Energiewende-Monitoring-Bericht

Erneuerbare müssen gestärkt werden

Die Bundesregierung hat am 03.02.2021 den achten Monitoring-Bericht zur Energiewende vorgelegt und die Stellungnahme der Expertenkommission zum Monitoring-Prozess veröffentlicht. Bericht und Stellungnahme unterstreichen: Der Ausbau der Erneuerbaren Energien muss deutlich gestärkt werden. Der Bundesverband WindEnergie (BWE) fordert, nun endlich die Weichen zu stellen. Ambitionierte Ausbauziele für die Windenergie, der Abbau von längst erkannten Hemmnissen bei Genehmigungen und Flächen müsse deshalb nun endlich erfolgen. weiterlesen…

Niederlande von RWE wegen Kohleausstiegs verklagt

Schiedsklage vor ICSID eingereicht

Deutschlands größtes EVU fordert von der Regierung in Den Haag (Insider schätzen zwei Milliarden Euro) Entschädigung dafür, dass es bis 2030 seine zwei Kohlekraftwerke in den Niederlanden abschalten muss. Denn das Nachbarland hat 2019 beschlossen, bis 2030 aus der Kohle auszusteigen. RWE hat das Unternehmen den niederländischen Staat deswegen verklagt und fordert Schadenersatz. Umwelt- und Klimaschützer kritisieren den Schritt als „Gift für die Energiewende“. RWE will vor dem International Centre for Settlement of Investment Disputes (Internationales Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten – ICSID) eine Entschädigung für den niederländischen Kohleausstieg erreichen. weiterlesen…

2020: Knapp 5 GW PV-Zubau

Dezember zubaustärkster Monat

Im Dezember kamen nochmals mehr als 525 MW neu installierte PV-Anlagen hinzu. Damit war er der zubaustärkste Monat im vergangenen Jahr. Die Solarförderung sinkt im Februar um weitere 1,4 Prozent. Im März wird die feste Einspeisevergütung für kleine Dachanlagen erstmals unter die Marke von 8,00 Cent pro Kilowattstunde fallen – schreibt Sandra Enckhardt am 0 auf pv magazine. weiterlesen…

Polens Regierung segnet neue Energiestrategie bis 2040 ab

Kohleausstieg in Sicht? Aber mit Kernkraft

Die polnische Regierung hat am 02.02.2021 Polens neue Energiestrategie bis 2040 (PEP2040) verabschiedet (berichten viele Medien, darunter world-nuclear-news.org); sie soll den Rahmen für eine polnische Energiewende bis 2030 setzen, einschließlich eines Mindestanteils von 23 % Erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch und einer Reduzierung der Treibhausgasemissionen um etwa 30 % im Vergleich zu 1990. Klima- und Umweltminister Michal Kurtyka twitterte: “# PEP2040 wird unser Kompass beim Übergang zu einer CO2-freien Wirtschaft sein.” weiterlesen…

30 Millionen in EU können nicht ausreichend heizen

Jacques Delors Institut: „Europa braucht eine politische Strategie zur Beendigung der Energiearmut“

In einem am 02.02.2021 veröffentlichten Bericht des Jacques Delors Instituts unter dem Titel „Europa braucht eine politische Strategie zur Beendigung der Energiearmut“ werden die Europäische Kommission und die EU-Länder aufgefordert, das allgemeine Bewusstsein für Energiearmut zu schärfen und den 30 Millionen Europäern zu helfen, die 2019 ihre Energierechnungen nicht bezahlen konnten, schreibt Kira Taylor am 03.02.2021 auf Euractiv. weiterlesen…

Chlor und Brom ersetzen – wertvolle Chemikalien aus verseuchtem Erdreich

Mit Elektrolyse Dichloride und Dibromide sicherer und umweltfreundlicher herstellen

Wissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich sogenannte Grundchemikalien wesentlich ungefährlicher herstellen lassen als bisher. Laut zweier Medienmitteilungen vom 29.01.2021 entwickelten sie eine neue Methode, um molekulares Chlor und Brom bei der chemischen Synthese durch weniger giftige Moleküle zu ersetzen. Die Technologie hilft, chemische Prozesse sicherer und nachhaltiger zu gestalten sowie verunreinigte Böden zu sanieren. weiterlesen…

DLR-Studie „Wasserstoff als Fundament der Energiewende“

Sektorenkopplung und internationale Zusammenarbeit als Erfolgsfaktoren

In einer zweiteiligen Studie hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) das Potenzial von grünem Wasserstoff als Energieträger für ein klimaneutrales Energiesystem untersucht. Der erste Teil nimmt Technologien und Perspektiven einer nachhaltigen und wirtschaftlichen Wasserstoffversorgung in den Blick. Der zweite Teil beleuchtet den Aspekt der Sektorenkopplung. Grüner Wasserstoff ist nachhaltig und klimaneutral, bei seiner Herstellung kommen Wasser sowie Energie aus erneuerbaren Ressourcen wie Sonne und Wind zum Einsatz. (Foto: Wasserstoff-Elektrolyse – © DLR, Thomas Ernsting) weiterlesen…

„Hywind Tampen“: Erneuerbarer Strom für Offshore-Öl und -Gas

Weltweit größter schwimmender Windpark in Norwegen im Bau

Hywind Tampen ist ein schwimmendes 88-MW-Windkraftprojekt 140 km vor der Küste Norwegens, das Strom für die Offshore-Felder Snorre und Gullfaks in der norwegischen Nordsee liefern soll. Es wird den Angaben seines Erbauers und Betreibers Equinor zufolge der größte und auch erste schwimmende Windpark der Welt sein, der Offshore-Öl- und Gasplattformen mit Strom versorgt. Hywind Tampen soll ein Prüfstand für die weitere Entwicklung der schwimmenden Windkraft sein, der den Einsatz neuer und größerer Turbinen, Installationsmethoden, vereinfachte Verankerungen, Betonunterkonstruktionen und die Integration von Gas- und Windenergieerzeugungssystemen erforscht. (Foto: Karte – Lage von HyWind Tampen – © equinor.com) weiterlesen…

NGOs gegen LNG-Terminal Stade

33 Organisationen erteilen in „Letter of Disinterest“ öffentliche Absage

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat am 01.02.2021 zusammen mit 32 nationalen und internationalen Organisationen und Bürger-Initiativen einen „Letter of Disinterest“ an die Hanseatic Energy Hub GmbH, Betreiber des LNG-Terminals Stade versandt. In einem formalen Verfahren waren Marktteilnehmer aufgerufen, bis zum 1. Februar 2021 ihr verbindliches Interesse an Kapazitäten des geplanten Terminals für Flüssigerdgas abzugeben. Über das Terminal sollen jährlich etwa 12 Milliarden Kubikmeter Flüssigerdgas anlanden – ein Großteil davon sehr wahrscheinlich als Fracking-Gas aus den USA. Die Unterzeichner fordern Betreiber und Investoren auf, die Pläne für das Terminal zu stoppen und stattdessen in klimafreundliche Energien zu investieren. weiterlesen…

Ausbau Mittelspannungsnetze bis 2030

FDP-Anfrage im Bundestag

Die deutschen Netzbetreiber wollen in den nächsten zehn Jahren rund 3,26 Milliarden Euro in den Ausbau der Mittelspannungsnetze investieren, schreibt der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag über eine Antwort der Bundesregierung (19/24984) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/24567). Bisher seien der Bundesnetzagentur 964 Ausbaumaßnahmen gemeldet worden, mehr als die Hälfte davon befinde sich derzeit im Bau. Da auf der unteren Netzebene meist kürzerfristig geplant werde, seien die tatsächlichen Investitionskosten der Mittelspannung bis 2030 noch nicht bekannt. (Foto: Strommasten und Windenergie bei Nauen, Brandenburg – © Dieter Fichtner für Solarify) weiterlesen…