DBU-Umweltmonitor: Bürger halten Klima-Krise langfristig für gravierender als Corona-Pandemie

forsa: Steigende Bedeutung der Wissenschaft für Politik – Natur und regionale Produkte hoch im Kurs

Fast drei Fünftel aller Bundesbürger sind überzeugt, dass die langfristigen Auswirkungen der Klima-Krise gravierender sind als die der Corona-Pandemie. Sie wünschen, dass wissenschaftliche Erkenntnisse stärker für politische Entscheidungen herangezogen werden. Sie schätzen einen Staat wert, der mit Krisen fertig wird und haben im Licht von COVID-19 nicht nur gelernt, wie ihnen Freunde, Familie und Mobilität gefehlt haben, sondern auch, was ihnen Natur und regionale Produkte bedeuten. – Das sind einige Ergebnisse einer repräsentativen forsa-Befragung unter 1.029 Bundesbürgern. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hatte den DBU-Umweltmonitor Corona-Folgen in Auftrag gegeben, um mehr über Sichtweisen und Bewertungen der Bundesbürger zu den Folgen der Corona-Krise für die Umwelt zu erfahren. (Foto: Hochwasser am Rhein, Wiesbaden – © Franziska Vogt für Solarify) weiterlesen…

100 Milliarden Euro, um wirtschaftliche Erholung und Klimaschutz zu verbinden

Agora Energiewende und Agora Verkehrswende legen Vorschlag für Konjunkturpaket vor

Um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise möglichst schnell zu überwinden und das Leben in Deutschland zukunftssicher zu machen, haben Agora Energiewende und Agora Verkehrswende einen gemeinsamen Vorschlag für ein umfangreiches Konjunkturprogramm vorgestellt: Mit insgesamt 100 Milliarden Euro soll der Bund demnach in den nächsten zwei Jahren Investitionen in mehr als einem Dutzend Bereichen anstoßen – von der Energiewirtschaft über den Verkehrssektor und die Bauwirtschaft in Deutschland bis hin zur Stahl- und Wasserstoffindustrie in der Europäischen Union. Damit soll die Wirtschaft nicht nur gesunden, sondern zugleich auch so umgebaut werden, dass sie bis 2050 klimafreundlich werden kann. Der Entwurf des „Doppelten Booster“ genannten Vorschlags war in den vergangenen Wochen intensiv mit Vertretern aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik diskutiert worden. weiterlesen…

„Ermuntern, statt entmutigen“

Minus eine Milliarde Euro in 2021: Solardeckel zerstört Markt für Photovoltaik-Kleinanlagen und Heimspeicher

PV auf Berlin-Köpenicker Dach - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyBerechnungen der Bonner Markt- und Wirtschaftsforscher von EUPD Research zeigen einen dramatischen Einbruch der Photovoltaik-Neuinstallationen nach Erreichen des 52 GW Solardeckels. Der damit verbundene Wegfall der Einspeisevergütungen verhindere den wirtschaftlichen Betrieb für neu installierte Photovoltaikanlagen. Während die Corona-Krise die Nachfrage bislang kaum beeinträchtigt habe, würden aufgrund des Solardeckels allein in 2021 Photovoltaik-Kleinanlagen und Heimspeicher im Marktwert von einer Milliarde Euro nicht installiert, so die Analyse der Bonner Wirtschaftsforscher. weiterlesen…

Strom aus Wind und Sonne optimal nutzen

Neue AEE-Animation: Digitalisierung ist für den flexiblen Strommarkt der Zukunft unverzichtbar

PV und Wind, Mark BrandenbPV und Wind, Mark Brandenburg - Foto © Agentur Zukunft für Solarifyurg - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für Solarify „Unser Stromsystem muss flexibler und intelligenter werden“, betont Robert Brandt, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). Um den Strom aus Wind und Sonne optimal zu nutzen, werde digitale Technik in allen Bereichen der Energiewirtschaft zur Anwendung kommen – von der Energieerzeugung über die Netze bis zu den Verbrauchern. Damit seien viele Chancen, aber auch Herausforderungen verbunden, so Brandt, wie eine neue Animation der AEE verdeutliche. weiterlesen…

Mehr tropischer Regen verstärkt Erderwärmung

Untersuchungen von Sedimentbohrkernen

Regenwald, Rio Napo, Ecuador - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyWenn tropische Niederschläge Klimawandel-bedingt zunehmen, könnte das die globale Erwärmung beschleunigen. Denn, so berichten Forscher um Christopher Hein vom Virginia Institute of Marine Science in Gloucester Point laut wissenschaft.de in nature: Mehr tropischer Regen erhöht die CO2-Freisetzung durch Boden-Bakterien. Dies geht aus Untersuchungen von Sedimentbohrkernen vom Meeresboden im Golf von Bengalen hervor, in denen sich die Bodenatmungsraten im Einzugsgebiet der Flüsse Ganges und Brahmaputra in den vergangenen 18.000 Jahren widerspiegeln. weiterlesen…

Solarbranche: Tieftrübe Aussichten

Deutsche Solarbranche droht zu implodieren – Lösungen durch interne Machtkämpfe und Debatten um Abstandsregeln blockiert

PV-Feld mit Strommast - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDer Deckel kommt immer näher. Die deutsche Solarbranche gerät in Panik, sammelt Unterschriften und schreibt Brandbriefe an die Politik, den Solardeckel endlich abzuschaffen und damit tausende Jobs zu retten. Die Stimmung in der Solarbranche sei, gelinde gesagt, mies, wie Florence Schulz am 08.05.2020 für EURACTIV.de schrieb. Laut den jüngsten Umfragewerten des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW) habe sich der Geschäftserwartungsindex der Branche innerhalb von nur drei Monaten halbiert – und das liege nicht einmal am Coronavirus, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW. „Eine vergleichbare Eintrübung in so kurzer Zeit haben wir nie zuvor beobachten können. Immer mehr Solarunternehmen geraten in Existenzangst“. weiterlesen…

„Wir haben es selbst in der Hand“

Der Meeresspiegel könnte bis 2100 um mehr als 1 Meter ansteigen: Umfrage unter 100 Experten

Chinesisches Meer von Vietnam aus - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyDer globale mittlere Anstieg des Meeresspiegels könnte bis zum Jahr 2100 mehr als einen Meter und bis 2300 sogar mehr als fünf Meter betragen, wenn die Menschheit weiter so viel Treibhausgase ausstößt wie bislang. Das ist Ergebnis einer Umfrage unter gut 100 führenden internationalen Meeresspiegel-Experten. Die neue Risikoabschätzung basiert auf dem zunehmenden Wissen über die beteiligten Systeme, also Ozeane, Eismassen, Wasserkreisläufe. Die Wissenschaftler zeigen die verbleibenden Unsicherheiten auf, erklären aber auch, wie klar jetzt sei, dass frühere Schätzungen des Meeresspiegelanstiegs zu niedrig waren. Die von Wissenschaftlern der Nanyang Technological University (NTU) in Singapur geleitete Studie erscheint in dem Nature Partner Journal Climate and Atmospheric Science. weiterlesen…

MPG-Forscher finden 3D-Beleg für Existenz von Skyrmion-Röhren

Einsatz in spintronischen Speichergeräten möglich

Zum ersten Mal ist es einem internationalen Forscherteam aus Deutschland (vom Stuttgarter Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme), Großbritannien und Frankreich gelungen, die bislang unbekannte Struktur von magnetischen Skyrmion-Röhren – 100 Nanometer kleine Wirbelstrukturen, die in magnetischem Material vorkommen – dreidimensional sichtbar zu machen. Dieses (bereits am 07.04.2020 in Nature Communications publizierte) Wissen ermöglicht es, die Bildung und Vernichtung von Skyrmionen besser zu verstehen und die magnetischen Strukturen in sogenannten spintronischen Speichergeräten einzusetzen. Am 24.04.2020 erschien in Science eine Untersuchung der Uni Stuttgart über die Dynamik von Skyrmionen aus Licht auf ultraglatten Goldplättchen. weiterlesen…

Pionierarbeit für Prototyp eines neuen Brennelements

Neuer Brennstoff aus Uran-Molybdän-Legierung mit niedriger Anreicherung

Technische Universität München (TUM) und der französische Brennelemente-Hersteller Framatome haben eine Zusammenarbeit mit dem Ziel vereinbart, neue, niedrig angereicherte Brennelemente herzustellen. Einer Medienmitteilung zufolge arbeiten sie gemeinsam an der Entwicklung eines neuen Brennstoffs für die Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibniz (FRM II). Der Brennstoff soll aus niedrig angereichertem Uran-Molybdän (U-Mo) bestehen. Die ersten Prototypen sollen Anfang 2021 hergestellt werden. Sind die Tests erfolgreich, könnte die Produktion bereits 2022 beginnen. weiterlesen…

Fotosynthese im Tropfen

MPG-Forscher entwickelten künstlichen Chloroplasten

Pflanzen - Foto © SolarifyPflanzen können es bereits seit Jahrmillionen: Kohlendioxid aus der Luft mithilfe von Sonnenenergie nutzbar machen. Künstliche Zellen als nachhaltige und umweltschonende Bioreaktoren zu bauen, dieser Herausforderung ist das Max-Planck-Forschungsnetzwerk MaxSynBio auf der Spur. Ein Max-Planck-Forscherteam um Tobias Erb vom Institut für terrestrische Mikrobiologie in Marburg hat nun eine Plattform für den automatisierten Bau zellgroßer Fotosynthese-Module entwickelt. Die künstlichen Chloroplasten sind in der Lage, das Treibhausgas Kohlendioxid mittels Lichtenergie zu binden und umzuwandeln. weiterlesen…