Klimaschutz braucht faire und wirkungsvolle CO2-Steuer

Wuppertal Paper liefert Diskussionsgrundlage zur CO2-Bepreisung

Wie kann Deutschland seine Klimaziele bis 2030 erreichen? Die derzeit heiß diskutierte CO2-Steuer verbunden mit weiteren gezielten Klimaschutzmaßnahmen ist eine Möglichkeit, womit diese Ziele in greifbare Nähe rücken. Liegt der CO2-Preis zwischen 30 und 50 Euro pro ausgestoßener Tonne CO2, ist es zielorientiert, die Hälfte der Einnahmen für Klimaschutzmaßnahmen zu investieren. Sozial gerecht ist eine Steuer, wenn die andere Hälfte der Einnahmen direkt an Haushalte und Unternehmen zurückerstattet wird. Eine Diskussionsgrundlage dafür lieferte das am 11.07.2019 veröffentlichte Wuppertal Paper „Ein CO2-Preis als Instrument der Klimapolitik: notwendig, aber nur im Gesamtpaket wirkungsvoll und sozial gerecht“. weiterlesen…

Mehr als nur Lippenbekenntnisse?

Wie ernst nimmt die Bundesregierung die Klimapolitik wirklich?

Tatsächlich ist die Koalition mittlerweile kaum wiederzuerkennen. Die SPD verfasst eilig einen Zehn-Punkte-Plan für mehr Klimaschutz, die CDU setzt eine Arbeitsgruppe gegen das Pillepalle von gestern ein, in der CSU schwingt sich Parteichef Markus Söder zum Vorkämpfer für den Klimaschutz auf. Ein eigenes Klimakabinett ist eingesetzt, es soll bis zum 20. September das erste bundesdeutsche Klimaschutzgesetz auf die Beine stellen. Bei einem Preis auf klimaschädliche Emissionen von Verkehr und Gebäuden geht es plötzlich nicht mehr um das Ob, sondern um das Wie. Was für ein Wandel. weiterlesen…

„Klimapolitik geht wie Haushaltspolitik“

Deutschland muss EU-Emissions­vorgaben endlich einhalten – sonst wird es teuer
Von Hans-Jochen Luhmann

Mit Geld muss man umgehen können. Man hat sich ein Budget vorzugeben; und sich daran dann zu halten. Disziplin ist gefragt. Stattdessen Schulden zu machen beziehungsweise in der Buchführung zu schummeln, ist verführerisch. Das gilt privat, das gilt für den Staat gleichermaßen. weiterlesen…

Geplatzte Hoffnung

Keine Chance für Meeres-entlastende Plastik-Zersetzung durch Bakterien

„Nein, sie werden uns bei diesem Umweltproblem nicht helfen: Bakterien sind definitiv nicht in der Lage, in die Meeresumwelt geratenes Plastik zu zersetzen und sie werden diese Fähigkeit voraussichtlich auch nicht evolutionär erwerben“. Zu diesem Schluss kommen die IOW-Mikrobiologen Sonja Oberbeckmann und Matthias Labrenz in einer groß angelegten Übersichtsstudie über Biofilme auf Mikroplastik. Die Ergebnisse wurden nun in der Fachzeitschrift Annual Review of Marine Science veröffentlicht. weiterlesen…

Schon bald in produktionsnahem Maßstab skalierbar?

ECO COM’BAT eröffnet neue Möglichkeiten zur Verbesserung der Nachhaltigkeit von Hochvoltbatterien

Die Elektromobilität stellt hohe Anforderungen an neue Hochleistungsbatterien – Reichweite, Lebensdauer, Sicherheit oder Ladezeiten, um nur einige zu nennen. Die eigentliche Herausforderung ist der Ressourcenbedarf für eine wachsende Anzahl großer Lithium-basierter Autobatterien. Zehn Partner aus Industrie und Forschung hatten sich deshalb im EU-finanzierten Projekt ECO COM’BAT zusammengeschlossen, um eine nachhaltige nächste Generation von Hochvolt-Lithium-Ionen-Batterien zu entwickeln und das – wie die Presseabteilung des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung ISC am 31.07.2019 mitteilte – mit Erfolg. weiterlesen…

Karliczek will Politiker und Beamte weniger fliegen lassen

Bildungsministerin fordert Verringerung

„Reise-Wahnsinn in einigen Ministerien“ titelte das deutsche Massenblatt mit den großen Buchstaben. Und bevor die Bundesregierung konkrete Klimaschutzpläne vorlegen konnte, preschte Forschungsministerin Anja Karliczek zahlreichen Medien (dpa, T-Online.de, sueddeutsche.de) mit einem nicht ganz so neuen Vorschlag vor – auch sie plädierte dafür. dass Politiker weniger im Inland fliegen. Es werde sich zwar nicht jeder Flug vermeiden lassen, weil die Terminkalender eng gestrickt seien, so die CDU-Politikerin gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. „Jeder muss sich jedoch überlegen, wann er in Zukunft auch persönlich etwas für eine gute Zukunft tun kann. Ich schließe mich gern an.“ Die beste CO2-Einsparung erbringe die Reise, die nicht stattfinde. weiterlesen…

Klima-Promi-Sause gerät zum CO2-Exzess

Stars wollten auf Sizilien Klima retten – reisten jedoch klimaschädlichst an

Drei Tage lang trafen sich zahlreichen Berichten zufolge die Reichen und Schönen – von Prinz Harry bis Leonardo die Caprio – im sizilianischen Luxus-Hotel Verdura Resort bei Agrigent zum Google Camp – und diskutierten über die Rettung des Weltklimas zu diskutieren. Bizarr: Ihre An- und Abreise konterkariert das Thema – ein Kerosin- und Diesel-Exzess. Die Besitzer dicker Geldbeutel und belastbarer Kreditkarten waren bereits zum 12. Mal (nach anderen Quellen zum 7. Mal) von den Google-Gründern Larry Page und Sergey Brin zum exklusiven Ereignis unter Palmen eingeladen. weiterlesen…

acatech: Forschungsbeirat Industrie 4.0

Strategische und unabhängige Beratung

Auf Empfehlung der Forschungsunion wurden durch das Zukunftsprojekt „Industrie 4.0“ die Perspektiven für den Produktionsstandort Deutschland aufgezeigt. In der am 13.04.2015 von BMWi und BMBF gegründeten Plattform Industrie 4.0 (solarify.eu/plattform-industrie-4-0-offiziell-gegruendet) sollen diese Handlungsoptionen umgesetzt werden. Um die wissenschaftliche Qualität der Arbeit der Plattform zu sichern, wurde unter Federführung von acatech der „Forschungsbeirat“ (bis April 2018: „Wissenschaftlicher Beirat Industrie 4.0“) einberufen. Im Forschungsbeirat der Plattform Industrie 4.0 kommen 19 Vertreter aus der Wissenschaft und 12 Repräsentanten aus der Wirtschaft zusammen, um die Plattform Industrie 4.0, ihre Arbeitsgruppen und die Bundesministerien unabhängig zu beraten. weiterlesen…

Wo bleibt der Sauerstoff?

CEC: Photokatalytische CO2-Reduktion unter der Lupe

In den vergangenen Jahrzehnten hat die photokatalytische CO2-Reduktion im Rahmen der Erforschung alternativer erneuerbarer Energiequellen und bei der Suche nach Lösungen für die steigenden CO2-Emissionen viel Aufmerksamkeit erregt. Ein wichtiges, bisher ungeklärtes Phänomen in grundlegenden Studien an einer der bekanntesten Reaktionen – der photokatalytischen Konversion von CO2 mit H2O zu CH4 auf TiO2-Photokatalysatoren – ist, dass zumeist kein gasförmiger Sauerstoff unter den entstehenden Produkten zu finden ist, obwohl die Freisetzung von Sauerstoff bei einer Umsetzung von Kohlendioxid zu Methan zu erwarten wäre. Ein Team des Max-Planck-Instituts für Chemische Energiekonversion (CEC) in Mülheim an der Ruhr um Robert Schlögl hat dieses Phänomen jetzt geklärt. Das Ergebnis ihrer Arbeit wurde am in der Zeitschrift Physical Chemistry Chemical Physics publiziert. weiterlesen…