Linke: Regierung soll Kohleausstieg einleiten

Entsprechender Gesetzentwurf für erstes Halbjahr 2016 gefordert

Die Bundesregierung soll noch im ersten Halbjahr 2016 einen Gesetzentwurf mit einem Rahmen für den Ausstieg aus der Kohleverstromung vorlegen – das fordert die Fraktion Die Linke in einem Antrag (18/8131). Danach soll der Ausstieg im zweiten Halbjahr 2017 mit der Stilllegung erster Kraftwerksblöcke beginnen. 2035 soll schließlich das letzte deutsche Kohlekraftwerk abgeschaltet werden. Der Ausstieg soll mit einem „Strukturwandelfonds Kohleausstieg“ sozial begleitet werden. „Nach dem vielfach als historisch bezeichneten Pariser Klimagipfel müssen auch in Deutschland die Weichen für mehr Klimaschutz gestellt werden“, fordert die Linksfraktion. Solarify dokumentiert den Antrag. weiterlesen…

30 Jahre Tschernobyl und die Energiewende

Aus Politik und Zeitgeschichte: „Energie global“

Die Bundeszentrale für Politische Bildung hat in ihrer Schriftenreihe „Aus Politik und Zeitgeschichte“ ein Heft über das Thema Energie publiziert: „Energie global„. Vor 30 explodierte der Druckbehälter des Atomkraftwerks „Wladimir Iljitsch Lenin“ bei Tschernobyl und der bisher nur theoretisch bekannte GAU, der größte anzunehmende Unfall, mündete in die bis dahin schlimmste Katastrophe der zivilen Atomenergienutzung – die Zahlenangaben schwanken zwischen 50 und 93.000 (noch zu erwarteten) Opfern – und das von nur 44,152 Kilogramm in die Atmosphäre gelangtem Material (berechnet aus der in wikipedia.org veröffentlichten Tabelle der wichtigsten freigesetzen Radionuklide). Vor fünf Jahren folgte im japanischen Fukushima ein weiterer nuklearer GAU. Beide Unglücke haben dazu beigetragen, dass Deutschland inzwischen klar auf Atomausstiegskurs ist und 30 Jahre nach Tschernobyl eine „Energiewende“ eingeleitet hat. weiterlesen…

Wieviel Lärm machen Windräder?

Bundesweiter Projektverbund erforscht Schwingungen der Windräder

Windkraftanlagen verursachen Schall und Erschütterungen. Wie beides zusammenhängt und besser prognostiziert und gesenkt werden kann, erforscht der bundesweite Projekt- und Forschungsverbund TremAc (Objektive Kriterien zu Erschütterungs- und Schallemissionen durch Windenergieanlagen im Binnenland). weiterlesen…

Akzeptanz erhöhen

Studie: finanzielle Bürgerbeteiligung an Energiewende-Projekten

Mit der finanziellen Beteiligung von Bürgern beispielsweise am Bau neuer Stromnetze oder an neuen Windparks sollen die Akzeptanz und das Vertrauen in notwendige Energie-Infrastrukturprojekte gesteigert und deren Realisierung beschleunigt werden. Ob diese Ziele mit den derzeit vorhandenen Instrumenten erreicht werden, untersucht eine Studie, die am 08.04.2016 vorgestellt und vom Kompetenzzentrum Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge e.V. an der Universität Leipzig erstellt wurde. Auftraggeber sind die Bertelsmann-Stiftung, der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und die Rechtsanwaltskanzlei Wolter-Hoppenberg. weiterlesen…

Sicher, bezahlbar und sauber

Neue Forschungsinitiative stärkt Energiewende in Gebäuden und Städten

Bis 2050 soll der Primärenergiebedarf im Gebäudebereich in der Größenordnung um 80 Prozent gegenüber dem Jahr 2008 gesenkt werden. Die Projekte sollen zeigen, wie durch Innovationen und intelligente Vernetzung energetisch hochwertige, lebenswerte Häuser und Quartiere entstehen können. Neben technologischen Aspekten sollen sie insbesondere auch gesellschaftspolitische und sozioökonomische Aspekte berücksichtigen. weiterlesen…

Neues von Rotmilan und Mäusebussard

Studie: Bestand des Rotmilan nicht durch Windkraft gefährdet

Die Studie „Windenergie und Rotmilan – Ein Scheinproblem“ des Schweizer Ingenieurbüros KohleNusbaumer hat unterschiedliche Reaktionen bei NABU und BWE hervorgerufen. Der Präsident der Energy Watch Group und EEG-Mitautor Hans-Josef Fell begrüßt die Studienergebnisse ausdrücklich, während die Naturschützer vom NABU Teilen der Windenergie-Branche unterstellen, „mit unhaltbaren Aussagen den Eindruck  erwecken zu wollen, dass ein Konflikt zwischen Windenergie und dem Schutz von Greifvögeln gar nicht existiert“. weiterlesen…

Alte Akkus haben’s in sich

Studie: Alte Akkus bergen gewaltiges Speicherpotenzial

In einem alten Akku steckt noch eine Menge Saft: Wenn aus einem Elektroauto nach fünf bis sieben Jahren ein Akku-Tausch nötig wird, fasst die alte Batterie noch gut 70-80% ihrer ursprünglichen Leistung. Zu wenig, um in einem Tesla S oder BMW i3 weiter Dienst zu tun, zu viel, um zum alten Eisen zu gehören: Nach einer Studie von Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) und Deutsche Messe AG (Hannover) können diese alten Lithium-Ionen-Akkus im Jahr 2025 mit 25 Gigawattstunden (GWh) etwa genauso viel Strom zur Verfügung stellen wie die Hälfte aller deutschen Pumpspeicher-Kraftwerke. Voraussetzung: Der Markt für Elektromobilität muss in Deutschland endlich in Schwung kommen. weiterlesen…

BMWi: „Energiewende voranbringen“

Forschungsnetzwerk Erneuerbare Energien gegründet

Auf Initiative des BMWi ist am 06.04.2016 in Berlin das Forschungsnetzwerk Erneuerbare Energien gegründet worden. Die Plattform soll die Akteure von Windkraft und Photovoltaik aus Industrie, Forschung und Politik zusammenbringen und gemeinsam Forschungsschwerpunkte auf Basis der Anforderungen der Zukunft festlegen. Damit solle „die Energiewende in Deutschland vorangebracht und die Spitzenposition deutscher Unternehmen in Windkraft und Photovoltaik gefestigt werden“, heißt es in der Mitteilung des BMWi. weiterlesen…

Kopernikus wird konkret

Vier Konsortien ausgewählt – 230 Partner starten größte Forschungsinitiative zur Energiewende – Wanka: „Erneuerbare Energieversorgung ohne Wohlstandsverlust ist machbar“

Die Energiewende braucht zum Umbau des Energiesystems neue Technologien – diese sollen in den sogenannten „Kopernikus-Projekten“ entwickelt werden. Aus 41 vorgeschlagenen Bewerbungen wählte ein Beirat vier Konsortien aus, von denen sich jedes einem der Eckpfeiler der Energiewende widmen wird: Der Weiterentwicklung der Stromnetze, der Speicherung Erneuerbarer Energien durch Umwandlung, der Neuausrichtung von Industrieprozessen auf eine fluktuierende Energieversorgung und dem besseren Zusammenspiel aller Bereiche des Energiesystems. Im Rahmen eines Pressegesprächs im BMBF wurden sie am 05.04.2016 vorgestellt. weiterlesen…

Berlin mit Energiewendegesetz

Bis 2050 klimaneutral

Rauch-Wasserdampf-Fahne Kraftwerke Reuter-West und Müllverbrennungsanlage, Berlin - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur ZukunftUm einen einheitlichen rechtlichen Rahmen für nachhaltigen Klimaschutz zu gewährleisten, erarbeitet das Land Berlin ein Energiewendegesetz (EWG). Wesentliche Elemente: CO2-Minderungsziele und ein Energie- und Klimaschutzprogramm. Der Gesetzentwurf legt fest, dass die Stadt bis 2050 klimaneutral sein soll – das Ziel Klimaneutralität bekommt eine gesetzliche Grundlage. Auf dem Weg dahin sollen die energiebedingten CO2-Emissionen bis 2020 um mindestens 40, bis 2030 um mindestens 60 und bis 2050 um mindestens 85 Prozent im Vergleich mit 1990 reduziert werden. weiterlesen…