Globaler Kohlenstoffpreis richtet sich nach CO2-Budget

Vorschlag zur weltweiten CO2-Bepreisung

Da die derzeitigen Bemühungen zur Bekämpfung des Klimawandels nicht gut koordiniert seien und nicht zur gewünschten Reduzierung der globalen Treibhausgas-Emissionen geführt hätten, schlägt ein Autorenteam aus Coburg und Ingolstadt (Martin Zapf, Hermann Pengg und Christian Weindl) als „kosteneffizientes politisches Instrument“ eine „global und sektorübergreifend einheitlich gültige CO2-Preisgestaltung“ in Form eines Cap-and-Trade-Systems vor: Ein weltweites Emissionshandelssystem sei das am besten geeignete marktbasierte Instrument zur Senkung der globalen Emissionen, um mit einem CO2-Budget die im Pariser Abkommen festgelegte Temperaturgrenze nicht zu überschreiten. Ihr am 02.08.2019 in der Zeitschrift energies von MDPI veröffentlichter Vorschlag für das Design eines solchen Systems sieht weltweite Maßnahmen mit den niedrigsten marginalen Minderungskosten nach einem vordefinierten Reduktionspfad vor. weiterlesen…

Erderwärmung in den Städten

Der Klimawandel ist nicht von oben zu stoppen

Die Welt 2050 – Berlin wird zu Madrid, Madrid zu Marrakesch. Wieso der Klimawandel in den Städten, von den Bürgern und Bürgermeisterinnen, bekämpft werden muss. Solarify weist auf einen Gastbeitrag des Zukunftsforschers Daniel Dettling in der Süddeutschen Zeitung hin. weiterlesen…

„Teenager-Aktivisten und ein IPCC-Triumph“

Ein Leitartikel in Nature

Nicht oft komme ein Klimabericht „so genau zum richtigen Zeitpunkt“. Der in der vergangenen Woche veröffentlichte IPCC-Bericht über Klima und Landnutzung sei „rechtzeitig für mehrere internationale Treffen zur Zukunft der Umwelt gekommen“, so der anonyme Nature-Autor am 14.08.2019. Wenn sich jetzt Regierungsvertreter unter UN-Dach in Nairobi, Neu Delhi und New York versammelten, um Fortschritte im Schutz von Biodiversität und Eindämmung der Wüstenbildung und des Klimawandels zu überprüfen, sollten deie jüngsten Warnungen des IPCC diese Beratungen aufrütteln. weiterlesen…

Klimakrise: Was jetzt getan werden muss

10 Umweltverbände veröffentlichen Handlungsprogramm für effektiven Klimaschutz

Mit eindringlicher Kritik an der Bundesregierung haben am 16.08.2019 zehn Natur- und Umweltschutzverbände ein Handlungsprogramm zur wirksamen Eindämmung der Klimakrise veröffentlicht. Die Verbände (BUND, Campact, DUH, Germanwatch, Greenpeace, NABU, NaturFreunde Deutschlands, Umweltinstitut München, WWF Deutschland und der DNR) forderten am 16.08.2019 in einer gemeinsamen Medienmitteilung die Bundesregierung auf, endlich zu handeln und effektive Maßnahmen zum Schutz des Klimas und der Einhaltung des 1.5 Grad Erhitzungs-Limits von Paris zu ergreifen. weiterlesen…

Karliczek will Politiker und Beamte weniger fliegen lassen

Bildungsministerin fordert Verringerung

„Reise-Wahnsinn in einigen Ministerien“ titelte das deutsche Massenblatt mit den großen Buchstaben. Und bevor die Bundesregierung konkrete Klimaschutzpläne vorlegen konnte, preschte Forschungsministerin Anja Karliczek zahlreichen Medien (dpa, T-Online.de, sueddeutsche.de) mit einem nicht ganz so neuen Vorschlag vor – auch sie plädierte dafür. dass Politiker weniger im Inland fliegen. Es werde sich zwar nicht jeder Flug vermeiden lassen, weil die Terminkalender eng gestrickt seien, so die CDU-Politikerin gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. „Jeder muss sich jedoch überlegen, wann er in Zukunft auch persönlich etwas für eine gute Zukunft tun kann. Ich schließe mich gern an.“ Die beste CO2-Einsparung erbringe die Reise, die nicht stattfinde. weiterlesen…

Klima-Promi-Sause gerät zum CO2-Exzess

Stars wollten auf Sizilien Klima retten – reisten jedoch klimaschädlichst an

Drei Tage lang trafen sich zahlreichen Berichten zufolge die Reichen und Schönen – von Prinz Harry bis Leonardo die Caprio – im sizilianischen Luxus-Hotel Verdura Resort bei Agrigent zum Google Camp – und diskutierten über die Rettung des Weltklimas zu diskutieren. Bizarr: Ihre An- und Abreise konterkariert das Thema – ein Kerosin- und Diesel-Exzess. Die Besitzer dicker Geldbeutel und belastbarer Kreditkarten waren bereits zum 12. Mal (nach anderen Quellen zum 7. Mal) von den Google-Gründern Larry Page und Sergey Brin zum exklusiven Ereignis unter Palmen eingeladen. weiterlesen…

Konfliktrisiko steigt mit zunehmender Erderwärmung

Gefahren nicht nur für USA

Die Trump-Regierung verachtet die Klimawissenschaft: Sie hat Umweltvorschriften zurückgefahren und gleichzeitig fossile Brennstoffe gefördert und die Erwähnungen des Klimawandels auf Regierungs-Websites entfernt und heruntergespielt, unter anderem Maßnahmen, welche die Bemühungen zur Bekämpfung der globalen Erwärmung schwächen könnten. Es sollte daher nicht überraschen, schreibt Annie Sneed am 22.07.2019 in Scientific American dass auch das Weiße Haus Forschung und Expertenmeinungen über den Zusammenhang zwischen Klimawandel und nationaler Sicherheit zu ignorieren scheint – sogar potenziell herausfordernd. weiterlesen…

Politik gibt ungenügende Antworten auf globalen Hunger

Oxfam: Globaler Bericht über Nahrungsmittelkrisen – Klimakrise verschärft Problem

Der diesjährige „Globale Bericht über Nahrungsmittelkrisen“ des Informationsnetzwerks Ernährungssicherung zeigt, dass 2018 mehr als 113 Millionen Menschen in 53 Ländern akut an Hunger litten und auf Hilfen zur Ernährungs- und Existenzsicherung angewiesen waren. Oxfams Agrarexpertin Marita Wiggerthale kommentierte die neuen Zahlen am 02.04.2019: weiterlesen…

Buchempfehlung: „Losing Earth“

Beängstigende Paralellen zu heute drängen sich auf

Die Klimakatastrophe, die wir jetzt erleben, hätte verhindert werden können (so die Internetseite des Rowohlt-Verlags über Nathaniel Richs Buch „Losing Earth“): Vor dreißig Jahren gab es die Chance, den Planeten zu retten – doch sie wurde verspielt. Nathaniel Rich schildert in „Losing Earth“ (nach langdauernder Recherche am 01.08.2018 im Magazin der New York Times veröffentlicht), wie es zu diesem wahrhaft globalen Versagen kam. Wir folgen einer Gruppe von Wissenschaftlern, Aktivisten und Politikberatern rund um den Umweltlobbyisten Rafe Pomerance und den Nasa-Forscher James Hansen, die Ende der siebziger Jahre erstmals erkennen, dass sich die Erderwärmung desaströs beschleunigt, aber auch, was dagegen zu tun ist – beinahe alles, was wir heute darüber wissen, stammt aus dieser Zeit. Rich schildert ein Jahrzehnt erbitterter Kämpfe um Öffentlichkeit, Anerkennung, politische Maßnahmen – und wie diese 1989, kurz vor dem Durchbruch, tragisch scheitern. weiterlesen…

NGO wollen Frankreich verklagen

Wegen Untätigkeit im Kampf gegen die Klimakrise

Vier Nichtregierungsorganisationen wollen den französischen Staat zum Klimaschutz zwingen: Wir werden ganz einfach den französischen Staat wegen Untätigkeit angesichts des Klimawandels verklagen“, schreiben sie auf ihren Internetseiten. Die Aktion nennt sich „L’Affaire du Siècle“ („Jahrhundertprozess“). Die vier Kläger sind Oxfam und Greenpeace France, die Fondation pour la Nature et l’Homme von Macrons Ex-Umweltminister Nicolas Hulot und Notre Affaire à Tous. weiterlesen…