1991-2016: 25 Jahre Germanwatch

Die Stadt Bonn und Germanwatch feiern den Auftakt ihrer Jahrespartnerschaft: 25 Jahre gemeinsam für Nachhaltigkeit

Mit rund 200 Gästen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft haben die Stadt Bonn und die in Bonn ansässige Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch am Abend des 23.02.2016 den Auftakt ihrer Jahrespartnerschaft gefeiert. Mit dem gemeinsamen Empfang im Alten Rathaus beging Germanwatch zudem seinen 25. Geburtstag. Eine hochrangig besetzte Expertenrunde diskutierte die jüngsten Entwicklungen in der Klimapolitik und Nachhaltigkeit – beides Kernthemen sowohl der Stadt Bonn als auch von Germanwatch. weiterlesen…

Windgas macht Energiewende sicher und günstig

Studie ermittelt notwendigen Ausbau von Power-to-Gas

Bereits in den nächsten Jahren müssen zahlreiche Windgas-Elektrolyseure ans Netz gehen, um eine sichere Stromversorgung bei hohen Anteilen Erneuerbarer Energien zu gewährleisten. Laut einer Untersuchung des unabhängigen Analyseinstituts Energy Brainpool im Auftrag von Greenpeace Energy werden bis zum Jahr 2040 mindestens 14 GW dieser Anlagen benötigt. Windgas-Elektrolyseure wandeln überschüssigen Ökostrom in Wasserstoff um und machen Wind- und Solarstrom so in riesigen Mengen über lange Zeiträume im vorhandenen Gasnetz speicherbar. Mit der Studie liegt erstmals ein fundierter Ausbaupfad für Power-to-Gas vor. weiterlesen…

Energiewende: Verkehrssektor muss dringend Gang zulegen

Noch zu wenig Tempo für die Energiewende auf Europas Straßen

Die Energiewende funktioniert am besten, wenn sie in möglichst vielen Ländern stattfindet. Deshalb ist der Ausbau der Erneuerbaren Energien nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen EU-Mitgliedsländern besonders wichtig. Die EU hat sich das Ziel gesetzt, bis 2020 den Anteil Erneuerbarer Energien am Brutto-Endenergieverbrauch auf 20 Prozent zu erhöhen und ist auf gutem Wege, dieses Ziel zu erreichen. Hingegen hinkt die Staatengemeinschaft ihrem zweiten Ziel erheblich hinterher – nämlich den Anteil der Erneuerbaren im Verkehrssektor auf zehn Prozent zu erhöhen. Darauf weist die Agentur für Erneuerbare Energien hin. weiterlesen…

Paks stiftet Unfrieden

Offizielle Beschwerde und neue Studie: Geplantes ungarisches AKW kommt deutsche Verbraucher und Ökostrombranche teuer zu stehen

Gegen das geplante Atomkraftwerk Paks II in Ungarn hat Greenpeace Energy gemeinsam mit sechs deutschen Stadtwerken offiziell Beschwerde bei der EU-Kommission eingelegt. Die geplante staatliche Finanzierung des AKWs sei verbotene Beihilfe. Eine neue Studie des Berliner Analyseinstituts Energy Brainpool belegt zudem erstmals, dass ein staatlich finanziertes AKW wie Paks II den deutschen Energiemarkt zu Lasten von Ökostrom-Anbietern spürbar verzerren und das deutsche EEG-System mit dreistelligen Millionenbeträgen pro Jahr belasten dürfte. weiterlesen…

Mittelstandsinitiative um drei Jahre verlängert

Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz läuft jetzt bis Ende 2018

Die Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz wird für weitere drei Jahre fortgeführt. Das beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks angesiedelte gemeinsame Projekt von Bundeswirtschaftsministerium und Bundesumweltministerium hilft Unternehmen dabei, effizienter mit Energie umzugehen und limaschutzmaßnahmen umzusetzen. weiterlesen…

Modernisierungspakt für Deutschland 2025

Deutsche Wirtschaftsminister präsentieren Plan – Linke: „Rohrkrepierer“ – Canzler: „Überkommenes Wachstumsmodell“

Die Wirtschaftsminister von Bund und Ländern haben am 27.01.2016 in Stuttgart einen Modernisierungspakt für Deutschland 2025 vorgestellt. „Deutschland hat das Zeug dazu, weiter zu wachsen. Dafür brauchen wir ein neues, solides Fundament“, so der baden-württembergische Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid. Themenbereiche des Pakts: Digitalisierung, Breitbandausbau, Familienarbeitszeit, einen rechtlichen Anspruch auf Rückkehr in den vorherigen Umfang einer Beschäftigung nach einer Teilzeitbeschäftigung und eine weitere Verbesserung der Kinderbetreuungsmöglichkeiten – und: ein Bürokratiemoratorium für Gründer. weiterlesen…

„Eine kluge Energiewende ist nicht zu teuer“

Kommentar von Claudia Kemfert

Mit freundlicher Genehmigung

Die Energiewende sei teuer – viel zu teuer: Sie koste die deutsche Volkswirtschaft 24 Milliarden Euro im Jahr, der Strompreis explodiere nur wegen der Energiewende, so die einhellige Meinung. Was die Gespensterdebatte um angebliche Kosten und Strompreise vornehmlich verschweigt: Bei den genannten 24 Milliarden Euro handelt es sich nicht um Kosten im klassischen Sinne, sondern um Investitionen, die in der deutschen Volkswirtschaft Wertschöpfung und Arbeitsplätze schaffen. weiterlesen…

Welche Industrie wollen wir?

Wolfgang Lemb (Hg.): Nachhaltig produzieren – zukunftsorientiert wachsen

Die ökologischen und sozialen Warnsignale stehen heute weltweit auf Dunkelrot: Der Klimawandel, die Finanzmarktkrise, die zunehmende Ungleichheit in der Einkommens- und Vermögensverteilung sowie die massiven Defizite in der öffentlichen Infrastruktur weisen auf gravierende Fehlentwicklungen unseres Wirtschaftssystems hin.
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Energiewende – Was wir können und was wir wollen

Ein Vortrag in der Berliner Humboldt-Uni

Auf Einladung des Hermann von Helmholtz-Zentrums für Kulturtechnik (HZK) und der Stiftung Mercator sprach Prof. Robert Schlögl (FHI Berlin und MPI CEC, Mülheim a.d. Ruhr) am 14.01.2016 im Kinosaal der Humboldt-Universität zu Berlin über das Thema: „Energiewende – Was wir können und was wir wollen“. weiterlesen…

Energiewende historisch beispielloses Projekt – Lernfeld für noch Größeres

Peter Hennicke über Forschung und Wissenschaft, Szenarioanalysen und demokratische Legitimation der Wissenschaftspolitik der Regierung

Mit freundlicher Genehmigung von Gerd Stadermann und Klaus Oberzig

In einem Interview für ein Buchprojekt von Gerd Stadermann und Klaus Oberzig mit Peter Hennicke, dem langjährigen Präsidenten des Wuppertal-Instituts für Klima, Umwelt und Energie, sprach sich dieser dafür aus, das „Instrument der direkten Kommunikation zwischen Parlament, Wissenschaft und Zivilgesellschaft mehr [zu] nutzen“. Zur allgemeinen Glaubwürdigkeit von wissenschaftlichen Forschungsergebnissen, sagte Hennicke, er glaube „unbesehen heute keiner Szenarioanalyse“ mehr wenn sie „keine konkurrierenden Ansätze und Modellanalysen unter unterschiedlichen Annahmen“ enthalte. Er forderte, „das Auseinanderdriften zwischen Arm und Reich zu stoppen“, im globalen Maßstab müssten „die Armuts- und die Ernährungsfragen gelöst werden“, die eng damit verbunden seien – und der Finanzmarkt müsse „reguliert werden und wieder eine dienende Rolle für die reale Kapitalakkumulation einnehmen“. weiterlesen…