Kanadas Wälder CO2-Schleudern

Geschönte Klimabilanz

Bergwald – Foto © Dieter Fichtner, Agentur Zukunft für SolarifyARD-Kanada-Korrespondent Georg Schwarte kratzt auf am scheinbar vorbildlichen Klimaschützer-Image Kanadas. Das Land der riesigen Wälder, idyllischen Seen und sauberen Luft schönt nämlich seine Klimabilanz kräftig. Denn das drittgrößte Waldgebiet der Erde ist, anders als bisher angenommen und von der Regierung Trudeau stets stolz verkündet, gar keine CO2-Senke. weiterlesen…

Metallpulver als Speicher

Wasserstoff-Projekt HyCare gestartet

Wasserstoff wird heutzutage meist in Druckgastanks mit sehr großem Volumen als Gas oder bei extrem tiefen Temperaturen als Flüssigkeit gespeichert. Alternativ kann Wasserstoff unter wesentlich günstigeren Bedingungen, etwa bei Raumtemperatur und moderatem Druck, in ein Metallpulver aufgenommen und sehr kompakt als sogenanntes Metallhydrid gespeichert werden. Das ist das Ziel des HyCARE Projekts (Hydrogen CArrier for Renewable Energy Storage): ein Prototyp eines neuartigen, kompakten Metallhydridtanks. Neu ist zum Beispiel, dass für das Wärmemanagement der geplanten Anlage ein Phasenwechsel-Material eingesetzt wird, wodurch die Energieeffizienz des Speicherprozesses deutlich erhöht wird. weiterlesen…

KI-basierte Verfahren für hochautomatisierte und sichere Stromnetze

Automatisierte Anomalie- und Fehlererkennung im Netzbetrieb

Für den komplexen Betrieb der Stromnetze wird immer mehr auf hochauflösende Sensorik und große Datenmengen zurückgegriffen. Mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) könnten diese Daten nicht nur deutlich verkleinert, sondern auch zur automatisierten Anomalie- und Fehlererkennung im Netzbetrieb verwendet werden. Forscher des Fraunhofer IOSB-AST haben dazu passende Verfahren entwickelt. weiterlesen…

Elektromobilität: bestehende Kompetenzen nutzen

Anlaufstelle am KIT hilft spezialisierten Maschinenbauunternehmen

Viele Unternehmen in Baden-Württemberg verfügen über spezialisiertes Fachwissen in der Prozesskette, die zum Produkt Verbrennungsmotor führt. Doch der Trend geht zum Elektrofahrzeug. Insbesondere für die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gestaltet sich eine strategische Neuausrichtung sehr schwierig. Mit dem „Transformations-Hub Elektromobilität“ am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht eine Anlaufstelle insbesondere für KMU, die sich dieser Herausforderung stellt. Das Land Baden-Württemberg fördert den Hub nun mit 2,6 Millionen Euro. weiterlesen…

Auswirkungen der Kohlekommissions-Empfehlungen

Wie soll der Kohleausstieg umgesetzt werden?

Felix Christian Matthes vom Öko-Institut e.V. nahm am 13.02.2019 im Landtag Nordrhein-Westfalen Stellung zu den Empfehlungen der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ – kurz Kohlekommission. In der Anhörung des Ausschusses für Wirtschaft, Energie und Landesplanung stellte er die Empfehlungen der Kommission sowie ihre klimapolitischen und energiewirtschaftlichen Auswirkungen vor. Nicht zuletzt skizzierte er den rechtlichen Handlungsbedarf, um die empfohlenen Maßnahmen umzusetzen. weiterlesen…

China und Indien Spitzenreiter beim Begrünen der Erde

Zweischneidig: Ertragssteigerungen in der Landwirtschaft benötigt Dünger und vermehrte Bewässerung

Die Erde wird grüner – und eine wesentliche Rolle für den seit Jahrzehnten beobachteten Zuwachs von Blattwerk und Biomasse spielt die intensive Agrar- und Forstwirtschaft des Menschen. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) nach der Auswertung hochauflösender Satellitenbilder der Erde. Ihre Studie „China and India lead in greening of the world through land-use management“ stellen die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Nature Sustainability vor. (DOI: 10.1038/s41893-019-0220-7). weiterlesen…

Klimawandel seit 1979 bekannt

Auch die Leugner fingen früh an – Lesehinweis

„Chronik einer vertanen Chance“ nennt der Politik- und Kulturwissenschaftler Claus Leggewie einen langen Aufsatz in der ZEIT am 13.02.2019, in dem er eine Geschichte des Klimawandels entwirft, von der ersten – heute fast vergessenen – Weltklimakonferenz am 12.02.1979 in Genf bis zur COP24 in Katowice. Damals berieten UN-Experten über die anthropgenen Klimaveränderungen – wichtiges Ergebnis war die Warnung, dass die weitere Verbrennung fossiler Energieträger und die fortschreitende Vernichtung der Wälder auf der Erde „zu einem massiven Anstieg der atmosphärischen Kohlendioxidkonzentration führen“ werde. weiterlesen…

Zahl der Elektroautos steigt weltweit von 3,4 auf 5,6 Millionen

Wachstum beschleunigt sich weiter. Deutsche Hersteller unter den Top 10

Anfang 2019 ist der Bestand an Elektroautos weltweit auf 5,6 Millionen gestiegen – ein Plus von 64 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Wachstum hat sich damit zum zweiten Mal in Folge beschleunigt. Markttreiber sind vor allem China und die USA: Das Reich der Mitte liegt bei den Gesamtzahlen mit 2,6 Millionen E-Autos weiter unangefochten auf Platz 1 weltweit. Danach folgen die USA mit 1,1 Millionen. In Deutschland rollen jetzt knapp 142.000 Stromer über die Straßen. Die neuen Zahlen gehen aus einer aktuellen Erhebung des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) hervor. Nach Angaben der Wissenschaftler stammen die meisten Neuzulassungen, knapp 234.000, von Tesla. Danach folgen die chinesischen Marken BYD und BAIC. Erfolgreichster deutscher Hersteller war BMW mit fast 87.000 Elektroautos auf Platz 6. VW liegt auf Rang 9. weiterlesen…

Ab 1492 Erdabkühlung statt Erderwärmung

Auswirkungen der europäischen Ankunft und des Großen Sterbens in Amerika nach 1492

Nicht ohne Grund hat der Aphoristiker Georg Christoph Lichtenberg gesagt: „Der Amerikaner, der den Kolumbus zuerst entdeckte, machte eine böse Entdeckung.“ (Sudelbuch G, 183) Nun ist die „Entdeckung“ des Kolumbus sogar noch für einen – negativen – Klimawandel verantwortlich. Forscher des University College London (European Arrival in the Americas – in Quaternay Science Reviews) haben nämlich herausgefunden, dass infolge der spanisch-portugiesischen Invasion Lateinamerikas ab 1492 etwa 90 Prozent der Ureinwohner starben – eine Entvölkerung durch Sklaverei und Krankheiten und damit Reduktion des Treibhausgas-Ausstoßes. Die Forscher kommen zu dem Ergebnis, dass menschliches Handeln zwischen 1492 und 1600 zu einer durchschnittlichen Temperatursenkung von 0,15°C geführt und somit einen Beitrag zur Kleinen Eiszeit geleistet hat. weiterlesen…

Piezokristalle aus dem 3D-Drucker

Maschinenbauer entwickeln neue Materialien

Forscher am Virginia Polytechnic Institute and State University haben piezoelektrisches Material mittels 3D-Druck hergestellt. Die gedruckten Kristalle wandeln Bewegungen, Stöße und Druck aus beliebigen Richtungen in elektrische Energie um. Xiaoyu „Rayne“ Zheng, Assistenzprofessor für Mechanik, hat den Durchbruch gemeinsam mit seinem Team erzielt. Die Ergebnisse wurden in Nature Materials veröffentlicht. (Foto: Bedruckte flexible Folie aus piezoelektrischem intelligentem Material – © H. Cui, Zheng Lab) weiterlesen…