“Handabdruck” statt “Fußabdruck”

Ein Konzept für mehr Optimismus im Klimaschutz?

Inspiration statt Frustration, Handeln statt Lähmung – dies will das Konzept des “Carbon Handprint” schaffen, indem es positive Auswirkungen von Klimaschutz sichtbar und erzählbar macht. Denn auch wenn Informationen über Klimasünden wichtig sind, wirken sie häufig eher demotivierend. Wer sich intensiver mit Klimaschutz beschäftigt, stößt rasch auf den sogenannten “CO2-Fußabdruck“. Dieses Anfang der 90er Jahre entwickelte Konzept (engl.: “carbon footprint”) soll die Treibhausgasemissionen eines Menschen anschaulich machen, die er oder sie etwa durch Ernährung, Wohnen oder Verkehr verursacht. Je höher die Emissionen desto größer der sinnbildliche Fußabdruck. Was eine umgekehrte Sichtweise nach dem Motto “Was haben wir schon alles geschafft!” bringen könnte, analysierte Julia Schilly für klimafakten.de am 16.05.2019. weiterlesen…

Merkel zu Macron: “…nicht einfach Ja sagen”

Rede beim Petersberger Klimadialog: Treibhausgasneutralität bis 2050

Beim 10. Petersberger Klimadialog am 14.05.2019 in Berlin (siehe solarify.eu/petersberger-klimadialog-mit-kritik-zu-ende-gegangen) hielt Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Rede, in der sie sich dem Vorschlag des französischen Präsidenten Emanuel Macron annäherte und im Gegensatz zu früheren Äußerungen signalisierte, wenn der Weg klar sei, könne man gemeinsam auf eine europäische CO2-Neutralität hinarbeiten. Merkel wörtlich: “Die Diskussion soll sich nicht darum drehen, ob wir es erreichen können, sondern darum, wie wir es erreichen können. Wenn wir darauf eine vernünftige Antwort finden, dann können wir uns der Initiative der neun Mitgliedstaaten der Europäischen Union anschließen. Ich würde mir wünschen, dass wir das können.” Solarify dokumentiert die vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung verbreitete Ansprache. weiterlesen…

Petersberger Klimadialog mit Kritik zu Ende gegangen

BMU: “Signal für gemeinsame Fortschritte beim Klimaschutz”

Sie verstehe die Demonstrationen der Fridays-for-Future-Bewegung, sie seien zwar “alles andere als bequem, aber ich will ausdrücklich sagen, das ist verständlich, denn aus der Perspektive der jungen Menschen steht unsere Natur, unser Zusammenleben zur Disposition”, die Kinder machten zu Recht Druck, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am 14.05.2019 beim 10. Petersberger Klimadialog in Berlin. Vor dem Brandenburger Tor hatte zuvor Greenpeace die Dialog-Teilnehmer mit großen Buchstaben aus Eisblöcken empfangen: “Last Exit”. „Erfolgreiche Klimapolitik wird an der Menge eingesparter Emissionen gemessen, nicht an der Anzahl an Gesprächskreisen, zu denen die Kanzlerin einlädt“, kritisierte Greenpeace-Klimaexpertin Lisa Göldner. weiterlesen…

“Im Interesse von Klimaschutz und Arbeitsplätzen endlich handeln!”

IG Metall Küste und Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. appellieren an die Bundesregierung:

“Der Klimaschutz sichert Arbeit und Wertschöpfung in Deutschland. Die IG Metall Küste und der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) fordern die Bundesregierung deshalb auf, nach der Entscheidung für einen Kohleausstieg den Ausbau von Wind-, Solar- und Biomasseenergie voranzutreiben. Die Bundesregierung muss im Interesse des Klimaschutzes und der Arbeitsplätze endlich handeln. Die CO2-freie Energiewirtschaft sorgt für einen Innovationsschub und sichert den Industriestandort Deutschland, so dass Wachstum, Nachhaltigkeit, Sicherung und Aufbau von Beschäftigung sowie Ressourcenschonung miteinander möglich sind”, heißt es in einem gemeinsamen Positionspapier, das Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste, und BEE-Präsidentin Simone Peter anlässlich der 47. Ordentlichen Bezirkskonferenz der Gewerkschaft am 09.05.2019 in Hamburg vorstellten.
weiterlesen…

Bessere Rahmenbedingungen erforderlich

BEE legt Szenario 2030 zur Umsetzung des 65%-Ziels vor

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) legt in einer Szenariorechnung vor, welche Ausbaupfade für Erneuerbare Energien im Stromsektor notwendig sind, um das 65%-Ziel zu erreichen. Die Bundesregierung hat sich mit dem Koalitionsvertrag Klimaschutzziele für 2030 gesetzt. Um das Sektorziel im Stromsektor zu erreichen, soll bis 2030 der Anteil Erneuerbarer Energien auf 65 Prozent gesteigert werden. „Diese Zielsetzung wurde zudem von der Kohlekommission als dezidierter Bestandteil des Gesamtbeschlusses zum Kohleausstieg und entsprechender Strukturwandelmaßnahmen bestätigt“, betonte Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE). weiterlesen…

“G6”-Umweltminister erhöhen Druck auf sich selbst beim Klimaschutz

G7 ohne die USA bekennen sich zu langfristigen Klimastrategien und höheren Klimazielen für 2030

Sechs der sieben Umweltminister der G7-Staaten haben sich am 06.05.2019 im französischen Metz dazu bekannt, bis zum kommenden Jahr langfristige Klimastrategien und nachgebesserte Klimaziele für 2030 vorzulegen. Nur die USA sind nicht mit im Boot. Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch wertet dies als wichtiges Signal. weiterlesen…

MCC: CO2-Bepreisung ohne Belastung der Bürger

Edenhofers “20 Euro”

Das Berliner Klima­forschungs­institut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) beziffert die Folgen höherer Energieabgaben für vier typische Privathaushalte – bei einer Rückzahlung der Einnahmen als einheitlichem Pro-Kopf-Betrag. Die derzeit in der Union diskutierte Option, mit einem „CO2-Preis“ den Klimaschutz in den Bereichen Verkehr und Gebäude voranzubringen, ist in einer für typische Privathaushalte fast einkommensneutralen Form realisierbar. Wie das laufen könnte, hat jetzt das in einer Modellrech­nung beziffert – auf Basis der durch die EU-Umfrage „Household Budget Survey“ ermittelten Daten über die Ausgabenstruktur der Deutschen. weiterlesen…

Quartalszahlen für Windenergiezubau an Land bedrohlich

Politische Entscheidungen dringend erforderlich

Die Fachagentur Wind an Land (FA Wind) hat eine Analyse der Zubauzahlen für das erste Quartal 2019 vorgelegt. Demnach ist die Ausbausituation im ersten Quartal so schlecht, wie seit der Jahrtausendwende nicht mehr. Der Abwärtstrend des Jahres 2018 verstärkt sich im ersten Quartal 2019 weiter. Der Bundesverband WindEnergie (BWE) fordert deshalb politische Entscheidungen, um die Innovations- und Zukunftsbranche Windenergie wieder zu stabilisieren. weiterlesen…

Bezahlen für den Klimaschutz

So geht CO2-Kompensation für Flüge

Reisen mit dem Flugzeug sind besonders klimaschädlich. Wer da sein Gewissen beruhigen will, spendet für Projekte, mit denen der CO2-Ausstoß kompensiert wird. Doch was geschieht mit dem Geld und was bringt das wirklich? Die Kompensation selbst ist theoretisch ganz einfach, es braucht nur ein paar Klicks. Das Komplizierte ist, den richtigen Anbieter zu finden. Weltweit gibt es Hunderte. In Deutschland hat das Umweltbundesamt eine Liste mit 27 Dienstleistern zusammengestellt, darunter die Sieger von Stiftung Warentest: Atmosfair, Klima-Kollekte und Primaklima. Monika Griebeler hat für die Deutsche Welle die einzelnen Anbieter unter die Lupe genommen. weiterlesen…

EE-Aktionstag am 27. April

Erneuerbare Energien sind Klimaschutz

Am heutigen Samstag, dem 27. April, findet der Tag der Erneuerbaren Energien statt, an dem bundesweit Akteure ihre Beiträge zum Klimaschutz präsentieren, die sie mit Erneuerbaren Energien leisten. In diesem Jahr rufen die Verbände der Erneuerbaren Energien – so auch der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. – erstmals gemeinsam zur Teilnahme am Aktionstag auf, der auch mit dem Gedenken an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zusammenhängt. weiterlesen…