Auf neuen Wegen zu mehr Klimaschutz

Ordnungspolitischer Rahmen muss regulatorischen Flickenteppich überwinden helfen

Statt des bisherigen Flickenteppichs aus Förderprogrammen und Verboten braucht die Europäische Union ein zusätzliches Emissionshandelssystem, analysiert Ottmar Edenhofer, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und des Mercator Institute on Global Commons and Climate Change in Berlin. Er leitet zudem das vom Bundesforschungsministerium finanzierte Ariadne-Projekt, das die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Energiewende erkundet. Sein Gastkommentar ist am 19.03.2021 im Handelsblatt erschienen. weiterlesen…

VW, Daimler und BMW schönen Beitrag zum Klimaschutz

Greenpeace-Analyse: Die drei großen deutschen Autobauer haben CO2-Ausstoß seit 2006 viel zu wenig gesenkt

Eine Greenpeace-Analyse europäischer Zulassungszahlen zeigt: Abzüglich aller Schlupflöcher senkte Daimler den CO2-Ausstoß seiner Neuwagen in den vergangenen 14 Jahren lediglich um 9 Prozent, Volkswagen nur um 15 Prozent und BMW um 18 Prozent (act.gp/3exNVzZ). Durch Schlupflöcher und Rechentricks können die Hersteller sich auf dem Papier ein Vielfaches der CO2-Ersparnis gutschreiben, die ihre Autos auf der Straße erreichen. Das ist das Ergebnis der am 12.03.2021 vorgestellten Greenpeace-Analyse. weiterlesen…

2035 klimaneutral leben – wie?

(K)eine Utopie

Keine Frage: Wir müssen bis 2035 klimaneutral leben, spätestens. Eigentlich haben wir sogar nur noch mehr oder weniger 10 Jahre Zeit (siehe: agentur-zukunft.eu/co2-preis-und-kampf-gegen-ungleichheit) – denn nur so kann die 1,5-Grad-Grenze des Pariser Klimaabkommens eingehalten werden. Was schon heute dafür passieren muss, hat die Beratungsagentur Arepo im Auftrag des Grünstromversorgers Lichtblick im Report “Klimaneutral leben 2035” aufgeschrieben (Foto: COP21-Präsidium mit Hollande – Screenshot © unfccc6.meta-fusion.com, gemeinfrei). weiterlesen…

Gegen das Spiel mit gezinkten Karten

Handbuch Klimaschutz – gelesen von Walter Tauber

Mit Statistiken kann man jede und jeden erschlagen. Das geht ganz einfach: Wähle einen Standpunkt, suche dazu passende Fakten und blende alles andere sorgsam aus. Tabellen und Grafiken werden Diskussionspartner, die sich nicht oder ungenügend vorbereitet haben, geschwind zum Schweigen bringen. Ob im Familienkreis, am Stammtisch oder im Rat der Gemeinde, sorgsam ausgewählte Fakten und ein selbstsicheres, ja forsches Auftreten plätten jeglichen Widerspruch. Wer hat das nicht schon erlebt? Wen haben noch nie Zweifel befallen am eigenen Standpunkt? Und wer hat Zeit und Energie, um dann immer wieder neu zu recherchieren? weiterlesen…

“Klimaresilientes Europa aufbauen”

Neue EU-Strategie zur Anpassung an den Klimawandel

Am 24.02.2021 hat die Europäische Kommission ihre Mitteilung „Ein klimaresilientes Europa aufbauen – die neue EU-Strategie für die Anpassung an den Klimawandel“ veröffentlicht. die Strategie war in der Mitteilung über den europäischen Grünen Deal angekündigt worden. Die Kommission legt den Nachdruck mit dieser Strategie auf die Anpassung an diejenigen Folgen des Klimawandels, die sich nicht mehr abwenden lassen bzw. bereits eingetreten sind. Ziel der Strategie ist die Schaffung einer klimaresilienten Europäischen Union bis 2050 (Foto: Wochensitzung der EU-Kommission – © Etienne Ansotte, Europäische Union, 2021, P-048673~2F00-10, audiovisual.ec.europa.euCC BY-4.0). weiterlesen…

Der BDI empfiehlt

Vorwahlzeit: “Starke Industrie. Starkes Land.”

Es ist eine ausführliche und umfangreiche Arbeit: 88 Empfehlungen in 15 Themenfeldern richtet der BDI unter dem Titel “#Wirmachen Zukunft” im Vorwahlkampf an die künftige Bundesregierung. Der Forderungskatalog der deutschen Industrie ist wahrlich umfassend: Er reicht von Digitalisierung, Mobilität über Energie und Klima bis zum Thema Nachhaltigkeit. Entscheidend ist die “sinnvolle Balance von wirtschaftlichem Wachstum und ökologischer Nachhaltigkeit”. Manches kommt dem Leser ziemlich bekannt vor. Weniger erstaunlich: Es ist mehr von Förderungen und Forderungen an die Regierung die Rede, als von Leistungen der Industrie. Solarify dokumentiert Ausschnitte. weiterlesen…

Wohlhabende profitieren von Staatshilfen bisher am meisten

Greenpeace-Studie: Mehr soziale Gerechtigkeit durch Abbau klimaschädlicher Subventionen

Baut die Bundesregierung gezielt Subventionen in den Bereichen Energie, Verkehr und Landwirtschaft ab, kann sie den Klimaschutz deutlich voranbringen und soziale Ungerechtigkeiten reduzieren. Das ist das Ergebnis einer Studie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft im Auftrag von Greenpeace. weiterlesen…

Videokonferenzen, Home-Office und das Klima

VDC/Borderstep: Klima schützen, Verkehr vermeiden – Potenziale für eine nachhaltige berufliche Mobilität

Jeder vierte Weg, den wir zurücklegen, ist auf das Pendeln zum Arbeitsplatz oder auf Reisen zur Ausübung des Berufs zurückzuführen. 2019 wurde bereits mit 195 Millionen Geschäftsreisen ein neuer Höchststand erreicht – fast eine Million Reisen pro Arbeitstag. Ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie hat sich die Arbeitswelt grundlegend verändert. Home-Office und mobiles Arbeiten sind für viele zur neuen Normalität geworden. VCD und Borderstep Institut haben dazu am 18.02.2021eine repräsentative Befragung zu Klimaschutzpotenzialen von Videokonferenzen und Home-Office vorgestellt. weiterlesen…

Estland plant Europas erstes Mini-AKW

Rekord-Emissionen reduzieren

Estland will dem estnischen Rundfunk ERR folgend innerhalb von etwa zehn Jahren – etwa 100 Kilometer östlich von Tallinn, an der Küste des Finnischen Meerbusens – das erste Mini-Atomkraftwerk, einen kleinen modularen Reaktor, fertig stellen, um seine Energieerzeugung abzusichern – und die Klimaziele zu erreichen, schreibt Pekka Väntinnen auf EURACTIV.com Estlands Emissionen durch Stromerzeugung sind die höchsten in Europa. Erst kürzlich hat die Regierung beschlossen, Kraftwerke, die bisher mit Ölschiefer befeuert werden, bis 2035 vom Netz zu nehmen. (Foto: Eesti Ölschieferkraftwerk in Narva – © Narva69 at ru.wikipedia, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Wissenschaftler und Politiker der Welt ermuntern Biden

153 Führungspersönlichkeiten aus aller Welt schreiben Brief: “Sie können als ‘Klima-Präsident’ in Erinnerung bleiben”

Am 24.01.2021 haben 153 Persönlichkeiten, Weltpolitiker, Aktivisten, CEOs, Wahlbeamte, NGO-Leiter, aktuelle und ehemalige Regierungsbeamte und andere Personen des öffentlichen Lebens aus der ganzen Welt einen Brief an Präsident Joe Biden veröffentlicht, in dem sie ihn ermutigen, “Klima-Präsident” zu werden, der sich der Dringlichkeit dieses Augenblicks stellt, indem er “mutig Führung” ausübt, um die Klimakrise anzugehen. Der auch von PIK-Direktor Johan Rockström unterzeichnete Brief (auf der Seite von climatepower2020.org/) erschien als ganzseitige Anzeige am gleichen Tag in der New York Times (ist aber auf der Webseite nicht auffindbar) – (Foto: Amerikanische Flagge – © von Capri23auto auf Pixabay) weiterlesen…