Dezentrale Energieversorgung

DLR, Bund und Land investieren knapp sieben Millionen in Zukunftstechnologie für Energiewende

Für die Umsetzung der Energiewende spielt die dezentrale Energieversorgung eine elementare Rolle: Erzeugt man Strom und Wärme in der Nähe des Verbrauchers, werden Verluste beim Transport und Umwandlungen auf ein Minimum reduziert. Wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumtechnik in Stuttgart am 16.08.2016 mitteilt, könnten bei Verwendung sogenannter Blockheizkraftwerke Strom und Wärme hocheffizient und flexibel je nach Bedarf erzeugt werden. Blockheizkraftwerke auf Basis kleiner Gasturbinen, auch Mikrogasturbinen genannt, eigneten sich insbesondere aufgrund ihrer äußerst geringen Schadstoffemissionen. weiterlesen…

Aus zwei mach eins: Wie aus grünem Licht blaues wird

KIT: Metallorganische Gerüste mit Huckepack-Struktur eröffnen neue Möglichkeiten für Solarzellen und Leuchtdioden

Die Hochkonversion von Photonen ermöglicht, Licht effizienter zu nutzen: Zwei Lichtteilchen werden in ein Lichtteilchen mit höherer Energie umgewandelt. Forscher am KIT haben nun erstmals gezeigt, dass innere Grenzflächen zwischen oberflächengebundenen metallorganischen Gerüstverbindungen (SURMOFs) sich optimal dafür eignen – sie haben aus grünem Licht blaues Licht gemacht. Dieses Ergebnis wurde nun in der Fachzeitschrift Advanced Materials vorgestellt und eröffnet neue Möglichkeiten für optoelektronische Anwendungen wie Solarzellen oder Leuchtdioden. weiterlesen…

15 Mio. Euro für CO2-Begleitforschung

Startschuss für weitere Förderung von Untersuchungen stofflicher CO2-Nutzung

Die Unterstützung von Forschungsprojekten zur stofflichen Nutzung von CO2 bleibt laut einer Pressemitteilung der DECHEMA (Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie) weiterhin im Fokus der BMBF-Technologieförderung: 15 Millionen Euro stellt das BMBF im Rahmen der BMBF-Fördermaßnahme CO2Plus bereit. Mit den Schwerpunktthemen CO2-Abtrennung, CO2 als Baustein für chemische Grundstoffe sowie elektro- und photokatalytische Aktivierung von CO2 beschäftigen sich 13 Verbundprojekte, bestehend aus Industriepartnern, Forschungseinrichtungen und Universitäten. weiterlesen…

Wirtschaftswachstum und Klimaschäden

Machtlos bei Hurrikanen

Bei Da Nang 2009 durch den Taifun Ketsana an den Strand geschwemmtes Schiff - Foto © Gerhard Hofmann_Agentur ZukunftWenn Hurrikane wie Katrina 2005 oder Sandy (s. Foto) 2012 auf dichtbesiedelte Regionen treffen, können sie großen Schaden anrichten. Mehr als 50 Prozent aller wetterbedingten Schäden weltweit werden von tropischen Wirbelstürmen verursacht. Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) haben nun das Ausmaß möglicher zukünftiger Hurrikanschäden im Verhältnis zum Wirtschaftswachstum analysiert (s. PIK-Pressemitteilung). Am Beispiel der USA fanden sie heraus, dass eine Verdreifachung dieser relativen Schäden bei unvermindertem Klimawandel bis zum Ende des Jahrhunderts möglich ist und die akkumulierten jährlichen Schäden durchschnittlich sogar um das Achtfache ansteigen können. Im Gegensatz zur verbreiteten Ansicht zeigt ihre Studie, dass vermehrte Schäden zumindest in den USA nicht durch Wirtschaftswachstum ausgeglichen werden können. weiterlesen…

Künstliche Fotosynthese: Technik gemeinsam gestalten

Auf dem Weg zur Akzeptanz der Bevölkerung

acatech Türschild - Foto © - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für Solarify 20140325Als Künstliche Fotosynthese werden heute verschiedene visionäre Technologien bezeichnet, die einen wichtigen Beitrag zu unserem zukünftigen Energiemix leisten könnten. So vermeidet die die direkte Energiegewinnung aus Sonnenlicht viele Probleme etablierter regenerativer Energiequellen. Aus CO2 und Wasser werden Roh- und Treibstoffe hergestellt, die sich leicht lagern und transportieren lassen. Noch allerdings sind diese Verfahren in einem sehr frühen Entwicklungsstadium. Praktische Anwendungen sind allenfalls in Ansätzen zu erkennen. Trotzdem sollte die öffentliche Debatte über die Künstliche Fotosynthese bereits jetzt beginnen. Zu diesem frühen Zeitpunkt können Bürgerinnen und Bürger die Technologie und ihren Einsatz mitgestalten. Sind die Technologien bereits anwendungsreif entwickelt, lässt sich nur schwer auf Wünsche und Sorgen aus der Bevölkerung reagieren. weiterlesen…

Hans Josef Fell: „Erdklima scheint außer Kontrolle zu geraten“

Die Bundesregierung sowie große Teile von Medien und Wirtschaft beunruhigt dies offensichtlich nicht

Hans-Josef Fell - Foto © Gerhard Hofmann Agentur Zukunft Weitgehend unbemerkt von der deutschen Öffentlichkeit wurde am 03.08.2016 in den USA der aktuelle Sachstandbericht über den Zustand des Erdklimas veröffentlicht. Der US-Wetterdienst (National Weather Service, NWS), der zur US-Wetterbehörde (National Atmospheric and Oceanic Administration, NOAA) des US-Handelsministeriums gehört, hat in dem peer-reviewten Bericht die Forschungsergebnisse von 456 Wissenschaftlern aus 62 Ländern zusammengetragen. Das Ergebnis, veröffentlicht im Bulletin of the American Meteorological Society (AMS), zeichnet ein erschreckendes Bild des beschleunigt fortschreitenden Klimawandels. Hans-Josef Fell hat es gelesen. weiterlesen…

Wasserstoff sicher speichern

…in Form von Metallhydriden

Im Zuge der Energiewende und der Energieversorgung vornehmlich mit Erneuerbaren Energien und deren Speicherung gewinnt Wasserstoff an Bedeutung. Möglich ist die Speicherung von gasförmigem Wasserstoff in Druckbehältern, von flüssigem Wasserstoff in vakuum-isolierten Behältern oder die Einlagerung von Wasserstoff in Metallhydriden. Darin kann der Wasserstoff in noch höherer Dichte als im flüssigen Zustand gespeichert werden. Die Speicherung von Wasserstoff in Metallhydriden ist von allen Möglichkeiten am sichersten und daher vor allem für Fahrzeuge interessant. weiterlesen…

Lithium verspricht (noch) mehr Kapazität

Helmholtz-Forscher halten 6-fache Steigerung bei Li-Ion-Akkus für möglich

Li-Ionen-Batterie am Berliner Effizienzhaus Plus- Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyAktuelle Lithium-Ionen-Batterien verwenden Elektroden aus Graphitschichten, die nur eine begrenzte Anzahl von Lithium-Ionen einlagern können – mit der Folge, dass sich die Kapazität der aktuellen Lithium-Ionen-Akkus kaum weiter steigern lässt. Ein Team vom Institut für weiche Materie und funktionale Materialien des Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) hat laut einer Medienmitteilung erfolgreich ein alternatives Material getestet. weiterlesen…

Regeneratives Methan statt Schweröl und Schiffsdiesel

ZSW-Verfahren macht saubere Schifffahrt möglich

Seit langem weisen nicht nur Wissenschaftler auf die Gefahr von Schadstoffen aus der Schifffahrt hin: Feinstaub, Schwefel- und Stickoxide belasten das Klima und die Gesundheit der Küstenbewohner. Entschärfen lässt sich das durch Methan, wie am 09.08.2016 mitgeteilt – aus einem Power-to-Gas-Prozess (P2G) des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW). Das synthetische Gas könne als klimafreundlicher und nahezu feinstaubfreier Brennstoff dienen – für Schiffe und andere Fahrzeuge. weiterlesen…