Abstandsregelungen

Abstandsregelungen werden zwischen Windenergieanlagen und Wohnbebauung vorgegeben. Grundsätzlich ergeben sich die erforderlichen Abstände aus den gesetzlichen Vorschriften wie etwa den Landesbauordnungen oder der Technische Anleitung Lärm. Bisher galt bundesweit – aus dem Immissionsschutzgesetz abgeleitet – ein Mindestabstand von 600 Metern zur Wohnbebauung, weil das die Entfernung ist, von der an kein Schall von Windrädern mehr gemessen werden kann. Jetzt (Nov. 2019) will die Bundesregierung mit dem Kohleausstiegsgesetz eine Abstandsregelung von 1.000 m zur nächsten Wohnbebauung einführen – die Länder laufen Sturm. Außer Bayern. weiterlesen…

Solarparks fördern Biodiversität

bne-Studie: Freiflächen-Photovoltaikanlagen bieten Natur- und Artenschutz

Eine der zentralen Fragen der Energiewende ist die optimale Verwendung des kappen Gutes „Fläche “, um Klimaschutz, Landwirtschaft und Naturschutz miteinander zu verbinden. Wie der Bundesverband Neue Energiewirtschaft am 20.11.2019 mitteilte, kommt eine aktuelle bne-Studie zu dem Ergebnis, dass Solarparks positiv auf die Biodiversität wirken. „Solarparks können die Artenvielfalt im Vergleich zur umgebenden Landschaft fördern“, so die Autoren der Studie. weiterlesen…

Energie.System.Wende. 2019

BMBF: ESYS kann weitermachen

Das BMBF setzt die Förderung für „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) über 2020 hinaus fort – diese Zusage machte Ministerialdirigent Volker Rieke im Rahmen der diesjährigen Jahresversammlung am 19.11.2019 im Berliner Futurium unter dem Titel „Energie.System.Wende. 2019“. Wie kann Digitalisierung eine dezentralere Energieversorgung ermöglichen und die Flexibilisierung des Strommarkts unterstützen? Wer trägt die Verantwortung in einem zunehmend dezentralisierten und digitalisierten Energiesystem? Und inwiefern muss sich der rechtliche Rahmen für eine klimaschonende und auch stärker international vernetzte Energieversorgung ändern? Darüber diskutierten die Gäste der Jahresversammlung von „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) mit Stakeholdern der Energiewende diskutieren. (Foto: ESYS Jahresversammlung 2019 – © Gerhard Hofmann für Solarify) weiterlesen…

Klimawandel könnte die Treibhausgasemissionen aus Süßwasserökosystemen verdoppeln

Chemische und mikrobielle Vielfalt in Süßwasser verändern Funktion von Ökosystemen

Jeder Tropfen Süßwasser enthält Tausende verschiedener organischer Moleküle, die bisher unbemerkt geblieben sind, wie die University of Cambridge am 18.112.2019 mitteilte. Durch die Messung der Vielfalt dieser Moleküle und ihrer Wechselwirkung mit der Umwelt sei eine unsichtbare Welt entdeckt worden, die das Funktionieren von Süßwasserökosystemen beeinflusse und zur Emission von Treibhausgasen beitragen könne. weiterlesen…

Albers: „Etablierte Richtlinien zur Berechnung von Abständen zu Windenergieanlagen sichern Umsetzung der Energiewende“

BWE: „Keine pauschalen Abstandsregelungen unter dem Deckmantel der Akzeptanzförderung einführen!“

Die Diskussion rund um die Abstandsregelung für Windenergieanlagen an Land im Referentenentwurf des Kohleausstiegsgesetzes geht weiter. Während der Bundeswirtschaftsminister die Regelung am 19.11.2019 erneut verteidigte, verweist Hermann Albers, Präsident Bundesverband WindEnergie, auf das Vorhandensein etablierter Regelungen, wie der BWE am 20.11.2019 mitteilte. Problematisch sei vor allem, dass die geplante Regelung auch auf sogenannte Repowering-Projekte angewendet würde. Dann seinen viele gut akzeptierte Flächen betroffen. weiterlesen…

KIT will flüssig-applizierte keramische Solarzellen entwickeln

Die besten Eigenschaften bündeln

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat ein auf sechs Jahre angelegtes millionenschweres Projekt namens „Neuartige flüssig-applizierte keramische Solarzellen“ (Kerasolar) gestartet. Es soll laut einer Medienmitteilung vom 18.11.2019 ein völlig neues Materialkonzept für Solarzellen entwickeln. Für das bisher einzigartige Materialkonzept werden keramische Funktionsmaterialien mit verschiedenen Solarzellenkonzepten verbunden, um die Vorteile verschiedener Solarzellentechnologien zu bündeln: Die Druckbarkeit organischer und die Langzeitstabilität kristalliner Solarzellen sowie die Ferroelektrizität des Bleihalogenid-Perowskits. (Foto: Die Forscher wollen Photovoltaik mit keramischen Funktionsmaterialien verbinden und damit ein neuartiges Solarzellen-Konzept entwickeln – © Markus Breig, KIT) weiterlesen…

Künstliches Blatt produziert erfolgreich reines Gas

Syngas auf nachhaltige und einfache Weise direkt produziert

Ein weit verbreitetes Gas, das derzeit aus fossilen Brennstoffen hergestellt wird, kann stattdessen mit einem „künstlichen Blatt“ hergestellt werden, das nur Sonnenlicht, Kohlendioxid und Wasser verwendet und schließlich zur Entwicklung einer nachhaltigen Alternative zu flüssigem Kraftstoff verwendet werden könnte. Die klimaneutrale Vorrichtung setzt neue Maßstäbe im Bereich der Solarkraftstoffe, nachdem Forscher der University of Cambridge gezeigt haben, dass es das Gas – Syngas genannt – auf nachhaltige und einfache Weise direkt produziert werden kann. weiterlesen…

Erneuerbare reduzieren Umwelt- und Gesundheitsschäden deutlich

Vor- und Nachteile der Energiewende

Die Stromerzeugung verursacht weltweit die meisten klimaschädlichen Treibhausgase. Um die globale Erwärmung deutlich unter 2°C zu halten, muss daher der Energiesektor CO2-neutral werden. Mehrere Wege führen zu diesem Ziel, und jede Entscheidung hat ihre Umweltauswirkungen – etwa Luft- und Wasserverschmutzung, veränderte Landnutzung oder Wasserbedarf. Erstmals hat jetzt ein internationales Forscherteam unter der Leitung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) durch die Kombination mehrerer Systeme von Computersimulationen die Vor- und Nachteile der drei wichtigsten Wege zur Dekarbonisierung analysiert. weiterlesen…

Neuer Katalysator zerlegt CO2 schneller, billiger und effizienter

Wissenschaftler der Stanford University entwickelten neues Verfahren

Stellen Sie sich vor, Sie entziehen Autoabgasen und anderen Quellen Kohlendioxid und verwandeln dieses Haupttreibhausgas in Kraftstoffe wie Erdgas oder Propangas: Ein Nachhaltigkeitstraum würde wahr, so Medienmitteilungen aus Connecticut und Kalifornien: Forscher der Stanford University haben einen neuen Katalysator entwickelt, der CO2 leichter, billiger und effektiver als bisher in wertvolle Produkte wie Treibstoffe umwandelt. Mehrere jüngere Studien haben einige Erfolge bei dieser Umwandlung gezeigt, aber der neuartige Ansatz der Stanford-Ingenieure liefert viermal mehr Äthan, Propan und Butan als herkömmliche Methoden, die ähnliche Prozesse verwenden. Obwohl es sich nicht um ein Klima-Allheilmittel handelt, könnte der Fortschritt die kurzfristigen Auswirkungen auf die globale Erwärmung deutlich reduzieren. weiterlesen…

Bundesumweltministerin startet Dialogprozess zum Thema PtX

Schulze: „PtX wird wichtige Technologie für Klimaschutz und Wirtschaftsstandort Deutschland“

Das Bundesumweltministerium startet einen umfassenden Dialogprozess, um die Entwicklung von Brenn- und Treibstoffen aus erneuerbaren Energien voranzutreiben und zugleich in ökologische Bahnen zu lenken. Den Auftakt bildet eine Konferenz am 19.11.2019 im BMU in Berlin, an der rund zweihundertfünfzig Experten aus Wirtschaft, Verbänden, Wissenschaft und Gewerkschaften über den zukünftigen Einsatz von „Power-to-X“, kurz PtX, diskutieren. Im Mittelpunkt der Konferenz, die das BMU erstmalig ausrichtet, stehen ökologische Aspekte, die globale Dimension von PtX und die Perspektiven, die die neue Technologie für deutsche Unternehmen auf dem Weltmarkt bietet. weiterlesen…