Elektroden schneller trocknen – Batterien kostengünstiger herstellen

KIT-Projekt EPIC zielt auf energetische, ökonomische und ökologische Optimierung der Produktion

Mit dem Ausbau der Elektromobilität steigt die Nachfrage nach geeigneten Batterien. Hochwertige Elektroden für Lithium-Ionen-Batterien schneller und energieeffizienter zu trocknen und damit kostengünstiger herzustellen – darauf zielt das am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) koordinierte neue Projekt EPIC. Ein innovatives Trocknungsmanagement in der Elektrodenherstellung senkt die Kosten der Batterieproduktion, verbessert die Umweltbilanz und stärkt den Standort Deutschland. Das Bundesforschungsministerium fördert EPIC mit drei Millionen Euro. weiterlesen…

Metallfreier Kohlenstoff-Katalysator könnte chemische Produktion umkrempeln

Anordnung von Stickstoff entscheidend

Wissenschaftler des Ames-Labors (US-Energieministerium) haben einen metallfreien, kohlenstoffbasierten Katalysator entdeckt, der das Potenzial hat, viele industrielle Verfahren, einschließlich der Herstellung von Bio- und fossilen Brennstoffen, Elektrokatalyse und Brennstoffzellen, wesentlich kostengünstiger und effizienter zu gestalten. Diese Industrieprozesse enthalten in ihren grundlegenden Formen die Aufspaltung starker chemischer Bindungen, wie Wasserstoff-Wasserstoff-, Kohlenstoff-Sauerstoff- und Kohlenstoff-Wasserstoff-Bindungen. Traditionell wurde dies mit Katalysatoren bewerkstelligt, die Übergangs- oder Edelmetalle verwenden, von denen viele teuer und in geringem natürlichen Vorkommen vorhanden sind – wie Platin und Palladium. weiterlesen…

Noch eine Premiere mit grüner Stahlproduktion

HYBRIT-Technologie: „Erster in fossilfreiem Stahl“

H2 grün - SymbolAm 31.08.2020 machten die schwedischen Unternehmen SSAB, LKAB und Vattenfall eigenen Angaben zufolge mit der Inbetriebnahme der HYBRIT-Pilotanlage zur Herstellung von fossilfreiem Eisenschwamm einen entscheidenden Schritt in Richtung grüner Stahlerzeugung. Das Konsortium will bis 2026 eine vollständige Wertschöpfungskette für fossilfreien Stahl schaffen. Das Stahlunternehmen Dillinger und Saarstahl hatte am 21.08.2020 in einer Medienmitteilung die Inbetriebnahme der deutschlandweit ersten Anlage zur wasserstoffbasierten Stahlproduktion über die Hochofenroute verkündet. Mit der Investition in Höhe von 14 Millionen Euro sollen die CO2-Emissionen verringert und die Voraussetzung geschaffen werden, grünen Wasserstoff in der Praxis einzusetzen (siehe: solarify.eu/erster-deutscher-wasserstoff-stahl). weiterlesen…

Europas Weg mit dem Wasserstoff

„Schlüssel zu erfolgreicher Dekarbonisierung“

„Wasserstoff soll eine zentrale Säule der CO2-neutralen Zukunft werden. Auf dem Weg dorthin sind noch einige Hürden zu nehmen. Intensive Forschung soll dabei helfen“, schreibt Kai Dürfeld am 31.08.2020 auf helmholtz.de. Er beschreibt anhand von Forschern aus Jülich und vom Karlsruher Institut für Technologie die verschiedenen Aspekte und Aussichten von Wasserstoff. weiterlesen…

Mit dem Boot für die Wärmewende

„Coal & Boat“-Demo auf der Spree vor Berlins größtem Kohlekraftwerk

Am 29.08.2020 demonstrierten hundertfünfzig Aktivisten in 45 Booten für eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis spätestens 2035 vor dem Berliner Kohlekraftwerk Reuter West (Vattenfall) in Berlin Spandau. Unter dem Motto „Stoppt Kohle, Gas und Müll – Erneuerbar geht anders!“ protestierten sie an Land und auf dem Wasser für konsequenten Klimaschutz und den Ausstieg aus fossilen Energien. An der „Coal & Boat“-Demo nahmen ca. 45 Boote teil. Auf dem Wasser und an Land begleiteten etwa 150 Menschen die Demonstration. Aufgerufen hatte ein Bündnis aus Berliner Umweltverbänden namens kohleausstieg-berlin, Fridays for Future und weiteren Organisationen. weiterlesen…

Forschungprojekt für Wärmewende startet

HTWK Leipzig, UFZ und Netzwerk Energie und Umwelt bauen Innovationscluster für Region Borna-Leipzig-Bitterfeld auf

Die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig), das und das Netzwerk Energie und Umwelt Leipzig (NEU) starten am 01.09.2020 das vom BMBF geförderte Projekt RegioZukunft: Wärme mit dem Ziel, eine gemeinsame Vision für die Wärmeversorgung der Zukunft auf der Basis Erneuerbarer Energien zu entwickeln. Die beteiligten Partner werden in der Region Borna-Leipzig-Bitterfeld ein Zukunftskonzept für Wärmewende und Sektorkopplung erarbeiten, das anschließend in einer zweiten Förderphase umgesetzt werden soll. Dazu wollen sie ein Innovationscluster bilden, das den Strukturwandel in der Region unterstützt. weiterlesen…

EEG-Entwurf: Anschlussregelung für Post-EEG-Anlagen und Ausschreibungen für PV-Dachanlagen

Abschaffung der EEG-Umlage auf solaren Eigenverbrauch fehlt

Mit der Reform soll u.a. der Rechtsrahmen für PV-Anlagen angepasst werden, die ab 2021 aus der EEG-Förderung fallen. Sie sollen für eine Übergangszeit ihren Solarstrom für den Marktpreis abzüglich Vermarktungskosten an den Netzbetreiber verkaufen können. Zudem werden Ausschreibungsmengen für PV-Anlagen bis 2028 festgeschrieben. Was im Entwurf fehlt, ist die Abschaffung der EEG-Umlage auf solaren Eigenverbrauch, wie sie in der Erneuerbaren-Richtlinie der EU gefordert wird, stellte Sandra Enkhardt von pv magazine bei Durchsicht fest. weiterlesen…

Stimmen zur EEG-Novelle

Sehr gemischtes Echo auf Entwurf

PV auf Bio bei Wittenburg-Hagenow, Mecklenburg Vorpommern - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyWie zu erwarten, haben die Branchenverbände bereits eine Reform der Reform angemahnt. Zumal die in der EEG-Novelle formulierten Ausbauziele für die Erneuerbaren Energien bis 2030 schon sehr bald überholt sein werden. Das neue EU-Ziel müsste noch eingearbeitet werden, ebenso wie die EEG-Umlagebefreiung für Wasserstoff. „Es ist also keinesfalls sicher, dass das EEG 2021, wie es inzwischen offiziell heißt, zum 01.01.2021 in Kraft tritt. Oder doch noch im beginnenden Wahlkampf untergeht“, so der Tagesspiegel in seinem Background. weiterlesen…

Schweizer Unternehmen will jährlich 4.000 Tonnen CO2 versteinern

Climeworks treibt auf Island „Direct Air Capture“ voran

Die Abscheidung von CO2 aus der Luft ist bisher zwar noch teuer, aber sie funktioniert. Immer mehr Klimaforscher sind überzeugt davon, dass sich die globale Erwärmung allein durch sinkende Emissionen nicht stoppen lassen wird. Sie fordern daher sogenannte negative Emissionen – etwa mit der Idee „Direct Air Capture“ (DAC): Kohlendioxid wird direkt der Luft entzogen oder in Produktionsprozessen, bzw. aus klimaneutralen Biomassekraftwerken abgeschieden – sogenannte negative Emissionen. Das Cleantech-Unternehmen Climeworks plant gemeinsam mit dem Carbfix-Projekt und dem Energieversorger ON Power auf Island die Skalierung der sogenannten Carbon Dioxide Removal-Technologie. Mit der neuen Technologie-Generation will Climeworks jährlich 4.000 Tonnen CO2 unterirdisch in Stein speichern. (Foto Direct-Air-Capture-Anlage © Climeworks, Julia Dunlop) weiterlesen…

E-Autos 50-80% besser als Diesel und Benziner

„Grüne“ Studie aus Eindhoven räumt auf

E-Mobilität - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyOliver Krischer, Verkehrs- und Energieexperte der Grünen im Bundestag, auf seiner Webseite: „Bisherige Studien waren nicht gerade schmeichelhaft, was die CO2-Bilanz von Elektroautos betrifft. Die Autoren Sinn/Buchal haben das ja auf die Spitze getrieben und ausgerechnet, dass der modernere Diesel 30% weniger CO2 emittiert. Studien vom ADAC oder dem ÖAC waren auch nicht viel besser und kommen auf einen ähnlichen CO2 Ausstoß bei Dieseln und Elektroautos.“ Eine Untersuchung der technischen Universität Eindhoven im Auftrag der grünen Bundestagsfraktion hat die erwähnten Vorgängerinnen einer Analyse unterzogen und kritisiert vor allem folgende Fehlannahmen: weiterlesen…