Problemfall Dieselpartikelfilter

T&E-Tests: Feinstaub-Ausstoß neuer Diesel 1000mal über Normalbetrieb

Von Transport & Environment durchgeführte Tests an zwei der beliebtesten Mittelklassefahrzeuge haben gezeigt, dass die Feinstaub-Emissionen der neuesten Diesel-PKW auf mehr als das Tausendfache des Normalbetriebs hochschnellen können. Diese gesundheitsgefährlichen Emissionsspitzen entstehen durch Reinigung der Dieselpartikelfilter im Fahrbetrieb und können sich augenblicklich schädlich auf das Herz auswirken. Die Filterreinigung kann auch im Stadtverkehr auftreten und für eine bis 15 km lange Fahrstrecke andauern, wird jedoch von den offiziellen Emissionstests ausgeklammert. In Europa sind mehr als 45 Millionen Fahrzeuge mit Dieselpartikelfiltern ausgerüstet. Dementsprechend kommt es in der EU zu ca. 1,3 Milliarden Reinigungsvorgängen pro Jahr. weiterlesen…

„CO2 muss eingefangen und genutzt werden“

CCS – neue Auflage

Dänische Forscher entwickeln eine mobile Anlage, die CO2 abtrennen kann, bevor es in die Atmosphäre gelangt. Das unerwünschte Treibhausgas soll stattdessen für neue Produkte genutzt werden. In diesem Winter beginnen die Forscher der Dänischen Technischen Universität einer Medienmitteilung zufolge mit dem Bau einer solchen Anlage. Zunächst werde die Vorrichtung in Biogasanlagen getestet, sagt Associate Professor Philip L. Fosbøl von der DTU Chemical Engineering, der den Prozess der CO2-Abscheidung koordiniert. weiterlesen…

Reaktionen auf Kohleausstiegs-Einigung – negativ

„Ausstiegspfad passt nicht zu Klimazielen“

Braunkohle-Verstromung im KKW Schkopau, SAnh - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDie am 16.01.2020 vorgestellte Bund-Länder-Einigung zum Braunkohleausstieg stößt bei Germanwatch und anderen Organisationen auf scharfe Kritik. „Diese Einigung entspricht nicht der Empfehlung der Kohlekommission. Der Ausstiegspfad bei der Braunkohle passt nicht zu den Klimazielen. In den kommenden Jahren passiert viel zu wenig. Der Großteil der notwendigen Reduktion wird bis zum Ende der 2020er Jahre hinausgeschoben und der Reduktionspfad verläuft noch nicht einmal stetig“, sagt Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch. weiterlesen…

BMWi bestreitet Kürzungen der Energieforschung

„Dafür mehr Geld für Reallabore im Energie- und Klimafonds“

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat laut Dow Jones Newswire vom 14.01.2020 bestritten, dass die Forschungsgelder für Erneuerbare Energien gekürzt werden. Das 7. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung vom September 2018 (siehe solarify.eu/7-energieforschungsprogramm-der-bundesregierung) umfasse neben der bisherigen anwendungsnahen Energieforschung auch das Ministeriumsprojekt „Reallabore der Energiewende“, so eine Ministeriumssprecherin. Dieser Teil werde ab dem Haushalt 2020 im Energie- und Klimafonds ausgewiesen, den die Große Koalition im Rahmen des Klimaschutzprogramms aufgestockt hat. weiterlesen…

„Zentral und dezentral“ – Zu nachhaltiger Energieversorgung

ESYS-Stellungnahme zum Energiemix

Nur mit einem klugen Mix aus zentralen und dezentralen Technologien wird die Energieversorgung bis 2050 klimafreundlich, sicher und wettbewerbsfähig – kurz: wird die Energiewende gelingen. Die Herausforderung liegt darin, die einzelnen Elemente zu einem funktionierenden Gesamtsystem zu integrieren. Zu diesem Schluss kommt das Akademienprojekt „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) in seiner am 16.01.2020 vorgestellten Stellungnahme Zentrale und dezentrale Elemente im Energiesystem: Der richtige Mix für eine stabile und nachhaltige Versorgung“. Es gelte, so ESYS, alle Möglichkeiten für den Ausbau von Windkraft- und Solaranlagen zu nutzen – vom PV-Modul auf dem Dach bis zum Windpark auf hoher See. Für eine erfolgreiche Energiewende fordern die deutschen Wissenschaftsakademien neben dem beschleunigten sozialverträglichen Ausbau der Erneuerbaren außerdem, das Netz schnellstmöglich auszubauen und eine sichere digitale Steuerung des Energiesystems zu gewährleisten. weiterlesen…

Sozialkassen subventionieren Straßenverkehr

Allianz-pro-Schiene: „Kfz-Haftplicht übernimmt nur Teil der Unfallkosten – Bundesregierung fehlt Überblick“

Die Bundesregierung hat keinen Überblick über die Kosten durch Unfälle im Straßenverkehr. Dies zeigt laut Allianz pro Schiene eine Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Dabei kommen die gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherten mit Milliardenbeträgen für Unfälle im Straßenverkehr auf. weiterlesen…

„Klimahysterie“ Unwort des Jahres

Knapp 400 Vorschläge

Eine unabhängige Jury aus vier Sprachwissenschaftlern der Technischen Universität Darmstadt und einem Journalisten hat „Klimahysterie“ zum Unwort des Jahres gewählt. Nach Angaben der sprachkritischen Aktion waren 671 Einsendungen mit 397 Vorschlägen eingereicht worden.Der Ausdruck „Klimahysterie“ wurde 9x eingesandt. Standen jahrelang Flüchtlingspolitik und Migration im Fokus, rücken nun Ökologie und Klimadebatte mehr in den Mittelpunkt, wie es hieß, so das Portal tagesschau.de. weiterlesen…

FVEE kritisiert drastische Einschnitte bei Energieforschung scharf

Warnung vor massiven Problemen

Die drastische Kürzung der BMWi-Verpflichtungsermächtigungen für 2021 in der Energieforschung im Haushalt 2020 durch den Bundestag (s.: solarify.eu/bmwi-kuerzt-energieforschungsmittel) „wird bereits im laufenden Jahr zu massiven Problemen führen. Wichtige neue Forschungsprojekte werden nicht starten können und in den Folgejahren wird die deutsche Energieforschung substanziell geschwächt“, warnte der neue Sprecher des FVEE, Prof. Rolf Brendel vom niedersächsischen Institut für Solarenergieforschung (ISFH) in einer Medienmitteilung. weiterlesen…

Keine Energiewende ohne Katalyse

Vortrag von Robert Schlögl auf ARD-alpha

„Keine Energiewende ohne Katalyse“ hatte Prof. Robert Schlögl, Gründungsdirektor des Max-Planck-Instituts für Chemische Energiekonversion, Mülheim a.d. Ruhr und Direktor Anorganische Chemie am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin, seinen Vortrag in der Reihe Campus Talks im Kanal ARD-alpha am 13.01.2020 überschrieben. Er zeigte auf, wie ein defossilisiertes (Schlögl: „nicht dekarbonisiertes“) Energiesystem und die Energiewende als Weg dorthin möglich wären. Er beklagte aber auch, dass die Politik die falschen Ansagen mache. Solarify dokumentiert. weiterlesen…

Klimaschutz drei Mal vor Verfassungsgericht

Neun besonders Betroffene klagen Grundgesetz ein – weitere vom BUND unterstützte Klage

Neun junge Menschen aus Deutschland legen Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe ein, weil das schwache Klimaschutzgesetz ihre Grundrechte nicht ausreichend schützt, so eine gemeinsame Pressemitteilung von Germanwatch in Kooperation mit Protect the Planet, Greenpeace und DUH – die drei NGO unterstützen die Klage, treten aber selbst nicht als Klägerinnen auf. Im Rahmen einer Pressekonferenz am 15.01.2020 in Berlin erläuterten die Kläger ihr Ziel. weiterlesen…