EU-ETS-Obergrenze für CO2-Ausstoß muss schneller sinken

DIW: Potenzial für schnelleren Reduktionspfad ist vorhanden

Bliebe man auf bisherigem Weg – so das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) in einer einer Medienmitteilung vom 01.07.2020 – drohen ab 2030 drastische Einschnitte, wenn Pariser Klimaziel noch erreicht werden solle. Nur durch eine kurzfristige Anpassung des europäischen Emissionshandelssystems könne ein plausibler Minderungspfad erreicht werden. weiterlesen…

IASS: Auswirkungen der Pandemie auf die weltweite Energiepolitik

Wirtschaftliche Rezession verursacht Rückgang der Energienachfrage

Der Covid-19-Ausbruch führt zu einer wirtschaftlichen Rezession, die möglicherweise schwerwiegender ausfällt als nach der Finanzkrise 2008. Damit einher geht ein weltweiter Rückgang der Energienachfrage. Wie sich die Pandemie auf den globalen Energiesektor auswirkt, ob politische Entscheidungen in der Krise den Wandel der Energiesysteme beschleunigen oder ob weiterhin auf fossile Energieträger gesetzt wird, wurde für eine aktuelle Studie des Instituts für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) untersucht. Darin Analysen der Energiepolitik Argentiniens, Chinas, Deutschlands, Indiens, Israels und der USA. weiterlesen…

Regierung: Nanotechnologie mit hohem Potenzial

Brücke von Biotechnologie zu anderen Technologiebereichen schlagen

Die Bundesregierung schätzt das Potenzial von Innovationen der Nanotechnologie für die Zukunft als grundsätzlich sehr hoch ein. Nanotechnologie ermögliche es, die Brücke von der Biotechnologie zu anderen Technologiebereichen zu schlagen. Damit könnten völlig neuartige Anwendungspotenziale sowohl in der Medizin als auch im nachhaltigen Wirtschaften erschlossen werden. Darauf weist die Bundesregierung – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – in ihrer Antwort (19/20246) auf die Kleine Anfrage der FDP (19/19692) zur Forschung und Entwicklung im Bereich der Nanotechnologie und Nanorobotik hin. weiterlesen…

Erdkabel für zwei Milliarden Euro

SuedLink: Auftrag für kunststoffisolierte 525-Kilovolt-Erdkabel vergeben

Für zwei Milliarden Euro haben die Übertragungsnetzbetreiber Tennet und Transnet BW kunststoffisolierte Erdkabel für SuedLink geordert, mit einer Länge von rund 700 Kilometern und einer Investitionssumme von zehn Milliarden Euro das größte Infrastrukturprojekt der Energiewende in Deutschland. Mit der Lieferung und Verlegung der Erdkabel mit 525 kV wurden die Firmen NKT und Prysmian beauftragt, teilten Transnet BW und Tennet am 29.06.2020 mit. weiterlesen…

Vorteile der Direktbesteuerung von CO2

Mehr freiwilliges Handeln im Klimaschutz möglich

Wenn man CO2 durch eine Steuer direkt bepreist, gibt das Raum für moralisches Handeln, so – eine Medienmitteilung der Universität zu Köln – das Fazit einer eben in publizierten experimentell gestützten Studie der Ökonomen Axel Ockenfels, Peter Werner und Ottmar Edenhofer. Das Papier wurde unter anderem mit Unterstützung des „Center for Social and Economic Behavior“ der Universität zu Köln und im Kontext des DFG Cluster of Excellence ECONtribute erstellt. weiterlesen…

BEE: „Kohleausstiegsgesetz wenig ambitioniert, Potenzial Erneuerbarer Energien ungenutzt“

„Politik kommt alleine Kraftwerksbetreibern entgegen“

„Die lang verschleppte Entscheidung beim Kohleausstieg war ein überfälliger Schritt, sie ist aber leider nicht ambitioniert genug“, kommentierte Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE), die Einigung von Union und SPD auf ein Kohleausstiegsgesetz. Die COVID-19-Krise unterstreiche: das Zeitalter der Kohleverstromung sei vorbei. Die starre fossile Restlast sei fast vollständig abgeschaltet. Niemand könne ein Interesse daran haben, diese marktwirtschaftlich getriebene Entwicklung zu revidieren. Es brauche deshalb jetzt verstärkt dezentrale, flexible Kapazitäten, die die derzeit stark einspeisenden Erneuerbaren Sonne und Wind flankieren. weiterlesen…

Merkel und Macron wollen CO2-Grenzsteuer

Deutschland und Frankreich einig

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich laut der Nachrichtenagentur Thomson Reuters bei ihrem Treffen mit Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron auf Schloss Meseberg zur Einführung einer CO2-Grenzsteuer für klimaschädlichere Produkte in die EU bekannt. Merkel nannte das Übereinkommen „eine gemeinsame Position, dass wir eine solche Steuer brauchen“. Die CO2-Einfuhrsteuer (carbon border tax) müsse WTO-kompatibel sein. Das sei „nicht ganz trivial“, sagte die Kanzlerin mit Blick auf Protektionismus-Vorwürfe. Denn Deutschland müsse sich vor billigen klimaschädlichen Produkten schützen, die unter CO2 -Ausstoß importiert würden. Das müsse in der EU zusammen mit der Festlegung ehrgeizigerer Klimaschutzziele bis 2030 beschlossen werden. weiterlesen…

Klimakatastrophe verschlimmert sich inmitten der weltweiten Pandemie

Von Ishaan Tharoor, The Washington Post

„Wir leben vielleicht im größten Jahres-Rückgang von CO2-Emissionen der Menschheitsgeschichte. Die durch die Ausbreitung des Coronavirus ausgelösten Quarantänen, Schließungen, Handels- und Reiseunterbrechungen führten zu einem historischen Absinken des Treibhausgas-Ausstoßes. An einigen Orten war die Umweltveränderung greifbar – der Smog verschwand aus den Städten, die frei von Verkehrsstaus waren, die Flüsse flossen frei von Trübung, die lange Zeit ihre Ufer verschmutzte“ – schreibt WP-Kolumnist Ishaan Tharoor am 29.06.2020 in der Washington Post. Solarify mit einer Zusammenfassung. weiterlesen…

Lebensverlängerung für Batterien

Diagnosesystem schafft ökologischen Nutzen

Lithium-Ionen-Batterien, zum Beispiel in Elektrofahrzeugen, verlieren im Lauf der Zeit an Leistungsfähigkeit und müssen ersetzt werden. Wie dieser Prozess verlangsamt werden kann, untersucht die Technische Hochschule Mittelhessen am Fachbereich Informationstechnik – Elektrotechnik – Mechatronik in Friedberg. Leiter des Forschungsprojekts ist Prof. Alexander Kuznietsov vom Kompetenzzentrum für Automotive, Mobilität und Materialforschung. weiterlesen…

Rund acht Millionen Haushalte…

… können schon heute durch Windkraftanlagen auf See mit Strom versorgt werden

Im Jahr 2019 erzeugten Windkraftanlagen auf See 24,4 Milliarden Kilowattstunden Strom (kWh) (netto). Damit kann der Strombedarf von rund acht Millionen Haushalten in Deutschland gedeckt werden – und das Potenzial der Windenergie auf See ist noch bei weitem nicht ausgeschöpft. Der BDEW begrüße daher, dass die Bundesregierung die Anhebung der Ausbauziele für Windenergie auf See beschlossen hat. Würde das Ziel von 20 Gigawatt bis 2030 erreicht, könnte dann bereits weit mehr als die Hälfte aller Haushalte in Deutschland mit der auf See erzeugten Strommenge versorgt werden, heißt es in einer Presseinformation des Verbandes vom 30.06.2020. weiterlesen…