Energiewende – Geschichte

Mehrere Väter: Amory Lovins und die „sanfte Energie“ – Peter Hennicke und Stefan Kohler

Es war der am 17.03.2016 mit dem Bundesverdienstkreuz geehrte amerikanische Physiker Amory B. Lovins, der 1976 nachwies, dass regenerative Energiequellen tatsächlich in der Lage wären, ganze Industrienationen mit Energie versorgen konnten – mit dem Aufsatz „Energy Strategy: The Road not Taken?“ in Foreign Affairs (Oktober 1976). 1980 erschien die Studie des Freiburger Öko-Instituts Energiewende. Wachstum und Wohlstand ohne Erdöl und Uran (S. Fischer Verlag 1980), sie zeigte, dass auch in Deutschland mit verbesserter Energieeffizienz der Verbrauch gesenkt werden, und dass dieser geringere Verbrauch durch heimische Kohle (noch war keine Rede vom Klimawandel) und Erneuerbare Energien gedeckt werden könnte. Die Autoren waren Florentin Krause, Hartmut Bossel und Karl-Friedrich Müller-Reißmann – sie hatten den 1977 von Lovins für die USA vorgestellten „sanften“ Enrgieversorgungs-Pfad übersetzt, auf Deutschland übertragen – „Energiewende“. weiterlesen…

„Energiewende“ 35 Jahre alt

Öko-Institut: 2015 ist Halbzeit

Aus Sicht des Öko-Instituts hatte die Energiewende 2015 Halbzeit. Was das bedeutet, zeigt der aktuelle Jahresbericht. Schon 1980 zeigte das Öko-Institut in einer Studie, wie eine Energieversorgung ohne Uran und Erdöl aussehen kann und beschrieb damit visionär eine alternative Energiezukunft. Die Studie prägte den Begriff „Energiewende“ (siehe solarify.eu/energiewende-geschichte) und wurde im vergangenen Jahr 35 Jahre alt. Da die gängigen Klimaschutzszenarien meist bis zum Jahr 2050 berechnet werden, markiert das Jahr 2015 somit die „Halbzeit Energiewende“. weiterlesen…

Bundesverdienstkreuz für Amory Lovins

Zweiter Berlin Energy Transition Dialogue

Schon zum zweiten Mal versammelten sich am 17. und 18.03.2016 Hunderte von Gästen aus 74 Staaten zum „Berlin Energy Transition Dialogue – towards a global Energiewende“ im Berliner Außenministerium. Dessen Hausherr Steinmeier und Wirtschaftsminister Gabriel eröffneten die gemeinsam mit dem BEE veranstaltete internationale Konferenz, am zweiten Tag sprach Umweltministerin Hendricks. Einer der Höhepunkte: Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an den amerikanischen Umwelt-Pionier Amory Lovins – 2009 im Time Magazine als einer der 100 einflussreichsten Menschen der Welt herausgestellt. weiterlesen…

Englischer Reiseführer durch deutsche Energiewende

„Germany – Experience Re-newable Energy“

Die deutsche Energiewende auf Englisch erleben und verstehen: Dafür gibt es jetzt den Reiseführer „Germany – Experience Renewable Energy“. Die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) bringt den Reiseführer mit Förderung des Auswärtigen Amtes pünktlich zur am 17.03.2016 beginnenden Konferenz Berlin Energy Transition Dialogue heraus. weiterlesen…

Die Großen im Minus: Von 170 Mio. bis 7 Mrd.

E.ON mit „Ergebnis im Rahmen der Erwartungen“ – RWE: „Ertragsziele für 2015 erreicht“ – trotzdem keine Dividende

Der größte deutsche Energiekonzern E.ON hat 2015 ein Minus von sieben Milliarden Euro eingefahren, will aber trotzdem 50 Ct Dividenden zahlen. Konkurrent RWE streicht dagegen die Ausschüttung an die Aktionäre, trotz vergleichsweiser moderater Verluste von „nur“ 17o Millionen. Während E.ON zu Jahresbeginn das Kohle- und Gasgeschäft („Uniper“) abgespalten hat, will RWE das am 01.04.2016 tun (Name noch unbekannt). Beide berichteten von ihren Bilanz-Pressekonferenzen. weiterlesen…

„Mehr Markt zu fordern, ist naiv“

Uwe Leprich im Solarify-Selbst-Gespräch

Prof. Uwe Leprich, Leiter des Instituts für ZukunftsEnergieSysteme (IZES) an der Hochschule für Wirtschaft und Technik des Saarlandes, sieht im Solarify-Selbst-Gespräch die Kohlewirtschaft als eindeutige Verliererin der Energiewende – das Zögern der Bundesregierung bei ihrer Durchsetzung bedeutet allerdings „nur eine kleine Verschnaufpause“. Er entlarvt die verharmlosende und verräterische Sprache, die einmal von der „friedlichen Nutzung der Kernenergie“ sprach und jetzt in den Erneuerbaren Energien unreife Heranwachsende sieht. Wer in diesem Zusammenhang immer noch von „Subventionierung“ spreche, habe nicht gemerkt, dass es sich um schlichte Finanzierungen handelt. Er fordert, sich endlich von der „geradezu religiösen Verehrung von Märkten zu verabschieden“. weiterlesen…

„Das Tempo der Erneuerbaren Energien hat uns alle überrascht“

40 Jahre DLR-Energieforschung – Interview mit Joachim Nitsch
-mit freundlicher Genehmigung des DLR-

Vor gut 40 Jahren – ausgelöst durch den Ölpreisschock Anfang der 70er Jahre – begannen sich Politik und Wirtschaft Gedanken über eine Energieversorgung jenseits von Öl, Kohle und Uran zu machen. Das DLR (damals noch DVLR) hatte bereits 1969 begonnen, seine Kompetenzen auch für die Energieforschung einzusetzen und damit gezielt eine gesellschaftliche Herausforderung anzugehen. 1976 wurde die Energieforschung als fester und dauerhafter Forschungsbereich im DLR eingerichtet. Seitdem forscht es unter anderem an Solarkraftwerken, Brennstoffzellen, umweltfreundlichen Gasturbinen, Energiespeichern und Windenergieanlagen. Vor allem die systemanalytischen Studien lieferten zentrale Beiträge für eine zukunftsweisende Energiepolitik in Deutschland und gaben international wichtige Denkanstöße. weiterlesen…

Energiewende in Industriestaaten hochwillkommen

AEE-Hintergrundpapier vergleicht Umfragen zu Erneuerbaren Energien

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien genießt in Europa, Nordamerika, Australien und Neuseeland hohe Akzeptanz, wie aus einer von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) erstellten Analyse einschlägiger Umfragen hervorgeht. Dem AEE-Hintergrundpapier „Die Akzeptanz Erneuerbarer Energien im Spiegel von Umfragen in Industriestaaten“ zufolge stimmen weit über 80 Prozent den Erneuerbaren unabhängig vom Ausbaustand regenerativer Energiequellen in den jeweiligen Ländern zu. weiterlesen…

Stromwende mit Rückenwind

Forschungsstelle für Energiewirtschaft: 2035 bis zu 85 % EE-Anteil im Stromsektor – „Ausbau auf der Überholspur“

Windgeneratoren und Strommasten bei Pfalzfeld, Hunsrück - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft_20150626Die Übertragungsnetzbetreiber, die jährlich mit der Bundesnetzagentur den Netzentwicklungsplan (NEP) erstellen, orientieren sich für ihre Ausbauszenarien an den politischen Zielen zum EE-Anteil sowie dem Bruttostromverbrauch. Im folgenden Diagramm wird deutlich, dass nach EEG 2014 bei kontinuierlichem Netto-Ausbau von 2.500 MW pro Jahr Windenergie an Land die Ziele des Koalitionsvertrages (Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch im Jahr 2025 zwischen 40 % und 45 % und im Jahr 2035 zwischen 55 % und 60 %) überschritten werden. Die Ziele laut Koalitionsvertrag stimmen demnach nicht mit dem EEG 2014 überein. weiterlesen…

Energieeffizienz in Gebäuden richtet sich an falschen Werten aus

Studie plädiert für Weiterentwicklung der Energieeinsparverordnung

In einer Studie hat das Wuppertal Institut die Definition und Bedeutung der Primärenergiefaktoren im Rahmen der Energieeinsparverordnung (EnEV) untersucht. Die EnEV dient der Umsetzung der europäischen Gebäuderichtlinie EPBD und ist daher ein zentrales Instrument zum Erreichen zweier Ziele der EU: der Energieeffizienz- und der Klimaschutzziele im Gebäudesektor. weiterlesen…