EUROSOLAR-Appell an politische Entscheidungsträger
Raus aus der Coronakrise mit Erneuerbaren Energien
Solarify dokumentiert:
Peter Droege, Präsident von EUROSOLAR, Axel Berg, Vorsitzender der deutschen Sektion, und Claus P. Baumeister, EUROSOLAR-Kurator, erklärten am 29.04.2020 gemeinsam: „Die in der Coronakrise neu entdeckte Kapazität zu schnellen und umfassenden finanziellen, wirtschaftlichen und sozialen Maßnahmen darf nicht nur dazu führen, alte und umweltschädliche Industrien wieder hochzufahren. Sie muss auf den Kampf gegen die eskalierende Klimakatastrophe übertragen werden: Diese ist ungleich gefährlicher für unsere Gesundheit und die Wirtschaft und wütet bereits wesentlich länger. weiterlesen…
Bereits während der Finanzkrise in den Jahren 2008/2009 wurde diskutiert, ob klimapolitische Maßnahmen kurzfristig Produktion und Nachfrage stimulieren und so auch Teil von Konjunkturpaketen sein können. Obwohl politische Entscheidungsträger in einer Krise dazu tendieren, auf bewährte Mittel zu setzen, wurden damals weltweit klimafreundliche Komponenten in die nationalen Konjunkturpakete eingefügt. Die Erfahrungen der vergangenen Krise zeigen, dass eine solche klimaorientierte Konjunkturpolitik nicht nur kurzfristig zu Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätzen führt, sondern auch die Grundlage für langfristige Innovationen und eine klimafreundliche wirtschaftliche Entwicklung schafft – argumentieren
Deutschland sei Autoland, sagte Volkswagen-Konzern-Chef Herbert Diess Anfang der Woche in den ARD Tagesthemen. Deswegen sei ein Konjunkturprogramm für die Autoindustrie die wahrscheinlich beste Möglichkeit, die Wirtschaft in Folge der Coronakrise wieder anzukurbeln. Dem widerspricht jedoch der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD). Eine Studie österreichischen Partnerverbandes VCÖ habe gezeigt, dass Investitionen in die Fahrzeugindustrie die verhältnismäßig geringsten Beschäftigungswirkungen auslösen. Manuel Först beleuchtet die verschiedenen Positionen für
Eine multidisziplinäre Langzeitstudie des 
Die europäische Stahlindustrie ist unter Zugzwang: Im Augenblick ist das stahlproduzierende Gewerbe mit 22 Prozent der größte industrielle CO2-Emittent in Europa. Gleichzeitig hat die Europäische Union zur Erfüllung des Pariser Klimaabkommens beschlossen, bis 2050 klimaneutral zu werden. Mit den derzeit angewandten Methoden zur Herstellung von Roheisen und Stahl, wird dieses Ziel verfehlt. Deshalb müssen die Unternehmen ihre Produktion auf eine neue, großflächig einsetzbare und vor allem klimaneutrale Technologie umstellen. Ein weiteres Problem: Die Zeit drängt. Denn es bleiben nur noch fünf bis zehn Jahre, um die technologische Neuausrichtung einzuleiten, die dann in 30 Jahren vollendet sein soll. Eine Studie der
Grüner Wasserstoff ist ein wichtiger Baustein für die Energiewende. Der klimafreundliche Energieträger wird mit Hilfe der Wasser-Elektrolyse aus Ökostrom erzeugt. Viele große Volkswirtschaften planen derzeit den Einstieg in die Industrialisierung der Wasserstoff-Technologie. Auch Baden-Württemberg möchte in die Produktion von Elektrolyseuren und der dafür erforderlichen Komponenten einsteigen. Ein Projekt unter Federführung des
Die Corona-Krise hat auch im Luftverkehr zu massiven Veränderungen geführt. Verwaiste Flughäfen, kaum Passagiere, stillgelegte Flotten und Kurzarbeit bestimmen das Bild. Weniger Abgase und weniger Lärm gehören zu den positiven Auswirkungen. Angesichts der fortschreitenden Klimakrise warnt der
„Eine wettbewerbsfähige Wirtschaft, stabile Beschäftigungsverhältnisse und das Erreichen ambitionierter Klimaziele setzen voraus, dass Europa verstärkt in zukunftsfähige Technologien investiert und sich frühzeitig auf den Weg zur Klimaneutralität macht. Europa muss eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz und bei der Energiewende einnehmen, um alle Wirtschaftsbereiche ökologisch zu modernisieren und seine Technologieführerschaft auszubauen. Die Industriestrategie der EU-Kommission legt hierfür zwar einen groben Fahrplan vor, doch ein zentraler Wegweiser fehlt: die Rolle der Erneuerbaren Energien, die am effizientesten und kostengünstigsten zu einer dekarbonisierten Wirtschaft führen“, betont