung und das Ecologic Institut im Rahmen des Forschungsverbundes Ecornet Berlin einen Beitrag zur Entwicklung Berlins zu einer Circular City leisten. weiterlesen…

Billiger Grünstrom führt in Zeitalter der Elektrifizierung

Fundamentale Umwälzung der globalen Energienutzung

Der rasante technische Fortschritt bei den Erneuerbaren Energien führt zu einer fundamentalen Umwälzung der globalen Energienutzung: Während Strom als bisher teuerster Energieträger nur 20 Prozent des Weltenergiebedarfs deckt, könnte Grünstrom bei konsequenter Klimapolitik langfristig drei Viertel der Energienutzung ausmachen – so eine Untersuchung des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) am 25.11.2021. In Verbindung mit einem umfassenden CO2-Preis ließen sich damit die Treibhausgasemissionen so weit drücken, dass die Pariser Klimaziele erreicht würden. Gleichzeitig müsste man sich weniger auf umstrittene Technologien zur Kohlenstoffentnahme aus der Atmosphäre verlassen, so eine neue Studie. weiterlesen…

en2x: „Ampel-Koalition muss im Klimaschutz mehr wagen“

Neuer Wirtschaftsverband zum Koalitionsvertrag

Der jetzt vorgestellte Vertrag der Ampelkoalition enthält zahlreiche notwendige und auch gute Maßnahmen zum Erreichen der Klimaziele. Er lässt aber zu viele erforderliche Optionen ungenutzt. Darauf weisen die Hauptgeschäftsführer von en2x – Wirtschaftsverband Fuels und Energie, Prof. Christian Küchen und Adrian Willig, in einer Medienmitteilung hin. Die große Bedeutung eines globalen Marktes für grüne Energieträger gerade für ein Industrieland wie Deutschland finde zu wenig Beachtung. weiterlesen…

Bakterien als Klima-Helden

Ethanol oder Milchsäure aus Formiat

Auf dem Weg in eine kohlenstoffneutrale Kreislaufwirtschaft werden Technologien benötigt, die als Rohstoff CO2 verwenden. In Form von Formiat etwa kann CO2 von bestimmten Bakterien verstoffwechselt werden. Acetogene sind eine solche Gruppe von Bakterien. Sie bilden beispielsweise die wichtige Basischemikalie Essigsäure. Manipuliert man diese Bakterien dahingehend, dass sie Ethanol oder Milchsäure produzieren, ließe sich eine umfassende Kreislaufwirtschaft für das Treibhausgas CO2 realisieren. Damit der Prozess nachhaltig ist, wird das CO2 direkt aus der Luft gewonnen und unter Verwendung von erneuerbarer Energie zu Formiat umgewandelt. Eine Medienmitteilung der TU Wien – publiziert in Metabolic Engineering. weiterlesen…