Deutschlands erster Quantencomputer geht ans Netz

„Derzeit leistungsstärkstes System in Europa“

Im digitalen Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Forschungsministerin Anja Karliczek sowie dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann enthüllten die führenden Köpfe von Fraunhofer und IBM am 15.06.2021 im baden-württembergischen Ehningen den ersten Quantencomputer in Deutschland – den „IBM Quantum System One“ – mit 27 Qubits das derzeit leistungsstärkste System in Europa, an dem Industrie und Forschungsorganisationen jetzt unter deutschem Recht anwendungsbezogene Quantensoftware entwickeln, testen und ihre Kompetenzen ausbauen können. weiterlesen…

Schmackhafte Lösung für Plastikkrise

Bakterien erzeugen Vanillin

Wissenschaftler der Universität Edinburgh haben einen neuartigen Weg gefunden, um das wachsende Problem der Plastikverschmutzung anzugehen – indem sie Bakterien als nachhaltigen Weg einsetzen, um Plastikmüll in Vanillearoma zu verwandeln: Wie eine neue, in Green Chemistry open access publizierte Studie zeigt, kann das gewöhnliche Bakterium Escherichia coli (E.coli) Plastik in Vanillin umwandeln, Hauptbestandteil von extrahierten Vanilleschoten und für den charakteristischen Vanillegeschmack und -geruch verantwortlich. (Foto: Elektronenmikroskopische Aufnahme von Escherichia Coli – © Rocky Mountain Laboratories, NIAID, NIH, Gemeinfrei, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Weiter Kritik am Klimaschutzgesetz

Paritätischer und BUND kritisieren Eckpunkte der Großen Koalition als halbherzig und unsozial

BUND und Paritätischer kritisieren die Vorschläge von SPD und Union zur Reform ihrer Klima- und Energiepolitik als klimapolitisch unambitioniert. Die von der Großen Koalition vereinbarten Eckpunkte stoßen auf deutliche Kritik vor allem von Paritätischem Wohlfahrtsverband und Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). In einer gemeinsamen Pressemitteilung vom 22.06.2021 nennen sie die Vorschläge „klimapolitisch unambitioniert, zudem fehle jeglicher soziale Ausgleich“. weiterlesen…

CatLab – neue Forschungsplattform für die Katalyse

Bündelung der Kompetenzen in Berlin

„Auf dem Weg zur nachhaltigen Herstellung und Anwendung von Wasserstoff müssen eine ganze Reihe an Technologien entwickelt und optimiert werden. Die meisten dieser Technologien haben eine Gemeinsamkeit: Sie benötigen die passenden Katalysatoren.“ Eine unter dem Namen CatLab vom Helmholtz-Zentrum Berlin und der Max-Planck-Gesellschaft (MPG-FHIund CEC) gegründete Forschungsplattform in Berlin soll die Entwicklung neuartiger Katalysatormaterialien vorantreiben und eine Brücke von der Grundlagenforschung zur industriellen Anwendung bauen. Am neugegründeten sollen neuartige und maßgeschneiderte Katalysatoren entwickelt werden. Der Fokus liegt dabei stark auf der Erzeugung von grünem Wasserstoff, der für die Energiewende dringend benötigt wird und eine Schlüsselrolle bei der Erreichung der Klimaziele spielt. (Grafik: CatLab-Präsentation auf Schultafel – Grafik © CatLab) weiterlesen…

Wege zur Umstellung auf CO2-arme und schließlich klimaneutrale Produktion

Spitzengespräch mit der Stahlindustrie

Geschmolzener Stahl - © Erdenebayar auf pixabayDie Spitzenvertreter der großen deutschen Stahlunternehmen, der Wirtschaftsvereinigung Stahl und der IG Metall haben am 21.06.2021 mit Bundeswirtschaftsminister Altmaier beraten, wie die Umsetzung des „Handlungskonzept Stahl“ in zentralen Bereichen weiter vorangetrieben werden kann. Ein Schlüsselfeld ist dabei die Umstellung auf CO2-arme und langfristig klimaneutrale Produktionstechnologien in der Stahlbranche. Die Stahlindustrie ist die Branche mit dem größten Anteil an Treibhausgasemissionen in der Industrie mit rund 30% der industriellen Emissionen und rund 6% der Gesamtemissionen in Deutschland. Damit trifft sie eine besondere Verantwortung beim Klimaschutz. (Foto: Stahlproduktion – © Erdenebayar auf pixabay) weiterlesen…

Klimaneutralität benötigt auch technische Senken

Technologien müssen zügig parallel aufgebaut werden

Klimaneutralität braucht Senken. Alle 1,5 Grad-kompatiblen Pfade des IPCC (und die Mehrheit der 2°-Pfade) betonen die Notwendigkeit des massiven Einsatzes von negativen Emissionen ab 2050, aber auch bereits auf dem Weg dahin. Nach dem Erreichen der deutschen Treibhausgasneutralität müssen wir netto-negativ werden. Das heißt: Durch Senken muss langfristig CO2 aus der Atmosphäre entnommen wird. Für Klimaneutralität werden neben den natürlichen Senken auch technische CO2-Senken benötigt. Das Klimaschutzgesetz fordert seit kurzem für 2045 eine jährliche Senkenleistung des LULUCF-Sektors von 40 Millionen Tonnen CO2. Ein Kurzgutachten im Rahmen der dena-Leitstudie „Aufbruch Klimaneutralität“. weiterlesen…

Starker Wasserstoffhochlauf für Klimaneutralität erforderlich

Hydrogen4EU-Studie

Der Bedarf an Wasserstoff in der Europäischen Union könnte deutlich stärker steigen als bislang erwartet. Das ist das Ergebnis der Studie Hydrogen4EU von Zukunft Gas. Die Studie modelliert den europäischen Energiesektor mit hochinnovativen wissenschaftlichen Methoden und betrachtet zwei Politikszenarien für den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft: Einen Technologie-Diversifizierungspfad (TD) und einen Pfad mit einem Erneuerbaren-Schub (ES). In beiden Szenarien spielt klimaneutraler Wasserstoff hergestellt mit Erdgas eine wesentliche Rolle, um die Klimaziele zu erreichen. (Grafik: Entwicklung der EU-Wasserstoff-Produktion – © Hydrogen4EU) weiterlesen…

5 Technologien sollen Stromnetz fit für Energiewende machen

Kopernikus-Projekt ENSURE veröffentlicht Testvorhaben

Mit dem Energienetz in der heutigen Form kann die Energiewende nicht gelingen: Durch einen steigenden Anteil Erneuerbarer Energien nehmen auch die Stromschwankungen im Netz deutlich zu. Zudem ersetzen viele kleine Strom-Lieferanten wenige große. Und: Netze müssen gleichzeitig Strom in zwei Richtungen transportieren können. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, entwickelt das vom BMBF geförderte Kopernikus-Projekt ENSURE Technologien für das Energienetz der Zukunft. Dazu hat ENSURE bis 2019 analysiert, welche Anforderungen Stromnetze bis 2050 erfüllen müssen. Seither entwickelt es Lösungen, mit denen sich diese Anforderungen umsetzen lassen. Am 15.06.2021 wurden die ersten fünf Technologien bekanntgegeben, die in der Praxis oder digital simuliert getestet werden sollen. weiterlesen…

Sauerstoffabfluss verschlechtert Spannung von Lithium-Ionen-Batterien

Neue Wege zur Elektrodenkonstruktion?

Wissenschaftler enthüllen, wie Sauerstoffverlust die Spannung von Lithium-Ionen-Batterien aufzehrt. Die Messung des Prozesses in noch nie dagewesener Detailtiefe gibt Hinweise, wie das Problem minimiert und die Batterieleistung erhalten werden kann, schreibt Glennda Chui auf der Internetseite des SLAC National Accelerator Laboratory von Energieministerium und Stanford University, am 14.06.2021 in Nature Energy publiziert. Die Ergebnisse widersprechen einigen Annahmen, die Wissenschaftler über diesen Prozess gemacht hatten, könnten aber neue Wege aufzeigen, wie Elektroden konstruiert werden können, um den Prozess zu verhindern. weiterlesen…

Perowskite: Mehr als Solarzellen

Neue Materialeigenschaften bei Perowskiten eröffnen Horizonte für Spintronik und Quantencomputer

Perowskit-Materialien gelten als große Hoffnungsträger für eine neue Generation von hocheffizienten und kostengünstigen Solarzellen. Eine Gruppe am Institut für Photovoltaik der Universität Stuttgart unter Leitung von Prof. Michael Saliba zeigte nun, dass die Vielseitigkeit von Perowskiten noch viel weiter gedacht werden kann, nämlich im Bereich zweidimensionaler Materialien. Über die Forschung berichtete Nature Materials am 10.06.2021. weiterlesen…