Arktis-Temperaturen steigen bis neun Grad

Starker Anstieg nicht mehr zu vermeiden

Selbst wenn es der Welt gelinge, die Treibhausgasemissionen im Einklang mit dem Pariser Abkommen zu senken, so Alicia Prager auf EURACTIV.de, sei es bereits unvermeidlich, dass die Wintertemperatur in der Arktis bis 2050 um drei bis fünf Grad steige – bis 2080 sogar um fünf bis neun Grad -, warnt der neue UN-Bericht „Global Linkages – A graphic look at the changing Arctic“. Das kann laut der Studie nicht einmal mehr dann verhindert werden, wenn es gelingen sollte, die globalen Emissionen so weit zu reduzieren, wie im Pariser Klimaabkommen vereinbart. (Titel: Global Linkages – Ein grafischer Blick auf die sich verändernde Arktis – Titel © UN environment – GEO6 – GRID arendal) weiterlesen…

„Upgrade für den Klimaschutz“

TU Darmstadt mit OME-Produktionsverfahren aus Müll-Strom

Ein Forschungsteam der TU Darmstadt am Fachgebiet Energiesysteme und Energietechnik hat einer Medienmitteilung folgend ein Verfahren zur Abscheidung von Kohlendioxid entwickelt, das überschüssigen Strom aus der Müllverbrennung nutzt: Mit Strom aus Müllverbrennung Kohlendioxid, das ebenfalls bei der Müllverbrennung entsteht, in Methanol umwandeln. weiterlesen…

Auch viele Benziner überschreiten Abgas-Grenzwerte

Report Mainz: Kaum wirksame Billigkatalysatoren

Nicht nur Betrugs-Diesel, sondern auch viele Benzin-Verbrennungsmotoren überschreiten die festgelegten Stickoxid-Grenzwerte. Der Grund: Es gibt kaum wirklich wirksame Austausch-Katalysatoren – ein Problem, das laut Report Mainz („Neuer Abgasskandal?“) seit Jahren bekannt ist. Seit Jahren werden nämlich auf dem deutschen Autoteilemarkt Ersatzkatalysatoren mit deutlich niedrigerem Wirkungsgrad verkauft. weiterlesen…

Im Mittelpunkt: Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt

Beitrag zur Versachlichung der Diskussion um Messstandorte

Bei allen Diskussionen um Randbedingungen bei der Beurteilung der Luftqualität sei der „Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt“ das oberste Ziel des Luftqualitätsrechts. Das betont das Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) in einer gemeinsam mit dem UBA und einer Reihe weiterer Landesumweltämter veröffentlichten Erklärung. Die Umweltinstitutionen reagieren damit auf die wiederholt geäußerten Zweifel an der Verlässlichkeit der gemessenen Daten und an der Wahl der Standorte von Messstationen. weiterlesen…

Energie in Zahlen

AG Energiebilanzen veröffentlicht neue Broschüre/Energiestatistik transparent

Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) hat ihre Arbeit und Leistungen in einer neuen Broschüre zusammengefasst. Unter dem Titel „Energie in Zahlen“ werden Ziele und Aufgaben der AG Energiebilanzen sowie Grundlagen der deutschen Energiestatistik vorgestellt und erläutert. Am 19.03.2019 hat die AGEB die neuen Zahlen veröffentlicht. weiterlesen…

Intensive Kooperation ist das Gebot der Stunde

Nur gemeinsam können Frankreich und Deutschland ihre jeweiligen Energiewenden zum Erfolg führen

Die Stromsysteme von Frankreich und Deutschland sind eng miteinander verzahnt. Energiewirtschaftliche Entscheidungen in einem Land haben daher erhebliche Konsequenzen im anderen Land. Frankreich und Deutschland sollten daher ihre künftige Energiepolitik gemeinsam gestalten, damit die Stromversorgung auf beiden Seiten des Rheins zuverlässig, nachhaltig und möglichst günstig bleibt. Bis 2030 bedeutet das gleichermaßen einen starken Ausbau von Windkraft und Photovoltaik sowie eine deutliche Reduktion der Stromerzeugung durch konventionelle Kraftwerke –Kohle in Deutschland, Kernenergie in Frankreich. So lauten die wichtigsten Erkenntnisse einer gemeinsamen Studie von Agora Energiewende aus Berlin und des Institutes for Sustainable Development and International Relations (IDDRI) aus Paris. weiterlesen…

„Permanenter Druck wird notwendig sein“

Christian Breyer im Solarify-Selbst-Gespräch

„Ein zeitgeschichtliches Dokument von politischem Versagen“ nennt Skandinaviens erster „Solar-Professor“ Christian Breyer von der Lappeenranta Universität (LUT) Finnland (ein „Q-Cells-Gewächs“ aus dem Reiner-Lemoine-Institut) die Zerstörung vieler Hoffnungen, vor allem in Ostdeutschland, durch „dilettantische Industriepolitik unterstützt von sinistren Gewerkschaften“. Die Versuchung sei einfach groß, „in de facto halben Legislaturperioden zu denken“. Dennoch bleibt er Optimist: Der Druck müsse anhalten, das ist wichtig für ihn. Dann bleibe die Wirkung der Klimawandelleugner eher gering. #Fridays4Future (siehe solarify.eu/fridays4future-junge-generation-fordert-politik-fuer-ihre-zukunft) könne „elementarer Teil der Sozialisation einer ganzen Generation werden“. Breyer war einer der ersten Unterzeichner des Unterstützungsaufrufs von Scientists4Future – inzwischen sind es mehr als 23.000 – für die klimastreikenden Schüler (300.000 am 15.03.in Deutschland). (Foto: Christian Breyer – Foto © lut.fi) weiterlesen…

Power-to-Gas kommt in die Gänge

Power-to-Gas-Anlagen in ersten kommerziellen Anwendungen

Eine Auswertung der Power-to-Gas (PtG)-Datenbank der Ludwig-Bölkow-Systemtechnik (LBST) zeigt, dass die PtG-Technologie zunehmend ausgereift ist und immer mehr kommerzielle Anwendungen findet. Deutschlandweit sind über 50 PtG-Anlagen mit einer elektrischen Gesamtleistung von über 55 MW in Betrieb oder in Planung. Weitere größere Projekte im dreistelligen MW-Bereich wurden bereits angekündigt. Bereits heute kommt über ein Drittel des in Deutschland erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energiequellen und mehr als die Hälfte davon aus den fluktuierend einspeisenden Quellen Wind und Photovoltaik. Dieser Anteil werde weiter zunehmen, was zu einer steigenden Nachfrage nach Flexibilität im Stromversorgungssystem bzw. einem verstärkten Einsatz von Stromspeichern führe, heißt es in der Pressemitteilung des TÜV Süd vom 19.03.2019. weiterlesen…

Was wurde aus dem Glühlampen-Verbot?

Vor 10 Jahren in der EU abgeschafft – eine Erfolgsgeschichte

Die Grünen im Europäischen Parlament erinnern daran, dass vor 10 Jahren, am 18.03.2009, das Ende der konventionellen Glühlampe (=“birne“) in Europa beschlossen wurde. Wenige Monate später am 01.09.2009 trat die beschlossene Verordnung dann vollends in Kraft und Glühlampen wurden nach und nach durch Energiesparlampen und LEDs ersetzt. Fast 130 Jahre lang war die Glühfadenlampe damit ein Symbol unserer Industriekultur und der Unmut der Nostalgiker war damals groß. Mit dem Inkrafttreten der Ökodesign-Richtlinie 2009/125/EG am 01.09.2009 wurden allerdings besondere Anforderungen an die Energieeffizienz von vielen Produkten, nicht nur der Glühlampe, gestellt. Das gemeinsame Ziel: Den Verbrauch natürlicher Ressourcen auf das notwendige Maß zu reduzieren und die Umweltverträglichkeit zu verbessern. weiterlesen…

Krise, noch größer als der Klimawandel

Bisher zu wenig diskutiert: Der schnelle Niedergang der natürlichen Welt

„Eine dreijährige von den Vereinten Nationen unterstützte Studie der Intergovernmental Science-Policy Platform On Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES) hat gravierende Auswirkungen auf die Zukunft der Menschheit“, schrieb John Vidal am 15.03.2019 in der Huffington Post. Die Natur befinde sich „im freien Fall, und die Stützsysteme des Planeten sind so weit gestreckt, dass wir mit weit verbreiteten Artensterben und massenhafter Völkerwanderung konfrontiert sind, wenn nicht unverzüglich Maßnahmen ergriffen werden“. Das sei die Warnung, auf deren Veröffentlichung Hunderte von Wissenschaftlern sich vorbereiten, und „sie ist heftig (stark)“. weiterlesen…