Mehr als 100 Gigawatt Zubau jährlich notwendig

Umfrage: Wie schnell kann/muss die Energiewende gelingen?

Viele Teilnehmer des 22. Forums „Neue Energiewelt“ hielten einen Zubau von Photovoltaik, Windkraft & Co. von mehr als 100 Gigawatt jährlich für notwendig, um die fossilen Energieträger in Deutschland bis 2030 zu ersetzen. Sie sahen in einer Umfrage vor allem die Politik in der Verantwortung, schreibt am 2

UN-Energiegipfel schiebt EE-Ausbau an

Mehr als 400 Mrd. neue Zusagen – aber weit mehr nötig, um Energiearmut und Dekarbonisierung anzugehen

Bei einem wichtigen UN-Energiegipfel wurden einer UN-Medienmitteilung zufolge am 23. und 24.09.2021 milliardenschwere Zusagen für den Ausbau erneuerbarer Energien und den Zugang zu Elektrizität und sauberen Kochtechnologien bekannt gegeben. Damit sollen die Anstrengungen verstärkt werden, um die Zahl der fast in Energiearmut lebenden 800 Millionen Menschen, die keinen Zugang zu Elektrizität haben, zu verringern und gleichzeitig die Welt auf einen Kurs zu bringen, der bis 2050 zu Netto-Null-Emission führt. (Foto: UN-Generalsekretär António Guterres -rechts am Tisch- eröffnet High-level Dialogue on Energy – © UN Photo, Manuel Elías) weiterlesen…

Neuer Ansatz für Kunststoff-Recycling

Zwei EPFL-Ingenieure haben eine revolutionäre neue Methode zur Bekämpfung der Plastikverschmutzung entwickelt, indem sie sich das Innenleben der Proteine zunutze machen. Das Ergebnis? Eine völlig neue Sichtweise auf das Recycling von Kunststoffen – am 23.09.2021 open access in Advanced Materials veröffentlicht: aus Aminosäuren bestehende Proteine. weiterlesen…

PIK-Forschende überprüfen quantitative Literatur zur Klimamigration

Verbesserung der Faktenbasis: 130 empirische Studien unter methodischen Gesichtspunkten untersucht

Quantitative empirische Studien, die untersuchen, wie klimatische und andere Umweltfaktoren die Migration beeinflussen, nehmen von Jahr zu Jahr zu. PIK-Wissenschaftler haben nun die methodischen Ansätze in der quantitativen Literatur zur Klimamigration untersucht und am 28.09.2021 veröffentlicht. Ihr Bericht ist ein wichtiger Beitrag zur Bewertung des Einflusses von Klimafaktoren auf die Migration von Menschen und eine Orientierungshilfe für Forschende, die sich mit Klima-Migration beschäftigen. weiterlesen…

100mal mehr PV für kosteneffizienten Klimaschutz nötig

Hohes Innovationstempo ist Schlüssel für ressourceneffiziente Photovoltaik im Terawattmaßstab

Ein kosteneffizienter Klimaschutz erfordert die Installation von insgesamt 20-80 TWp Photovoltaikleistung bis 2050 und 80-170 TWp bis 2100, also mindestens hundertmal mehr als die bis Ende 2020 installierten 707 GWp. Ein Forscherteam des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung hat am 30.09.2021 eine Untersuchung veröffentlicht, ob ein solches Wachstum aus Ressourcensicht machbar ist – und wenn ja, unter welchen Bedingungen. In dem Papier „Technological learning for resource efficient terawatt scale photovoltaics“, (open access veröffentlicht in Energy & Environmental Science), kommen sie zu dem Ergebnis, dass das derzeit hohe Innovationstempo beibehalten werden muss, um Ressourcenengpässe zu vermeiden. weiterlesen…

Neuer Weltrekord in der Materialforschung

Röntgenmikroskopie mit 1.000 Tomogrammen pro Sekunde

Tomoskopie heißt die bildgebende Methode, in der in rascher Abfolge dreidimensionale Bilder aus dem Innern von Materialien errechnet werden. Nun hat ein Team um den HZB-Physiker Francisco García Moreno an der TOMCAT-Beamline der Synchrotron Lichtquelle Schweiz SLS am Paul-Scherrer-Institut einen neuen Weltrekord erreicht: Mit 1000 Tomogrammen pro Sekunde ist es nun möglich, sehr schnelle Prozesse und Entwicklungen in Materialien auf der Mikrometerskala zerstörungsfrei zu dokumentieren, etwa das Abbrennen einer Wunderkerze oder das Aufschäumen einer Metall-Legierung für die Herstellung von stabilen Leichtbaumaterialien. (Foto: Metallschäume auf Basis von Aluminumlegierungen als Leichtbaumaterialien – Aufnahme © CC BY 4.0, Adv. Mat. – PSIHZB) weiterlesen…

Dieselgate-Skandal: EU fordert VW zur Entschädigung auf

Kommission will, dass alle betrogenen europäischen Verbraucher Geld bekommen

Volkswagen soll nach Auffassung von EU-Kommission und EU-Verbraucherschutzbehörden alle vom Dieselgate-Skandal betroffenen Verbraucher in der EU entschädigen, auch diejenigen mit Wohnsitz außerhalb Deutschlands, heißt es in einer am 28.09.2021 veröffentlichten Erklärung von EU-Justiz- und Verbraucherkommissar Didier Reynders: „Vor sechs Jahren wurde Dieselgate bekannt. Bis heute sind nicht alle Verbraucher entschädigt worden. Es gibt Gerichtsurteile, die die unfaire Behandlung der Verbraucher durch Volkswagen aufdecken, und dennoch ist der Autohersteller nicht bereit, mit Verbraucherorganisationen zusammenzuarbeiten, um angemessene Lösungen für die Verbraucher zu finden.“ weiterlesen…

IWM: Evaluierung von Materialien für sicheren Wasserstoff-Röhrenspeicher

BMBF Wasserstoff-Leitprojekt H2Mare für Offshore-Wasserstoff-Produktion

Wasserstoff-Tanklastzug - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyWissenschaft und Industrie arbeiten an Speicher- und Transportsystemen für Wasserstoff. Dafür muss das Verhalten von metallischen Werkstoffen, insbesondere Stählen, im Kontakt mit Wasserstoff genau beschrieben und beurteilt werden. Im Rahmen des BMBF-Leitprojekts H2Mare wird das Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM im Verbundprojekt H2Wind Kriterien zur Bewertung von Werkstoffen und Bauteilen für sogenannte Röhrenspeicher entwickeln und evaluieren – so eine IWM-Medienmitteilung vom . Die Erkenntnisse tragen zum unfallsicheren und dauerhaften Betrieb einer realen Speicher-Infrastruktur für Wasserstoff bei. weiterlesen…

H2Mare bekommt mehr als 100 Mio. vom BMBF

Windgeneratoren mit integriertem Elektrolyseur zur nachhaltigen Off-Shore-Wasserstoffgewinnung

Die Offshore-Windenergieanlagen der Zukunft produzieren keine Elektronen, sondern Moleküle. Autarke Einheiten aus Windenergieanlage und integriertem Elektrolyseur stellen Grünen Wasserstoff im Industriemaßstab her und sparen die Kosten für einen elektrischen Netzanschluss. Damit können sie einen maßgeblichen Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasen leisten. In einem zweiten Schritt kann der Grüne Wasserstoff in weitere synthetische Kraftstoffe und Energieträger umgewandelt werden. Im Rahmen des vom BMBF geförderten Leitprojektes H2Mare soll diese Vision Wirklichkeit werden. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme Magdeburg sind daran beteiligt und haben nun eine Förderzusage erhalten. (Foto: Offshore-Windpark – © Mitchell Orr on Unsplash) weiterlesen…

Warum China in den Klimaschutz investiert

Deutsch-chinesische Forschungsgruppe: Bessere Luft in Chinas Städten als Motiv

China verursacht weltweit am meisten CO2 und trägt so maßgeblich zur Klimaerwärmung bei. Doch mittlerweile investiert die Volksrepublik stark in die Reduktion ihres CO2-Ausstoßes. Dahinter steckt vermutlich mehr als der reine Wunsch nach Klimaschutz. Denn mit einem Rückgang der CO2-Emissionen geht auch eine Verbesserung der Luftqualität auf lokaler Ebene einher. Dabei scheint einer Medienmitteilung vom folgend erstmals klar, dass der lokale Zusatznutzen von Klimaschutz die individuellen Entscheidungen von Einwohnerinnen und Einwohnern Pekings beeinflusst. Die Ergebnisse erscheinen nun in der Fachzeitschrift „Land Economics“. weiterlesen…