20 Jahre Ökosteuer: finanz- und sozialpolitisch top, umweltpolitisch ein Flop

Beides in den Blick nehmen: Klimaschutz durch Emissionsminderungen und Einkommensungleichheit

Die zum 01.04.1999 eingeführte ökologische Steuerreform sorgt bis heute für niedrigere Rentenbeiträge und höhere Rentenbezüge – Umweltpolitisch war sie hingegen kein Erfolg, die beabsichtigte Lenkungswirkung ist ausgeblieben. Notwendig sei eine Reform, die CO2 angemessen bepreist und einkommensschwache Haushalte entlastet, resümiert das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung Berlin die Erfahrungen mit der Ökosteuer. weiterlesen…

Klimawandel mittels Bodenmikroben verlangsamen?

Nicht alle von verlockenden Ergebnissen eines Wissenschaftlers überzeugt

Während die CO2-Emissionen 2018 weltweit ein Allzeithoch erreicht haben, ist die Welt auf einem Kurs, der nach Überzeugung von Klimaexperten bis 2100 (oder schon früher) zu einer katastrophalen Erwärmung führen wird, schreibt John J. Berger am 26.03.2019 in Scientific American. Einige davon halten es für unerlässlich, Anbautechniken einzusetzen, die der Luft Kohlendioxid entziehen und in den Böden speichern. Solarify übersetzt Ausschnitte. weiterlesen…

DLR: Windgeneratoren als Insektizide

(Theoretischer) Wind auf die falschen Mühlen

Eine umfassende Literaturrecherche unter dem Titel „Modellanalyse liefert Hinweise auf Verluste von Fluginsekten in Windparks“ von DLR und Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere (ZFMK) zeigt einen potenziellen Konflikt zwischen Windgeneratoren und Fluginsekten auf: Diese nutzen zur Migration nämlich starken Wind in bis zu 2.000 m Höhe. Eine Analyse der Windenergie seit 1990 und der daraus ableitbaren Volumen- und Massenströme zeige – so die Einleitung der Untersuchung – „trotz bestehender Unsicherheiten eine besorgniserregende Entwicklung“, diese steigt zum Ende des Textes, da heißt es gar „sehr besorgniserregende Entwicklung“. Windkraftgegner werden sich freuen. weiterlesen…

Erstes Säugetier „dank“ Klimawandel ausgestorben

Gibt es nicht mehr: Australische Mosaikschwanzratte

Es ist offiziell: Der Klimawandel hat das erste Aussterben eines Säugetieren verursacht. Die australische Mosaikschwanzratte, ein winziges Insel-Nagetier, wurde nach Angaben der Regierung in Canberra durch den Anstieg des Meeresspiegels ausgelöscht, schrieb John R. Platt am 21. 03.2019 in Scientific American. weiterlesen…

Marine Senke für anthropogenes CO2

Entwicklung des Kohlenstoffspeichers Ozean

Ein mehrjähriges internationales Forschungsprojekt unter Leitung der ETH Zürich hat bestimmt, welche Menge von menschengemachten CO2 -Emissionen die Weltmeere zwischen 1994 und 2007 aus der Atmosphäre aufgenommen haben. Dank der umfangreicher Messungen ist jetzt mit hoher Gewissheit bekannt, wie viel menschengemachtes Kohlendioxid die Weltmeere speichern. Veröffentlicht in Science. weiterlesen…

…wenn moralische Selbstverständlichkeiten nicht mehr ausreichen

Ethik in Technikwissenschaften und Unternehmen

Eher eine Binsenweisheit, aber immer wichtiger: Nicht alles, was technisch machbar ist, ist auch sinnvoll. Ethische Kriterien gewinnen vor dem Hintergrund der rasanten technologischen Entwicklung durch Digitalisierung und Einsatz Künstlicher Intelligenz zunehmend an Bedeutung. Am Institut für Berufspädagogik und Erwachsenenbildung der Leibniz Universität Hannover forschen jetzt zwei Promotionsstipendiaten über das Thema „Ethik in Technikwissenschaften“. Die Kurt-Alten-Stiftung fördert beide Stellen mit insgesamt rund 210.000 Euro. weiterlesen…

Klimaerwärmung erhöht Frostrisiko für Bäume – und nicht nur das

Immer früherer Austrieb

Jetzt, im beginnenden Frühling, wieder zu beobachten: Bäume und Sträucher treiben immer früher aus. Denn der Klimawandel bringt nicht nur trockenere Sommer, sondern auch wärmere Frühlinge. Mit den ansteigenden Temperaturen hat sich die Vegetationsperiode generell nach vorne verschoben. Der frühe Austrieb macht Gewächse aber anfälliger für späten Frost, wie Waldforscher der Züricher Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) nachgewiesen haben – so eine Medienmitteilung. Wie der NDR meldete, ist der Klimawandel eine große Gefahr auch für die Wälder in Mecklenburg-Vorpommern. weiterlesen…

US-Militärs sehen Klimawandel als Bedrohung

Gefährdung der nationalen Sicherheit

US-Präsident Donald Trump bestreitet den menschengemachten Klimawandel. Das Pentagon hingegen vertraut schon lange den Nasa-Wissenschaftlern und sieht konkrete Gefahren für die Einsatzbereitschaft des Militärs. Marcus Pindur, seit 01.01.2019 neuer Dlf-Korrespondent für Sicherheitspolitik, berichtete am 19.03.2019 im Deutschlandfunk. weiterlesen…

Zweiter Schall – „unmögliches“ Szenario

Wissenschaftler beobachten, wie sich Hitze mit Schallgeschwindigkeit bewegt

Der sogenannte „zweite Schall“, ein seltenes Phänomen, das nur bei einer Handvoll Materialien unter niedrigen Temperaturen auftritt, wurde in „warmem“ Graphit entdeckt – ein Effekt, der die zukünftige Mikroelektronik unterstützen könnte. Shannon Hall beschrieb am 22.03.2019 auf Scientific American das ursprünglich von Jennifer Chu auf der Webseite des Massachusetts Institute of Technology (MIT) am 14.03.2019 publizierte Phänomen. (Jeweils gekürzte Übersetzungen von Solarify). weiterlesen…

Bundesrat will Umweltschäden durch Mikroplastik eindämmen

Plenarsitzung des Bundesrates am 15.03.2019

Der Bundesrat sorgt sich um die Umweltverschmutzung durch Mikro- und Nanoplastik – und deren schädlichen Auswirkungen auf Mensch, Tier und Natur. Mit einer am 15.03.2019 gefassten Entschließung bittet die Länsderkammer die Bundesregierung um Prüfung, welche Maßnahmen sinnvoll sind, damit weniger Mikroplastikpartikel und schwer abbaubare Polymere in Gewässer und Böden gelangen. weiterlesen…