Solar und Wind vor Kohle

Im ersten Halbjahr 2019 mehr Strom als Kohlekraftwerke

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat am 02.07.2019 Daten zur öffentlichen Nettostromerzeugung für das erste Halbjahr 2019 vorgestellt. Solar- und Windenergieanlagen speisten einer Medienmitteilung zufolge in dem Zeitraum gemeinsam ca. 92,6 Terawattstunden (TWh) in das öffentliche Netz ein, gegenüber 80,1 TWh im ersten Halbjahr 2018. Sie liegen damit auf dem ersten Platz unter den Stromquellen und erzeugten mehr Strom als Braunkohle und Steinkohle in Summe (79,4 TWh). Die Stromproduktion aus Braunkohle ging um 20,7 Prozent zurück, bei der Steinkohle betrug der Rückgang 23,7 Prozent. Die Windenergie war erstmals stärkste Energiequelle. Im Juni war die Solarenergie mit einer Erzeugung von 7,17 TWh erstmals stärkste Energiequelle des Monats, vor Braunkohle mit 7,02 TWh und Wind mit 6,59 TWh. weiterlesen…

Ernst Ulrich von Weizsäcker 80:
„Wir sind dran: Inspirieren – Reflektieren – Handeln“

Symposium zu den großen Herausforderungen in Umwelt, Klima, Gesellschaft und Nachhaltigkeit

Die Herausforderungen sind gewaltig – egal ob Klimawandel, Globalisierung, Digitalisierung, Artensterben, ökonomische Ungerechtigkeit oder Sicherheit. Wie lassen sich hier Denkmuster durchbrechen, Chancen erkennen und intelligent Handlungspotenziale bündeln? Ernst Ulrich von Weizsäcker, anerkannter und engagierter Vordenker, setzt sich seit Jahrzehnten mit diesen drängenden Fragen auseinander und entwickelt Antworten – zuletzt im Club of Rome-Bericht „Wir sind dran“. Wir sind dran: das bedeutet jetzt handeln und konkrete Maßnahmen umsetzen. Anlässlich seines 80. Geburtstags hielt Weizsäcker im Symposium die Keynote und setzte den Rahmen für die darauf folgenden Arbeitskreise und Diskussionen. weiterlesen…

Deutschlandwetter im Juni 2019

Doppelrekord! Noch nie war ein Juni in Deutschland wärmer und sonniger

Der Juni 2019 ist in Deutschland der wärmste und sonnigste Juni seit dem Beginn flächendeckender Messungen. „Schon wieder neue Höchstwerte! Allmählich verschlägt es mir die Sprache angesichts dieser inzwischen in Serie auftretenden Klimarekorde“, kommentiert Uwe Kirsche, Pressesprecher des Deutschen Wetterdienstes die ersten Auswertungen der Ergebnisse der rund 2.000 Messstationen des nationalen Wetterdienstes. Zugleich fiel der Juni hierzulande – nach einem zu nassen Mai – deutlich zu trocken aus. weiterlesen…

Klimakiller Militär

Fast unbeachtet von der Öffentlichkeit: einer der schlimmsten Umweltsünder

Dass im Krieg Menschen getötet werden, ist schlimm — und allgemein bekannt. Die Schäden, die militärische Aktionen an Pflanzen und Tieren, an den Böden und unserer Atemluft anrichten, sind jedoch noch kaum untersucht. Brände, Explosionen, Pulverdampf, entlaubte Wälder, verseuchte Gewässer, CO2-Ausstoß in unfassbaren Mengen — das ist die furchtbare Umweltbilanz der Kriege und vorbereitenden Militärübungen. Es ist bedenklich, dass man darüber wenig hört. Nicht umsonst wurde das Militär als einer der größten Umweltsünder aus dem Kyoto-Protokoll gestrichen — auf Betreiben der NATO-Staaten, schreibt Reiner Braun auf Rubikon News. weiterlesen…

Wirtschaftsbosse fürchten den Klimawandel

…und die Politik soll’s richten

Nichts bereitet den Wirtschaftslenkern der Welt mehr Sorgen als die Klimakrise. In einer aktuellen Umfrage unter 1.300 Firmenchefs landet das Thema erstmals auf Platz eins. Statt zu handeln verlassen sich aber die meisten auf die Politik. Klimaschutz fordern, aber nicht selbst umsetzen. Nach diesem Motto agieren viele Unternehmen in der Klimakrise. Clemens Weiß hat sich die KPMG-Umfrage für energiezukunft näher angesehen. weiterlesen…

ISOE: Dürrerisiken neu bewerten

Beispiel Namibia und Angola

Dürren bedrohen weltweit Millionen Menschen. Durch den Klimawandel werden sich Hungersnöte und Wasserknappheit voraussichtlich noch verschärfen. Vor allem Menschen in Staaten südlich der Sahara sind vom Risiko häufigerer Dürren betroffen. Wissenschaftliche Instrumente, die das Ausmaß dieser Dürrerisiken erfassen, werden immer wichtiger, denn nur so können wirkungsvolle Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Für Namibia und Angola haben Forscher des Instituts für sozial-ökologische Forschung (ISOE) nun ein Instrument entwickelt, das neben konventionellen Umweltparametern auch die sozialen Aspekte von Dürren erfasst. Die daraus resultierenden Vorschläge für integrierte Maßnahmen zur Verringerung von Dürrerisiken fassten die Autoren Stefan Liehr und Robert Lütkemeier im aktuellen ISOE-Policy Brief zusammen. weiterlesen…

Erster Nachweis bakterieller Manganoxid-Nutzung

Yes, they can! Erster Nachweis bakterieller Manganoxid-Nutzung fürs Überleben nahe der H2S-„Todeszone“

Das Schwarze Meer mit seiner permanenten Schichtung, großen sauerstofflosen Wassermassen und ausgedehnten Zonen mit giftigem Schwefelwasserstoff (H2S) ist ein exzellentes Naturlabor, um Überlebensstrategien spezialisierter Organismen in einer solch lebensfeindlichen Umwelt zu erforschen. Mikrobiologe Jan Henkel vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung in Warnemünde und Kollegen untersuchten, wie hier Bakterien dennoch wachsen können. Im Fachjournal PNAS (Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America) präsentieren die Forschenden nun erstmals den Nachweis, dass ein dort häufiges Bakterium spezifisch Mangan(IV)-Oxid nutzt, mit dessen Hilfe Stoffwechselenergie aus H2S gewinnt und es dabei in ungiftiges Sulfat umwandelt. weiterlesen…

Wie weit der Akku noch reicht

Wie sich Fahrer von E-Autos besser auf die Schätzung der verbleibenden Reichweite verlassen können

Eine wesentliche Hürde für den Durchbruch der Elektromobilität in Deutschland ist die Reichweite von E-Autos, die noch deutlich unter der von Autos mit Verbrennungsmotor liegt. Für die Kundenakzeptanz ist es daher besonders wichtig, die verbleibende Reichweite während der Fahrt zuverlässig vorherzusagen. Patrick Weßkamp entwickelte in seiner Doktorarbeit an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der Ruhr-Universität Bochum (RUB) ein Testsystem, das zuverlässigere Aussagen darüber erlaubt. Für seine Doktorarbeit wurde er am 28. Juni 2019 mit dem Gebrüder-Eickhoff-Preis 2019 ausgezeichnet. weiterlesen…

Richter halten Genehmigung des Tagebaus Jänschwalde für rechtswidrig

Eilentscheidung „Etappensieg für den Naturschutz“

Der Hauptbetriebsplan für den Braunkohletagebau Jänschwalde ist voraussichtlich rechtswidrig. Dies hat das Verwaltungsgericht Cottbus am 28.06.2019 in einer Eilentscheidung bekannt gegeben. Die Richter haben einer Klage der Umweltverbände Deutsche Umwelthilfe und GRÜNE LIGA gegen die Genehmigung des Hauptbetriebsplans durch das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe recht gegeben – so eine gemeinsame Medienmitteilung der beiden Verbände. Die umliegenden geschützten Moorgebiete bleiben aber, so die Kläger, bis zur Wirksamkeit der Entscheidung im September weiter von Austrocknung durch den Tagebau bedroht. weiterlesen…

Trump scheitert bei G20 mit Versuch, Allianz gegen Pariser Klimaabkommen zu schmieden

G20-Gipfel: 19 Mitglieder bekennen sich zu Unumkehrbarkeit des Parisabkommens / Es fehlen allerdings klare Aussagen zum 1,5-Grad-Limit

Mit Erleichterung reagiert die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch auf die Einigung von 19 der G20-Staaten auf eine gemeinsame Position zum Pariser Klimaabkommen. „Das ist eine krachende Niederlage für US-Präsident Trump. Trotz seines massiven diplomatischen Drucks auf Gastgeber Japan und trotz seines Versuchs, eine Anti-Klimaschutz-Allianz mit Saudi-Arabien, der Türkei, Brasilien und Russland aufzubauen, gibt es jetzt einen 19-zu-1-Text, der die Unumkehrbarkeit des Pariser Abkommens betont“, so Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch. weiterlesen…