Bioenergie über den Tellerrand hinaus

Debattenbeitrag: Für technologieoffenen Dialog
von Henrik Erämetsä (Head of Aviation Regulation, Neste Corporation)

Wir sehen eine zunehmende Bedeutung der Bioenergie für die Emissionssenkung in zahlreichen Bereichen – sei es für die Wärmeerzeugung oder als emissionsarmer Kraftstoff in der Luftfahrt. Doch die zahlreichen nationalen und internationalen Strategien und politischen Willensbekundungen für Klimaschutz und erneuerbare Energien stehen dabei immer wieder im Kontrast zu einer emotional aufgeladenen öffentlichen Debatte. weiterlesen…

Rationale Revolution


Die Energiewende braucht nicht nur innovative Technologien, sondern einen radikalen Systemwechsel

Manifest und Weckruf von Jürgen Renn und Robert Schlögl

Energiewenden hat es seit der Entstehung des Lebens auf der Erde mehrfach gegeben. Sie waren fast immer mit revolutionären Veränderungen verbunden, etwa als Bakterien lernten, chemische Energie aus Sonnenlicht zu gewinnen. Vor etwa 2,4 Milliarden Jahren entwickelte sich eine Bakterienart, die eine spezielle Art der Photosynthese betrieb, nämlich eine, die Sauerstoff freisetzte – die vielleicht wichtigste Stoffwechsel-Revolution auf unserem Planeten, da sie es Organismen erlaubte, Energie direkt aus Sonnenlicht und Wasser zu erzeugen und somit die Entwicklung des Lebens völlig neu gestaltete. War Sauerstoff für bis dahin vorherrschende Lebensformen Gift, bildete es für die neu entstehenden die Grundlagen ihrer Existenz, so auch für den Menschen. Auch in der Menschheitsgeschichte waren Energiewenden mit revolutionären Veränderungen verbunden, zum Beispiel, als im 19. Jahrhundert die Nutzung fossiler Brennstoffe der industriellen Revolution einen wesentlichen, bis heute anhaltenden Schub verlieh. weiterlesen…

Klimastudie: Deutsche Bahn muss mit Extremwetter rechnen

DB wappnet sich mit 5-Punkte-Strategie

Die Deutsche Bahn ist von den Auswirkungen des Klimawandels so stark betroffen wie wohl kein anderes großes Unternehmen in Deutschland. Das leitet die Bahn aus der Untersuchung „Klimawandel – Auswirkungen auf die Deutsche Bahn AG“ des renommierten Potsdam-Institutes für Klimafolgenforschung (PIK) ab, die am 28.02.2018 übergeben wurde. Bahnchef Lutz: „Der Klimawandel ist ein nicht zu leugnender Fakt“. PIK-Direktor Hans-Joachim Schellnhuber: „Die Bahn kann als klimafreundlicher Verkehrsträger gleichzeitig auch selbst eine Antwort auf das Problem sein“. weiterlesen…

Altmaiers energiepolitische Schwerpunkte

Energieintensive Industrien sollen weiter Vorteile genießen

Den Netzausbau, die Umsetzung des Klimaschutzplans 2050, den Schutz der energieintensiven Industrie und eine deutsche Batteriezell-Produktion will der designierte Bundeswirtschafts- und Energieminister Peter Altmaier als seine energiepolitischen Schwerpunkte einer wieder aufgelegten Großen Koalition in den Mittelpunkt seiner Politik stellen.“ Die energieintensive Industrie wird von der besonderen Ausgleichsregelung nach der Einigung mit der EU-Wettbewerbskommission weiter profitieren,“, versprach er am 02.03.2018 bei der 16. Klausurtagung Energie- und Umweltpolitik des Wirtschaftsrates der CDU e. V. in Berlin. weiterlesen…

CDU-Wirtschaftsrat fordert EEG-Auslaufen für 2015


Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit gleichrangig mit Klimaschutz

„Kein EU-Staat hat mehr CO2-Emissionen in den vergangenen 30 Jahren eingespart als Deutschland. Trotz der großen bisherigen Erfolge bei der Energiewende liegen enorme Herausforderungen noch vor uns. Wir müssen jetzt die Weichen für das Energiesystem von Morgen stellen und die Energiewende in eine industriepolitische Gesamtstrategie für Wachstum und Innovationen einbetten“, so beginnt der 12seitige Forderungskatalog des CDU-Wirtschaftsrats „Energie-Agenda 2030“, den Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates, am 02.03.2018 Kanzleramtschef Peter Altmaier, übergab.
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Batterieproduktion zu riskant – oder Herausforderung

Bosch gibt Pläne für eigene Batteriezellfertigung vollständig auf – sonnen macht das Gegenteil

Die Robert Bosch AG stuft eine eigene Batterieproduktion als zu riskant ein. Aus wirtschaftlichen Gründen habe man sich daher gegen den Aufbau einer eigenen Zellfertigung entschieden, so eine Medienmitteilung vom 28.02.2018. Denn allein die Anfangsinvestitionen würde sich demnach auf rund 20 Milliarden Euro belaufen. Der Zukauf von Batteriezellen reiche aus und es brauche keine eigene Fertigung. Der Stuttgarter Konzern will aber trotzdem m ab 2020 entstehenden Massenmarkt für Elektromobilität Marktführer werden. Das Batterie-Unternehmen sonnen GmbH greift dagegen weit aus – bis nach Südaustralien. weiterlesen…

Journalistenpreis PUNKT 2018


Ausschreibung für guten Technikjournalismus startet

Der PUNKT – Preis für Technikjournalismus und Technikfotografie geht in eine neue Runde: Dieses Jahr ist der PUNKT in der Kategorie Text ausgeschrieben. Journalistinnen und Journalisten sowie Autorenteams können sich ab sofort in den Sparten „Tageszeitung“ und „Magazin/Zeitschrift/Wochenzeitung“ bewerben. Die Preise sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert. Einsendeschluss ist der 24.04.2018. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden am 16. Oktober bei der acatech Festveranstaltung ausgezeichnet. weiterlesen…

Schwache Wechselbereitschaft kostet

DIW: Tarifwechsel bringt große Einsparungen bei Haushaltsstrompreisen

Die durchschnittlichen Strompreise sind seit 2007 fast ständig gestiegen, doch hat der Anstieg Verbraucher unterschiedlich stark betroffen. Während sich die Grundversorgungstarife – die teuersten Tarife im Markt – bis 2014 um 50 Prozent erhöhten, blieben die günstigsten Tarife im Markt in der Regel unverändert. Die Grundversorger sind gesetzlich verpflichtet, in ihren jeweiligen Versorgungsgebieten Energie zu einem Grundversorgungstarif an alle Haushalte zu verkaufen. Ein Tarifwechsel von diesem Grundversorgungstarif zum günstigsten Lieferanten hätte den Verbraucherinnen und Verbrauchern viel Geld gespart. Eine Medienmitteilung vom 07.02.1018 des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Berlin. weiterlesen…

Teure Kohlereserve

Bisher noch nie gebraucht

Vorläufig stillgelegte Braunkohlekraftwerke sollten bei Versorgungsengpässen ans Netz gehen – das war der Deal mit den EVU, damit sie die vorzeitige Stilllegung von acht Kohlemeilern duldeten. Das kostet den Steuerzahler aber Millionen – die zahlt die Bundesregierung für die sogenannte „Sicherheitsbereitschaft für Kraftwerksanlagen“ (siehe solarify.eu/sicherheitsbereitschaft – § 13g EnWG). Weil aber die Reserve noch nie gebraucht worden ist, sind die Zahlungen in dreistelliger Millionenhöhe umstritten. Eine Kleine Anfrage (Drucksache 19/686) der Grünen im Bundestag brachte es ans Licht. weiterlesen…

Der Kampf um saubere Luft

Umweltverbände gehen vor Gericht, um EU-Grenzwerte gegen die deutsche Kohlelobby zu verteidigen

Lobbyisten der Kohleindustrie und die deutschen Eigentümer von einigen der schmutzigsten Kohlekraftwerke und Tagebaue Europas reichen Klage gegen die Entscheidung der Europäischen Kommission ein, die Grenzwerte für gesundheitsgefährdende Luftschadstoffe zu verschärfen. Umweltverbände einschließlich des Europäischen Umweltbüros (European Environmental Bureau – EEB) haben sich deshalb am 28.02.2018 darum beworben, vor Gericht zu intervenieren und die EU-Regeln zu verteidigen. weiterlesen…