AEE: Haushaltsstrompreis könnte 2015 sinken

Potenzial ist gegeben – Gründe: sinkende EEG-Umlage und niedrige Börsenstrompreise

Wie die Übertragungsnetzbetreiber mitgeteilt haben, sinkt die EEG-Umlage 2015 erstmals seit Einführung leicht von aktuell 6,24 auf 6,17 ct/kWh. Der Rückgang und die seit mehreren Jahren niedrigen Großhandelsstrompreise könnten sich positiv auf den Haushaltsstrompreis auswirken: „Das Potenzial für sinkende Haushaltsstrompreise ist da“, so Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. „2015 könnte ein Drei-Personen-Musterhaushalt rund 30 Euro sparen, wenn die Stromversorger die gesunkenen Kosten für EEG-Umlage und Beschaffung weitergeben.“ weiterlesen…

BEE: „Kapazitätsmärkte schaffen keine nachhaltigen Arbeitsplätze“

„Überflüssig, würden Milliarden kosten“

Die Politik sollte sich nicht mit verfehlten Arbeitsplatzargumenten zur Einführung von Kapazitätsmärkten drängen lassen, so der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE). Die Dienstleistungsgewerkschaft verdi hatte mit Unterstützung von BDEW und VKU am 08.10.2014 einen Aktionstag für Kapazitätsmärkte durchgeführt, Agora propagierte am 16.10.mit einem „EEG-3.0“-Vorschlag ebenfalls Zahlungen für die Bereithaltung von Energieprouktionskapazitäten. BEE-Geschäftsführer Hermann Falk  hält davon nichts: „Kapazitätsmärkte sind überflüssig, würden die Stromverbraucher aber Milliarden kosten. Darauf lassen sich keine zukunftsfesten Arbeitsplätze aufbauen. Wir sollten nicht Arbeitnehmer in alten und jungen Branchen gegeneinander ausspielen.“ weiterlesen…

Tschernobyl fehlen 615 Mio. €

  • Sarkophag einsturzgefährdet
  • Fertigstellung des neuen immer noch nicht sicher
  • Deutsche G7-Präsidentschaft bemüht sich um weitere Finanzierungszusagen

Deutschland treibt während seiner G7-Präsidentschaft die Fertigstellung des Tschernobyl-Sarkophags voran. Mit einer neuen Schutzhülle über dem havarierten Reaktor in der Ukraine soll eine weitere Gefährdung der Bevölkerung und Umwelt durch radioaktive Strahlung verhindert werden. Doch die Finanzierung des 108 Meter hohen, 162 Meter langen und 257 Meter breiten Betonschirms ist noch immer nicht gesichert: Es fehlen 615 Mio. €, um das Projekt zu vollenden. Auf dem Spiel steht laut einer Mitteilung aus dem BMUB die Zusage der G7 von 1997, im Gegenzug zur Schließung des AKW Tschernobyl den Standort in einen ökologisch sicheren Zustand zu überführen. weiterlesen…

Solarzellenkontakte aus der Tube

Neuartige Feinlinien-Metallisierung verspricht höhere Wirkungsgrade

Gemeinsam mit den Industriepartnern MERCK, HERAEUS und ASYS haben Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE neuartige Materialien und Verfahren für das kontaktlose Applizieren feinster, homogener Kontaktfinger entwickelt. Die sogenannte Dispens-Technologie kann problemlos in herkömmliche Produktionslinien für Siliciumsolarzellen integriert werden und den üblichen Siebdruck für die Vorderseiten-Metallkontakte ersetzen: der Materialverbrauch wird reduziert, die Kontakte werden dünner und mehr Halbleiterfläche ist dem Sonnenlicht ausgesetzt, was eine Erhöhung der Stromausbeute und somit des Wirkungsgrads um ca. 2 % relativ zur Folge hat. Auch andere Produktionsschritte in der Solarzellenfertigung lassen sich mit dem neuen Verfahren optimieren. weiterlesen…

Erdgas-Boom könnte Klimawandel nicht bremsen

Fracking keine Klimahilfe

Fracking oder ähnliche Technologien werden die Treibhausgas-Emissionen voraussichtlich nicht verringern helfen. Die Verbrennung von Erdgas erzeugt im Vergleich zu Kohle zwar nur etwa die Hälfte der CO2-Emissionen. Aber wenn Erdgas infolge eines Booms reichlich verfügbar und somit billig wird, steigt auch der Energieverbrauch. Denn die schmutzige Kohle würde durch Gas nur zum Teil ersetzt, wie eine jetzt in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Studie zeigt, auf die das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung hinweist. weiterlesen…

Agora: EEG 3.0

EE-Ausbau und Systemdienlichkeit durch eigenständige Vermarktung und Kapazitätszahlungen

Einen Vorschlag für eine grundlegende Neugestaltung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) stellt Agora Energiewende zur Diskussion: Demnach sollen Erneuerbare-Energien-Anlagen künftig nicht mehr je produzierte Kilowattstunde Strom, sondern für die installierte betriebsbereite Kapazität vergütet werden. Denn die bisherige Art der Förderung hat dazu geführt, dass Wind- und Solaranlagen nicht so gebaut und betrieben werden, dass sie optimal mit dem Stromsystem harmonieren. weiterlesen…

„Wenn wir den Weg nicht finden, müssen wir ihn machen“

„Agendakongress“ des Forschungsforums Energiewende

180 Hochschulen und 120 außeruniversitäre Institute forschen in Deutschland an Energiethemen. Wie sollte die Energieforschung in den kommenden Jahrzehnten ausgerichtet werden? Welche sind die drängendsten Fragen an die Wissenschaft und wo kann sie neue Perspektiven eröffnen? Darüber diskutierten am 14.10.2014 rund 300 Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik beim  Agendakongress des Forschungsforums Energiewende in Berlin. weiterlesen…

Besondere Ausgleichsregelung: Beantragte privilegierte Strommenge geht zurück

Neue Besondere Ausgleichsregelung leistet Beitrag zur Stabilisierung der Erneuerbare-Energien-Gesetz

Die Neugestaltung der Besonderen Ausgleichsregelung hat dazu geführt, dass die beantragte Strommenge, die für die Berechnung der EEG-Umlage maßgeblich ist, auf 117,8 TWh gesunken ist (2013: 119,3 TWh). Weiterhin ist die Zahl der beantragten Abnahmestellen von 3.485 im Jahr 2013 auf 3.391 gefallen – teilt die Bafa mit. weiterlesen…

EEG-Umlage sinkt homöopathisch

Von 6,24 auf 6,17 ct/kWh = 4 €/a

Die EEG-Umlage für die Förderung erneuerbarer Energien wird 2015 zum ersten Mal sinken – von 6,24 auf 6,17 ct/kWh (netto). Das gaben die vier Übertragungsnetzbetreiber am 15.10.2014 bekannt. Bei Netzentgelten sind dagegen Preissteigerungen möglich.

Ob die sinkende Umlage wirklich auch bei den Kunden ankommt, darf bezweifelt werden. Denn dafür müssten die Energieversorger die Senkung nicht nur bei den aktuellen Tarifen für Neukunden berücksichtigen, sondern auch vollständig an die Bestandskunden weitergeben. Die deutschen Steuerzahler könnten dann um rund 100 Millionen Euro pro Jahr entlastet werden.
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Neue Wettbewerbschance für PV-Branche?

IPV der Universität Stuttgart entwickelt höchst effiziente Solarzellen im Industrieformat

Schon heute ist der Photovoltaik-Strom in Deutschland mit 8 bis 10 ct/kWh günstiger als Strom aus Gas oder Steinkohle. Noch preiswerter produzieren mit Hilfe von Lasertechniken hergestellte höchst effiziente Solarzellen Strom. Im Institut für Photovoltaik (ipv) der Universität Stuttgart gelang es vor gut einem Jahr, laserdotierte Rückseitenkontakt-Solarzellen aus kristallinem Silizium mit nahezu 22 Prozent Wirkungsgrad herzustellen – ein Weltrekord – so eine Pressemitteilung. Bisher lässt sich ein so hoher Effizienzwert jedoch nur auf einer kleinen Fläche von 20 x 20 mm realisieren. In einem neuen, vom BMWi geförderten Forschungsprojekt wird das ipv solche Solarzellen nun auf einer industrierelevanten Fläche von 125 x 125 mm herstellen und damit für die Massenproduktion tauglich machen. weiterlesen…