Katastrophenschutz durch Simulation

Gletscherseen können ziemlich gefährlich werden

Die Anzahl der Gletscherseen hat sich in den vergangenen 40 Jahren verdoppelt. Für Menschen, die in Hochgebirgstälern leben, bilden sie eine Gefahr: Bei Gletschersee-Ausbrüchen entsteht eine schlammige Sturzflut, die sich mit hoher Geschwindigkeit talabwärts bewegt. Forschende der Hochschule München haben erstmals simuliert, was in einem Himalaya-Tal im Königreich Bhutan im Katastrophenfall passiert. weiterlesen…

EPID: Entwurf der EU-Gasmarktrichtlinie stellt Wasserstoff ins Zentrum

Keine Zielvorgaben für erneuerbare und kohlenstoffarme Gase

Der am 24.11.21 geleakte Entwurfs der EU-Kommission zur Überarbeitung der EU-Gasmarktrichtlinie stellt Wasserstoff ins Zentrum. Der Vorschlag soll den Markt in Richtung kohlenstoffarmer und erneuerbarer Alternativen zu fossilem Gas zu lenken, das bis 2050 auslaufen muss, um das Klimaneutralitätsziel der EU zu erreichen – schreibt der Energiepolitische Informationsdienst in seinem wöchentlichen Newsletter EPIDweekly. weiterlesen…

en2x: „Ampel-Koalition muss im Klimaschutz mehr wagen“

Neuer Wirtschaftsverband zum Koalitionsvertrag

Der jetzt vorgestellte Vertrag der Ampelkoalition enthält zahlreiche notwendige und auch gute Maßnahmen zum Erreichen der Klimaziele. Er lässt aber zu viele erforderliche Optionen ungenutzt. Darauf weisen die Hauptgeschäftsführer von en2x – Wirtschaftsverband Fuels und Energie, Prof. Christian Küchen und Adrian Willig, in einer Medienmitteilung hin. Die große Bedeutung eines globalen Marktes für grüne Energieträger gerade für ein Industrieland wie Deutschland finde zu wenig Beachtung. weiterlesen…

Bakterien als Klima-Helden

Ethanol oder Milchsäure aus Formiat

Auf dem Weg in eine kohlenstoffneutrale Kreislaufwirtschaft werden Technologien benötigt, die als Rohstoff CO2 verwenden. In Form von Formiat etwa kann CO2 von bestimmten Bakterien verstoffwechselt werden. Acetogene sind eine solche Gruppe von Bakterien. Sie bilden beispielsweise die wichtige Basischemikalie Essigsäure. Manipuliert man diese Bakterien dahingehend, dass sie Ethanol oder Milchsäure produzieren, ließe sich eine umfassende Kreislaufwirtschaft für das Treibhausgas CO2 realisieren. Damit der Prozess nachhaltig ist, wird das CO2 direkt aus der Luft gewonnen und unter Verwendung von erneuerbarer Energie zu Formiat umgewandelt. Eine Medienmitteilung der TU Wien – publiziert in Metabolic Engineering. weiterlesen…

Verbesserte Klimaziele mit erneuerbaren Energien

Unterstützung der Energiewende zur Stärkung der Klimaschutzmaßnahmen durch IRENA

Der Energiesektor trägt nach wie vor am stärksten zu den weltweiten Treibhausgasemissionen bei und ist für mehr als zwei Drittel der Gesamtemissionen verantwortlich. Daher wird der Übergang zu einem kohlenstoffarmen Energiesektor zunehmend als Schlüssel zum Erreichen der Kohlenstoffneutralität bis Mitte des Jahrhunderts und zur Abschwächung der negativen Auswirkungen des Klimawandels anerkannt – so die Medienmitteilung der Internationalen Energieagentur die IRENA vom 09.11.2021 über einen Bericht unter dem Titel „IRENAs Unterstützung der Energiewende zur Stärkung der Klimaschutzmaßnahmen„. (Bild: Titelblatt von „IRENA’s Energy Transition Support to Strengthen Climate Action – © die IRENA.org – ISBN: 978-92-9260-365-6) weiterlesen…

Corona-Pandemie treibt Bewusstsein für Nachhaltigkeit

Umfrage und Studie des Wuppertal Instituts zur Kreislaufwirtschaft

Die Corona-Pandemie entpuppt sich als Treiber für nachhaltiges Handeln. Das zeigt eine am 17.11.2021 veröffentlichte Untersuchung des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz sowie eBay Kleinanzeigen. Sechs von zehn Befragten geben an, infolge der Corona-Pandemie in Bezug auf Nachhaltigkeit bewusster zu handeln. Die Mehrheit ist der Überzeugung, dass gebrauchte Produkte gut für die Umwelt seien. Für vier von zehn Menschen stellen gebrauchte Produkte eine Alternative zu Neuwaren dar. In Deutschland befinden sich in den Haushalten ungenutzte Produkte im Wert von durchschnittlich 1.297 Euro. weiterlesen…

„Banken haben blinden Fleck“

EZB warnt: EU-Geldinstitute weitgehend nicht auf Klimarisiken vorbereitet

„Einen blinden Fleck“ in Sachen Klima diagnostiziert eine Untersuchung der Europäischen Zentralbank von 112 europäischen Banken: Keine sei auch nur annähernd in der Lage, ihre Leitlinien für das Management von Klima- und Umweltrisiken vollständig zu erfüllen. In dem am 22.11.2021 veröffentlichten Bericht wurde untersucht, wie die europäischen Banken Klima- und Umweltrisiken in ihre Geschäftsprozesse integriert haben. Und sie hätten noch einen weiten Weg vor sich, schlussfolgert EZB-Direktoriumsmitglied Frank Elderson in einem Bericht von János Ammann auf EURACTIV am 23.11.2021. weiterlesen…

Flüssige Kraftstoffe aus Kohle

Elektrokatalysator a-CuTi@Cu wandelt CO2 in Multikohlenstoffprodukte um

Wie ein chinesisches Forscherteam in Angewandte Chemie berichtet, produziert aktives Kupfer auf einer amorphen Kupfer/Titan-Legierung Ethanol, Aceton und n-Butanol mit hoher Effizienz. Ein neuer Elektrokatalysator namens a-CuTi@Cu wandelt CO2 in flüssige Brennstoffe um. Das Team der Universität Foshan (Foshan, Guangdong), der University of Science and Technology of China (Hefei, Anhui) und der Xi’an Shiyou University (Xi’an, Shaanxi) hat einen neuartigen Elektrokatalysator entwickelt, der CO2 effizient in flüssige Kraftstoffe mit mehreren Kohlenstoffatomen (C2-4) umwandelt. Die Hauptprodukte sind Ethanol, Aceton und n-Butanol. weiterlesen…

„Jetzt handeln, um Kohlendioxidemission zu stoppen“

Fast 200 Teilnehmende diskutierten im Rahmen der 4. Carbon2Chem-Konferenz Wege zu nachhaltiger Industrie

Einblicke in Projekte zur Gestaltung einer klimaneutralen und nachhaltigen Industrie auf der einen, aktuelle Ergebnisse aus dem Verbundprojekt Carbon2Chem® auf der anderen Seite – die 4. Konferenz zur nachhaltigen chemischen Konversion in der Industrie bescherte knapp 200 Teilnehmenden Ende November 2021 einen intensiven Tag – so eine Medienmitteilung aus dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT). Das Motto der hybriden Veranstaltung: „Carbon2Chem – Baustein für den Klimaschutz“. weiterlesen…

Ampel-Koalitionsvertrag sieht 200 GW Photovoltaik bis 2030 vor

Ebenfalls bis 2030: Kohleausstieg

Genau einen Monat vor Heiligabend, am 24.11.2021, haben sich SPD, Grüne und FDP in Berlin auf einen Koalitionsvertrag verständigt. „Darin enthalten ist ein deutlich ambitionierterer Zubau von Photovoltaik-Anlagen, wofür Hemmnisse und bürokratische Hürden abgebaut werden sollen“, so Sandra Enkhardt in pv magazine. Auch eine Pflicht zur Installation von Solaranlagen für das Gewerbe sei enthalten. Daneben wird der Kohleausstieg bis 2030 angestrebt, wobei aber Gaskraftwerke als Brückentechnologie als unverzichtbar angesehen werden. „Mehr Klimaschutz, mehr soziale Gerechtigkeit, mehr Digitalisierung: Der Koalitionsvertrag der Ampel verheißt Aufbruch. Jetzt müssen SPD, Grüne und FDP nur noch ihre Mitglieder davon überzeugen,“ schrieb die Süddeutsche Zeitung. weiterlesen…