80 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung in der E-Mobilität

Schwerpunkt bidirektionales Laden

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) stellt 80 Millionen Euro für die Förderung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben bereit, welche die Transformation hin zur Elektromobilität und deren Integration in die Strommärkte unterstützen. Schwerpunkte liegen auf Projekten, die Lösungen für bidirektionales Laden und den elektrifizierten Schwerlastverkehr versprechen. weiterlesen…

Ozonabbau über Nordpol verursacht Wetteranomalien

Ganze Nordhalbkugel betroffen

Forschende der ETH Zürich weisen nach: Die Zerstörung des Ozons über der Arktis im Frühling verursacht auf der ganzen Nordhalbkugel abnormales Wetter. Vielerorts wird es überdurchschnittlich warm und trocken – oder zu nass, schreibt Peter Rüegg auf der Internetseite der ETH. Das Ozonloch über der Antarktis ist zwar vielen ein Begriff. Weniger bekannt ist aber, dass gelegentlich auch über der Arktis das schützende Ozon in der Stratosphäre zerstört und die Ozonschicht ausgedünnt wird. Zuletzt so geschehen in den Frühlingsmonaten der Jahre 2011 und 2020. weiterlesen…

In Europa wird’s besonders heiß

Mehr Hitzewellen wegen Veränderungen des Jetstreams

Hitzewellen über Europa haben drei- bis viermal so schnell zugenommen wie in den übrigen nördlichen mittleren Breitengraden, wie etwa in den USA oder Kanada – so das Ergebnis einer am 05.07.2022 in Nature Communications veröffentlichten Untersuchung, die ein internationales Team von Forschenden – u.a. Wissenschaftler des Klimafolgenforschungsinstituts in Potsdam (PIK) – durchgeführt hat. Sie werteten dazu Beobachtungsdaten aus den letzten 40 Jahren aus und zeigten erstmals, dass dieser rasche Anstieg mit Veränderungen in der atmosphärischen Zirkulation zusammenhängt. weiterlesen…

Meeresschutz alternativlos für Zukunft des Planeten

Ocean Care zieht Bilanz der zweiten UNO-Ozeankonferenz

In Lissabon ging am 01.07.2022 die zweite UNO-Konferenz zum Schutze der Ozeane (UNOC) zu Ende. Die internationale Meeresschutzorganisation OceanCare bilanziert in einer Medienmitteilung. Die Ergebnisse kursorisch: Unterwasserlärm – obligatorische Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung von Schiffen sind entscheidend, um Schifffahrtsunternehmen gleiche Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten; Plastikverschmutzung – die Gesetzgeber sind am Zug, um die Plastikproduktion deutlich zu reduzieren (SDG12) und den endlosen Fluss von Plastik in unsere Ozeane zu unterbinden (SDG14); Tiefseebergbau – Ermutigende Schritte in Richtung eines Moratoriums für den Tiefseebergbau. weiterlesen…

Strömungsdaten aus 20 Jahren für besseres Klima-Verständnis

Daten längster Messreihe im Tropischen Atlantik nun öffentlich zugänglich

Seit mehr als 20 Jahren misst ein Observatorium am Äquator bei 23° West die Geschwindigkeit eines für unser Klima wichtigen Systems von Meeresströmungen. Die bisher nur fragmentarisch verfügbaren Daten sind laut einer Medienmitteilung des GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel mit französischen und US-amerikanischen Projekt-Partnern vom 30.06.2022 als zusammengefasster Datensatz zugänglich. Hintergründe zu den Messdaten und die Komponenten der Verankerungen beschreiben Forschende am 30.06.2022 in Frontiers in Marine Science. Die Veröffentlichung soll weitere Analysen und Modellrechnungen vorantreiben. weiterlesen…

Forschungsförderung für die Energiewende

BMWK unterstreicht „Resilienz des Energieforschungssystems“

Für den Klimaschutz sei es wichtig, dass „neue Technologien den Weg aus den Laboren in die Wirtschaft und Gesellschaft“ fänden, heißt es im Bericht zum 7. Energieforschungsprogramm, den die Regierung am 04.07.2022 als Unterrichtung (20/2370) vorgelegt hat – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Das Förderprogramm habe entsprechend einen Schwerpunkt auf den beschleunigten Transfer von Innovationen in die energiewirtschaftliche Praxis und die Gesellschaft gelegt. Zu den neuen Formaten zählten beispielsweise die Reallabore der Energiewende des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und die Wasserstoff-Leitprojekte des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). weiterlesen…

Kieler Landtag sagt erneut Nein zur CO2-Speicherung

CO2-Senke Meer nicht weiter belasten

Der schleswig-holsteinische Landtag hat Carbon Capture and Storage (Abscheidung und Speicherung von Kohlenstoff – CCS) erneut eine Absage erteilt. Alle fünf Fraktionen (CDU, Grüne, SPD, FDP und SSW) einigten sich auf einen gemeinsamen Antrag und bekräftigten damit die Entscheidungen von 2014 und 2019. Eine zunächst geplante Aussprache gab es dazu am Donnerstag nicht; die Reden wurden zu Protokoll gegeben. Die Grünen-Abgeordnete Silke Backsen zeige sich sehr zufrieden mit dem Beschluss. (Nordsee – © Bild von Peter Ahrend auf Pixabay) weiterlesen…

Grüner Wasserstoff aus Pflanzenresten

Fraunhofer treibt Energiewende voran

Bislang werden Grünabfälle und Klärschlamm meist kompostiert oder verbrannt. Sinnvoller wäre es, daraus den wertvollen Energieträger Wasserstoff zu gewinnen. Dieses Ziel verfolgt ein Forscherteam am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA. Das bei der Gewinnung von Wasserstoff aus Abfällen entstehende CO2 wird dabei abgeschieden und beispielsweise in der chemischen Industrie als Rohstoff verwendet. Auf diese Weise stellen die Forschenden aus dem Bioabfall mit unterschiedlichen Verfahren Wasserstoff mit einem negativen CO2-Fußabdruck her. Es wird also der Atmosphäre CO2 entzogen. weiterlesen…

Wenn Licht auf Materie trifft

Kaiserslauterer Forscher visualisieren Effizienz der optischen Anregung in Festkörpern

Die Wechselwirkung von Licht und Materie sorgt etwa dafür, dass Pflanzen Photosynthese betreiben und Solarzellen Strom erzeugen können. Die Effizienz der Lichtabsorption in Materie wird auf der mikroskopischen Skala durch sogenannte Übergangsdipolmomente bestimmt. Die Arbeitsgruppe von Prof. Martin Aeschlimann und Benjamin Stadtmüller an der TU Kaiserslautern (TUK) hat am eine Methode veröffentlicht, um die Orientierung dieser Dipolmomente in Festkörpern sichtbar zu machen. Sie basiert auf der kohärenten Überlagerung von Elektronen, die ein Festkörper bei optischer Anregung photoemittiert. Die Fachzeitschrift „Nature Communications“ hat die Ergebnisse veröffentlicht. (Grafik: Optische Anregung im Festkörper mit anschließender Interferenz der photoemittierten Elektronen © Nature Communications) weiterlesen…

Überschwemmungsgefahr und Armut in 188 Ländern

Neue Untersuchung in Nature Communications

Überschwemmungen gehören zu den am weitesten verbreiteten Naturgefahren, mit besonders katastrophalen Auswirkungen in Ländern mit niedrigem Einkommen. In der Studie „Flood exposure and poverty in 188 countries“ (Nature Communicarions) präsentieren Jun Rentschler, Melda Salhab und Bramka Arga Jafino open access globale Schätzungen der Zahl der Menschen, die in Wechselwirkung mit Armut einem hohen Hochwasserrisiko ausgesetzt sind. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass 1,81 Milliarden Menschen (23 % der Weltbevölkerung) direkt von Überschwemmungen betroffen sind, die alle 100 Jahre auftreten. Davon befinden sich 1,24 Milliarden in Süd- und Ostasien, wo China (395 Millionen) und Indien (390 Millionen) mehr als ein Drittel der weltweiten Exposition ausmachen. (Foto: Hochwasser am Main bei Frankfurt 05.02.2021 – © Franziska Vogt) weiterlesen…