Deutsche Energiewende:

Weltenergierat: Umfrage unter Experten aus mehr als 60 Ländern

Die deutsche Energiepolitik werde weltweit wahrgenommen und habe Einfluss, schreibt der Weltenergierat Deutschland in einer Pressemitteilung über eine weltweite Umfrage unter dem Titel „Deutsche Energiepolitik – eine Blaupause für die Welt?“. So hätten 77 % der weltweit befragten Energieexperten angegeben, dass die Energiewende in Deutschland beobachtet werde, zu Diskussionen oder sogar konkreten Maßnahmen in ihren Ländern geführt habe. Eine Bewertung der deutschen Energiepolitik falle dabei unterschiedlich aus. 11 % der europäischen Experten würden die deutsche Energiepolitik als Blaupause für die Welt bewerten, im Vergleich zu 43 % der Experten aus dem nicht-EU-Ausland. weiterlesen…

„SmartQuart“ beginnt im Januar 2020

Förderbescheid für erstes Reallabor der Energiewende

Im Sommer hatte das BMWI die Gewinner des „Ideenwettbewerbs Reallabore der Energiewende“ ausgewählt. Neun Partner sind am ersten Konsortium namens „SmartQuart“ beteiligt, das von Innogy geführt wird. Sie wollen ab 2020 energieoptimierte Quartiere in verschiedenen Städten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz realisieren, bei denen fossile Energieträger weitgehend überflüssig sein sollen – berichtet am 16.12.2019 im Portal pv magazine. Am gleichen Tag hatte Minister Peter Altmaier (CDU) den ersten Förderbescheid an das Konsortium „SmartQuart“ übergeben. weiterlesen…

Wirtschaftsministerium behindert Energiewende

Gastkommentar: Blockade-Republik Deutschland

„Die Transformation unserer Energiesysteme wäre ein gigantisches Investitions- und Konjunkturprogramm. Doch das Wirtschaftsministerium bremst sie mit unsinniger Bürokratie aus“ – das ist die These eines Gastkommentars von Klaus Mindrup und Eicke Weber am 17.12.2019 im Handelsblatt. (Fotos: Klaus Mindrup – © Thomas Imo; Eicke Weber – © Solarify) weiterlesen…

Energiewende: Windenergie überholt Braunkohle

Dennoch Warnung vom Bundesverband WindEnergie

Bedingt durch weltweit gute Windbedingungen haben 30.000 Windgeneratoren bis Mitte Dezember 118 Terawattstunden Strom geliefert – das sei zum ersten Mal mehr als aus der Verbrennung von Braunkohle gewonnen wurde. Damit werde die Windenergie erstmals wichtigster Energieträger in der Stromerzeugung – aber die „Zahlen dürfen nicht über die aktuelle Krise hinwegtäuschen“, so der Bundesverband WindEnergie (BWE) am 13.12.2019 in einer Medienmitteilung. weiterlesen…

Erhöhung des CO2-Preises setzt richtiges Signal

Fairen Wettbewerb für saubere Technologien schaffen

„Die Energiewende auf Basis Erneuerbarer Energien ist die kostengünstigste Form der Energieerzeugung und die wirksamste Form des Klimaschutzes. Der am 16.12.2019 bekannt gewordene Kompromiss im Vermittlungsausschuss zum Klimapaket der Bundesregierung ist deshalb ein Schritt in die richtige Richtung, der zwingend geboten war. Bundesländer und Opposition haben die klimapolitische Ambition durch die Festlegung auf einen höheren CO2-Einstiegspreis und einen schnelleren Anstieg der CO2-Bepreisung bis 2026 erhöht, auch wenn der vorgesehene Einstiegspreis noch unter den Erwartungen der Branche liegt. Insgesamt muss die deutsche Politik die Energiewende jedoch viel entschlossener angehen, Hindernisse beim Ausbau der Erneuerbaren abbauen und endlich faire Wettbewerbsbedingungen für saubere Technologien liefern“, kommentiert Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie e.V. (BEE) den Kompromiss. weiterlesen…

Dänemark plant künstliche Energieinsel

Regierung unternimmt erste Schritte

Dänemark will seine klimaschädlichen Emissionen bis 2030 um 70 Prozent reduzieren. Daher hat die dänische Regierung laut einer Medienmitteilung des Kopenhagener Energieministeriums am 10.12.2019 für 8,7 Mio. Euro Untersuchungen begonnen, um Standorte für eine oder mehrere Energieinseln mit mindestens 10 GW Offshore-Wind zu finden. Dies entspricht 10 großen Offshore-Windparks, die den Strombedarf von mehr als 10 Mio. europäischer Haushalte decken könnten. Der Gesamtinvestitionsbedarf liegt zwischen 27 und 40 Mrd. Euro. weiterlesen…

Sondergipfel von Bund und Ländern zur Energiewende

Im Januar 2020 Einigung bei Klima- und Energiefragen suchen

Legislative und Exekutive - das Bundeskanzleramt vom Paul-Löbe-Haus des Bundestags aus gesehen - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyNach einem Treffen der Länder-Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Merkel wollen beide Seiten im Januar 2020 möglichst eine Einigung bei Klima- und Energiefragen zu erreichen versuchen. Merkel kündigte an, dass dann auch die wichtigen Fragen zum weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien geklärt werden sollen, berichtete Sandra Enkhardt am 06.12.2019 im Portal pv magazine. weiterlesen…

Klimagrenzen: UBA fordert höhere Spritpreise und Tempolimit

Studie schon vor Regierungspaket abgeschlossen

E-Mobilität und Fahrrad - umweltfreundliche Verkehrsmittel - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyUm die in Paris bei COP21 beschlossenen (aber gefährdeten) Klimagrenzen doch noch einzuhalten, fordert eine (bis Anfang Dezember 2019) interne Studie des Umweltbundesamts (UBA) unter dem Titel „Kein Grund zur Lücke“ drastische Veränderungen, vor allem im Verkehr: Privilegien etwa für Dienstwagen müssten gestrichen werden, Diesel müsse deutlich mehr kosten (70 ct mehr Steuern bis 2030) und auf Autobahnen ein Tempolimit (120 kmh) eingeführt, auch die Pendlerpauschale müsse abgeschafft werden – schreibt Michael Bauchmüller, Süddeutsche Zeitung. Die Bundesregierung war offenbar schon seit Sommer in Besitz und Kenntnis der Studie – vor Verabschiedung des Klimapakets. Die Maßnahmen gehen weit über das Klimapaket der Regierung hinaus. weiterlesen…

Passender Energiemix für kleinere Gemeinden

Neues Fraunhofer-Tool für kommunale Energiewende

Solarenergie, Erdwärme oder Photovoltaik – welche Form der Energieversorgung eignet sich am besten für die Gemeinde? Vertreter kleinerer Gemeinden sehen sich einer Unmenge an Informationen gegenüber, die die bestehende Unsicherheit vielfach noch vergrößert. Ein neuartiges Online-Tool von Fraunhofer (Institutsteil Angewandte Systemtechnik AST des Fraunhofer-Instituts für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB) bringt nun Licht in diesen Dschungel und ermittelt den individuell optimalen Energiemix samt Fördermöglichkeiten. weiterlesen…

Jobmotor Solarstrom

50.000 neue Jobs durch Photovoltaik und Speicher bis 2030

PV-Dächer in Berlin-Köpenick - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyUm eine Stromerzeugungslücke infolge des Atom- und Kohleausstiegs zu vermeiden, müssten Photovoltaik- und Speicherkapazitäten deutlich stärker ausgebaut werden, mahnt der Bundesverband Solarwirtschaft in seiner Pressemeldung vom 05.12.2019. Bis zum Jahr 2030 könnten so über 50.000 neue Jobs in Deutschland entstehen, heißt es dort. Dies gehe aus einer aktuellen Studie des Bonner Markt- und Wirtschaftsforschungsunternehmens EuPD Research hervor.
weiterlesen…