Regulierungswirrwarr macht Energierecht unüberschaubar

Vor 20 Jahren gab es 200 Einzelvorschriften – heute sind es 13.750

Die Politik versucht, die Energiewende mit Tausenden Vorschriften zu steuern. Mit ihrem neuen Klimaprogramm hätte die Bundesregierung diesen Dschungel lichten können. Doch Experten sagen: Die Chance wurde vertan. Ob die Energiewende auch ein nachhaltiges Beschäftigungsprogramm ist, ist umstritten. Dass die Energiewende zumindest eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Rechtsanwälte und Gerichte ist, kann Ines Zenke mit Zahlen belegen. Daniel Wetzel in der Welt vom 02.10.2019. weiterlesen…

Powerfuels – Schlüssel für Klimaschutz beim Fliegen

Global Alliance Powerfuels wirbt mit Positionspapier für mehr alternative Kraftstoffe im Luftverkehr

Flugzeuge in TXL - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyDie Global Alliance Powerfuels – ein branchenübergreifender Zusammenschluss von Unternehmen und Verbänden – hat die Mitgliedstaaten der Zivilluftfahrtorganisation der Vereinten Nationen ICAO dazu aufgerufen, strombasierte, erneuerbare Kraftstoffe (Powerfuels) in den Fokus ihrer Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsstrategie zu rücken. Für den Einstieg sollte das Ziel sein, eine weltweite Quote zur Beimischung von Powerfuels in Höhe von mindestens 2 Prozent zu beschließen. Die Kosten dafür wären schon heute gut vertretbar. Der Preis für ein Flugticket würde sich entsprechend der Beimischungsquote erhöhen: bei einer Beimischung von 2 Prozent um 2 Prozent, bei 10 Prozent um 10 Prozent, bei 50 Prozent um 50 Prozent. Das zeigt eine Analyse, die die Global Alliance zur 40. Versammlung der ICAO im kanadischen Montreal veröffentlich hat, wie die Deutsche Energie-Agentur (dena) am 01.10.2019 mitteilte. weiterlesen…

Forscher halbieren Platinbedarf von Brennstoffzellen

Wenn Autos Wasser statt Abgase ausstoßen

Doppelauspuff - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyWasserstoff-Brennstoffzellen, Hoffnungsträger beim Fahrzeugantrieb der Zukunft, stoßen als einzigen „Abfallprodukte“ Wasser und Wärme aus. Doch einer der aktuell größten Nachteile sind die nicht zuletzt von dem sehr teuren Material Platin abhängenden Kosten für den Katalysator in der Brennstoffzelle. Senkt man den Platingehalt, sinkt die elektrische Leistung noch schneller. Prof. Peter Strasser von der TU Berlin und seinen Mitarbeitern am Fachgebiet Elektrokatalyse und Materialien ist es in Kooperation mit Wissenschaftlern von BMW einer Medienmitteilung vom 01.10.019 folgend gelungen, in einer autogerechten Wasserstoff-Brennstoffzelle das Katalysator-Trägermaterial chemisch so zu designen, dass trotz eines geringen Platineinsatzes hohe elektrische Leistung erzeugt wird. Ihre Ergebnisse wurden jetzt in Nature Materials*) veröffentlicht. weiterlesen…

Plan mit vielen Tücken

EEG-Umlage CDU-Spitze will Ökostrom-Förderung abschaffen

CO2-Rauch-Wasserdampf-Fahne Kraftwerk Reuter-West und Müllverbrennungsanlage, Berlin - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifySchlecht ist die Idee per se nicht: Die CDU-Spitze will in Zukunft keine Förderungen oder Verbote bestimmter Technologien im Energiebereich mehr. Stattdessen müsse die „Leitplanke für unser Energiesystem […] einzig und allein die Reduktion von Treibhausgas-Emissionen als Orientierungsgröße“ sein. So hat es der CDU-Bundesvorstand am 30.09.2019 beschlossen. „Ziel ist, die EEG-Umlage unter Wahrung von Bestandsschutz ganz abzuschaffen“, heißt es auf Seite 15 des Papiers zu einer „Sozialen Marktwirtschaft von Morgen“. Clemens Weiß hat das CDU-Papier für energiezukunft unter die Lupe genommen. weiterlesen…

Elektrochemische Redox-Kühlung

Zwei Vorteile vor Peltier-Kühler

Kühlschrank, klassisch - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyDie hohe Konformationsentropie-Änderung der Fe(CN)63-/4--Redoxreaktion kann als Grundlage für einen kompakten elektrochemischen Kühlschrank genutzt werden. Dieses Gerät ist vergleichbar mit der flüssigen Version eines Peltier-Kühlers*), mit zwei wesentlichen Vorteilen: Erstens ist die Entropieänderung pro Träger (1,5 mV/K) des elektrochemischen Kältemittels mehr als fünmal größer als die von modernen festen thermoelektrischen Materialien; und zweitens kann der flüssige Elektrolyt kontinuierlich von der Kühlverbindung entfernt zugeführt werden, so dass die Joule-Erwärmung im Schüttgut-Element die abgegebene Kühlwirkung nicht beeinträchtigt. (Nature Scientific Reports) weiterlesen…

Effekt der Strontiumdotierung auf photokatalytische Leistung von Neodymmanganit

Seltenerd-Perowskite als Photokatalysatoren

Ernsthafte Umweltprobleme und täglicher Energiebedarf sind entscheidende Themen, denen wissenschaftliche Aufmerksamkeit zuteil wird, um neue ungiftige, kostengünstige, stabile und effiziente Materialien zur Lösung dieser Probleme zu entwickeln. Photokatalyse-Studien haben sich zu einem wichtigen Thema im Bereich der sauberen Energieanwendungen entwickelt. Seltene Erd-Perowskite ABO3 werden seit kurzem als Photokatalysatoren eingesetzt, diese Materialklasse ist aufgrund ihrer ungewöhnlichen physikalischen und chemischen Eigenschaften eine Schlüsselart von Oxiden. Ein Bericht in Nature Scientific Reports. weiterlesen…

KI lernt Sprache der Chemie

KI lernt Sprache der Chemie, um Medikamentenherstellung vorherzusagen

Forscher der Universität Cambridge haben einer Medienmitteilung folgend einen maschinellen Algorithmus entwickelt, der die Ergebnisse komplexer chemischer Reaktionen mit einer Genauigkeit von mehr als 90% vorhersagen kann und damit ausgebildete Chemiker übertrifft. Der Algorithmus zeigt Chemikern auch, wie man Zielverbindungen herstellt, indem er die chemische „Karte“ an das gewünschte Ziel liefert. Die Ergebnisse wurden in zwei Artikeln in den Zeitschriften Chemical Communications1und ACS Central Science2 veröffentlicht (Abstracts siehe unten). weiterlesen…

Molekular produziertes Eiweiß als Alternative zum Schnitzel

Nahrungsmittelproduktion auf molekularer Basis wird Klimagasemissionen aus Land- und Viehwirtschaft drastisch reduzieren

Die intensive industrielle Landwirtschaft zusammen mit der tierquälenden Massentierhaltung sind erheblich an der Aufheizung des Planeten beteiligt. Eine Analyse der Energy Watch Group zeigte vor kurzem auf, dass etwa 18% der globalen Treibhausgasemissionen aus Landwirtschaft und Viehzucht stammen. Diese Zahlen decken sich in etwa mit dem kürzlich veröffentlichten Special Report des IPCC zur Landnutzung, wie Hans-Josef Fell, Päsident der EWG, am 30.09.2019 auf seinem Informationsportal schreibt. weiterlesen…

Mit Untersuchung atmosphärischer Gravitationswellen Wetter- und Klimamodelle verbessern

PNAS: Bis 1960 unklar

Am 03.09.2018 schrieb ein unmotorisiertes Experimental-Segelflugzeug Geschichte, als es in die Stratosphäre flog. Nachdem sie von El Calafate, einer Stadt in der Nähe des südpatagonischen Eisfeldes in Argentinien, aufgebrochen waren, surften die Segelflieger Jim Payne und Tim Gardner auf riesigen, von den Anden ausgehenden Luftwellen. Sie erreichten eine – von keinem anderen unmotorisierten Flugzeug jemals erreichte – Weltrekordhöhe von 23.203 Metern. Es war eine Leistung, die nicht nur durch menschlichen Einfallsreichtum, sondern auch durch die unglaubliche Stärke eines Phänomens ermöglicht wurde, das als atmosphärische Gravitationswellen bekannt ist. Ein Artikel von Adam Mann am 24.09.2019 in den Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS). weiterlesen…

Photovoltaik-Sensoren für Internet der Dinge

RFID-basierte Geräte funktionieren bei Innen- und Außenlichtverhältnissen und kommunizieren über größere Entfernungen

Bis 2025 könnte nach Schätzungen von Experten die Zahl des „Internets der Dinge“ – einschließlich Sensoren, die Echtzeitdaten über Infrastruktur und Umwelt sammeln – auf 75 Milliarden weltweit steigen. Aktuell benötigen diese Sensoren jedoch noch Batterien, die häufig ausgetauscht werden müssen, was für die Langzeitüberwachung problematisch sein könnte. weiterlesen…